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Hier behauptet der Kurier Falsches

Zum Glück gibt's social media, da kann man gleich reagieren, wenn Jounalist/innen glatt Wahrheitswidriges behaupten.

Im heutigen Kurier kommentiert Daniela Kittner ganzseitig die angeblich "verkehrte Verkehrspolitik" der Grünen.
Und behauptet dort faktenwidrig:
"Abgesehen von den Polit-Troubles führt der grüne Fokus aufs Fahrrad oft auch sachlich auf Abwege. Beispiel Währinger Straße: Die Grünen wollten einen Fahrradstreifen. Dafür sollten Parkplätze weg. Die Wohnbevölkerung wollte jedoch ihre Parkplätze behalten. Also kam man auf die abstruse Idee, der Straßenbahn den eigenen Gleiskörper wegzunehmen und die Bim in den Auto-Stau zu schicken – und das auf der meistgenutzten Straßenbahn-Strecke Wiens."

Das ist völlig unwahr.
so wars, und man kann es sich bereits anschauen:
Radstreifen ist da, einige wenige Parkplätze mussten weichen, Gleiskörper wurde klarerweise nicht angerührt.
Dieser Vorschlag kam von den Geschäftsleuten, die Parkplätze behalten wollten.
wir haben das klarerweise abgelehnt.
ein Anruf von Frau Kittner hätte gereicht.
das hat aber offenbar nicht in den Plan gepasst.

Mehr am Dienstag, wo rot/grün die weitere Vorgehensweise zum "Parkpickerl" vorstellen wird.

PS: jetzt bin ich gespannt, ob und wie der Kurier das richtigstellen wird.
Nehalennia - 15. Jul, 12:31

Ganz ehrlich - die Währingerstraße stadteinwärts war immer schon ab der Nussdorferstraße ganz wunderbar mit dem Fahrrad befahrbar. Auch ohne zusätzliche Radspur, weil es dort breit genug für Fahrräder und Autos ist.

Doch das Nadelöhr VOR der Kreuzung Nussdorferstraße (bei der Haltestelle bei der Aida) - DAS ist für Radfahrer mühsam. Aufgrund des verbreiterten Gehsteigs wegen der Haltestelle hat man als Fahrradfahrer die Wahl: Gaaanz vorsichtig zwischen Schienen und Gehsteig rollen (und hoffen, dass man mit dem Reifen nicht in die Schienen kommt) oder Wechseln zwischen den Schienen.

DAS ist jedes Mal ein Harakiri-Spiel. Setzt euch doch mal dafür ein, dass hier der Radstreifen auf dem überbreiten Gehsteig führt. Mit vorsichtigem Agieren von Radfahrern dürfte eine Koexistenz zwischen Fahrgastgästen und Radler kein Problem sein.

Aber bevor die Grünen das Angehen ists doch publicityträchtiger, wieder Parkplätze zu eliminieren.

Und ja: ich fahre fast täglich mit dem Rad die Währinger entlang. Und ja, ich habe auch ein Auto. Und ja, ich fahre auch öffentlich. Es gibt nämlich auch Bürger, die mehr als nur ein Transportmittel nützen.

stefanct (Gast) - 15. Jul, 14:37

ich kenn den problembereich nur vom stadtplan, aber radstreifen über den verbeiterten gehsteig einer bim-haltstelle kann ja wohl nicht ernsthaft ihre favorisierte lösung sein? da kann ich gleich im schritttempo zwischen rechtem gleis und gehsteigkante dahin rollen und hab weniger probleme, als mit rücksichtlosen fußgängern auf dem "radweg".
was ist das problem an zwischen den schienen fahren? das einordnen in die autokolonne?
Raphael (Gast) - 15. Jul, 14:57

Währinger Straße

Ich fahr dort auch öfters, sehe aber das Problem nicht. Ich fahre genau in der Mitte zwischen den Schienen, bin genauso schnell (es geht bergab) und brauche genau soviel Platz wie ein Auto.
mm (Gast) - 15. Jul, 15:10

Inserate

Der Grund für sowas ist recht offensichtlich: der Kurier braucht wieder Auto-Inserate in irgendeiner eintönigen Motor-Beilage...
Nehalennia - 15. Jul, 18:46

Natürlich könnt ich in die Spur zwischen den Schienen wechseln, würde ich nur an mich denken. Wäre dort ein Radstreifen, dann könnten die Autos ungehindert zwischen den kurzen Pausen der drei Straßenbahnlinien weiterfahren und die Anrainer hätten etwas weniger Stau vor der Nase.

Und ganz ehrlich: ich glaube immer noch an eine friedliche Koexistenz zwischen verschiedenen Personengruppen (Autos, Rad, Fußgänger), sonst hätt ich nämlich den Glauben an Toleranz und Frieden bereits verloren...
Horst (Gast) - 16. Jul, 10:20

Aida -

Ich nehme stark an, du meinst den Abschnitt Währingerstraße (vom WUK runter) bis zur Spitalgasse?

Dort wäre es höchste Zeit, wenn der Autoverkehr reduziert wird (Einbahn z.B.). Denn dieser blockiert nur das sehr hohe Straßenbahn- und Fußgängeraufkommen. Wenn man sich ansieht, wieviele Menschen in diesem Bereich bei der Straßenbahn umsteigen, dann wirds höchste Zeit für solch eine Maßnahme. Und als Nebeneffekt fällt dann der Stress bzgl. zwischen den Schienen mit dem Radl fahren weg... .
mm (Gast) - 15. Jul, 15:11

Inserate

Der Grund für sowas ist recht offensichtlich: der Kurier braucht wieder Auto-Inserate in irgendeiner eintönigen Motor-Beilage...

frauknitter (Gast) - 16. Jul, 15:47

wo kann man da anrufen? Wo ist Ihre Telefonnummer?

"ein Anruf von Frau Kittner hätte gereicht."

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