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    <title>#unibrennt und die Demokratie</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6063755/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1209/stories/6049223&quot;&gt;Datum&lt;/a&gt; hat Erhard Busek und mich eingeladen, zu den Studentenprotesten jeweils einen Kommentar zu schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hier der meinige:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Umbruchszeiten haben Universitäten immer eine führende Rolle gespielt. Deren Bedeutung, die von Studenten initiierten kulturellen und politischen Umbrüche, wurde oft erst viel später erkannt. Wer hätte im Mai 1968 erahnen können, daß noch fünfzig Jahre später höchst kontroversiell über die 68er, und deren tiefgreifende Umwälzungen diskutiert werden würde.&lt;br /&gt;
Rückt die Frage, Was ist eigentlich die Aufgabe, die Rolle der Universität ins Zentrum der politischen Debatte, dann wird automatisch und unvermeidbar über die Gesellschaft als Ganzes debattiert.&lt;br /&gt;
Insofern ist den protestierenden Studenten bereits Wichtiges gelungen: Unis sind leidenschaftlicher öffentlicher Streitpunkt geworden.&lt;br /&gt;
Herrlich: Wir werden deswegen z.B. davon verschont, vom traditionellen polit-journalistischen Komplex tagelang mit Erörterungen belästigt zu werden, wer denn jetzt gegen Heinz Fischer schon oder auch nicht antritt.&lt;br /&gt;
Neben der wichtigen Frage, nein, dem empörten Aufschrei, wie erbärmlich die finanzielle Dotierung, die Wertschätzung für unsere Universitäten aussieht, schiebt sich ein weiteres fundamentales Thema ins Zentrum. Jenes, nach dem Zustand und den Möglichkeiten der Demokratie in Österreich.&lt;br /&gt;
Eins fällt bei den Studenten sofort auf: Ihre Ablehnung gegen alles, was nach Institutionen, Parteien, ja grundsätzlch Vertretungskörpern aussieht.&lt;br /&gt;
Statt dessen, ihr gelebter Slogan: Wir machen es selbst.&lt;br /&gt;
Und hier beginnen sich die Geister der Öffentlichkeit zu scheiden. Denn Menschen, welche noch nie ein Werkzeug der digitalen sozialen Medien, ob facebook, twitter oä genutzt haben, muß deren Organisations- und Kommunikationsstil völlig unverständlich sein.&lt;br /&gt;
Hier gibt es weder Redaktionsschluß, noch können die anderen von der Kommunikation ausgeschlossen werden. Zurückreden , sowie eigene Ideen und Initiativen einbringen, völlige Transparenz einfordern, und sich in Sekundenschnelle über das Wesentliche informieren, das ist jetzt plötzlich Prinzip. Jeder, der dabei sein will, ist sofort mittendrin. Weil es keine zentral steuernde Mitte gibt.&lt;br /&gt;
Das kann man nicht erklären, da muß man dabeisein, um dieses gewaltige Potential zu erahnen.&lt;br /&gt;
Eigentlich lautet die implizite Botschaft der Studenten, lautstark und kraftvoll vorgetragen und vorgelebt: Wir brauchen Eure verknöcherte, lahme, klüngelzentrierte repräsentative Demokratie nicht mehr! Denn wir haben kaum etwas von ihr, aber auch sonst bringt sie kaum etwas zustande.&lt;br /&gt;
Sie haben recht: Unsere Demokratie liegt auf der Intensivstation. Man frage irgendwen im traditionellen polit-journalistischen Komplex: Glaubst Du, diese Demokratie mit dieses Akteuren kann die überall geforderte Bildungsreform, eine notwendige Umgestaltung unseres Gesundheitswesens, ein wirksames Klimaschutzprogramm oder eine wirkliche Erneuerung des ORF ausarbeiten? wird ein zynisches Lächeln sowie ein klares Nein erhalten.&lt;br /&gt;
Das Establishment hat sich selbst längst aufgegeben.&lt;br /&gt;
Die Studenten sind vom Gift des Zynismus noch nicht angesteckt.&lt;br /&gt;
Aber anstatt das System bloß zu kritisieren, schaffen sie sich höchst effizient und in kürzester Zeit ein eigenes.&lt;br /&gt;
Und sie agieren transnational. Der Protest ist längst auf dutzende deutsche Universitäten übergesprungen, interaktive Karten (z.B. am wunderbaren &lt;a href=&quot;http://www.zurpolitik.com&quot;&gt;blog&lt;/a&gt; von Tom Schaffer ) werden stündlich aktualisiert, und es wird gelernt.&lt;br /&gt;
Daß Denken vom Handeln nicht zu trennen ist, dass erst neue Wirklichkeiten neue Gedanken ermöglichen, das erproben tausende jeden Tag im Audimax verschiedenster Hochschulen.&lt;br /&gt;
Wenn sich kopfschüttelnd nicht nur ältere Semester darüber alterieren, dass zu viel gefeiert wird, dann zeigen sie damit nur, dass sie nichts kapiert haben.&lt;br /&gt;
Jede Kultur hat auch ihre Feste, ihre Musik und Filme, das Laute und Wilde.&lt;br /&gt;
Sonst wäre es blutleer.&lt;br /&gt;
Auf den europäischen Unis werden derzeit die Grundlagen einer neuen Demokratie gelegt.&lt;br /&gt;
Denn die alte ist müde und ausgelaugt, sie hat immer weniger Anhänger, löst kaum mehr Probleme, ist mehr erstarrtes Ritual als lebendige Auseinandersetzung.&lt;br /&gt;
Postdemokratie nannte es vor Jahren Colin Crouch, und verwies v.a. auf die Entwicklung in Italien unter Berlusconi, wo sich hinter einer scheindemokratische Fassade, dank perfekter Belustigung durch gesteuerte Medien, die ökonomisch Mächtigen ihre alten Strippen ziehen.&lt;br /&gt;
Es fällt nicht schwer, sich diesen beängstigenden Prozeß auch in Österreich vorzustellen.&lt;br /&gt;
Und dann, ganz plötzlich, scheinbar aus dem Nichts, geht ausgerechnet von Wien diese internationale Demokratiebewegung aus.&lt;br /&gt;
Während old politics sündteure Spindoktoren dingt, um irgendwelche Botschaften via old media unters Volk zu bringen versucht, bzw Millionen an Steuergelden ausgibt, um Inseratenseiten zu buchen, damit wohlwollende Berichterstattung abfällt, entwickeln die Studenten ein unglaublich feines Gespür, wie man Öffentlichkeit herstellt.&lt;br /&gt;
Überall sonst auf der Welt hätten sie eine große Bank, ein Ministerium oder eine Zeitungsredaktion besetzt.&lt;br /&gt;
Und in Wien? Das Burgtheater! Da klatscht und buht das Publikum, hier ist die wirklich große Bühne. Das hatte schon weiland Peymann gewußt.Am Tag danach waren alle Medien voll damit. Und es wäre nicht Wien, wo man jemanden kennt, der jemanden kennt, und so hatten die Studenten, wozu auch unnötiger Wick´l, den publikumswirksamen Auftritt mit den Hausherren der Burg abgesprochen.&lt;br /&gt;
So macht man das.&lt;br /&gt;
Aber wie weiter?&lt;br /&gt;
Wenn dieser (einmal noch!) traditionell polit-journalistische Komplex noch einen Funken Verstand hat, dann nutzt er die Chance, die ihm die Studenten geben.&lt;br /&gt;
Er greift die Frage auf, welche die Studenten so nachdrücklich stellen: Hinter der Forderung Bildung statt Ausbildung! muß endlich grundsätzlich die Aufgabe, Rolle und Finanzierung (in dieser Reihenfolge) öffentlich und breit diskutiert werden.&lt;br /&gt;
Eine parlamentarische Enquetekommission, die dies ein Jahr lang unter Einbeziehung der Studierenden sowie Angehörigen des Hochschulwesens diskutiert, und dann auch zu konkreten Ergebnissen kommt, könnte ein Weg sein.&lt;br /&gt;
Am Ende käme man wahrscheinlich drauf, daß es einen Unterschied zwischen Fachhochschulen und Universitäten gibt, der anders ist als derzeit, wo man sich auf der FH bewirbt und nur dann, wenn man nicht genommen wird, auf die Uni geht.&lt;br /&gt;
Und man wird sogar einen Konsens darüber erzielen können, deutlich mehr Mittel in die Infrastruktur Universität, statt in weitere Straßentunnel zu stecken, die ebenso deutsche Touristen benutzen.&lt;br /&gt;
Schließlich werden viele Wege neu zu gehen, Demokratie neu zu erfinden, zu erproben sein.&lt;br /&gt;
Daß es anders geht, zeigt sich grad an unseren Universitäten.&lt;br /&gt;
Denn derzeit haben wir uns weit davon entfernt zu empfinden, daß Demokratie so verstanden wird: ... that government of the people, by the people, for the people, shall not perish from the earth.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-26T10:54:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/6057674/">
    <title>...wilde Vögel fliegen</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6057674/</link>
    <description>Meine Rede auf der Landesversammlung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/g_LL2BI-YWo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/g_LL2BI-YWo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
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    <dc:date>2009-11-24T08:49:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/6056724/">
    <title>Ein aussergewöhnliches Interview</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6056724/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;266&quot; alt=&quot;rythmisit&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/rythmisit.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Royston_Maldoom&quot;&gt;Er &lt;/a&gt;ist ein ganz ganz Großer, der über gelungene Erziehung nicht nur spricht, sondern sie vorzeigt.&lt;br /&gt;
Über Tanz!&lt;br /&gt;
Sein Projekt &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Rhythm_Is_It!&quot;&gt;&quot;rythm is it&quot; &lt;/a&gt;gehört zum Besten, was je als Film auf die Leinwand gebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sonntagsausgabe der &lt;a href=&quot;http://www.diepresse.com&quot;&gt;Presse&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
war nachfolgendes Interview zu lesen.&lt;br /&gt;
Dieses sei hier vollständig wiedergegeben, und allen wärmstens ans Herz gelegt, die sich für Erziehung &amp; Bildung interessieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ohne Disziplin überlebt man nicht&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Royston Maldoom ist Choreograf. Seit er 250 Berliner Jugendliche zum Tanzen gebracht hat, ist er auch Erziehungsexperte. Denn sein System hat sie Disziplin gelehrt und ihren Selbstwert gesteigert. &lt;br /&gt;
von Doris Kraus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie waren an einem ganz berühmten Projekt beteiligt: an der Aufführung von Igor Strawinskis Ballett &quot;Le sacre du printemps&quot; mit Sir Simon Rattle und 250 Berliner Kindern und Jugendlichen. Zu diesem Projekt gab es auch einen preisgekrönten Dokumentarfilm, &quot;Rhythm is it&quot;. In diesem Film sagen Sie einmal: &quot;Ihr könnt euer Leben in einer Tanzstunde ändern.&quot; Ist das geschehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Royston Maldoom: Was ich versucht habe, den Jugendlichen zu sagen, war: &quot;Nicht nur in einer Tanzstunde, sondern in jedem Augenblick, in dem ihr an euch glaubt, könnt ihr euer Leben ändern.&quot; Das gilt nicht nur fürs Tanzen. Ich wollte ihnen sagen: &quot;Seid wachsam, genau in dieser Tanzstunde könnte es auch für euch den einen Augenblick der Transformation geben.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich kenne einige, für die sich anschließend sehr viel geändert hat. Der eine hatte plötzlich das Selbstvertrauen zu studieren; ein anderer, der davor schrecklich unter seiner Schüchternheit gelitten hatte, konnte Beziehungen zu anderen Menschen eingehen. Ein junges Mädchen schaffte es, von zu Hause wegzugehen, Kinder zu bekommen - und sich mit ihren Eltern auszusöhnen. Andere junge Leute sind beim Tanz geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brauchen junge Menschen heute mehr Ermutigung? Sie haben zwar mehr Möglichkeiten denn je, scheinen aber gleichzeitig auch viel verunsicherter und planloser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Junge Leute verlassen sich heutzutage immer mehr auf externe Stimuli. Sie haben keine Zeit für sich selbst, um sich mit ihrer inneren Landschaft zu beschäftigen und zu erkennen, wer sie eigentlich sind: emotional, spirituell, physisch. Die Fähigkeit, sich auf sich selbst zu konzentrieren, ohne 24 Stunden am Tag Außenreize zu erleben, geht zunehmend verloren. Die vielen Vorteile moderner Kommunikationstechnologien haben einen Nachteil: Sie haben junge Menschen von ihrem inneren Kern entfernt. Die haben sehr wenig Zeit, still zu sein, sehr wenig Zeit, gelangweilt zu sein, und sehr wenig Zeit, über ihre Erfahrungen nachzudenken. Das wird vor allem im urbanen Umfeld immer schlimmer. Dazu kommt, dass das persönliche Image zunehmend vom Besitz bestimmt wird. Das versuche ich umzudrehen: &quot;Was wirklich zählt, ist, wer ihr seid. Ihr habt die Wahl, was ihr wollt und was nicht. Werdet kein passives Konsumopfer!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie betonen immer die Bedeutung von &quot;Fokus&quot;. Viele haben das als &quot;Disziplin&quot; übersetzt - und als solches hat es auch für einige Aufregung gesorgt. Was genau ist &quot;Fokus&quot;? Konzentration? Selbstdisziplin?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist Fokus in dem Sinn, wie man eine Kamera auf ein bestimmtes Bild richtet. Diese Kamera ist nur auf sich selbst und nur auf diesen einen Moment konzentriert, in dem man sich gerade befindet. Das ist echte Disziplin. Viele Leute haben sich über diesen Begriff sehr aufgeregt. Lehrer, Eltern oder Beobachter finden das teilweise richtig besorgniserregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was haben die jungen Leute gesagt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die haben gesagt: &quot;Aber nein, so ist Royston eben, besonders wenn er in Fahrt kommt.&quot; Die jungen Menschen selbst bleiben da gelassen - vor allem, wenn sie sich an mich gewöhnt haben. Nach der Filmpremiere in Berlin wurden Jugendliche gefragt: &quot;Was ist der Unterschied zwischen der Schule und der Arbeit mit Royston?&quot; Da sagten sie: &quot;In der Schule dient Disziplin der Bestrafung; Royston aber bringt uns damit dazu, Dinge für uns selbst zu tun.&quot; Bei mir gibt es nicht einfach Disziplin um der Disziplin willen. Ich erkläre hundert Mal, was ich will und warum, bis sich die Kinder diese Einstellung zu eigen machen. Und dann wird Disziplin zur Selbstdisziplin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dieser &quot;guten Disziplin&quot; gibt es aber nicht genug, weil sie offenbar ziemlich zeitaufwendig und anstrengend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde, dass wir es uns in der Erziehung und im Bildungssystem oft zu leicht machen. Wir erfinden Entschuldigungen und ermutigen die Kinder nicht, diese Idee der Disziplin zu verstehen. Also gehen sie von der Schule ab, finden einen Job - und sind ihn eine Woche später wieder los. Weil sie in der Früh nicht aufstehen oder sich nicht an Regeln halten können. Disziplin ist kein Angriff auf die Individualität, es ist eine Fähigkeit, ohne die man nicht überlebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch ist der Mangel an &quot;Disziplin&quot; zum Angelpunkt der gesamten Erziehungsdebatte in Deutschland und Österreich geworden. Viele Leute denken wie Sie, dass es an Disziplin mangelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was fehlt, sind Regeln. Junge Leute treiben einfach so dahin. Die Familie funktioniert nicht mehr so wie früher; Burschen, vor allem mit Migrationshintergrund, haben keine Vorbilder. Wer keine Regeln hat, kann sich ja nicht einmal dafür entscheiden, sie zu brechen. Das gehört aber zum Erwachsenwerden dazu. Kinder wollen diese Regeln und Grenzen. Und wenn sie sie einmal verstanden haben, lieben sie sie richtiggehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte es mehr Disziplin in Schulen geben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh, das kann man so schwer sagen. Es kommt doch immer drauf an, wer sie ausübt, wie und warum. Disziplin sollte nichts mit Kontrolle zu tun haben. Sonst landen wir schnell wieder bei Zeiten, in denen die Kinder auf ihren Händen sitzen müssen. Die Disziplin, die ich will, ist die, bei der der Sinn vom Kind verstanden wird. Damit wandelt sie sich in Selbstdisziplin und hilft den Kindern, ihr Leben selbst zu kontrollieren. Als Erwachsener hat man aber die Pflicht, diese Art der Disziplin zu lehren. Man muss es erklären, immer und immer wieder. Und die Kinder akzeptieren es letzten Endes. Sie sagen oft: &quot;Royston ist der erste Mensch, der mich ernst nimmt.&quot; Und deshalb machen sie bei meiner Form der Disziplin mit: weil sie erkennen, dass das ein Ausdruck meines Glaubens an sie und ihre Fähigkeiten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie reden auch viel über den Selbstwert der Jugendlichen. Dafür ist die Disziplin ja wohl auch essenziell?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jawohl. Genauso wie die Fähigkeit, Risiken einzugehen. Deshalb wähle ich für meine Tanzprojekte auch immer Musik aus, die die Kinder überhaupt nicht kennen: Tanzschritte, die ihnen nichts sagen; Themen, mit denen sie sich wahrscheinlich nie beschäftigt haben. Ich will ihnen damit sagen: &quot;Ihr könnt ein Risiko eingehen. Ihr könnt das. Ihr könnt alles, was ihr wirklich wollt. Vielleicht gefällt es euch am Schluss nicht, aber ihr wisst immerhin: Dennoch kann ich das.&quot; Ich kann diese herablassende Art nicht leiden, mit denen oft mit Kindern, und auch noch mit Jugendlichen, umgegangen wird. Wir grenzen sie oft ein mit unseren beschränkten Erwartungen. Wenn wir aber die Latte hochlegen, werden sie dem auch entsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie eine Krise im Selbstbewusstsein der heutigen Jugendlichen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, vor allem im Zusammenhang mit Migration und Integration. Traditionelle Werte gehen verloren, was sowohl gut als auch schlecht ist. Es gibt heute zwar sicher keine Probleme, die wir nicht vor 50 Jahren auch schon in der einen oder anderen Form hatten. Aber sie sind verschärft. Und wir haben nicht die Schulen und Institutionen, die sie lösen könnten.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
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  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/6052261/">
    <title>der OMV-Chef kanns nicht lassen</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6052261/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Ruttenstorfer&quot;&gt;Wolfgang Ruttenstorfer&lt;/a&gt; ist Chef des Ölkonzerns &lt;a href=&quot;http://www.omv.at&quot;&gt;OMV&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Immer wieder versucht er sich in Ölpreisprognosen, die er der Öffentlichkeit mitteilt.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Peak_Oil&quot;&gt;&quot;peak-oil&quot; &lt;/a&gt;ist ihm fremd.&lt;br /&gt;
Drum liegt er mit seinen Prognosen immer sagenhaft daneben.&lt;br /&gt;
Das muß man sich einmal anschaun.&lt;br /&gt;
Es lebe das Archiv!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;294&quot; alt=&quot;Ruttenstorfer&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/Ruttenstorfer.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/Ruttenstorfer1.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;74&quot; alt=&quot;Ruttenstorfer1&quot; width=&quot;100&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/Ruttenstorfer1_small.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;vergrössern? anklicken!&lt;/i&gt;</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-20T10:37:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/6048920/">
    <title>politische Prostitution</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6048920/</link>
    <description>anders kann ich es nicht bezeichnen.&lt;br /&gt;
Kurzfassung des Stücks:&lt;br /&gt;
(Langfassung &lt;a href=&quot;http://derstandard.at/1256745007944/Grasl-zum-STANDARD-Bewerbe-mich-fuer-ORF-Direktion&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
ORF wünscht sich mehr Geld (Gebührenrefundierung)&lt;br /&gt;
VP dagegen.&lt;br /&gt;
Also folgt Geld gegen Person.&lt;br /&gt;
Erwin Pröll wünscht sich Grasl.&lt;br /&gt;
Dessen Qualifikation: Journalist im legendären Landesstudio NÖ&lt;br /&gt;
Jetzt wird er Finanzdirektor(!) des ORF.&lt;br /&gt;
Mit Sprungbrett auf den Chefsessel.&lt;br /&gt;
Dafür stimmt VP plötzlich 160 Mio zu.&lt;br /&gt;
So läufts in Österreich.&lt;br /&gt;
Und ich will und werde mich weiter dafür einsetzen, dass wir uns an derart skandalöse Vorgänge nicht gewöhnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PS:&lt;br /&gt;
Alle Universitäten zusammen erhalten 34 Mio&lt;br /&gt;
damit ein Pröllmann Chef werden darf, gibts ratzfatz 160.&lt;br /&gt;
ORF Zentrale besetzen?</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-18T10:14:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/6046919/">
    <title>Resume &amp; ein Lob der Unbescheidenheit</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6046919/</link>
    <description>Am Sonntag bei der Landesversammlung wurde ich von meinen Grünen überrascht, ja überrumpelt.&lt;br /&gt;
Damit hatte ich nie gerechnet.&lt;br /&gt;
Bei meinem ersten Antreten  im ersten Wahlgang gegen rund 20 Mitstreiter/innen die meisten (!)  Stimmen zu bekommen, damit hatte ich nie und nimmer gerechnet.&lt;br /&gt;
Ein tief empfundenes großes DANKESCHÖN an die sehr vielen Grünen, die mich gewählt haben.&lt;br /&gt;
In meiner Rede habe ich ein Lob auf die Unbescheidenheit gesungen.&lt;br /&gt;
Ich fand im Vorfeld&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/zehn-Gebote-eines-Schriftstellers-Weltliteratur/dp/386555007X/ref=sr_1_3?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1258434742&amp;sr=8-3&quot;&gt; das Buch&quot;Die 10 Gebote eines Schriftstellers&quot; von Stephen Vizinczey&lt;/a&gt;, mir gefiel sein 5. Gebot und ich mußte nur das Wort Schriftsteller gegen Politiker tauschen:&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;&lt;b&gt;Du sollst nicht bescheiden sein&lt;/b&gt;&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Bescheidenheit ist eine Ausrede für Nachlässigkeit, Faulheit und Selbstmitleid.&lt;br /&gt;
Bescheidener Ehrgeiz bewirkt bescheidene Anstrengungen. Ich habe keinen guten Politiker erlebt, der nicht versucht hätte, ein großer Politiker zu sein.&quot;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Also war ich auch in meiner Rede völlig unbescheiden, beschrieb, nein pries  meine vielen Projekte an, und versuchte meine Lust in Worte zu kleiden, noch sehr viele grüne Spuren in Wien hinterlassen zu wollen.&lt;br /&gt;
Mein Schlußsatz lautete:&lt;br /&gt;
&quot;Zahme Vögel singen von der Freiheit&lt;br /&gt;
Wilde Vögel fliegen&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirt haben dann in einem  spannenden, aber auch  disziplinierten Prozeß ein sehr gutes Team gewählt. (Klar wünscht sich jede/r irgendetwas bisschen anders, aber wir Grüne sind inzwischen so groß und vielfältig, daß völlige Zufriedenheit geradezu beängstigend wäre).&lt;br /&gt;
Auf den ersten 16 Plätzen (soviele haben wir derzeit im Rathaus) finden sich 10 &quot;alte Hasen&quot; und sechs Neueinsteiger/innen.&lt;br /&gt;
Eine sehr gute Mischung aus Erfahrung und Erneuerung.&lt;br /&gt;
Neben ca 470 Parteimitgliedern wählten auch rund 120 &quot;Unterstützerinnen&quot; .&lt;br /&gt;
Deren Reaktion war durchwegs positiv, sie waren angetan von diesem offenen Prozeß der Demokratie, und haben sich, so jedenfalls die Vorwählerin Susanne Zöhrer,(die stundenlang l&lt;a href=&quot;http://thesandworm.wordpress.com/&quot;&gt;ive gebloggt&lt;/a&gt; hat, danke!!) die Grünen &quot;vertraut gemacht&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So möchte ich hier nur ein ganz kurzes Resume der Grünen Vorwahlen ziehen.&lt;br /&gt;
Wie so vieles in der Politik gab es dabei großes Auf und Ab.&lt;br /&gt;
Sie haben bei uns Grünen eine wichtige, heftige und auch kontroverse Diskussion angestoßen, wie wir uns öffnen und verbreitern könnten und sollten. &lt;br /&gt;
Daran müssen wir weiterarbeiten, wenn wir, ganz unbescheiden weiter wachsen möchten&lt;br /&gt;
Und jetzt, wo eine so wichtige Wahl im Oktober nächsten Jahres bevorsteht, sollten wir einen mutigen Schritt auch auf die abgelehnten Vorwähler/innen zugehen. Ich durfte einige  davon kennenlernen und weiß: Wir können ihre Unterstützung, ihr Engagement und ihre Expertise sehr gut brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lesenswert sind u.a. auch diese zwei Nachbetrachtungen ( &lt;a href=&quot;http://farblos.net/2009/11/16/gruenelv/&quot;&gt;1&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://bernhardkroen.blogspot.com/2009/11/die-grunen-vorwahlen-eine.html&quot;&gt;2&lt;/a&gt;)</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-17T04:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/6044028/">
    <title>Landesversammlung-bin sehr gespannt</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6044028/</link>
    <description>sitze im Austriacenter.&lt;br /&gt;
Wir wählen in aller Transparenz und Öffentlichkeit unsere Gemeinderatsliste für 2010.&lt;br /&gt;
Werde, da ich selbst zur Wahl stehe, nicht selber berichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnelle infos, quasi in Echtzeit gibts über die twitterwall.&lt;br /&gt;
Auch für jene, die keine Ahnung von twitter haben (wollen)!!&lt;br /&gt;
(also gleich eine kleine Einführung, wie praktisch das ist):&lt;br /&gt;
einfach hier anklicken:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://twitter.com/#search?q=%23grueneLV&quot;&gt;http://twitter.com/#search?q=%23grueneLV&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfehle auch die &quot;Grüne Vorwählerin&quot; Susanne Zoehrer, die hinter mir sitzt und bloggt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://thesandworm.wordpress.com&quot;&gt;http://thesandworm.wordpress.com&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>cc</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-15T08:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/6035282/">
    <title>Algen, die total unterschätzte Energiequelle</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6035282/</link>
    <description>Ja, ich glaube auch, dass &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Peak_Oil&quot;&gt;&quot;peak oil&quot; &lt;/a&gt;bald kommt, oder gar bereits überschritten ist.&lt;br /&gt;
Siehe auch dieser &lt;a href=&quot;http://www.guardian.co.uk/environment/2009/nov/09/peak-oil-international-energy-agency/print&quot;&gt;sehr interessante Artikel&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu vielen, die dadurch eine weltweite Verknappung der Energieversorgung und daraus resultierende Mega-Wirtschaftskrise vorhersehen, ist meine (umstrittene) These:&lt;br /&gt;
Es gibt genug erneuerbare Energieträger.&lt;br /&gt;
Neben der direkten Sonnenenergienutzung (ob durch PV oder thermische Kraftwerke) und die boomende Windenergie wird völlig zuunrecht kaum über Algen gesprochen.&lt;br /&gt;
Schon eine kleine &quot;Serviettenrechnung&quot; zeigt, wie groß deren Potential sein könnte.&lt;br /&gt;
Dem hab ich meinen Vortrag bei &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/results?search_query=viennaenergytalks&amp;search_type=&amp;aq=f&quot;&gt;VET&lt;/a&gt; gewidmet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;430&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/M7q1xcorBlA&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/M7q1xcorBlA&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;430&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
feedback (v.a. inhaltlich) sehr erwünscht (ja,das nächste Mal gibts auch bessere Beleuchtung)</description>
    <dc:creator>cc</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-09T21:36:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/6032519/">
    <title>14 min mustsee!</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6032519/</link>
    <description>Für alle, die sich für Energie-und Ressourcenpolitik interessieren, die wissen wollen, wie sich der Ölpreis in den nächsten Jahren entwickeln könnte, seien diese ca 14 Minuten (auf 2 Teile) von Michael Cerveny, bei unserer ersten VET (Vienna Energy talks) nachdrücklich ans Herz gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;430&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/xQUvb96yL9g&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/xQUvb96yL9g&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;430&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;430&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/b7EMskByyfE&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/b7EMskByyfE&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;430&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
edit:&lt;br /&gt;
Michael Cerveny bezieht sich hier auf einen früheren Vortrag:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=eOdT-uUoBGs&quot;&gt;Steuern wir auf eine Energiekrise zu&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>cc</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-08T11:22:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/6029709/">
    <title>Klimaschutz: Gebäudesanierung - Verpflichtung kommt!</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6029709/</link>
    <description>Für große politische Erfolge braucht man Geduld und Zähigkeit.&lt;br /&gt;
Heute darf ich endlich über einen berichten, auf den ich wirklich stolz bin.&lt;br /&gt;
Zufälligerweise grad rechtzeitig zur Kopenhagenkonferenz.&lt;br /&gt;
And that`s it:&lt;br /&gt;
Die Sanierung von Altbauten ist die billigste, klügste, effizienteste Maßnahme um (importierte fossile) Energie zu sparen, das Klima zu schützen und auch: Heizkosten zu sparen.&lt;br /&gt;
So weit, so bekannt und dennoch, bisher ging es schleppend voran.&lt;br /&gt;
Denn es gibt zwar Förderungen, aber nur für jene, die auch sanieren wollen.&lt;br /&gt;
Wer kein Interesse hat, mußte nicht.&lt;br /&gt;
Das hatte zur Folgen, daß die Sanierungrate in Wien in den letzen Jahren gesunken ist: Auf knapp 1% des Gebäudebestandes. Das ist viel zu wenig!&lt;br /&gt;
Dabei ist der technische Fortschritt bei der Sanierung beträchtlich.&lt;br /&gt;
Derzeit werden bereits bei jeder Sanierung, so sie durchgeführt wird im Durchschnitt 50% Energie eingespart. Dieser Wert lag noch vor einigen Jahren bei bloß 35%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hervorragende Beispiele wie dieses hier sind, weil Sanierungen bisher bloß freiwillig waren, leider allzu selten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vorher:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;image_01&quot; width=&quot;267&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/image_01.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nachher:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;image_02&quot; width=&quot;267&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/image_02.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun verhandle ich seit zwei Jahren mit der SPÖ sowie den anderen Parteien die Fortschreibung des Wiener Klimaschutzprogramms (KLIP2), welches ab 2012 in Kraft treten soll.&lt;br /&gt;
Darin sind viele vernünftige Sachen, trotzdem bleibt es, v.a. was den Verkehr betrifft, deutlich hinter dem zurück, was möglich und notwendig wäre. Hier haben SP und wir ziemlich konträre Anschauungen.&lt;br /&gt;
Trotzdem: Viele Maßnahmen, die im KLIP stehen sind durchaus sinnvoll (deutliche Steigerung der Solarenergienutzung in Wien,, etc,...), und &quot;nur&quot; ablehnen schien mir wenig nützlich.&lt;br /&gt;
So war meine Strategie: Ein grosser, wichtiger Punkt, der wirklich etwas ändert muß hinein.&lt;br /&gt;
Und der lautet: &lt;b&gt;Verpflichtende thermische Althaussanierung,wenn die Energiekennzahlen schlecht sind.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Reaktion der Verhandlungspartner: Aufstöhnen.&lt;br /&gt;
Das gehe rechtlich nicht, denn  hier habe Wien keine Kompetenz, außerdem sei es verfassungsrechtlich unmöglich, weil es das Eigentumsrecht verletze.&lt;br /&gt;
Mühsame weitere Verhandlungen: Wir einigten uns dann darauf einen Universitätsprofessor zu beauftragen, der dies klären solle.&lt;br /&gt;
Hier ist das Rechtsgutachten, es ist eindeutig:&lt;br /&gt;
&lt;a title=&quot;&quot; href=&quot;http://chorherr.twoday.net/files/rechtsgutachten_sanierung_geb_s/&quot;&gt;rechtsgutachten_sanierung_geb_s&lt;/a&gt; (pdf, 3,603 KB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuhilfe kam mir dann die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Energieeinsparverordnung&quot;&gt;deutsche Energiesparverordnung&lt;/a&gt;, die eine ähnliche Verpflichtung vorsieht.&lt;br /&gt;
Und so kam es dann doch.Auch in Wien.&lt;br /&gt;
Der Fairness wegen möchte ich anmerken, dass sich Umweltstadträtin Sima dann sehr bemüht hat,diesen so wichtigen Punkt auch wirklich aufzunehmen.&lt;br /&gt;
Konkret: Jedenfalls soll die einfachste Sanierungsmaßname, die Dämmung der obersten Geschoßdecke verpflichtend realisiert werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere &quot;Ausdehnung&quot; kann dannn folgen.&lt;br /&gt;
Noch im kommenden Jahr soll diese Verpflichtung in der Bauordnung verankert werden.&lt;br /&gt;
Wien ist dann das erste Bundesland, das eine solche Verpflichtung vorsieht.&lt;br /&gt;
Hoffentlich werden weitere folgen.&lt;br /&gt;
Konsequenz: lokale Wertschöpfung und Arbeitsplätze statt importiertem Öl oder Gas, geringere Heizkosten und weniger Emissionen.&lt;br /&gt;
Und das endlich verpflichtend.&lt;br /&gt;
Ist wirklich ein &quot;big shot&quot;.&lt;br /&gt;
Das Klip 2 wird am 18. Dez vom Gemeinderat beschlossen.</description>
    <dc:creator>cc</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-06T08:40:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/6028041/">
    <title>Gürtelfahrbahn in die Mitte?</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6028041/</link>
    <description>Neulich im Planungsausschuß:&lt;br /&gt;
Soll zwischen Westbahnhof und Gumpendorferstraße die Fahrbahn des äußeren Gürtels in die Mitte, weg von den Häusern verlegt werden, um die Quailtät zu verbessern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwierige Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin mit Kamera ausgerückt.&lt;br /&gt;
Derzeit schauts hier so aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;IMG_0246&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/IMG_0246.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vor den Häusern, die Erdgeschoßzone-das pure Elend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;IMG_0250&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/IMG_0250.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Möglichkeit: in der Mitte sind derzeit Bäume, ein (Rad?-) weg, alles kaum benützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;IMG_0245&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/IMG_0245.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee wäre nun, die Fahrbahn in die Mitte zu legen, dort wo jetzt der Grünstreifen ist, und so neuen Grünraum samt Bäumen zu den Häusern zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was dafür spricht ist klar.&lt;br /&gt;
Dagegen spricht, daß eine  Reihe ausgewachsener Bäume gefällt werden müssen sowie die Kosten (ca 12 Mio Euro) für einige wenige Häuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben vorerst den Ausarbeitungen für die Planung zugestimmt.&lt;br /&gt;
Auch um zu sehen, wie es im Detail aussieht.&lt;br /&gt;
Bin aber unschlüssig, was ich vom Projekt halten soll, das später vorgelegt wird.&lt;br /&gt;
Was meint Ihr?</description>
    <dc:creator>cc</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-05T10:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/6026125/">
    <title>Endlich gefunden: Der schöne Fahrradhelm</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6026125/</link>
    <description>Diese Entdeckung mußte in meine aktuelle Mobilitätskolumne im &lt;a href=&quot;http://www.falter.at&quot;&gt;falter&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;266&quot; alt=&quot;corn2&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/corn2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
credits: dank an &lt;a href=&quot;http://www.corn.at&quot;&gt;corn&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Sechs Tage lang.Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und sieh, es war sehr gut. &lt;br /&gt;
Dann verschweigt uns die Genesis etwas. Denn Gott muß daraufhin der Schalk gepackt haben.&lt;br /&gt;
Denn am siebenten Tag schuf Gott den Fahrradhelm, und lächelte schelmisch.&lt;br /&gt;
Ach, der Fahrradhelm. Kaum jemals wurde eine häßlichere Art geschaffen.: Als hätte Gott eine Schildkröte gepackt, diese in eine evolutionäre Windmaschine geworfen, den Motor auf Vollgas gestellt und dann ein paar hundert Millionen Jahre gewartet. Und erst das hintere Ende: Wie der Bischof bei einem frisch gerupften Huhn reckt sich da ein Fortsatz in die Höhe, dabei, ach lieber Gott, wollen wir Alltagsradler doch bloß unseren Kopf schützen.&lt;br /&gt;
Darf ich aus dem Innersten meiner kleinmütigen Seele berichten? Ich war, bis vor Kurzem, einer jener überwältigenden radelnden Mehrheit, die selten bis nie einen Helm getragen haben. Ja, es war pure Eitelkeit. Auch, wenn man sich keinen ästetischen Schock verpassen will, und sich mit diesem Alien am Kopf im Spiegel betrachtet, so ist es doch unvermeidlich, an Geschäften vorbeizuradeln, in deren Glasscheiben sich die Peinlichkeit spiegelt, und man immer wieder grausam erinnert wird, wie man damit aussieht.&lt;br /&gt;
Aber Gott ist nicht nur allmächtig, auch seine Güte ist grenzenlos.&lt;br /&gt;
So schuf er die Lombardei und seine geschäftstüchtigen Menschen, und beschenkte manche von ihnen mit der wundersamen Begabung, schöne Dinge zu entwerfen, um damit Seinen Namen zu preisen.&lt;br /&gt;
Mitten in der Lombardei, in einem Ort mit dem wohlklingenden Namen Chiuduno gibt ein Unternehmen, das, zugegeben weniger schön Kask heißt. Den dort schaffenden Menschen gelang etwas, was nicht hoch genug zu preisen ist.&lt;br /&gt;
Sie formten einen Fahrradhelm, der meine tief, ganz tief verankerte Abscheu in Wohlgefallen umschlagen ließ. Nein mehr noch: Es macht geradezu Freude, dieses edle, zugegeben nicht ganz wohlfeile Stück zu tragen. Aber eine schicke Handtasche, welche die weibliche Hälfte der Menschheit gelegentlich erwirbt, ist ja, so hört man,  auch nicht immer billig.&lt;br /&gt;
Und weil Konvertiten immer die Schlimmsten sind, springt mir erst jetzt ins Auge, wie gefährdend es ist, keinen Helm zu tragen: 4300 Kopfverletzungen von Radler/innen gibt es in Österreich jedes Jahr. In Wien sind mehr als zwei Drittel der Radler ohne Helm unterwegs, und verdrängen die Brutalität physikalischer Grundgesetze.&lt;br /&gt;
Wenn es erlaubt ist, einen falter-Kollegen, Christopher Wurmdobler zu zitieren: &quot;Ein Sturz mit dem Fahrrad bei 25 Stundenkilometern entspricht einem Köpfler aus einer Höhe von 2,5 Metern - und das auf Beton.&quot; Womit noch einmal die total unterschätze Kraft der Eitelkeit dokumentiert ist, denn jahrzehntelang war auch ich ohne Helm unterwegs, eingedenk, dass das sehr gefährlich ist.&lt;br /&gt;
Zum wunderschönen Objekt der Begierde: Sanfte Rundungen, ein ebenso praktisches wie spacig wirkendes Visier, sowie dezentes Schwarz verleihen dem Kopf das Aussehen einer sympathischen, gütige  Wiedergeburt von Darth Vader. Zwei Helmgrößen, jede zusätzlich mittels Stellschraube stufenlos auf die ideale Kopfgröße einstellbar,  lassen ihn ebenso fest, wie, dank textiler Einlagen, bequem tragen.&lt;br /&gt;
Das herunterklappbare Visier schützt bei höheren Geschwindigkeiten vor lästigen Insekten wie vor Sonne, darunter kann man eine Brille tragen, und außerdem, tja, ist dieses sicher auch dem Designer eingefallen. &lt;br /&gt;
Zum Preis: Klar gibt es billigere, viel billigere Helme. Aber 137 Euro ohne Visier, dieses zusätzlich 38 Euro sind angesichts dessen, was den Wert eines Kopfes samt Inhalt ausmacht, eigentlich ziemlich gut investiert.&lt;br /&gt;
zu bestellen:&lt;a href=&quot;http://www.manufactum.at/Produkt/0/1444059/FahrradhelmohneVisier.html?suchbegriff=Fahrradhelm&quot;&gt; hier&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;266&quot; alt=&quot;corn1&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/corn1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
credits: dank an &lt;a href=&quot;http://www.corn.at&quot;&gt;corn&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Edit: &lt;/b&gt;danke für die Zusendung weiterer schöner Fahrradhelme.Vielleicht wirds eine kleine Sammlung:&lt;br /&gt;
1. &lt;a href=&quot;http://www.designmom.com/2008/10/beautiful-awesome-bike-helmets.html&quot;&gt;dieser&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
2. auch &lt;a href=&quot;http://www.bernunlimited.com/2008/brentwood.html&quot;&gt;dieser &lt;/a&gt;schaut sehr gut aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer kennt noch welche?</description>
    <dc:creator>cc</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-04T07:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/6022183/">
    <title>Audimax - Nukleus einer neuen Demokratiebewegung?</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6022183/</link>
    <description>Meine &lt;a href=&quot;http://diepresse.com/home/meinung/stadtplan/518737/index.do&quot;&gt;aktuelle Pressekolumne&lt;/a&gt;, zur neuen Studentenbewegung.&lt;br /&gt;
Hinweis: Zielgruppe sind Presseleser/innen, drum hab ich die so wichtigen&lt;br /&gt;
Web 2.0 Aspekte weggelassen: da hätte ich zuviel erklären müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu allen Zeiten waren Universitäten Brennpunkte gesellschaftlicher Neuerungen. Was derzeit im Audimax der Uni Wien ihr Zentrum findet, hat irreversible Veränderungen angestoßen. Endlich, und allein dafür sei den Studierenden gedankt, werden kraftvoll und lautstark die richtigen Fragen gestellt, nämlich jene nach Aufgaben und Zielen der Universität in unserem Gemeinwesen. Die Zustände sind derart unerträglich, dass es unverständlich ist, wie lange sie ertragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt ist eine im Vergleich zu fast allen anderen reichen Industrienationen chronische Unterfinanzierung. Es bedürfte einer Milliarde Euro mehr, um an jenes Niveau anzuschließen, das international Standard ist. Aber es geht um mehr als nur ums Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Fragen gestellt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muss eine Studieneingangsphase wirklich langweilig und multiple-choice-orientiert sein, mit dem offensichtlichen Ziel, möglichst viele junge Menschen abzuschrecken, statt ihnen Lust aufs Denken und Forschen zu machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welchen Sinn hat es, weite Teile des angehenden Uni-Personals mit prekären Dienstverhältnissen kurzzuhalten und so die Besten unter ihnen zur Emigration zu zwingen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich das Ziel, viele internationale Studierende in Österreich zu haben, ohne Qualitätseinbußen und soziale Selektion finanzieren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten nicht in allen Studienrichtungen Geistes- und Sozialwissenschaften auch als Orientierungswissen Eingang finden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten nicht statt zunehmender Verschulung wieder mehr Freiräume beim Studieren geboten werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann inneruniversitäre Demokratie auch im Alltag wiederbelebt werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz: Was sind eigentlich die Rolle, die Ausgestaltung und der Stellenwert der Universitäten in Österreich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beantwortung dieser Fragen ist wichtig und bedarf vor allem eines: Zeit. Darum an dieser Stelle ein konkreter Vorschlag: Die Regierung ist weder willens noch fähig, eine solche Debatte sinnstiftend zu führen. Sollte da nicht das Parlament die Initiative an sich reißen und eine Enquete-Kommission gründen, die über Monate hinweg gemeinsam mit Studierenden und Lehrpersonal neue politische Grundlagen unserer Universitäten ausführlich diskutiert und am Ende ein großes Reformpaket vorlegt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn solches gelänge, könnten die Spätherbsttage 2009 als Beginn einer neuen Demokratiebewegung in die Geschichtsbücher eingehen.</description>
    <dc:creator>cc</dc:creator>
    <dc:subject>presse-kommentare</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-01T19:49:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/6018588/">
    <title>VET: die bisschen andere Energiekonferenz</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6018588/</link>
    <description>Am kommenden Sonntag probieren wir, ein paar &quot;Freunde der Energiewende&quot;etwas Neues aus.&lt;br /&gt;
Weil man sich grosse Ziele setzen muss: von &lt;a href=&quot;http://www.ted.com/&quot;&gt;TED&lt;/a&gt; zu &lt;a href=&quot;http://www.burkina.at/VET&quot;&gt;VET.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Die &lt;a href=&quot;http://www.ted.com/&quot;&gt;TED-Vorträge &lt;/a&gt;kann ich nur jedem empfehlen.&lt;br /&gt;
Hier wird gezeigt, wie man hochinteressante Themen mit meist aussergewöhnlicher Rhetorik präsentieren kann.&lt;br /&gt;
Das wichtigste: Alle sind via Internet zu &quot;konsumieren&quot;.&lt;br /&gt;
Wir fangen jetzt ganz klein an.&lt;br /&gt;
VET steht für Vienna Energy Talks.&lt;br /&gt;
Energieexperten (vorerst eine kleine Gruppe) treffen sich am kommenden Sonntag; mit dem Ziel, jeweils max 10 minütige Vorträge zu selbstgewählten möglichst interessanten  Energiethemen zu halten.&lt;br /&gt;
Wir haben eine Videokamera dabei, werden alles aufnehmen und dann auf youtube anbieten.&lt;br /&gt;
Auf dem &lt;a href=&quot;http://www.burkina.at/VET&quot;&gt;VET Wiki &lt;/a&gt;steht, wer kommt, und worüber referiert wird.&lt;br /&gt;
Und wer Interesse hat, kommt einfach vorbei, und kann sich dieses Experiment life anschaun.&lt;br /&gt;
Sonntag 1. Nov17.00 in der &lt;a href=&quot;http://www.walz.at&quot;&gt;walz&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Wenn`s funktioniert, möchten wir das unbedingt ausbauen.&lt;br /&gt;
Auch Ideen&amp;Vorschläge sind erwünscht.</description>
    <dc:creator>cc</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-30T09:25:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/5999620/">
    <title>Arbeiten Sie noch?</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/5999620/</link>
    <description>Zur aktuellen &quot;Pensionsdebatte&quot; meine heutige &lt;a href=&quot;http://diepresse.com/home/meinung/stadtplan/515914/index.do&quot;&gt;Presse-Kolumne&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühpension, also ohne Aufgabe zu sein, ist kein Privileg  im Gegenteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hannes Androsch wurde jüngst gefragt, warum er in seinem Alter  er ist über 70  und seinem Einkommen  er ist jedenfalls Millionär  noch immer arbeite. Ich arbeite nicht, ich bin tätig, war die bedenkenswerte Antwort. Es ist an der Zeit, die Pensionsdebatte endlich aus ihrer Begrenztheit herauszuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist es wirklich eine soziale Errungenschaft, Menschen zwischen 50 und 60 so lange zu mobben, bis sie gegen ihren Willen, weiter tätig sein zu wollen, in die Pension geschickt werden? Heute erwartet diese Menschen  statistisch  noch rund drei Jahrzehnte gesundes Leben, und unsere Gesellschaft signalisiert ihnen: Wir brauchen dich nicht mehr, schleich dich aufs Altenteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im völligen Gegensatz zur öffentlich verbreiteten Meinung, Frühpension sei ein Privileg, verspüren sehr viele, dass genau das Gegenteil stimmt. Der Mensch ist ein schöpferisches Wesen, möchte wirken, gestalten, etwas mit anderen tun. Ohne Aufgabe zu sein ist das Gegenteil eines Privilegs. Das tatsächliche Pensionsantrittsalter liegt für Männer in Österreich bei 59 Jahren; und es sinkt weiter, im Gegensatz zu fast allen anderen OECD-Ländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohin die Hackler-Debatte endlich führen müsste: Warum sind in unserem Land so viele Berufe so unattraktiv, die Arbeitsbedingungen so fremdbestimmt, dass die Flucht daraus so erstrebenswert ist? Obwohl wir, als Gesellschaft, materiell ziemlich reich geworden sind, wurde offensichtlich total verabsäumt, die vielfältigen Ausgestaltungen von Arbeit zu entwickeln. Länger als bis 59 zu arbeiten, länger tätig zu sein darf doch nicht als Bedrohung empfunden werden. Was wäre das für eine entsetzliche Gesellschaft? Das, was das Zentrum des Lebens oder doch zumindest ein ganz wesentlicher Teil davon ist, das, was man tut, schafft, gestaltet, wäre bloß eine Belastung, aus der man so früh wie möglich entfliehen will?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugespitzt gefragt: Verstößt der ORF, der dieser Tage hoch qualifizierte Journalisten in die Pension schickt, von denen manche erst in der Mitte ihrer 50er sind, alle jedenfalls weit unter dem gesetzlichen Pensionsantrittsalter, nicht fundamental gegen den Artikel 23 der Menschenrechte, jenem über das Recht auf Arbeit? In diesem Artikel 23 steht auch das Recht auf befriedigende Arbeitsbedingungen. Hannah Arendt hat bereits in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts eines ihrer bahnbrechenden Werke verfasst: Vita activa oder vom tätigen Leben. Die Herren Khol und Blecha sollten es einmal durchblättern.</description>
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    <dc:subject>presse-kommentare</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-19T06:30:00Z</dc:date>
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   <title>find</title>
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