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    <title>chorherr</title>
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  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/6029709/">
    <title>Klimaschutz: Gebäudesanierung - Verpflichtung kommt!</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6029709/</link>
    <description>Für große politische Erfolge braucht man Geduld und Zähigkeit.&lt;br /&gt;
Heute darf ich endlich über einen berichten, auf den ich wirklich stolz bin.&lt;br /&gt;
Zufälligerweise grad rechtzeitig zur Kopenhagenkonferenz.&lt;br /&gt;
And that`s it:&lt;br /&gt;
Die Sanierung von Altbauten ist die billigste, klügste, effizienteste Maßnahme um (importierte fossile) Energie zu sparen, das Klima zu schützen und auch: Heizkosten zu sparen.&lt;br /&gt;
So weit, so bekannt und dennoch, bisher ging es schleppend voran.&lt;br /&gt;
Denn es gibt zwar Förderungen, aber nur für jene, die auch sanieren wollen.&lt;br /&gt;
Wer kein Interesse hat, mußte nicht.&lt;br /&gt;
Das hatte zur Folgen, daß die Sanierungrate in Wien in den letzen Jahren gesunken ist: Auf knapp 1% des Gebäudebestandes. Das ist viel zu wenig!&lt;br /&gt;
Dabei ist der technische Fortschritt bei der Sanierung beträchtlich.&lt;br /&gt;
Derzeit werden bereits bei jeder Sanierung, so sie durchgeführt wird im Durchschnitt 50% Energie eingespart. Dieser Wert lag noch vor einigen Jahren bei bloß 35%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hervorragende Beispiele wie dieses hier sind, weil Sanierungen bisher bloß freiwillig waren, leider allzu selten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vorher:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;image_01&quot; width=&quot;267&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/image_01.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nachher:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;image_02&quot; width=&quot;267&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/image_02.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun verhandle ich seit zwei Jahren mit der SPÖ sowie den anderen Parteien die Fortschreibung des Wiener Klimaschutzprogramms (KLIP2), welches ab 2012 in Kraft treten soll.&lt;br /&gt;
Darin sind viele vernünftige Sachen, trotzdem bleibt es, v.a. was den Verkehr betrifft, deutlich hinter dem zurück, was möglich und notwendig wäre. Hier haben SP und wir ziemlich konträre Anschauungen.&lt;br /&gt;
Trotzdem: Viele Maßnahmen, die im KLIP stehen sind durchaus sinnvoll (deutliche Steigerung der Solarenergienutzung in Wien,, etc,...), und &quot;nur&quot; ablehnen schien mir wenig nützlich.&lt;br /&gt;
So war meine Strategie: Ein grosser, wichtiger Punkt, der wirklich etwas ändert muß hinein.&lt;br /&gt;
Und der lautet: &lt;b&gt;Verpflichtende thermische Althaussanierung,wenn die Energiekennzahlen schlecht sind.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Reaktion der Verhandlungspartner: Aufstöhnen.&lt;br /&gt;
Das gehe rechtlich nicht, denn  hier habe Wien keine Kompetenz, außerdem sei es verfassungsrechtlich unmöglich, weil es das Eigentumsrecht verletze.&lt;br /&gt;
Mühsame weitere Verhandlungen: Wir einigten uns dann darauf einen Universitätsprofessor zu beauftragen, der dies klären solle.&lt;br /&gt;
Hier ist das Rechtsgutachten, es ist eindeutig:&lt;br /&gt;
&lt;a title=&quot;&quot; href=&quot;http://chorherr.twoday.net/files/rechtsgutachten_sanierung_geb_s/&quot;&gt;rechtsgutachten_sanierung_geb_s&lt;/a&gt; (pdf, 3,603 KB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuhilfe kam mir dann die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Energieeinsparverordnung&quot;&gt;deutsche Energiesparverordnung&lt;/a&gt;, die eine ähnliche Verpflichtung vorsieht.&lt;br /&gt;
Und so kam es dann doch.Auch in Wien.&lt;br /&gt;
Der Fairness wegen möchte ich anmerken, dass sich Umweltstadträtin Sima dann sehr bemüht hat,diesen so wichtigen Punkt auch wirklich aufzunehmen.&lt;br /&gt;
Konkret: Jedenfalls soll die einfachste Sanierungsmaßname, die Dämmung der obersten Geschoßdecke verpflichtend realisiert werden.&lt;br /&gt;
Eine weitere &quot;Ausdehnung&quot; kann dannn folgen.&lt;br /&gt;
Noch im kommenden Jahr soll diese Verpflichtung in der Bauordnung verankert werden.&lt;br /&gt;
Wien ist dann das erste Bundesland, das eine solche Verpflichtung vorsieht.&lt;br /&gt;
Hoffentlich werden weitere folgen.&lt;br /&gt;
Konsequenz: lokale Wertschöpfung und Arbeitsplätze statt importiertem Öl oder Gas, geringere Heizkosten und weniger Emissionen.&lt;br /&gt;
Und das endlich verpflichtend.&lt;br /&gt;
Ist wirklich ein &quot;big shot&quot;.&lt;br /&gt;
Das Klip 2 wird am 18. Dez vom Gemeinderat beschlossen.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-06T08:40:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/6028041/">
    <title>Gürtelfahrbahn in die Mitte?</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6028041/</link>
    <description>Neulich im Planungsausschuß:&lt;br /&gt;
Soll zwischen Westbahnhof und Gumpendorferstraße die Fahrbahn des äußeren Gürtels in die Mitte, weg von den Häusern verlegt werden, um die Quailtät zu verbessern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwierige Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin mit Kamera ausgerückt.&lt;br /&gt;
Derzeit schauts hier so aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;IMG_0246&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/IMG_0246.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vor den Häusern, die Erdgeschoßzone-das pure Elend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;IMG_0250&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/IMG_0250.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Möglichkeit: in der Mitte sind derzeit Bäume, ein (Rad?-) weg, alles kaum benützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;IMG_0245&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/IMG_0245.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee wäre nun, die Fahrbahn in die Mitte zu legen, dort wo jetzt der Grünstreifen ist, und so neuen Grünraum samt Bäumen zu den Häusern zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was dafür spricht ist klar.&lt;br /&gt;
Dagegen spricht, daß eine  Reihe ausgewachsener Bäume gefällt werden müssen sowie die Kosten (ca 12 Mio Euro) für einige wenige Häuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben vorerst den Ausarbeitungen für die Planung zugestimmt.&lt;br /&gt;
Auch um zu sehen, wie es im Detail aussieht.&lt;br /&gt;
Bin aber unschlüssig, was ich vom Projekt halten soll, das später vorgelegt wird.&lt;br /&gt;
Was meint Ihr?</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-05T10:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/6026125/">
    <title>Endlich gefunden: Der schöne Fahrradhelm</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6026125/</link>
    <description>Diese Entdeckung mußte in meine aktuelle Mobilitätskolumne im &lt;a href=&quot;http://www.falter.at&quot;&gt;falter&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;266&quot; alt=&quot;corn2&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/corn2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
credits: dank an &lt;a href=&quot;http://www.corn.at&quot;&gt;corn&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Sechs Tage lang.Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und sieh, es war sehr gut. &lt;br /&gt;
Dann verschweigt uns die Genesis etwas. Denn Gott muß daraufhin der Schalk gepackt haben.&lt;br /&gt;
Denn am siebenten Tag schuf Gott den Fahrradhelm, und lächelte schelmisch.&lt;br /&gt;
Ach, der Fahrradhelm. Kaum jemals wurde eine häßlichere Art geschaffen.: Als hätte Gott eine Schildkröte gepackt, diese in eine evolutionäre Windmaschine geworfen, den Motor auf Vollgas gestellt und dann ein paar hundert Millionen Jahre gewartet. Und erst das hintere Ende: Wie der Bischof bei einem frisch gerupften Huhn reckt sich da ein Fortsatz in die Höhe, dabei, ach lieber Gott, wollen wir Alltagsradler doch bloß unseren Kopf schützen.&lt;br /&gt;
Darf ich aus dem Innersten meiner kleinmütigen Seele berichten? Ich war, bis vor Kurzem, einer jener überwältigenden radelnden Mehrheit, die selten bis nie einen Helm getragen haben. Ja, es war pure Eitelkeit. Auch, wenn man sich keinen ästetischen Schock verpassen will, und sich mit diesem Alien am Kopf im Spiegel betrachtet, so ist es doch unvermeidlich, an Geschäften vorbeizuradeln, in deren Glasscheiben sich die Peinlichkeit spiegelt, und man immer wieder grausam erinnert wird, wie man damit aussieht.&lt;br /&gt;
Aber Gott ist nicht nur allmächtig, auch seine Güte ist grenzenlos.&lt;br /&gt;
So schuf er die Lombardei und seine geschäftstüchtigen Menschen, und beschenkte manche von ihnen mit der wundersamen Begabung, schöne Dinge zu entwerfen, um damit Seinen Namen zu preisen.&lt;br /&gt;
Mitten in der Lombardei, in einem Ort mit dem wohlklingenden Namen Chiuduno gibt ein Unternehmen, das, zugegeben weniger schön Kask heißt. Den dort schaffenden Menschen gelang etwas, was nicht hoch genug zu preisen ist.&lt;br /&gt;
Sie formten einen Fahrradhelm, der meine tief, ganz tief verankerte Abscheu in Wohlgefallen umschlagen ließ. Nein mehr noch: Es macht geradezu Freude, dieses edle, zugegeben nicht ganz wohlfeile Stück zu tragen. Aber eine schicke Handtasche, welche die weibliche Hälfte der Menschheit gelegentlich erwirbt, ist ja, so hört man,  auch nicht immer billig.&lt;br /&gt;
Und weil Konvertiten immer die Schlimmsten sind, springt mir erst jetzt ins Auge, wie gefährdend es ist, keinen Helm zu tragen: 4300 Kopfverletzungen von Radler/innen gibt es in Österreich jedes Jahr. In Wien sind mehr als zwei Drittel der Radler ohne Helm unterwegs, und verdrängen die Brutalität physikalischer Grundgesetze.&lt;br /&gt;
Wenn es erlaubt ist, einen falter-Kollegen, Christopher Wurmdobler zu zitieren: &quot;Ein Sturz mit dem Fahrrad bei 25 Stundenkilometern entspricht einem Köpfler aus einer Höhe von 2,5 Metern - und das auf Beton.&quot; Womit noch einmal die total unterschätze Kraft der Eitelkeit dokumentiert ist, denn jahrzehntelang war auch ich ohne Helm unterwegs, eingedenk, dass das sehr gefährlich ist.&lt;br /&gt;
Zum wunderschönen Objekt der Begierde: Sanfte Rundungen, ein ebenso praktisches wie spacig wirkendes Visier, sowie dezentes Schwarz verleihen dem Kopf das Aussehen einer sympathischen, gütige  Wiedergeburt von Darth Vader. Zwei Helmgrößen, jede zusätzlich mittels Stellschraube stufenlos auf die ideale Kopfgröße einstellbar,  lassen ihn ebenso fest, wie, dank textiler Einlagen, bequem tragen.&lt;br /&gt;
Das herunterklappbare Visier schützt bei höheren Geschwindigkeiten vor lästigen Insekten wie vor Sonne, darunter kann man eine Brille tragen, und außerdem, tja, ist dieses sicher auch dem Designer eingefallen. &lt;br /&gt;
Zum Preis: Klar gibt es billigere, viel billigere Helme. Aber 137 Euro ohne Visier, dieses zusätzlich 38 Euro sind angesichts dessen, was den Wert eines Kopfes samt Inhalt ausmacht, eigentlich ziemlich gut investiert.&lt;br /&gt;
zu bestellen:&lt;a href=&quot;http://www.manufactum.at/Produkt/0/1444059/FahrradhelmohneVisier.html?suchbegriff=Fahrradhelm&quot;&gt; hier&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;266&quot; alt=&quot;corn1&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/corn1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
credits: dank an &lt;a href=&quot;http://www.corn.at&quot;&gt;corn&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Edit: &lt;/b&gt;danke für die Zusendung weiterer schöner Fahrradhelme.Vielleicht wirds eine kleine Sammlung:&lt;br /&gt;
1. &lt;a href=&quot;http://www.designmom.com/2008/10/beautiful-awesome-bike-helmets.html&quot;&gt;dieser&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
2. auch &lt;a href=&quot;http://www.bernunlimited.com/2008/brentwood.html&quot;&gt;dieser &lt;/a&gt;schaut sehr gut aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer kennt noch welche?</description>
    <dc:creator>cc</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-04T07:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/6022183/">
    <title>Audimax - Nukleus einer neuen Demokratiebewegung?</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6022183/</link>
    <description>Meine &lt;a href=&quot;http://diepresse.com/home/meinung/stadtplan/518737/index.do&quot;&gt;aktuelle Pressekolumne&lt;/a&gt;, zur neuen Studentenbewegung.&lt;br /&gt;
Hinweis: Zielgruppe sind Presseleser/innen, drum hab ich die so wichtigen&lt;br /&gt;
Web 2.0 Aspekte weggelassen: da hätte ich zuviel erklären müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu allen Zeiten waren Universitäten Brennpunkte gesellschaftlicher Neuerungen. Was derzeit im Audimax der Uni Wien ihr Zentrum findet, hat irreversible Veränderungen angestoßen. Endlich, und allein dafür sei den Studierenden gedankt, werden kraftvoll und lautstark die richtigen Fragen gestellt, nämlich jene nach Aufgaben und Zielen der Universität in unserem Gemeinwesen. Die Zustände sind derart unerträglich, dass es unverständlich ist, wie lange sie ertragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt ist eine im Vergleich zu fast allen anderen reichen Industrienationen chronische Unterfinanzierung. Es bedürfte einer Milliarde Euro mehr, um an jenes Niveau anzuschließen, das international Standard ist. Aber es geht um mehr als nur ums Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Fragen gestellt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muss eine Studieneingangsphase wirklich langweilig und multiple-choice-orientiert sein, mit dem offensichtlichen Ziel, möglichst viele junge Menschen abzuschrecken, statt ihnen Lust aufs Denken und Forschen zu machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welchen Sinn hat es, weite Teile des angehenden Uni-Personals mit prekären Dienstverhältnissen kurzzuhalten und so die Besten unter ihnen zur Emigration zu zwingen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich das Ziel, viele internationale Studierende in Österreich zu haben, ohne Qualitätseinbußen und soziale Selektion finanzieren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten nicht in allen Studienrichtungen Geistes- und Sozialwissenschaften auch als Orientierungswissen Eingang finden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten nicht statt zunehmender Verschulung wieder mehr Freiräume beim Studieren geboten werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann inneruniversitäre Demokratie auch im Alltag wiederbelebt werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz: Was sind eigentlich die Rolle, die Ausgestaltung und der Stellenwert der Universitäten in Österreich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beantwortung dieser Fragen ist wichtig und bedarf vor allem eines: Zeit. Darum an dieser Stelle ein konkreter Vorschlag: Die Regierung ist weder willens noch fähig, eine solche Debatte sinnstiftend zu führen. Sollte da nicht das Parlament die Initiative an sich reißen und eine Enquete-Kommission gründen, die über Monate hinweg gemeinsam mit Studierenden und Lehrpersonal neue politische Grundlagen unserer Universitäten ausführlich diskutiert und am Ende ein großes Reformpaket vorlegt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn solches gelänge, könnten die Spätherbsttage 2009 als Beginn einer neuen Demokratiebewegung in die Geschichtsbücher eingehen.</description>
    <dc:creator>cc</dc:creator>
    <dc:subject>presse-kommentare</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-01T19:49:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/6018588/">
    <title>VET: die bisschen andere Energiekonferenz</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/6018588/</link>
    <description>Am kommenden Sonntag probieren wir, ein paar &quot;Freunde der Energiewende&quot;etwas Neues aus.&lt;br /&gt;
Weil man sich grosse Ziele setzen muss: von &lt;a href=&quot;http://www.ted.com/&quot;&gt;TED&lt;/a&gt; zu &lt;a href=&quot;http://www.burkina.at/VET&quot;&gt;VET.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Die &lt;a href=&quot;http://www.ted.com/&quot;&gt;TED-Vorträge &lt;/a&gt;kann ich nur jedem empfehlen.&lt;br /&gt;
Hier wird gezeigt, wie man hochinteressante Themen mit meist aussergewöhnlicher Rhetorik präsentieren kann.&lt;br /&gt;
Das wichtigste: Alle sind via Internet zu &quot;konsumieren&quot;.&lt;br /&gt;
Wir fangen jetzt ganz klein an.&lt;br /&gt;
VET steht für Vienna Energy Talks.&lt;br /&gt;
Energieexperten (vorerst eine kleine Gruppe) treffen sich am kommenden Sonntag; mit dem Ziel, jeweils max 10 minütige Vorträge zu selbstgewählten möglichst interessanten  Energiethemen zu halten.&lt;br /&gt;
Wir haben eine Videokamera dabei, werden alles aufnehmen und dann auf youtube anbieten.&lt;br /&gt;
Auf dem &lt;a href=&quot;http://www.burkina.at/VET&quot;&gt;VET Wiki &lt;/a&gt;steht, wer kommt, und worüber referiert wird.&lt;br /&gt;
Und wer Interesse hat, kommt einfach vorbei, und kann sich dieses Experiment life anschaun.&lt;br /&gt;
Sonntag 1. Nov17.00 in der &lt;a href=&quot;http://www.walz.at&quot;&gt;walz&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Wenn`s funktioniert, möchten wir das unbedingt ausbauen.&lt;br /&gt;
Auch Ideen&amp;Vorschläge sind erwünscht.</description>
    <dc:creator>cc</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-30T09:25:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/5999620/">
    <title>Arbeiten Sie noch?</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/5999620/</link>
    <description>Zur aktuellen &quot;Pensionsdebatte&quot; meine heutige &lt;a href=&quot;http://diepresse.com/home/meinung/stadtplan/515914/index.do&quot;&gt;Presse-Kolumne&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühpension, also ohne Aufgabe zu sein, ist kein Privileg  im Gegenteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hannes Androsch wurde jüngst gefragt, warum er in seinem Alter  er ist über 70  und seinem Einkommen  er ist jedenfalls Millionär  noch immer arbeite. Ich arbeite nicht, ich bin tätig, war die bedenkenswerte Antwort. Es ist an der Zeit, die Pensionsdebatte endlich aus ihrer Begrenztheit herauszuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist es wirklich eine soziale Errungenschaft, Menschen zwischen 50 und 60 so lange zu mobben, bis sie gegen ihren Willen, weiter tätig sein zu wollen, in die Pension geschickt werden? Heute erwartet diese Menschen  statistisch  noch rund drei Jahrzehnte gesundes Leben, und unsere Gesellschaft signalisiert ihnen: Wir brauchen dich nicht mehr, schleich dich aufs Altenteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im völligen Gegensatz zur öffentlich verbreiteten Meinung, Frühpension sei ein Privileg, verspüren sehr viele, dass genau das Gegenteil stimmt. Der Mensch ist ein schöpferisches Wesen, möchte wirken, gestalten, etwas mit anderen tun. Ohne Aufgabe zu sein ist das Gegenteil eines Privilegs. Das tatsächliche Pensionsantrittsalter liegt für Männer in Österreich bei 59 Jahren; und es sinkt weiter, im Gegensatz zu fast allen anderen OECD-Ländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohin die Hackler-Debatte endlich führen müsste: Warum sind in unserem Land so viele Berufe so unattraktiv, die Arbeitsbedingungen so fremdbestimmt, dass die Flucht daraus so erstrebenswert ist? Obwohl wir, als Gesellschaft, materiell ziemlich reich geworden sind, wurde offensichtlich total verabsäumt, die vielfältigen Ausgestaltungen von Arbeit zu entwickeln. Länger als bis 59 zu arbeiten, länger tätig zu sein darf doch nicht als Bedrohung empfunden werden. Was wäre das für eine entsetzliche Gesellschaft? Das, was das Zentrum des Lebens oder doch zumindest ein ganz wesentlicher Teil davon ist, das, was man tut, schafft, gestaltet, wäre bloß eine Belastung, aus der man so früh wie möglich entfliehen will?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugespitzt gefragt: Verstößt der ORF, der dieser Tage hoch qualifizierte Journalisten in die Pension schickt, von denen manche erst in der Mitte ihrer 50er sind, alle jedenfalls weit unter dem gesetzlichen Pensionsantrittsalter, nicht fundamental gegen den Artikel 23 der Menschenrechte, jenem über das Recht auf Arbeit? In diesem Artikel 23 steht auch das Recht auf befriedigende Arbeitsbedingungen. Hannah Arendt hat bereits in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts eines ihrer bahnbrechenden Werke verfasst: Vita activa oder vom tätigen Leben. Die Herren Khol und Blecha sollten es einmal durchblättern.</description>
    <dc:creator>cc</dc:creator>
    <dc:subject>presse-kommentare</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-19T06:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/5990615/">
    <title>social media ein &quot;Massenmedium&quot;?</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/5990615/</link>
    <description>Armin Thurnher &lt;a href=&quot;http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=1016&quot;&gt;hat gewagt&lt;/a&gt;, sich kritisch über &quot;das Internet&quot; zu äussern, von der Netzcommunity als Hetzkommunity zu sprechen, und vom &quot;Blöken&quot; in den Blogs zu schreiben.&lt;br /&gt;
Vielfache Kritik schlug ihm in digitalen Medien (siehe dazu &lt;a href=&quot;http://www.helge.at/2009/10/abt-armin-versteht-die-welt-nicht-mehr/#comments&quot;&gt;Helges Beitrag samt der dort dokumentierten Beiträge&lt;/a&gt;) entgegen, und im &lt;a href=&quot;http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=1015&quot;&gt;aktuellen falter &lt;/a&gt;wurden einige, darunter auch ich, gebeten, zum Thema social media und seine gesellschaftlichen Folgen zu schreiben.&lt;br /&gt;
Hier mein (verlängerter) Beitrag: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Medien sind die Grundvoraussetzung der Demokratie, das Internet hat einen revolutionären Umbruch eingeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will diesen an mir selbst beschreiben. Ich betreibe seit mehr als vier Jahren ein Blog, bin bei Facebook und twittere. Ich kann mich ohne Umweg über Journalisten direkt an jene wachsende Zahl von Menschen wenden, die auf diesen Onlineplattformen aktiv sind. Sie schreiben zurück, ich lerne enorm viel von ihnen, bekomme Tipps und Kritik. Keine Frage, ich profitiere in höchstem Maße am Web, und verstehe nicht, warum nicht deutlich mehr Politiker/innen dieses direkte mittel des digitalen Gesprächs nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig stellen sich mir doch eine Reihe von Fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens: Wird das Internet als Massenmedium nicht total überschätzt? Oder anders gefragt: Warum verstecken alle Medien ihre Zugriffszahlen hinter Verschleierungen? Die ÖWA (österreichische Webanalyse) misst akribisch genau, wie oft Webseiten besucht werden, listet die Ergebnisse aber in völlig irrelevanten Zahlen auf. Da wird zum Beispiel von zigmillionen &quot;Unique Clients&quot; pro Monat gesprochen. Ich alleine bin da schon drei davon: Laptop, PC und iPhone sind je ein Client?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man so wie bei &quot;richtigen&quot; Medien rechnet, nämlich Tagesreichweite bei Einzelmenschen, dann zeichnet sich ein anderes Bild ab. &lt;a href=&quot;http://orf.at&quot;&gt;ORF.at,&lt;/a&gt; der mediale Platzhirschen Nummer 1, kommt gerade einmal auf 0,2 bis maximal 0,3 Millionen Menschen pro Tag, beim &lt;a href=&quot;http://derstandard.at&quot;&gt;Online-Standard &lt;/a&gt;sind es laut Google Adplanner weit weniger als die Hälfte davon. Auf Angebote wie Wolfgang Fellners &lt;a href=&quot;http://www.oe24.at/&quot;&gt;OE24.at &lt;/a&gt;verirren sich nur noch ein paar Zehntausend Menschen pro Tag. Sind das Massenmedien? Zum Vergleich: Die ORF-Sendung Bundesland heute sehen täglich 1,2 Millionen. Nicht verteilt auf 24 Stunden, sondern gleichzeitig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens: Natürlich ist Facebook ein Massenphänomen, aber ist es auch ein Massenmedium? Eines, das Öffentlichkeit schafft? Ich beobachte mich selbst: wer sind meine Freunde auf Facebook? Wem folge ich auf Twitter? Meinen Online-Bekanntenkreis verbindet ein ähnliches Milieu, ähnliche Interessen. Was passiert, wenn eher Gleichgesinnte miteinander sprechen? Der bulgarische Politikwissenschafter &lt;a href=&quot;http://www.opendemocracy.net/author/Ivan_Krastev.jsp&quot;&gt;Ivan Krastev&lt;/a&gt; hat es jüngst auf den Punkt gebracht: Homogene Gruppen tendieren dazu, ihre Vorstellungen zu radikalisieren, weil das Abschleifen am anderen nicht mehr passiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffentlichkeit dient dazu gemeinsame Regeln in der Stadt und im Staat zu schaffen, sich als Gesellschaft wahrzunehmen. Das funktioniert aber nur, wenn wir gemeinsam über etwas sprechen, das irgendwie alle, oder zumindest sehr viele angeht. Schaffen das Facebook und Twitter? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder  und das ist meine dritte Frage  leisten sie nicht vielmehr einem neuen Tribalismus Vorschub? Unser Staat baut auf einem gemeinsamem Verständnis von Demokratie auf. Dafür braucht es auch Massenmedien, die unser Interesse auf Gemeinsames lenken. Wenn Twitter und Facebook zu einer Fragmentierung führen, was wird diese in der Gesellschaft bewirken?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jüngst meinte die Jugendforscherin Beate Großegger im Falter: Im Interview mit einer 18-Jährigen hatte ich ein Aha-Erlebnis. Wir sprachen über Gesellschaftspolitik, und sie wusste nicht so recht, worauf ich hinaus will. Ich fragte: &apos;Was verstehst du unter Gesellschaft?&apos; Sie meinte: &apos;Na ja, meine Familie, meine Freunde, das ist meine Gesellschaft-&apos; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt zwickt der Platz. Es gäbe noch weiteres Wichtiges, auch zur Ökonomie, zu hinterfragen. Auf meinem Blog gehts weiter. Bitte kurz umschalten: chorherr.twoday.net &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;soweit im falter. jetzt bitte weiterlesen&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei weitere mir wichtige Themenkomplexe:&lt;br /&gt;
Da ist einmal die Ökonomie. Wiederum zugespitzt:&lt;br /&gt;
Jene Zeitungen, die sich auf ihr Kerngeschäft, die qualitätsvolle Gestaltung eines Massenmediums konzentriert haben, können, entgegen anderslautenden Anschauungen sogar deutlich Reichweite gewinnen sowie profitabel wirtschaften.&lt;br /&gt;
Die deutsche Wochnzeitung die Zeit (&lt;a href=&quot;http://www.diezeit.de&quot;&gt;deren Webauftritt &lt;/a&gt;ist bescheiden und kaum besucht) ist ebenso ein Beispiel wie der Wiener Falter.&lt;br /&gt;
Zeitungen, die irrigerweise glaubten, ihre primäre Aufgabe v.a. im Netz suchen zu müssen (wo klassisch massenmediale Verbreitung die Ausnahme und nicht die Regel ist) und dazu auch Unsummen an Geld verbraten haben, die stecken heute in Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
Ein Beispiel: Die&lt;a href=&quot;http://nytimes.com&quot;&gt; New York Times&lt;/a&gt;. Allein für den Ankauf des läppschen Portals &lt;a href=&quot;http://www.about.com&quot;&gt;about.com&lt;/a&gt; wurden rund 500 Mio Dollar investiert. Die fehlen heute. Oder andersherum: Wie könnte heute das Blatt aussehen, wären sie ins Kerngeschäft geflossen?&lt;br /&gt;
Weiteres Beispiel, der &lt;a href=&quot;http://www.economist.com/&quot;&gt;economist&lt;/a&gt;; Ich halte ihn für eine der besten (wenn nicht die beste) Wirtschaftszeitung der Welt.&lt;br /&gt;
Dieser Tage wurde ein mail an alle Abonnenten versandt, mit der Botschaft, dass man demnächst den freien Onlinezugang&quot;  bloss denen anbiete, die (ein Abo) bezahlen.&lt;br /&gt;
Ist das nicht verständlich? Wie soll langfristig eine teure Redaktion, Korrespondenten, v.a. auch Zeit für sorgfältige Journalisten bezahlt werden, wenn das Ergebnis gratis im Netz zu konsumieren ist.&lt;br /&gt;
Das kann kein Geschäftsmodell sein.&lt;br /&gt;
(Ich hab viel economist gelesen, ihn mir kaum gekauft. Ebensowenig wie die New York Times, die Sueddeutsche oder andere Qualitätsblätter.Ich konsumiere sie gratis im Netz.&lt;br /&gt;
Demnächst, wenn der economist online nicht mehr verfügbar ist,  werd ich wieder ein Abo bestellen.)&lt;br /&gt;
Das Ergebnis des wirtschaftlichen Abstiegs von Zeitungen kann uns nicht egal sein.Ihre Qualität sank und wird weiter sinken, wenn ihre Erlöse zurückgehen.&lt;br /&gt;
Also ewig Papier?&lt;br /&gt;
Nein und Ja.&lt;br /&gt;
Ähnlich wie Steve Jobs und die Musikindustrie wird es bald kundenfreundliche kostenpflichtige digitale Angebote geben.&lt;br /&gt;
Mit dem &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Amazon_Kindle&quot;&gt;Kindle&lt;/a&gt; oder ähnlichen Endgeräten, die weitaus lesefreundlicher als ein flimmernder Computerscreen sind, gibt es auch schon die Richtung.&lt;br /&gt;
Aber Print wird bleiben, wie es heute noch und wieder Vinylplatten gibt, trotz Fernsehn und DVD noch immer das Kino, ja sogar noch das Theater gibt.&lt;br /&gt;
Print wird mehr ein Kunstprodulkt werden, und sich auch entsprechend umpositionieren müssen.&lt;br /&gt;
Einfach zu verlangen, schenkt`s alles her ist sicher keine Basis.&lt;br /&gt;
Mein letzter kritischer Punkt zu social media.&lt;br /&gt;
Man muß nicht paranoid sein, um sich vorzustellen, was heute alles über Individuen gespeichert wird. Nicht weil sie überwacht werden, sondern weil , meist völlig unkritisch nahezu alles freiwillig ins Netz gestellt wird. Hobbies und Vorlieben, Intimstes und Berufliches, Aufenthaltsorte zu fast jeder Zeit, nichts wird nicht berichtet.&lt;br /&gt;
George Orwell würde vor Entsetzen umfallen, wenn er wüßte, was an lückenlosester Überwachung heute möglich ist, weil freiwillig alles preisgegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.reischl.com/&quot;&gt;Gerald Reischl&lt;/a&gt; ist kein Maschinenstürmer, im Gegenteil, er ist Experte für digitale Medien, schreibt für den Kurier und hat die&lt;a href=&quot;http://www.googlefalle.com/googlefalle/&quot;&gt; Googlefalle &lt;/a&gt;geschrieben. Es ist unbeschreiblich, was dieser Konzern über uns alles weiss.&lt;br /&gt;
Und wehe, wenn sie losgelassen.&lt;br /&gt;
Und abschliesend nur zum Nachdenken:  Unsere Privatheit, die eben nicht alle angeht, mit der wir nicht alle belästigen müssen, auch die ist längst abgeschafft.Das liegt  auch im Wesen dessen, was web 2.0 letztlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir stehen am Anfang einer Revolution unserer Kommunikation.&lt;br /&gt;
Ich muß mich wiederholen. Ich erlebe social media für meinen Beruf, für meine Interessen als enorm bereichernd. Web 2.0 hat mein Leben auf vielfache Weise verändert, bereichert, mir Ideen und Menschen nähergebracht, mich in Gespräche verwickelt, die ich nur lobpreisen kann.&lt;br /&gt;
Aber es wäre töricht, sie nur aus meiner Sicht zu betrachten.&lt;br /&gt;
Eine fundierte, kontroverse Debatte, wie diese Medien unser Leben, unsere Demokratie, unsere Freizeit, unsere Art miteinander zu verkehren verändert muß geführt werden.&lt;br /&gt;
freu mich darauf</description>
    <dc:creator>cc</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-13T13:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/5982616/">
    <title>Pensionisten als 5.Sozialpartner? Gründe für mein NEIN</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/5982616/</link>
    <description>Die koalitionären Pensionistenvertreter Khol und Blecha wollen vieles für ihre Klientel.&lt;br /&gt;
V.a. sie als 5 &lt;a href=&quot;http://derstandard.at/1254310859841/Seniorenrat-Wir-sind-fuenfter-Sozialpartner&quot;&gt;Sozialpartner etablieren&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Das hat mich ziemlich aufgeregt, und ich hab auf mich twittermäßig auf 140 Zeichen darüber alteriert.&lt;br /&gt;
Zu meinem großen Erstaunen haben einige zurückgezwitschert sinngemäß mit der Botschaft:No hallo, ist doch ganz OK diese Forderung, wollen halt auch mitreden, die Pensionietn, wie es denn um mein Demokratieverständnis bestellt sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut, auf 140 Zeichen kann man schlecht argumentieren, dafür gibts einen blog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen halte ich es für absurd und schädlich, &quot;die Pensionisten&quot;  zum 5. Sozialpartner zu befördern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Interessen junger Menschen werden immer mehr vernachlässigt.&lt;br /&gt;
Klar: denn bereits 50% aller Wahlberechtigten ist 50 plus.&lt;br /&gt;
2.)Bildung wird politisch vernachlässigt, Jungendliche werden immer stärker in präkere Beschäftigungsverhältnisse abgedrängt, weitgehend ohne soziale Absicherung, und oft zu &quot;Hungerlöhnen&quot;.&lt;br /&gt;
Da es sich um geburtenschwache Jahrgänge handelt, sind diese Fragen für SP/VP, die stark bei Pensionisten punkten, und extrem starke Pensionistenvereinigungen haben kaum ein Thema. Auch nicht für die Sozialpartner, weil diese ja jene vertreten, die drinnen sind im System.Sozialpartner verteidigen auch I deren Privilegien, zulasten derer die draussen sind. Gutes Beispiel: Journalisten mit KV versus junger als &quot;freier Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
3.) Wozu sind Sozialpartner da/entstanden? es sind die Beteiligten des Produktionsprozesses, und sollen Konflikte lösen (Lohn, Arbeitszeit etc.), die unmittelbar in diesem Prozeß entstehen.&lt;br /&gt;
Tatsächlich leisten sie der Entdemokratisierung Vorschub, indem sie Entscheidungen arrogieren (Energie/Umwelt/allgem. Steuerfragen) die eigentlich ins Parlament (DAS ist die Vertretung &quot;des Volkes&quot;) gehören. Übrigens: Vollsvertreter sind gewählt. Sozialpartner wenn, dann nur sehr mittelbar.&lt;br /&gt;
4.)Schon jetzt werden über immense Staatsschulden die heute Jungen über Gebühr belastet. Denn sie werden zurückzuzahlen haben, was heute ausgegeben wird. Z.B. steigende Zuschüsse zu heutigen Pensionen. Denn: das tatsächliche Pensionsantrittsalter liegt bei 59 (bei Männern,58 bei Frauen) obwohl die Lebenserwartung steigt und steigt (was für sich genommen ja wunderbar ist).&lt;br /&gt;
Diese laufend steigenden Pensionsausgaben auch des Staates finanzieren heute schon die Jungen, obwohl sie wissen, dass sie &quot;diese&quot; Leistungen niemals erhalten werden&lt;br /&gt;
5.) Pensionsvertreter als 5. Sozialpartner ist doppelt fatal: Es fördert die weitere Entdemokartisierung: Entscheidungen werden aus dem öffentlichen Parlament hinter die verschlossenen Türen nicht unmittelbar gewählter &quot;Sozialpartner&quot; verlagert.&lt;br /&gt;
Ausserdem zementiert es weiter die Umverteilung zulasten der Jungen.Ein rasches Auslaufen der extrem ungerechten &quot;Hacklerregelung&quot; und das unvermeidliche und auch wünschenswerte Ansteigen des tatsächlichen Pensionsantrittsalters wird so noch mehr blockiert.&lt;br /&gt;
6.) Oder sollen in Zukunft auch Vertreter der &quot;Jugend&quot; Sozialpartner werden? Und dder Arbeitslosen? Und der Auto bzw Radfahrer? Das ist doch verrückt?&lt;br /&gt;
7.) Oder sind wir längst verrückt?</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-08T19:16:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/5976351/">
    <title>Südafrika &amp; Österreich, bisschen anders</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/5976351/</link>
    <description>wunderbar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
denn so sieht Südafrika aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;319&quot; alt=&quot;sawm&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/sawm.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und so Österreich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;159&quot; alt=&quot;awm&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/awm.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn die Bevölkerungsdichten grafisch dargestellt werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.worldmapper.org/countrycartograms/&quot;&gt;hier &lt;/a&gt;sind alle Länder zu finden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bereits 2006 hab ich über diese herrlichen Grafiken &lt;a href=&quot;http://chorherr.twoday.net/stories/2080376/&quot;&gt;hier &lt;/a&gt; berichtet.&lt;br /&gt;
Jetzt haben sie es weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
Gratulation!</description>
    <dc:creator>cc</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-05T15:55:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/5974726/">
    <title>Der Anfang vom Ende der Feschisten?</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/5974726/</link>
    <description>Dieser &lt;a href=&quot;http://tinyurl.com/yccryha&quot;&gt;Presse-kommentar&lt;/a&gt; ist mir ein besonderes Anliegen, vielleicht geht manchen jetzt ein Lichterl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang war das Taferl. Jenes über die Gehälter und Pensionen von AK Funktionären, das 1994 Jörg Haider im Fernsehn Franz Vranitzky entgegenhielt.&lt;br /&gt;
Große Empörung über die da oben war die Folge, die SPÖ verlor die Wahl, und die Partei der Fleissigen und Tüchtigen gewann.Mehr als fünfzehn Jahre versuchten Medien, SPÖ und Grüne mit einer völlig falschen Strategie,dem Vorwurf des Neofaschismus gegen die FPÖ anzukämpfen. Vergeblich.Statt sie als das zu bezeichnen, was ihr innerster Kern ist, und was Falter Chefredakteur Thurnher so trefflich auf den Punkt gebracht hat:&lt;br /&gt;
Feschisten; die österreichische Ausgabe von wendigen, teuer gekeideten, mit losem Mundwerk ausgestatteten und einem gewissen Schmäh versehenen Korruptionisten, die bar jeder Skrupel nehmen, was sie in die Finger kriegen können. Vorzugsweise Volksvermögen.&lt;br /&gt;
Denn was waren schon die biederen AK-Nehmer Rechberger und Zacharias gegen die Feschisten Grasser und Meischberger? Wäre der Mathematikunterricht in Österreich besser, müßten sich Grasser &amp; CO längst schamhaft verstecken. Denn der Unterschied zwischen den Rechbergers und Grassers&lt;br /&gt;
Buberln liegt bei Zehnerpotenzen dessen, was diese an&lt;br /&gt;
öffentlichen Mittel rechtswidrig in eigene Taschen umgeleitet haben. Schon folgenden Satz wagte kein Drehbuchautor zu erfinden: ,Karl- Heinz, ich habe eine Idee. Wir könnten die gemeinnützigen Wohnungen verkaufen., zitiert Profil einen Spitzenbeamten und damaligen Grasserintimus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann folgte ein abgekartetes Spiel, dessen Ausgang von Anfang an feststand, und bei dem sich, zu Lasten der Republik vor allem damalige FPÖ Funktionäre bedienten. 9,6 Mio Euro bekam Grasser Freund Maischberger, zu dem der damaligem Immofinanz-Chef schlicht anmerkt:Ich bin immer davon ausgegangen, dass er erfolgreich für uns lobbyiert hat. Er hat.&lt;br /&gt;
Glücklich darf sich dieser Tage nur der ORF schätzen. Denn um ein Haar wäre Walter Maischberger vor ein paar Jahren Online-Direktor geworden. Alles war auspaktiert, nur mußte im letzten Moment der&lt;br /&gt;
Feschist einen Strafregisterauszug vorlegen, aus dem jedoch hervorging, dass er schon damals wegen Steuerhinterziehung rechtskräftig verurteilt war.&lt;br /&gt;
Mein grosser Montagswunsch: Tauschen wir zukünftig in der Auseinandersetzung mit der FPÖ bloß einen Buchstaben aus.&lt;br /&gt;
Bezeichnen wir sie als Feschisten, die korrupt in ihre eigene Tasche scheffeln. Der Unterschied wird gewaltig sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
edit:&lt;br /&gt;
Wer`s noch nicht gelesen hat. &lt;a href=&quot;http://www.profil.at/articles/0940/560/252420/ex-spitzenbeamter-buwog-verkauf&quot;&gt;Dieser Profilbericht&lt;/a&gt; ist wirklich beachtlich.</description>
    <dc:creator>cc</dc:creator>
    <dc:subject>presse-kommentare</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-04T16:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/5970059/">
    <title>Die Grünen und die Technik</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/5970059/</link>
    <description>&quot;Edelfeder&quot; Helmut Ganster hat im letzten trend  einen Kommentar zum Verhältnis der Grünen zur Technik geschrieben.&lt;br /&gt;
(weil nicht online) hier: &lt;br /&gt;
&lt;a title=&quot;&quot; href=&quot;http://chorherr.twoday.net/files/gansterer/&quot;&gt;gansterer&lt;/a&gt; (pdf, 248 KB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das konnte ich nicht so stehen lassen.&lt;br /&gt;
Hier meine Erwiderung:&lt;br /&gt;
&lt;a title=&quot;&quot; href=&quot;http://chorherr.twoday.net/files/chorherr_trend/&quot;&gt;chorherr_trend&lt;/a&gt; (pdf, 238 KB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und auch im Volltext:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grünen und die Technik &lt;br /&gt;
Geschichte einer späten Liebe-Eine Erwiderung auf Helmut Gansterer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klischees ersparen das Nachdenken.Oder auch nur das genaue Hinschauen. Manche Klischees sind wenigstens originell, oder zumindest ein bisschen witzig.&lt;br /&gt;
Helmut Gansterers Kommentar im letzten Trend hatte denselben Titel wie dieser und das als Untertitel: Über ein reizvolles und ärgerliches Kapitel der Menschheitsgeschichte.&lt;br /&gt;
Daraufhin suhlt sich die Edelfeder im ältesten und dümmsten aller Klischee über die Grünen, kurz beschrieben in Gansterers Zitat, Grün im Gesicht bei Wort Technik, dass Grüne per se technikfeindlich seien.&lt;br /&gt;
Meist geht dieses Klischee einher mit Sandalen und Latzhosen, obwohl mir in meinem breiten grünen Bekanntenkreis kaum mehr jemand bekannt ist, der sich dergestalt kleidet.&lt;br /&gt;
Gansterer scheint in seiner Beschreibung angeblicher grüner Technophobie noch in den 80er-jahren zu stecken.&lt;br /&gt;
Tatsächlich gab es da heftigen Widerstand gegen bestimmte Technologien: Atom-und Kohlekraftwerke, aber auch andere Großtechnologien, die Mensch und Natur heftig schädigen.&lt;br /&gt;
Aber schon vom ersten Antiatomsticker lachte die Sonne herunter.&lt;br /&gt;
Schon längst haben wir Grüne eine vielleicht spät erwachte, dafür ganz besonders tiefe Liebesbeziehung zu einer Vielzahl technischer Innovationen entwickelt.&lt;br /&gt;
Alles was die unermesslich grosse Energiequelle, die alles Leben auf unserem Planeten erst ermöglicht, die Sonne direkt oder indirekt anzapft, ob direkte Sonnenenergie, mittelbar Windkraft oder Biomasse, hier kämpfen wir Grünen in Österreich oft recht einsam.&lt;br /&gt;
Jüngstes Beispiel: Rot und Schwarz verhinderten im Parlament einmal mehr, dass unglaublich intelligente deutsche Ökostromgesetz, das in unserem Nachbarland nicht nur zu einem Boom an erneuerbarer Stromerzeugung geführt hat, damit den Ausstoß klimaschädigender Gase reduziert sondern eine grosse Industriesparte hat entstehen lassen, die heute u.a. Solarmodule in die ganze Welt exportiert.&lt;br /&gt;
Oder:&lt;br /&gt;
Wenn heute Wien jene Großstadt ist, in der die meisten Wohnungen und Häuser der Welt in Passivhausqualität errichtet sind, so erlaube ich mir höchtpersönlich ein kleines Federl auf meine Hut (besser meinen Fahrradhelm) zu heften.&lt;br /&gt;
Passivhäuser: Kluge, optimal abgestimmte Technik führt dazu, dass Häuser im Winter warm, im Sommer kühl sind, ohne Heizung, ohne fossile Fremdenergie.&lt;br /&gt;
So nebenbei sind diese auch äusserst sozial, da die Energiekosten auf ein Minimum gesenkt sind.&lt;br /&gt;
Eine weitere Technologiesparte, wo zwischen Grünen und Industrie heftig geflirtet wird: Die Holzwirtschaft. Ein Rohstoff, weder gesät noch gedüngt, er wächst in grossen Mengen einfach von selbst nach, er emittiert bei seiner Produktion Sauerstoff, bindet CO2 und ist eine Produktionsfläche, die schlicht schön ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bionik heisst jener Teil von Wissenschaft und Technik, der die Erfindungen der Natur, die in hunderten Millionen Jahren erprobt und bewährt sind, genau beobachtet und davon lernt. Diese Technik lieben wir mehr, als Gansterer je Autos lieben könnte.&lt;br /&gt;
Heftig muß ich Gansterer bei seinem zweiten Argument widersprechen.Er kritisiert uns als blinde Autofeinde, und preist moderne Autos, die immer grüner werden.&lt;br /&gt;
Seien wir an diesem Punkt nachsichtig; Helmut Gansterer Beziehung zu Autos ist abgöttisch und von tiefer Erotik durchdrungen; ihn und mich verbindet eine Bewunderung für schöne Oldtimer. Erst jüngst verbrachte ich einen wunderbaren Tag mit einer Fahrt in einem &lt;a href=&quot;http://images.google.at/images?q=triumph+TR3&amp;oe=utf-8&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;ei=v5nESrp2yq_hBuWJpU8&amp;sa=X&amp;oi=image_result_group&amp;ct=title&amp;resnum=1&amp;ved=0CBQQsAQwAA&quot;&gt;Triumph TR3 &lt;/a&gt;durch das Burgenland.&lt;br /&gt;
Aber Liebe soll nicht blind machen.&lt;br /&gt;
In Österreich kommen auf 1000 Einwohner rund 500 Autos. Tendenz übrigens immer noch steigend. In DEM Wachstumsland der Welt, China, kommen auf 1000 Einwohner derzeit rund 25 Autos.&lt;br /&gt;
Geschätzter Herr Gansterer, dieses Konzept von Automobilität kann sich als Weltmodell nicht ausgehen.&lt;br /&gt;
Dieses Konzept heisst: um eine Person von A nach B zu transportieren, welche mit Aktentasche und Laptop rund 100 kg wiegt, wird ein Gesamtgewicht von weit mehr als einer Tonne bewegt, durch einen Motor, welcher, allem technischen Fortschritt zum Trotz, kaum 30% Wirkungsgrad hat.&lt;br /&gt;
Weder haben wir dafür genug Öl, noch genügend andere Rohstoffe, denn die physische Erde ist nun einmal begrenzt.&lt;br /&gt;
Gerade dieser Tage schreit die deutsche Industriekammer zurecht Alarm, weil China immer stärker knappe Rohstoffe hortet,und in vielen Bereichen Engpässe und Preisexplosionen drohen.&lt;br /&gt;
Aber auch hier vertraue ich auf die Technik.&lt;br /&gt;
Natürlich hat auch der motorisierter Individualverkehr seine Zukunft, wiewohl der uralten wunderbaren Technologie des Fahrrads in Städten viel mehr Platz eingeräumt werden wird, schon allein deswegen, damit wir nicht alle immer fetter werden.&lt;br /&gt;
Das Auto der Zukunft wird statt zwei Tonnen irgendetwas zwischen 100 und 200 kg haben, eher mit einem überdachten drei-oder vierrädrigen Fahrrad gemeinsam haben, einen wegen seines geringen Gewichtes winzigen Elektro- oder auch Verbrennungsmotor haben, und zwei bis drei Personen mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 80km/h transportieren.&lt;br /&gt;
Dazu muss die Autoindustrie erst völlig umdenken.Oder es werden innovative Aussenseiter das Ruder übernehmen, wie etwa Stefan Pierers KTM. Diesem österreichischen Unternehmen traue ich die Entwicklung von revolutionären Ansätzen im Autobau im Übrigen sofort zu.</description>
    <dc:creator>cc</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-01T11:55:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/5958291/">
    <title>U-Bahn in der Nacht</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/5958291/</link>
    <description>Bitte draussen bleiben heissts hier auch am Wochenende ab 0.30&lt;br /&gt;
das muß sich ändern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;267&quot; alt=&quot;ubahn&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/ubahn.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute Gemeinderat&lt;br /&gt;
Thema aktuelle Stunde: &quot;Am Wochenende U-Bahn rund um die Uhr&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die SPÖ wehrt sich (noch) dagegen, und argumentiert mit den Kosten.&lt;br /&gt;
Gerade darauf bin ich in meiner Rede eingegangen.&lt;br /&gt;
Weil bei grossen Summen den meisten die Vorstellung fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aussagen eines Direktors der Wr Linien würde es 2,5Mio Euro kosten, am Wochenende due U-Bahn auch in der Nacht fahren zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind diese 2,5 Mio?&lt;br /&gt;
Nur zum Vergleich:&lt;br /&gt;
Letzte Woche wurde im Planungsausschuß beschlossen (mit Stimmen aller Parteien ausser unserer), den Gürtel bei der Abfahrt von der Süsosttangente zu verbreitern.&lt;br /&gt;
Kosten: 110 Mio Euro&lt;br /&gt;
d.h. allein um diesen Betrag könnten die Wr.U-Bahnen (ohne die Einrechnung von Zinsen) 44 Jahre lang am Wochenende auch in der Nacht fahren.&lt;br /&gt;
Politik ist immer eine Frage der Prioritäten.&lt;br /&gt;
Vor langer Zeit haben wir durchsetzt (ich kann mich erinnern, weil ich es verhandelt habe) dass die Nachtbusse eingeführt werden.&lt;br /&gt;
Vorher hat sich die SP heftig dagegen gewehrt.&lt;br /&gt;
Ähnlich wird es hoffentlich dieser Forderung ergehen.&lt;br /&gt;
Den veränderten Lebensgewohnheiten müssen wir Rechnung tragen.&lt;br /&gt;
Dafür sind 2,5 Mio gut investiert.&lt;br /&gt;
Wir bleiben dran.</description>
    <dc:creator>cc</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-24T11:22:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/5956266/">
    <title>Vorarlberg, und was wir daraus lernen sollten</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/5956266/</link>
    <description>Danke an &lt;a href=&quot;http://guensberg.wordpress.com/2009/09/21/zuruck-in-die-90er-jahre-ein-trend-verstarkt-sich/&quot;&gt;Georg Günsberg &lt;/a&gt;für diese wichtige Perspektive:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;259&quot; alt=&quot;lt_vbg&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/chorherr/images/lt_vbg.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die FPÖ steht heute in Vorarlberg (fast) wieder dort, wo sie vor zehn Jahren war.&lt;br /&gt;
Dazwischen Knittelfeld, FP-Spaltung.&lt;br /&gt;
Die Grünen sind heute in Vorarlberg stärker als vor zehn Jahren.&lt;br /&gt;
Klar haben sich viele von uns mehr erwartet.&lt;br /&gt;
Aber die Interpretetionen sind schon merkwürdig:&lt;br /&gt;
Es verliert die VP 4 Prozentpunkte und läßt sich als Sieger feiern, wir gewinnen (ja, nur ein bisschen) und manche- nicht alle - lassen die Köpfe hängen.&lt;br /&gt;
Die Vorarlberger Grünen haben, so meine Ferndiagnose in den letzten Jahren eine richtige Politik gemacht.&lt;br /&gt;
Eine, von denen sich andere Bundesländer und auch der Bund manches abschneiden könnte.&lt;br /&gt;
Scharfe, aber meist sachlich gehaltene inhaltliche Kritik als Oppositionspartei.&lt;br /&gt;
Vor allem aber: Konkrete Vorschläge machen, und auch versuchen sie durchzusetzen.&lt;br /&gt;
Zeigen, was anders ist, was konkret anders ist, wenn Grün stark ist.&lt;br /&gt;
Dass, nur ein kleines Beispiel, in Vrlbg alle Wohnbaugenossenschaften nach Passivhausstandard bauen MÜSSEN, geregelt über die Wohnbauförderung, war so ein konkretes Projekt der Grünen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich höre es schon, und der Einwurf ist verständlich: &quot;Ja, aber der grosse Wahlsieger heisst doch FPÖ&quot;.&lt;br /&gt;
Stimmt, und jetzt zum Kern meiner Analyse.&lt;br /&gt;
Langjährige Leser/innen dieses Blogs wird eines viellecht aufgefallen sein:&lt;br /&gt;
Hier war fast nie von der FPÖ die Rede.&lt;br /&gt;
Hier wurde nicht jeder rechte Rülpser, jede gezielte Provokation empört kommentiert.&lt;br /&gt;
Weil genau DAS das Hauptproblem ist.&lt;br /&gt;
Je mehr man seine Energie der FPÖ widmet, desto mehr Energie (heisst Aufmerksamkeit, mediale Präsenz, letzlich auch Kraft) führt man ihnen zu.&lt;br /&gt;
Statt diese Kraft zu verwenden, die eigenen Visionen zu formulieren und auch durchzusetzen.&lt;br /&gt;
Sollen doch die anderen sich daran abarbeiten!&lt;br /&gt;
Insofern hat sich die Strategie der FP-Gegner/innen in Politik&amp;Medien seit bald Jahrzehnten nicht geändert.&lt;br /&gt;
FP Politiker lassen gezielt Provokationen los, und fast alle stürzen sich fast begierig drauf.&lt;br /&gt;
Als klar war, dass der jenseitige &quot;Exiljude-sager&quot; zu DEM Wahlkampfthema wird, war mir klar: Die F wird deutlich zulegen.&lt;br /&gt;
Soll man also alles ignorieren?&lt;br /&gt;
Nein! Aber nicht immer Empörung mit Politik verwechseln.&lt;br /&gt;
Entgegnen, entschlossen, manchmal auch mit Emotion, öfters bitte auch mit Witz.&lt;br /&gt;
Aber sich nicht vom Kurs abbringen lassen, die eigenen Ziele mit (ein wenig zumindest) Leidenschaft zu thematisieren.&lt;br /&gt;
Wenn &quot;der Kampf gegen rechts&quot; die ganze Emotion bereits absorbiert, stärkt man nicht nur ebendiese, sondern die Emotion, das Feuer fehlt für das Eigene.&lt;br /&gt;
Dann wirken &quot;Grüne Konzepte&quot; machmal bissl blutleer. Obwohl sie richtig sind.&lt;br /&gt;
Deswegen ist auch die grüne Strategie in Oberösterreich richtig:&lt;br /&gt;
Herausstreichen, was man will, und mit Stolz auf das verweisen, was man erreicht hat (weil das Ergebnis auch wirklich beachtlich ist).&lt;br /&gt;
Mit Ausnahme dieses Postings werde ich auch in Zukunft die FP hier mehr oder weniger ignorieren.&lt;br /&gt;
Was nicht heisst, die Themen zu ignorieren, die von ihr angesprochen werden.&lt;br /&gt;
Auch hier rate ich zu mehr Selbstbewußtsein.&lt;br /&gt;
Auch als Grüner (ich füge hinzu gerade als Grüner) darf und soll man Mißstände anführen, die es z.B. im Zusammenleben zwischen In-und Ausländern auftreten.&lt;br /&gt;
Eben nicht, um Ressentiments zu schüren, sondern um Lösungen aufzuzeigen.&lt;br /&gt;
Und um auch, zumindest ein wenig Empathie zu bekunden mit Menschen, die verunsichert sind.&lt;br /&gt;
Hoffnung geben, statt Angst machen.&lt;br /&gt;
Das ist der schwierigere Weg, aber ich glaube der richtige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Schluss (nicht nur aus) Vorarlberg:&lt;br /&gt;
Wenn es uns nicht gelingt, unsere Demokratie ziemlich grundlegend zu erneuern, vielen Menschen wieder tatsächlich das Gefühl zu geben, Politik werde auch von ihnen und für sie gemacht, dann werden immer mehr sich abwenden, und dort ein Kreuzerl machen, wo sie &quot;dem System&quot;, bzw. &quot;denen da oben&quot; eine reinhauen können.&lt;br /&gt;
Die Enttäuschung über die politische Wirklichkeit ist groß und weiter wachsend.&lt;br /&gt;
Ich sehe kaum Bestrebungen, sich diesem Problem grundsätzlich nähern zu wollen.&lt;br /&gt;
Auch bei uns Grünen viel zuwenig.&lt;br /&gt;
(dazu werde ich in nächster Zeit einige Gedanken äussern und Vorschläge machen: Dies möchte  ich aber noch durchdenken und  abschleifen, derzeit wären sie eine allzu heftige Provokation).</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 cc</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-23T11:25:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/5953468/">
    <title>ich kandidiere...</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/5953468/</link>
    <description>Nach längerem Nachdenken und zugegeben auch manchen Zweifeln habe ich am Wochenende meine Kandidatur als Gemeinderat der Wiener Grünen für die Wahl 2010 abgegeben.&lt;br /&gt;
Hier meine&lt;a href=&quot;http://ichkandidiere.at/person/kandidatur/chorherr/&quot;&gt; Begründung&lt;/a&gt;.</description>
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    <dc:date>2009-09-21T22:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://chorherr.twoday.net/stories/5951836/">
    <title>rot-schwarze Verhinderer</title>
    <link>http://chorherr.twoday.net/stories/5951836/</link>
    <description>meine Überlegungen zur Vorarlbergwahl kommen morgen.&lt;br /&gt;
hier meine &lt;a href=&quot;http://diepresse.com/home/meinung/stadtplan/509554/index.do&quot;&gt;aktuelle Pressekolumne&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieder einmal zeigt sich, dass alle Bekenntnisse von Rot und Schwarz, sich für Klimaschutz stark zu machen, Orwell&apos;scher Neusprech sind. Diese Woche wird im Parlament das Ökostromgesetz neu beschlossen. Anstatt wie in vielen Ländern erfolgreich vorgezeigt alternativen Energieträgern in ihrer vielfältigen Form von Wind bis Biomasse endlich faire Rahmenbedingungen zu geben, zementiert die Regierung einen Ausbaudeckel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht mehr als lächerliche 21 Millionen Euro dürfen demnach neu errichtet werden. Und damit will man eines der größten Vorhaben Europas und des Landes, den Umstieg von fossiler auf erneuerbare Stromversorgung, erreichen? Nur ein kurzer Vergleich: 21 Millionen für die gesamte solare Stromerzeugung auf der einen Seite; im Planungsausschuss des Wiener Gemeinderates wurde diese Woche beschlossen, für die Verbreiterung eines kleinen Stücks des Gürtels bei der Abfahrt von der Südosttangente 110 Millionen Euro an Steuergeldern zu investieren. Damit noch mehr Autos in die Stadt gepumpt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig richtig war dieser Tage in der New York Times ein  aus US Sicht  fast neidvoller Artikel über das deutsche Ökostromgesetz zu lesen: Dieses Erneuerbare-Energien-Gesetz sei hauptverantwortlich, dass heute die Hälfte der weltweiten Solarpanele aus Deutschland kommen und diese Industriebranche bereits die zweitgrößte nach der Autoindustrie darstellt. Pro Kopf haben die Deutschen zehnmal so viel Strom aus Sonnen- und Windkraft wie wir Österreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundeskanzler Faymann bewies bei der Debatte im Parlament, dass er das grundlegende Problem überhaupt nicht verstanden hat: Seine Ablehnung der so wirksamen deutschen Regelung begründete er damit, dass neun Cent Mehrkosten auf den Strompreis pro Tag sozial nicht verträglich wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn demnächst importiertes Gas und Öl wieder deutlich teurer werden und immer stärker für die Stromerzeugung herangezogen werden müssen, dann steigt der Strompreis weitaus höher, und Kaufkraft wie Steuereinnahmen fließen nach Russland oder Saudi-Arabien. Außerdem schädigen wir das Klima und werden bald Strafzahlungen an die EU leisten müssen, da wir die Klimaziele nicht erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhältnisse haben sich umgekehrt. Früher beschimpfte man uns Grüne als Verhinderer. Heute sind Rot/Schwarz die Verhinderungsphalanx. Sie blockieren saubere, heimische Stromproduktion und schaden nicht nur dem Klima, sondern behindern auch tatkräftig den Aufbau einer sauberen Industriesparte.</description>
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    <dc:subject>presse-kommentare</dc:subject>
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