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thor (Gast) - 7. Nov, 15:45

Zitat:"Die Entwicklung sozial durchmischter Stadtteile, in denen verschiedene Milieus, verschiedene Einkommensgruppen neben und miteinander wohnen sind eine elementare Voraussetzung, dass Zustände wie in Frankreich vermieden werden."

Wie wahr, wie wahr, aber wer will das schon?

thor (Gast) - 7. Nov, 16:44

muss noch was hinzufügen

Es ist ja im Gegenteil so, dass die Planung von den dem Zentrum abgelegenen Stadtvierteln, genua deswegen vorgenommen wurde, um die Armen aus dem Zentrum zu verdrängen, damit bei eventuellen Aufständen, die schöne Pariser Innenstadt verschont bleibt.

Die Zustände in den banlieus (schreibt man das so?) sind übrigens schon lange bekannt: http://www.city-journal.org/html/12_4_the_barbarians.html
dieter (Gast) - 7. Nov, 21:32

@thor:
Das klingt dann eher nach Verschwörungstheorie. Die franz. Vorstädte gleichen den osteuropäischen Satellitenstädten. Diese Bauten waren gut gemeint, weil die Wohnungen selbst von hohem Standard waren. (fließendes Wasser, Abfluss und Bad in der Wohnung und anzunehmenderweise eine gute Heizung) Und auf der grünen Wiesen waren die Grundstücke billig.
Wir haben in .at ja auch einige solcher Bausünden.
thor (Gast) - 8. Nov, 14:29

verschwörungstheorie

@dieter: Bin eigentlich kein Verschwörungstheoretiker ;-) , und habe diese Information von hier: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21293/1.html
"Solche Eruptionen haben immer wieder einmal stattgefunden. In Paris gehen solche Aufstände der Armen weit zurück. Auch um sie besser bekämpfen und verhindern zu können, hatte man das alte Paris mit seinen engen und unübersichtlichen, nicht zu kontrollierenden Gassen und Straßen im 19. Jahrhundert durch breite Boulevards geöffnet. Und auch die Siedlungen in den Banlieues wurden angelegt, um die Armen möglichst aus der Stadt zu halten."

Kann natürlich sein, dass der Autor des Artikels so ein heimlicher Verschwörungstheoretiker ist...., weiß ich aber nicht.
dieter (Gast) - 9. Nov, 12:29

@thor:

Entweder es wurde damals von den Politikern offen ausgesprochen, dass diese Maßnahme dazu da wäre, die Armen zu vertreiben. Das müsste leicht zu belegen sein.
Ansonsten hätte dieses Vorhaben im stillen Kämmerlein besprochen werden müssen. Dann wäre es eine Verschwörung. Um diese zu Belegen, müsste man schon Geheimdokumente veröffentlichen, oder Zeugenaussagen bringen.

In Wahrheit handelt es sich wohl eher um so eine gedankenlos wiederholte Behauptung, die in unser Weltbild passt und sich deshalb kritiklos fortplanzt.

Sehen sie sich den Wohnpark Alt-Erlaa an. Wurde der gebaut um die Prolos aus der Stadt fern zu halten?

Kennen sie La Défense mit dem Grande Arche in Paris? Die lebensfremde Gegend dort wurde um die gleiche Zeit aus dem Boden gestampft. Der Grande Arche kam erst in den 80ern hinzu. Dort stehen wiederrum nur hässliche Bürotürme. So dachte man damals. Eine streng nach Funktion segmentierte Stadt war damals das Ideal.

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