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Was soll das? Teil1

Was will er jetzt?
Warum diese Debatte in der Öffentlichkeit, statt diskret parteiintern?
Das schadet ja nur!!

Solche Fragen und Vorwürfe werden jetzt häufig formuliert.
Ebenso Unterstützung und Aufmunterung.

Also: Was soll das alles?

Ich werde mit einem posting jetzt nicht alles beantworten können, aber setzen wir diesen Dialog über die Zukunft der Wiener Grünen hier fort.

Die Menge der postings hier, aber auch im standard-online zeigt mir, dass sehr sehr viele Menschen interessiert und besorgt sind am Zustand und der Entwicklung der Wiener Grünen.
Mehr als 99 000 Menschen haben uns gewählt.Und haben ein Recht mitzureden, wie es weitergehen soll.

Drum find ich es wichtig, wenn eine jahrelange Entwicklung, die nahezu ausschliesslich "intern" diskutiert wurde, eine Entwicklung, die zum derzeitigen Image der Wiener Grünen in der Öffentlichkeit geführt hat, jetzt, wo m.E. Entscheidungen getroffen wurden, die dieses Erscheinungsbild weiter verfestigen, auch öffentlich diskutiert werden.

Dieses "öffentliche" ist mir deswegen so wichtig, weil es ein erstes Kernproblem
der Grünen aufzeigt: Kontroverse, spannende öffentliche Debatten werden kaum geführt.
Warum?
Weil "innen" in den verschiedenen Parteigremien, solches schlecht ankommt.
Achtung: ich bin selbst Funktionär und ich will die vielen, die wenig bedankt und uinbezahlt "innere Parteiarbeit" leisten, nicht kritisieren.
Aber:
Wenn eine Partei von Teilhabe spricht, muss sie auch jene teilhaben lassen, die nicht Parteifunktionäre, oder Partteibasis sind (beides wird synonym verwendet)
Wie oft hab ich gehört: Warum muss ich das (dein Projekt, deinen Vorschlag, deine Kritk) über "die Medien" lesen; warum kommst du nicht in die Parteigremien damit?
Weil, und das ist jetzt ein ganz wichtiger Punkt, "die Medien (z.B. dieser blog, oder der standard) der Raum der Öffentlichkeit sind, in dem diskutiert, argumentiert und gelegentlich auch gestritten werden muss.
Z.B. um öffentlich Klärungen herbeizuführen, Konflikte sichtbar, Positionen deutlich zu machen.
Die Besetzung und Nutzung des öffentlichen Raumes, für Debatten und Kontroversen ist m.E. nichts schädliches sondern von grösster Wichtigkeit.
"Intern" sieht man das ganz anders:
Demgemäss sollten Positionen "in den Parteigremien" ausgestritten werden, dann möge per Abstimmung eine Entscheidung getroffen werden, und diese sei dann "Parteilinie" an die sich möglichst alle halten sollen.
So enstehen aber weder die oft geforderten "Ecken und Kanten", noch sind Gremien (generell, nicht bloss die grünen) besonders innovativ (klar, wenn am Schluss ein Kompromiss gefunden werden muss).
Was uns gerade jetzt fehlt, und gefunden werden muss:
Eine öffentliche Debatte über Ziele, Programme, Stil und Projekte.
Was sich v.a. ändern muss, und darüber streit ich gern:
Unser Verhältnis zur Öffentlichkeit.
Diese (z.B. die Medien) sind nicht unser Feind, sondern eine Plattform, die wir nutzen sollen.
Und das nicht bloss, um Beschlüsse von Perteigremien zu verlautbaren.
denn das interessiert wenige, und ändert auch wenig.
Parteibeschlüsse sind notwendig, nona.
Aber am Schluss einer öffentlichen Debatte, die die Gesellschaft aber auch die Grünen weiterbrigen soll.
Und da ists schlecht mit Tabus Marke neolioberal oder linkslink eine Debatte abzuwürgen statt mit Argumenten zu arbeiten.

Fortsetzung folgt

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