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Meine Rede in unserer Aktuellen...
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Meine Rede auf der Landesversammlung:
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Im September wählt Oberösterreich. Dass...
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aktuelle Stunde, von uns eingebracht...
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EDIT: der ORF-Bericht aus Wien...
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modell minderheiten- und koalitionsforderndes mehrheitswahlrecht
der verfassungsrechtler fried esterbauer schlägt für österreich u.a. eine teamwahl einer regierung vor, die dann auch nicht mehr vom parlament gestürzt werden könnte. davon verspricht er sich mehr eigenständigkeit des parlaments.
ich bin über die diskussion über mehrheitswahlrecht nicht glücklich weil das für uns grüne schwere einbußen brächte - auch bei einem minderheitenfreundlichen wahlrecht. denn eine partei die nie in die regierung kommen kann, wird im match um den 1. platz noch mehr aufgerieben als jetzt. mehrheitssysteme tendieren IMMER zu einem 2-parteien-parlament (mit extrem schwachen kleinparteien)
ein modell das ich noch nirgends gelesen habe, wäre folgendes. ich nenne es :) minderheitenförderndes und koalitionsforderndes Mehrheitswahlrecht:
die stärkste partei bekommt so viele mandate wie sie gemeinsam mit der kleinsten partei für eine mehrheit bräuchte. die restlichen stimmen werden nach dem verhältnis auf die restlichen parteien aufgeteilt. somit wäre gesichert, dass die stärkste partei mit allen anderen eine koalition eingehen könnte. das bringt ein maximum an möglichkeiten und es gleicht die natürliche tendenz zum 2-parteiensystem aus, da die kleinen parteien so immer zünglein an der waage sein können und somit weiter eine existenzberechtigung hätten. außerdem könnte so auch gegen
ich bin ja eigentlich nicht für eine abschaffung des verhältniswahlrechts, weil ich es für kleine parteien wie wir es sind am idealsten finde. dass es manchmal zu pattstellungen kommt, sollte man eben hinnehmen.
ich wollte nur aufgrund der reflexartigen diskussion pro mehrheitswahlrecht in den verschiedensten medien zeigen, dass auch mischsysteme denkbar sind, durch die die kleinparteien nicht (so sehr) draufzahlen.
lg
Markus Gansterer (Die Grünen Neunkirchen)
Mehr grüner Mut?
ad Mehrheitswahlrecht: JEDES Modell tendiert früher oder später zum 2-Parteiensystem, weil es überwichtig wird, "erster" zu sein. Wer (relativ) erster ist, hat schliesslich alle Optionen. Daher bilden sich (vielleicht nicht bei der ersten Wahl, aber im Lauf der Zeit) zwei Wahlparteien der aus dem Verhältniswahlrecht stammenden Parteien, die noch am ehesten miteinander können. Bei uns würde zB Grün nach Rot integriert und Blau nach Schwarz. Der erste Block, der so ein Bündnis macht, zwingt den anderen Block nachzuziehen... dann gibt es nur noch zwei reale Parteien und alle schönen Überlegungen zu "minderheitenfreundlichen" Mehrheitswahlrechtssystemen sind obsolet, da eine von beiden Blöcken sowieso die absolute Mehrheit haben wird.
Ich halte es wirklich für wichtig, dass sich die Grünen nicht eines Tages mit solchen "Modellen" über den Tisch ziehen lassen...
Das eigentliche Übel liegt aber IM ZWANG ZU KOALITIONEN anstelle freien Mehrheiten in Sachfragen. Und die Möglichkeit zur Stärkung der freien Mehrheiten bei Erhaltung der Parteienvielfalt ist die von Ihnen genannte eigenständige Wahl der Regierung direkt durch das Volk (als Team oder per Präsidenten- bzw Bundeskanzlerwahl, ganz egal) bei gleichzeitiger Abschaffung des parlamentarischen Misstrauensvotums...
ad "übermächtige Parteien": Das werden wir langfristig nur in den Griff kriegen, wenn wir die Mittel der direkten Demokratie massiv stärken. Aber da fehlt halt auch den Grünen der Mut, das zu trommeln. Dabei wärs ein Thema, mit dem man auch grün-fernere Wähler ansprechen könnte...