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Christoph (Gast) - 19. Feb, 13:28

Apropos

Apropos saubere Energie:
Wienstrom bietet seit kurzem neben dem „Normal-Strom“, „Naturstrom“ an. Man muss nur den Tarif wechseln und hat ab da an Gewissheit, dass der Strom halbwegs sauber produziert wird. Da die Netztarife und das „Grundendgelt“ gleich bleiben ist der Preisunterschied zum „Normal-Strom“ auch nicht besonders groß – aber man setzt ein Zeichen und beruhigt das Gewissen.

Apropos Fahrrad:
Die Critical Mass (www.criticalmass.at) erfreut sich auch in Wien zunehmender Beliebtheit. Wer ein Zeichen für mehr Radverkehr in Wien setzen will, sollte einfach mal mitfahren – es erstaunt, wie positiv die „Stadtbevölkerung“ den Anliegen der Radfahrerinnen eigentlich gegenüber steht – wenn man sie nur lässt.

Gérard (Gast) - 19. Feb, 21:05

ad "sauberer" Wienstrom

Laut e-control.at ist auch beim "Naturstrom"-Angebot ein fossiler Anteil enthalten. Das Angebot ist überhaupt eine Farce, da ja die Wien Engergie überwiegend aus fossilen Brennstoffen Strom erzeugt (die paar Windräder und das Biomasse-KW machen das Kraut nicht fett) und man somit nolens volens auch als "Naturstrom"-Abnehmer das gesamte Unternehmeskonzept mitfinanziert. Die Kosten sind übrigens *deutlich* höher als beim Verbund (=Wasserkraft)!
Christine Berndl (Gast) - 19. Feb, 22:36

Sauberer Wienstrom

Die Umweltorganisationen Global 2000 Ggreenpeace WWF und Umweltenergie empfehlen lediglich 2 100% saubere Stromanbieter: die Alpen Adria Naturenergie und die oekostrom AG. Die anderen (auch der Verbund und die Wien Energie - siehe www.global2000.at - Energie/Stromanbieterwechsel)führen bei den Privatkunden in ihrer buchhaltärischen Bilanz je nach Anbieter einen niedrigen Atomstromanteil an, der Rest des GEHANDELTEN Stroms erhält die Industrie zugeteilt, die lediglich an billigem Strom, nicht an der Zusammen-setzung interessiert ist. Auch der C02 emittierende Strom ist zu beachten.
Ich bin seit 2 Jahren zufriedene Naturstromkundin der Alpen Adria Naturenergie und konnte wie viele anderen auch feststellen, dass Naturstrom meist sogar preisgünstiger ist, als der übliche Egalstromanbieter. Ein unverbindlicher Preisvergleich lohnt sich auf jeden Fall.
christoph (Gast) - 20. Feb, 11:11

Strom und das Mascherl

OK - ich wollte keinesfalls werbung für wienstrom machen. Auf der Internetseite von wienstrom heißt es:
Drei gute Gründe die für NaturStrom sprechen:
"NaturStrom wird nachweislich und ausschließlich in behördlich genehmigten und anerkannten Kleinwasserkraft- und Ökostromanlagen gewonnen (70% aus Kleinwasserkraft und 30% aus Wind- und Sonnenenergie)."

Dass man damit aber erst wieder bei einem Unternehmen wie Wenstrom ist, dass der Industrie alles (hauptsache billig) liefert, ist aber natürlich ein problem.

Insofern danke für den Link zu global2000. Ich werd mir das mal anschauen
maschi - 20. Feb, 11:56

Strom und das Mascherl II

e-control zeigt meines Wissens den Mix nur Anbieter-bezogen, aber nicht tarif-bezogen an, oder?

Wäre es Wienstrom aus Marketing-Sicht also zu raten, eine eigene Firma für diesen Tarif zu gründen?

Und was ist besser: Zu einem Mini-Anbieter zu wechseln, dessen Marktanteil an MWh nicht mal annähernd so gross ist wie der Naturstromanteil eines grossen Anbieters? Oder einen grossen Anbieter durch Tarifwechsel in seiner weiteren Produktpolitik etwas zu steuern?

Fragen über Fragen...
Gérard (Gast) - 20. Feb, 12:41

Wien Energie

Ich weiß nicht, wie groß der tatsächliche Anteil an "ökologischem" Strom bei der Wien Energie im Vergleich mit echten Öko-Anbietern ist. Nur darf man als Kunde eines nicht vergessen: Die Gebühren fließen in die Gesamtbilanz des Unternehmens, und Wien Energie betreibt nun mal wesentlich mehr ökologisch bedenkliche (kalorische) KWe als ökologisch verträgliche! Dh. bei Spitzenbedarf werden diese hinaufgefahren und nicht etwa schnell ein paar neue Windräder aufgestellt...

Wer sich es also leisten will und kann, sollte sicher mit seinem Geld kleine Anbieter fördern und nicht das Ökomascherl der Wien Energie. Die zweitbeste Lösung ist dann Wasser-KW-Betreiber zu finanzieren, die zwar die Landschaft zubauen, aber eben keine fossilen Brennstoffe verheizen. (Und wer ganz viel Geld hat, baut sich ein Passivhaus mit Erdwärmeheizung :-)
maschi - 20. Feb, 12:52

Schleierhaft

ist mir als Nicht-Insider auch, wie der Verbund eigentlich auf seine "100% (Gross-)Wasserkraft"-Plakette kommt, denn ich dachte immer, dass Ö im Winter kaum eine Chance hat, mit Wasserkraft durchzukommen. Aber vermutlich können die sich eben formal auf ihre "Wasserkraft" zurückziehen, während die insgesamt für Ö verbleibende Lücke halt durch die bösen Regionalversorger geschlossen werden muss...? Und der e-control Balken bleibt dann dummerweise das ganze Jahr über "schön bunt"...?
Markusl (Gast) - 21. Feb, 01:27

weißwaschen

wenn ich es richtig verstehe, dann betreibt der verbund einfach große waschmaschinen, mit denen er dreckigen atom oder fossilen strom rein wäscht. um genau zu sien, mit den speicherkraftwerken. schließlich, muss für diese zuvor strom eingekauft werden. dies erfolgt für gewöhlich in der nacht, wo atomstrom und co äußerst günstig ist. mit dem hinaufgepumpten wasser wird dann tagsüber "saubere" wasserkraft erzeugt und zu einem spitzenpreis aufgrund der höheren nachfrage verkauft. in der bilanz dürfte dann nur die wasserkraft aufscheinen und nicht der zuvor eingekaufte strom. dabei handelt es sich um einen gewaltigen fehler im system, der zur kundentäuschung führt.
daher am besten auf wirklichen ökostrom der beiden oben genannten anbieter zurückgreifen. zur finanzierung kann ich auch aktien der branche nur weiterempfehlen. damit konnten in den letzten jahren gewaltige gewinne erzielt werden und werden vermutlich auch nch in zukunft erreicht werden können :)
Gérard (Gast) - 21. Feb, 12:10

Strom kommt aus der Steckdose

...und der Strom ist natürlich IMMER bei ALLEN Anbietern ein Mix aus Wasserkraft, fossilen Brennstoffen, Atom, Windkraft, Solar etc. - jeder Anbieter muss, sobald die Nachfrage über seinem möglichen Angebot liegt, Strom zukaufen - meist aus dem Ausland! Und der ist ziemlich sicher zum Großteil Atomstrom (weil billig und jederzeit verfügbar).

Die Aufschlüsselung bei den einzelnen Anbietern besagt nur, welche Kraftwerke sie betreiben, nicht woher der gelieferte Strom wirklich kommt! Das wird von vielen Konsumenten gerne übersehen (oder gar nicht gewusst). Was sollte z.B. ein kleiner Öko-Anbieter mit wenigen Kleinkraftwerken machen, wenn grade kein Wasser fließt oder kein Wind weht? Die Kunden im Dunkeln sitzen lassen? Also, kauft er Strom zu...

Dh. mit der Entscheidung, wo man Kunde wird, unterstützt man nur eine bestimmte Unternehmenspolitik, kann aber nie sicher sein, keinen Atomstrom in seinen Leitungen zu haben.
a.m. (Gast) - 22. Feb, 12:16

http://www.oekostrom.at/www/getFile.php?id=29&parent=0
den Anbieter finde ich am besten, weil er in vielen kleinen Kraftwerken Strom erzeugt.
Der Verbund benötigt z.B. große Wasserkraftwerke. Diese zerstören aber auch Lebensraum für die Tier und Pflanzenwelt.

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