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Markus Gansterer (Gast) - 12. Apr, 21:56

konkurrenz

bei dieser these zu beachtender aspekt:

wenn die betriebe in Ö und D durch das internet und google-ads einen besseren absatz erreichen, dann können das chinesische und indische genau so.

der konkurrenzdruck steigt also, außer man produziert wirklich etwas so spezielles, dass noch kein anderer auf die idee gekommen ist.

vor allem preislich erhöht das www die konkurrenz, siehe geizhals.at .
ich persönlich und mein gesamter (männlicher) freundeskreis kauf kein technischen gerät mehr, ohne dort die preise zu vergleichen. wichtig ist zugegeben neben dem preis aber auch der ruf des händlers.

Exon (Gast) - 13. Apr, 08:33

Dringend

werden derzeit in der Schweiz 800 Uhrmacherlehrlinge gesucht, es gibt sowas wie öffentliche Aufrufe sich in den Dienst der Uhrmacher-Nation zu stellen. Uhrmacher! Mechanisch! Eine Branche, die wenigen Jahren dem Ansturm aus dem fernen Osten glaubte nichts mehr entgegensetzen zu können, boomt derart, dass die dieser Tage laufende Basel 2007, die größte Uhrenmesse der Welt, aus allen Nähten platzt.
Jeder, der sich ein wenig für korrekte Uhren interessiert, weiss warum: Dutzende Web-Seiten versammeln Uhrenfreunde, Uhrensammler, Uhrenkenner rund um den Globus in intensivsten Debatten über immer feinsinniger werdenden Ausdifferenzierungen der Gattung wertvolle mechanische Uhr. Selbstverständlich wird auch gehandelt, getauscht, ersteigert, aber gleichzeitig und vielleicht hauptsächlich wird informiert. Das Durchschnittsalter der neuen Interessenten-Klasse scheint Ende 20, Mitte 30 zu sein. Die erste Uhr, die die in ihrem Leben geschenkt bekommen haben, war keine goldene Omega vom Opa, sondern eine Seiko-Digitaluhr.
Das Web, google und eBay und ein paar Enthusiasten-Foren haben eine traditionsreiche Uralt-Industrie nicht nur gerettet, sondern auf einen nie für möglich gehaltenen Zenith getrieben.
Und es sind die neureichen Chinesen und Inder und Koreaner und Russen hauptsächlich, die der Schweizer Uhren-Branche, voll von kleinen, zum Teil winzigen Manufakturen, ihre Produkte aus der Hand reissen.
Chorherr darf ruhig bei seiner These bleiben: Das Web nutzt wirtschaftlich allen, aber den KmU-Europäern potenziell am meisten.

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