Videoblog
Energiepolitik nach Fukushima
Meine Rede in unserer Aktuellen...
Meine Rede in unserer Aktuellen...
...wilde Vögel fliegen
Meine Rede auf der Landesversammlung:
Meine Rede auf der Landesversammlung:
Im Gespräch mit Rudi Anschober
Im September wählt Oberösterreich. Dass...
Im September wählt Oberösterreich. Dass...
meine Vision einer Radverkehrspolitik in Wien
aktuelle Stunde, von uns eingebracht...
aktuelle Stunde, von uns eingebracht...
Bikecity am Wasser.Ein Video
EDIT: der ORF-Bericht aus Wien...
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Andersrum
Dass wir jetzt keine Hauptschulen dieses alten Typs mehr zwingend brauchen, liegt daran, dass wir eine Wissens-und Informationsgesellschaft sind bzw. werden, deren zentrale Berufstypen definitiv keine Facharbeiter mehr sind. Das wirtschaftliche und damit soziale Paradigma hat sich verschoben. Die Hauptschule ist funktionslos geworden.
Das - wie auch immer definierte - Gymnasium nicht: im Gegenteil, sein altes humboldtsches Ideal von der möglichst breiten Allgemeinbildung ist aktueller denn je. Da es nur mehr eine Sicherheit in der Arbeitswirklichkeit, im Produktionsalltag gibt, nämlich die, dass nichts fix und nichts sicher, sondern permanent Veränderungen ausgesetzt ist, kann es keine "speziellere" Grund-Ausbildung geben als die allerallgemeinste Allgemeinbildung. Alles andere muss, mehrmals im Leben, die Fort-und Weiterbildung innerhalb der Wirtschaft besorgen.
Bezeichenderweise kommen die beiden Gründer der höchstbewerteten Company der Welt (google) von der geisteswissenschaftlichen Logik und Mathematik - jeder unserer HTL-Schüler kann besser programmieren als die beiden, dermaßen "un-technisch" sind Gründer und Inhaber des wertvollsten Technologie-Giganten der Welt. Nicht nur die Hauptschule, auch das Realgymnasium hat mittelfristig ausgedient. Eine "Gesamtschule" muss es deshalb geben, weil wir gesamthaftes, ganzheitliches Wissen, vor allem aber Denkenkönnen als einzige Voraussetzung für künftiges konkurrenzfähiges Agieren in einer globalen Wissensgesellschaft festmachen können. Alles andere wird sich im Laufe der Entwicklung herausstellen.
Die neue Diskussion rund um die Gesamtschule ist eine Travestie auf eine seriöse Bildungs=Zukunftsdiskussion unserer Gesellschaft. Es werden die klassengesellschaftlichen Phantome der Zwischen-und Nachkriegszeit beschworen und vermeintlich gebannt. Statt sich die Frage zu stellen, wie das Land und besonders Wien wieder anknüfen können, wo vor nicht einmal sechzig Jahren der Faden gerissen ist: Eines der Zentren des Weltwissens zu sein, um von Geist vorsichtshalber nicht zu reden.
Gymnasium für alle
Wie man es dreht und wendet, kein Gesamtschulbefürworter kann mir schlüssig erklären, wie diese magische "Zusammenführung" zweier unterschiedlicher Schultypen funktionieren soll. Wenn das Schlüsselprinzip Kleinstgruppenunterricht lautet (und das ist es in Wahrheit, vgl. Finnland), dann braucht man nicht viel umgestalten und reformieren. Es würde reichen, (viel) mehr Klassenräume und Lehrer bereitzustellen!