Videoblog
Energiepolitik nach Fukushima
Meine Rede in unserer Aktuellen...
Meine Rede in unserer Aktuellen...
...wilde Vögel fliegen
Meine Rede auf der Landesversammlung:
Meine Rede auf der Landesversammlung:
Im Gespräch mit Rudi Anschober
Im September wählt Oberösterreich. Dass...
Im September wählt Oberösterreich. Dass...
meine Vision einer Radverkehrspolitik in Wien
aktuelle Stunde, von uns eingebracht...
aktuelle Stunde, von uns eingebracht...
Bikecity am Wasser.Ein Video
EDIT: der ORF-Bericht aus Wien...
EDIT: der ORF-Bericht aus Wien...





























Rothneusiedl vs. Aspern
Auch die Weigerung CCs, den Bedarf an schnellen, hochrangigen Verkehrsmitteln einzusehen, verwundert mich etwas. Die Straßenbahn von Stammersdorf nach Floridsdorf (U6, S-Bahn) fährt ca. 20 Min., die Reisezeit eines fiktiven Studenten aus Stammersdorf an die Hauptuni beträgt rund 1 Stunde!! (s. vor.at)
Der öffentliche Verkehr in Wien ist nach wie vor keine Alternative für Auto(ein)pendler.
Übrigens braucht man wenn man nur Straßenbahnen verwendet (31er und 2er) auch nur 50 Minuten, soviel bringt die U-Bahn nicht. Machbar wären vllt 35 Minuten, aber auch nur für die Minderheit die dann zufällig genau bei einer Station wohnt.
Übrigens, ein kleiner Schritt fast ohne Kosten wäre auch die Verlängerung vom 31er zum Schottentor (würde 43 Minuten Stammersdorf-Schottentor machen, allerdings bequem ohne Umsteigezwang).
Genau das wäre gefragt, 100 kleine Verlängerungen oder Verdichtungen oder auch nur Abstimmungen bei Bim und S-Bahn statt 1 oder 2 beliebige U-Bahn Verlängerungen.
Nicht ganz richtig
Wenn nun die Strecke Stammersdorf - Floridsdorf nicht mit der Bimmel-Bim (17' Fahrtzeit nach Fahrplan + Wartezeit + ev. Verzögerungen = ca. 20') sondern mit einer verlängerten U6 bedient wird, wäre der Gesamtreisezeitgewinn wohl rund 15 Minuten. Warum? Fahrzeit U6 sowieso schneller, keine Behinderungen durch Straßenverkehr, kein Umsteigen (inkl. Wegzeit + neuer Wartezeit)!
Und 15 Min. machen was aus! Und so eine Rechnung könnte wohl für alle Stadtrandgebiete angestellt werden, die nicht zufällig an einer U-Bahn liegen. => Ergo: für mich völlig unverständlich, wie man sich als (Grüner) Verkehrspolitiker gegen U-Bahnverlängerungen an die Stadtränder aussprechen kann. Zumindest dorthin, wo schon seit jeher Siedlungsgebiet ist und nicht erst auf der grünen Wiese hochgezogen werden soll...
31er: 17 Minuten Fahrzeit bis Floridsdorf
fiktive U6: selbe Distanz wie U1 Alte Donau – Leopoldau, macht 9 Minuten
Fahrzeitersparnis sind somit 8 Minuten. Ja, man würde sich einmal umsteigen sparen aber dafür hätte man längere Zugangswege und Stationsabstände in Stammersdorf. Zufällig bei einer Bim Station wohnt nicht jeder, zufällig bei einer UBahn Station noch weniger, und selbst dann sind die Zugangswege länger. Das gleicht sich in Summe ziemlich genau aus.
Macht eben 8 Minuten Gewinn, aber nur wenn man überhaupt mit der U6 weiter fahren will, will man auf die Schnellbahn umsteigen oder nur im Bezirk fahren schrumpft der Zeitgewinn weiter.
Den 31er könnte man fast beliebig beschleunigen (im Extremfall, mit doppelten Stationsabständen in etwa einer U-Bahn entsprechend kann man in so einer Gegend sowieso annähernd U-Bahn Tempo erreichen), 2-3 Minuten wären aber absolut kein Problem. Wären wir unten auf 5 Minuten.
Was ich viel eher als Problem sehe:
warum fahren U-Bahnen auch in Randlagen (außer U6 Süd) bis Betriebsschluss alle 7,5 Minuten, Straßenbahnen (mit geringer Kapazität/Kosten) aber nur alle 15 Minuten?
Warum können Straßenbahnen außerhalb der Stoßzeit nicht auf die jeweilige U-Bahn Linie abgestimmt werden? Egal ob 31er oder 71er, das Problem ist nicht die Fahrzeit, sondern wenn man am Abend heim fährt und die tolle Anzeigetafel zeigt die verdammten „14 Minuten“ zum nächsten Zug an. Genau deshalb stellen sich in Simmering (und in Floridsdorf wird es ähnlich ablaufen) Leute die am Abend etwas im Zentrum erledigen mit dem Auto zur U-Bahn Endstation und fahren nicht ganz öffentlich.
Eine U-Bahn braucht einfach mehr Fahrgäste als der Stadtrand bieten kann, egal auf welche Seite. Ich würde eben lieber in 5 Vororten eine relevante Beschleunigung und Verbesserung per Bim umsetzen als eine Prestigeubahn und die anderen 4 vergessen.
Die oft angestellten Rechnungen von wegen 800 Leute pro U-Bahn Zug sind natürlich überzogen, niemand kann erwarten dass jede U-Bahn bis zum Betriebsschluss und bis zur Endstation gestopft voll ist. Aber zumindest 100 Leute pro Zug (oder eben 800 pro Stunde) braucht es auch in der absolut toten Zeit damit es ein wenig Sinn macht. In der Stoßzeit ist die absolute Untergrenze irgendwo nahe den 5000 Personen pro Stunde.
Jedenfalls, wirklich kurze Fahrzeiten ins Zentrum aus den Vororten liefert die S-Bahn, die wird aber leider vernachlässigt. Zur Erschließung der Fläche funktioniert die Bim, auch die wird vernachlässigt. Die U-Bahn ist auf lange Strecken gar nicht so schnell wie man denkt, sie kostet extrem viel, funktioniert nur mit einer Frequenz die dann wirtschaftlich nicht sinnvoll ist.
Ich finde man darf auch als Grüner die U-Bahn kritisch betrachten, dann nämlich wenn man effizientere öffentliche Alternativen bieten kann. Klar kann man nur U-Bahnen medienwirksam eröffnen (und vllt noch Autobahnen) und leider wird auch nur die U-Bahn massiv durch Bundesgelder unterstützt und ist daher aus Wiener Sicht (auch Arbeitsmarktpolitisch) attraktiv. Aber im Endeffekt kein Allheilmittel.
OK, Kostenfaktor
Eine U-Bahn zieht eben, genauso wie eine neue Fahrspur auf der Tangente, neuen (Personen)Verkehr an. Autopendler müssen irgendwie motiviert werden umzusteigen - zugleich muss natürlich Autofahren unattraktiver werden.
Aber, zurück zur Straßenbahn. Viele Linien sind seit 100 Jahren unverändert. Und genauso unverändert scheint das Intervall. Ja, warum fahren die Straßenbahnen untertags (ähnlich Busse) nur in Intervallen von 8 - 15 Minuten? Die Wartezeit muss meist im Freien oder zugigen Häuschen verbracht werden, bei jedem kleinsten Wetterumschwung trällert uns die Durchsagestimme schon wieder die beliebte Meldung von den "witterungsbedingten Intevallverzögerungen" in die Ohren... Nicht zu vergessen sind die Personalkosten, obwohl ich nicht weiß, wie hoch der Anteil an den Betriebskosten ist. Ein Straßenbahner kann wesentlich weniger Menschen führen als ein U-Bahnfahrer, wobei U-Bahnen theoretisch ja sogar ohne Fahrer gesteuert werden können.
Wenn es der Politik ernst ist, die Menschen weg vom Auto zu bekommen, dann müssen auch andere Faktoren als rein ökonomische betrachtet werden. Auch eine verlustbringende U-Bahn, S-Bahn oder Straßenbahn im 3-Minuten-Intervall bringt eben ein Mehr an Lebensqualität. Wo ist die Zeit, als Kinder noch ohne Lebensgefahr in der Nähe (oder gar auf) einer Straße spielen/Rad fahren konnten.......