Videoblog
Energiepolitik nach Fukushima
Meine Rede in unserer Aktuellen...
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...wilde Vögel fliegen
Meine Rede auf der Landesversammlung:
Meine Rede auf der Landesversammlung:
Im Gespräch mit Rudi Anschober
Im September wählt Oberösterreich. Dass...
Im September wählt Oberösterreich. Dass...
meine Vision einer Radverkehrspolitik in Wien
aktuelle Stunde, von uns eingebracht...
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Bikecity am Wasser.Ein Video
EDIT: der ORF-Bericht aus Wien...
EDIT: der ORF-Bericht aus Wien...





























Ein Kampf gegen Werbung...
Ich halte die Toleranz gegenüber Werbung und sicher öfter mal auch "überbordender" Werbung eigentlich für einen ganz brauchbaren Indikator dafür, wie mans in den Tiefen der eigenen Psyche mit der Marktwirtschaft und allen politisch damit aufs engste verflochtenen Formen der Freiheit hält (zB freie Meinungsäusserung, Erwerbsfreiheit, um das nur anzureissen...)
Wem diese Dinge sehr wichtig sind, der nimmt Werbung nicht in erster Linie als "Terror" wahr, sondern als lebendigen Ausdruck einer von Vielfalt profitierenden Gesellschaft - und auch als auf Gegenseitigkeit beruhendes Geschäft der Gemeinschaft mit den Privaten. Wenn die Wiener Linien ihre Flächen verkaufen, kann mein U-Bahn-Ticket eben auch günstiger bleiben.
Wenn im Kopf allerdings der nicht vollständig überwundene katholische Antikapitalismus dominiert, dann wird Werbung natürlich sehr schnell zum Terror: Schon wieder jemand der aus "blosser Profitgier" seine Leistungen am Markt bepreisen und verkaufen(!) möchte - das kirchliche Zinsverbot haben wir zwar fallengelassen, die jahrhundertelang eingeübten Emotionen jedoch nicht.
Wir - die Österreicher - wollen der Welt also lehren, dass eine Europameisterschaft auch im Ambiente Ostberlins Mitte der 80er Jahre stattfinden kann. Wir begrüssen die Veranstaltung mit der Ansage, dass wir auf jede mit ihr verbundene Umwegrentabilität eigentlich gerne verzichten - wir ham eh genug Kohle und wollen doch nur unsere Ruh.
Verbleibt ja eigentlich nur die Hoffnung, dass man den Kampf gegen die Werbung dann auch bis zum nächsten Wahlkampf nicht vergisst: Jene schöne Zeit, in der alle demokratisch vereinbarten Werbebeschränkungen zugunsten jener Politik fallen, die sich selbst nicht an an das halten will, was sie den Stadtbewohnern auferlegt. So gesehen: Ja, liebe Grüne: Bitte befreit uns doch von Ergüssen wie "Daham statt Islam" - und wir verzichten dann dafür auch gerne auf Eure nächste Weichspülerkampagne...
Aber halt - stop - retour - da hat mir wohl meine katholische Erziehung wieder ein Schnippchen geschlagen... also nochmal ganz von vorn: Bitte liebe Grüne, terrorisiert mich doch unbedingt weiter. Denn jedes Mal wenn ich mich von Euren Werbebotschaften - wie zB der oben dargestellten - genervt fühle werde ich irgendwie auch daran erinnert, dass Eure Freiheit mich zu nerven auch meine Freiheit bedeutet, Euch zu nerven.
So viel dazu.