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Schon wieder Schlusslicht

Ein Wettbewerb der neun Bundesländer.
Wo wird am meisten, wo am wenigsten Rad gefahren.
The winner is: Vorarlberg (mit Riesenvorsprung)
und einmal mehr ist Wien Schlusslicht.

FahrradBalkenExcel
(Quelle: VCÖ)

schon wieder?
auch bei der Solarenergie siehts genauso aus
Thomas (anonym) - 25. Apr, 12:03

Wie heissts so schön:

Glaube nur die Statistik, die Du selbst gefälscht hast...

Die Statistik ist schön, sagt nur leider genau überhaupt nichts aus. Man kann die Zahlen Vorarlberg - Wien doch bitte nichtmal ansatzweise vergleichen.

Der durchschnittliche Weg bis zum nächsten Lebensmittelmarkt ist vermutlich in allen Bundesländern höher als in Wien, vermutlich ist das Netz an öffentlichen Verkehrsmittel in Wien wesentlich höher als den anderen Bundesländern.
Die Wege, die in Vbg mit dem Fahrrad erledigt werden, werden in Wien vielleicht zu Fuß oder mit der Bim zurückgelegt. Wenn ich 2 km am Land zum Billa fahren muß, mach ich das vielleicht mit dem Rad, während ich in Wien zu Fuß ums Eck geh.

Vergleichen kann man doch nur vergleichbares, und das wäre z.B Wien mit Graz, Linz, Salzburg, München, Berlin...

Was anderes ist bei der Solarenergie, da wäre natürlich Handlungsbedarf...

maschi - 25. Apr, 12:20

noja

auch bei der solarenergie kann man wohl nur städte mit städten sinnvoll vergleichen. die dachfläche pro einwohner ist in einer stadt halt von vornherein kleiner als auf dem land - und die realisierbarkeit von kleinen projekten ist in der stadt auch viel schwieriger als am von einzelhäusern dominierten land... was aber nicht heisst, dass man in wien nichts verbessern kann - man kann jede menge und darauf will cc wohl auch hinaus. übers mietrecht zb und seine auch in diesem kontext wahrhaft "segensreiche" wirkung liesse sich einiges machen - eine vorfinanzierung von langfristig kostensenkenden projekten durch den vermieter bedürfte nämlich sowas wie einer "vertragsfreiheit" zwischen vermieter und mieter...

aber wenn ich sowas sage, weiss ich auch, was maximal kommen wird: irgendwelche ausnahmeregelungen für ganz bestimmte massnahmen, noch mehr kontrolle, noch mehr gesetzesflut und noch mehr experten, die sich selbst nicht mehr auskennen. ein graus...
dieter (anonym) - 26. Apr, 11:01

Ich möchte die Einwände der andern noch erweitern.

Die Statistik ergäbe nur einen Sinn, wenn man sie den Autokilometern und dem Benzinverbrauch gegenüberstellt.

Ich würde vermuten, dass die Wiener überall statistische "Schlusslichter" sind. Radfahrkilometer/Autokilometer wären wirklich interessant.

Es geht uns ja schließlich nicht um eine Maximierung der Radfahrkilometer, sondern um eine Erhöhung des Anteils von Radfahrern+Fußgängern.

coyote (anonym) - 28. Apr, 16:34

Und wen wundert es ?

Jegliche "Radverkehrsmaßnahme" in Wien ist in erster Linie eine Einschränkung, Schikane, eine Gefährdung im Namen der Sicherheit, eine Erniedrigung, ein Kniefall vor dem Automobil.

"Radweg" heisst Zwang zum Verzicht:
Verzicht auf ausreichenden Platz, auf angemessene Geschwindigkeit, Verzicht auf Sicherheitsabstand, Verzicht auf Vorrang (benachrangte Radwegquerung neben Zebrastreifen - wo Anhaltepflicht herrscht).

Unlängst wurde eine "Radweglücke" geschlossen: Maria-Theresien-Straße !
Vorher: 3 Fahrspuren
Jetzt: 3 Fahrspuren + 1 für RadlerInnen benützungspflichtiger Mehrzwangstreifen (ca. 1.5m).

Preisfrage: Hat der Radverkehr jetzt mehr Platz als vorher ?

Die Stadt Wien hat jedenfalls mehr "Radwegkilometer" als vorher.

Wir brauchen ein Lügenschlußprogramm

coyote (anonym) - 29. Apr, 12:20

Beispiel Getreidemarkt

Hier kann man wunderschön betrachten, wie in Wien der Radverkehr marginalisiert wird:
Ein schmaler Streifen am rechten Rand einer 3-spurigen Autopiste, wo Geschwindigkeiten von 70 und mehr km/h die Regel sind.
Ein schmaler Streifen im Bereich der Kanaldeckel (immerhin keine geparkten Autos, die Auffahrtsrampen, die hineingeragt hatten, sind auch schon weg).

Man muss beobachten, wie die RadlerInnen dort im Freilauf hinunter rollen, weil sie sich nicht zu treten trauen (wegen der Wankausschläge), fast mit angehaltenem Atem, während in 20cm Abstand Busse, fette SUVs, LKWs an ihnen vorbei donnern.
Und je langsamer man fährt, von umso mehr Fahrzeugen wird man passiert (man beachte die Doppelsinnigkeit von "Passieren")...

Früher hat man sich einfach eine Fahrspur geschnappt und getreten, was das Zeug hält, musste keine Angst haben, von Rechtsabbiegern (Gumpendorferstr.) oder Einbiegern (Lehargasse) abgeschossen zu werden.
coyote (anonym) - 11. Mai, 23:29

Was bewirkte die "Radfalle" eigentlich ?

Die "Radfalle" wurde technisch aufgemöbelt, OK.

CC beansprucht darin:
"Wir wollen das Wiener Radverkehrsnetz verbessern. Da du am Meisten drüber weißt, fragen wir dich zuerst. Die Punkte mit den meisten Kommentaren, die Top 10, werden wir zuerst angehen. Du sagst uns, was Priorität hat und wir tragen deine Punkte dann auf Landes- und Bezirksebene an die zuständigen Stellen heran."

Ich hingegen frage mich: "Was davon ist wahr ?"
Oder: "Welchen Sinn hat es - im Sinne des Zuführens eines Problems zu einer Lösung (sofern dies in Wien überhaupt zu erwarten ist) - wenn ich ein Problem der Radfalle melde, anstatt ein geharnischtes Mail an Bürgerdienst und bla@m46.magwien.gv.at zu senden (dort bekomme ich wenigstens eine Antwort) ?"

Wie sieht die Bilanz der Radfalle aus ? Wie sehr haben die Grünen tatsächlich die eingemeldeten Punkte aufgegriffen und weiter verfolgt (ich habe da noch aus Zeiten der "Rad+Fuß - Hotline sehr ernüchternde Erinnerungen an die Problemlösungskompetenz bzw. überhaupt erst einmal -Willigkeit der grünen BezirksfunktionärInnen) ?
Welche Erfolge hat es tatsächlich gegeben (mir fällt das RgE in der Barichgasse dazu ein) ?

coyote (anonym) - 11. Mai, 23:49

Ups, sollte "Barmherzigengasse" heissen

coyote (anonym) - 18. Mai, 08:59

Radler Faymann...

Hab gestern bei der Cooperative Fahrrad ein bekanntes Gesicht in etwas anderem Rahmen (bzw. Gewand) gesehen:
Unseren Verkehrsminister !

Fährt angeblich mit dem Rad in die Arbeit (und kleidet sich dort um) !

Wie heisst es: "Tue Gutes - und rede darüber!"

PS: Vielleicht könnte man bei Radler Faymann ein offenes Ohr für eine Verbesserung der Fahrradmitnahme bei der ÖBB vorfinden !
In den Railjet - Zügen sind Räder ja ausgeschlossen, und die alten ICs werden durch sie ersetzt (Wehinger war gegenüber der Fahrradmitnahme in "Qualitätszügen" generell ablehnend eingestellt - obwohl es im TGV möglich ist)...


Mail an
Christoph Chorherr

Versuche jedenfalls Mails selbst zu beantworten.

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