back_top
dieter (Gast) - 10. Jun, 11:04

Die Wähler der gegnerischen Parteien als ahnungslose Verblendete darzustellen hat ja Tradition:
ÖVP vs. Sozis: Können nicht wirtschaften, laufen sozialistischen Blendern und Versprechungen nach.
Sozis vs. ÖVP: Verbohrte Konservative, die von Industriellenvereinigung und Besserverdienern verblendet gegen ihre Interessen wählen.
Für die jüngeren Semester ab 1960:
Grün vs. FPÖ ist bekannt, muss ich nicht näher ausführen
Auch die FPÖ-Wähler halten Grüne häufig für naiv und weltfremd: Stichwort Gutmenschen, Bobos usw.
Dinkhauser konnte möglicherweise auch deshalb gewinnen, weil er sich aus diesem Lagerhickhack heraushält und alle Menschen als vernunftbegabt auffasst und auf sie zugeht. (Außer auf die Bauern LOL)

Ressentiments und Bauchgefühle findet man auch bei den Grünen: Gegen Gentech, Atom, industrielle Landwirtschaft, selten aufgrund von objektiven Überlegungen zu Umweltbilanz, Nachhaltigkeit, Abwägung geringerer Übel in einer komplexen Welt, sondern aus gefühlsmäßigem Prinzip. Aber in der Hinsicht sind Krone und FPÖ auch voll auf grüner Linie.

Schuld bei der Politik: Nicht bezogen auf individuelle Politiker, aber Gehaltsunterschiede Frauen/Männer, CO2 usw. werden irgendwie "der Politik" oder "der Industrie" vorgeworfen. (Bei den 68ern war es noch "das System") Eigenverantwortung und persönliches Verhalten haben daran aber den größten Anteil, es ist aber unangenehm, das anzusprechen. 3L-Auto gab es ja, wollte nur keiner.

@sg:
Die Grünen gelten sowieso als Autogegner, da brauchen sie sich nicht zurückzuhalten, wie sie es leider für mein Gefühl in der Pendlerdebatte gemacht haben. In der Frage steht die Realität wegen Peak-Öl mittelfristig auf unserer Seite. Da könnten sich die Grünen als Visionäre und Realisten darstellen und langfristig von ihrer Voraussicht und Vernunft profitieren. Der Pendler ist ein Auslaufmodell. Umverteilung der Pendlerpauschale zu Geringverdienern bringt der Umwelt unterm Strich nichts und bugsiert arme Pendler weiter in eine wirtschaftliche Sackgasse.
Das Ende des Öl-Zeitalters wird in die Geschichtsbücher eingehen. Da muss mitgestaltet werden.

Und da gäbe es vieles, was die Politik machen kann, um die zukünftige notwendige Verdichtung zu forcieren. Öffis, klar, aber auch Verbot von Einkaufszentren auf dem Felde und Parkplatzlandschaften, Verpflichtung zu mehrstöckiger Bauweise und vieles mehr, worüber cc hier ja häufig schreibt.

Echt enttäuscht haben mich die Grünen in der Volksabstimmungsdebatte. Das war Regierungspolitik von der Oppositionsbank. Wann ist eigentlich die EU bei den Grünen zur heiligen Kuh geworden, der man die Basisdemokratie zu opfern hat? Ich kann mich erinnern, dass die Grünen damals vehement gegen den EWR-Beitritt waren. Wenn, dann wird EU-Politik nur über die Regierung kritisiert. Der wird die Schuld zugewiesen, wenn die Kommission und der Ministerrat beispielsweise beim Transit über Österreich drüberfahren. Als ob ein grüner Minister da was ausrichten könnte.

Name

Url

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:


JCaptcha - du musst dieses Bild lesen können, um das Formular abschicken zu können
Neues Bild

 

Mail an
Christoph Chorherr

Versuche jedenfalls Mails selbst zu beantworten.

Christoph Chorherr auf Twitter Christoph Chorherr auf Facebook

Meine Tweets

    Aktuelle Beiträge

    Wer kompetent ist...
    hälts doch in der Politik nicht aus. Sabine Gretner...
    Wolfgang (Gast) - 15. Feb, 11:48
    Frage: Warum nur langweilen...
    Frage: Warum nur langweilen mich politische Diskussionen...
    Almi66 (Gast) - 14. Feb, 14:19
    PP.S.:
    Dille ist zwar grün, hat aber nix mit Dilettanten...
    Franz Stefan (Gast) - 13. Feb, 13:06
    P.S.:
    im gestrigen Kurier gab es zu dem Thema eine exakt...
    Franz Stefan (Gast) - 13. Feb, 13:02
    Gibts andere Fragen/Antworten...
    Sehr geschätzter Herr Chorherr, nicht nur Ihre...
    Franz Stefan (Gast) - 13. Feb, 12:48
    öffentlichkeit braucht...
    mit sicherheit schafft social media eine neue, erweiterte...
    tripolt (Gast) - 13. Feb, 10:48
    zur Untermauerung meines...
    zur Untermauerung meines obigen Postings: http://derstanda rd.at/1328507527175/Sparpa ket-Parteiaustritt-als-ueb erfaellige-Reaktion-auf-di e-Politik-der-Faymann-SPOe
    heinz (Gast) - 13. Feb, 08:06
    Kompetenz de Umfeldes
    Politiker sollten eigentlich die Kompetenz haben, ihr...
    heinz (Gast) - 13. Feb, 06:08
    Najo, wenn eine Innenministerin...
    Najo, wenn eine Innenministerin ohne weiters Finanzerin...
    schippre (Gast) - 13. Feb, 03:17
    Einfache Antwort
    Geh bitte, glaubst du das wirklich, oder willst du...
    naahhh (Gast) - 12. Feb, 22:58
    warum schaffen es nichtmal...
    warum schaffen es nichtmal die Grünen,obwohl in...
    michael gunczy (Gast) - 12. Feb, 15:30
    Anmerkungen zu Thurnher
    Armin Thurnher, Herausgeber des Falter Armin Thurnher...
    cc - 12. Feb, 09:36

    User Status

    Du bist nicht angemeldet.

    Feeds