Videoblog
Energiepolitik nach Fukushima
Meine Rede in unserer Aktuellen...
Meine Rede in unserer Aktuellen...
...wilde Vögel fliegen
Meine Rede auf der Landesversammlung:
Meine Rede auf der Landesversammlung:
Im Gespräch mit Rudi Anschober
Im September wählt Oberösterreich. Dass...
Im September wählt Oberösterreich. Dass...
meine Vision einer Radverkehrspolitik in Wien
aktuelle Stunde, von uns eingebracht...
aktuelle Stunde, von uns eingebracht...
Bikecity am Wasser.Ein Video
EDIT: der ORF-Bericht aus Wien...
EDIT: der ORF-Bericht aus Wien...





























1. Furchtbar hässlich, wie alles, was in letzter Zeit gebaut wurde. Die Fenster jedes Stockwerks sind auch noch mutwillig gegenüber einander versetzt. Kein Wunder, dass die Leute aus der Stadt flüchten, um einem Augenkrebs vorzubeugen. Man beachte, dass viel EF-Haus-Besitzer viel Zeit damit verbringen ihr Haus und ihren Garten zu behübschen. Das geschieht mit unterschiedlichem Erfolg, aber das Bedürfnis nach Ästhetik ist da.
Kein Wunder, dass die Fassade mit einer pflanzlichen Häuserburka überwuchern soll.
2. Sind diese exponierten Loggien nicht ein Problem bezüglich der Wärmeisolierung?
3. Die Wohnräume dürften dem Format der Fenster nach zu urteilen klaustrophobieinduzierend niedrig sein. Noch ein Fluchtmotiv.
4. Die eitle Nachbarschaftsidylle im Gemeinschaftsbereich wird nicht entstehen. Das wurde schon x-mal probiert. Es wird Streit und Misstrauen geben. Irgendwer wird von den Erdbeeren in einem Gemüsebeet naschen bzw. seine Bierflaschen nach einer Feier nicht wegräumen.
Eine Alternative zur Zersiedelung sollte doch eher Stadtplanung sein. Es braucht Schrebergärten in der Nähe, einen Park und zum Feiern geht man ins Wirtshaus, Straßen und Alleen in denen man sich aufhalten will.
Hier wird wohl mal wieder versucht, fehlende Stadtplanung dadurch zu kompensieren, eine eierlegende Wollmilchsau hinzustellen.
@dieter
Und Bekanntermassen sind die Geschmäcker ziemlich verschieden.
Nur zur Erinnerung.
Eines der "hässlichsten" Häuser seiner Zeit, das enorm viel Protest hervorgerufen hat, war das Looshau (http://de.wikipedia.org/wiki/Looshaus)
Heute unter Denkmalschutz und am michaelerplatz nicht mehr wegzudenken.
Mir gehts bei diesem Projekt aber ganz bewusst nicht um hässlich oder schön, sondern um Lebensqualität.
Da möchte ich Dir heftig widersprechen:
Bes. von deinem merkwürdigen Begriff der "eitlen Nachbarschaftsidylle".
In der autofreien Siedlung, über die ich hier schon öfter geschrieben haben, funktionieren diese Dachgärten hervorragend, und sind ein Hauptgrund, dass dort sehr viele Menschen hinziehen wollen.
Dort gibts nicht primär Streit & Misstrauen, sondern so ziemlich das Gegenteil.
V.a. von Eltern und Kindern sehr geschätzt.
Die Räume sind nicht "klaustrophobie-induzierend" niedrig, sie haben jene Höhe, wie sie überall im sozialen Wohnbau Standard sind.
Wie wärs, sich das einmal anzusehen, damit man sich ein qualifiziertes Urteil bilden kann. Wien 10, Buchengasse, mit der Linie 65 in wenigen Minuten vom Zentrum.
2. Der reflexartige und gängige Verweis auf Gebäude, die später akzeptiert wurden, erinnert an den von Quacksalbern und Pseudowissenschaftlern, die daran erinnern, dass Einstein anfangs von vielen nicht ernst genommen wurde. Die Geschichte zeigt aber, dass meisten Quacksalber keine Einsteins sind und dass die meisten hässlichen Gebäude, die derartig verteidigt werden müssen, hässlich bleiben.
3. Der Hinweis auf die Subjektivität wird meistens nur dazu benutzt denen zu entgegnen, die das Prädikat "hässlich" nutzen, das einige wohl am liebsten aus dem Wortschaft verbannt haben wollen. Hässlich ist jedenfalls meine Einschätzung und ich habe das dumpfe Gefühl, dass ich bei einer Meinungsumfrage in der Mehrheit wäre. Viele Menschen stimmen auf Basis ihrer Einstimmung mit den Füßen ab und ziehen in den Speckgürtel oder in renovierte Altbauten. Der Hinweis auf Subjektivität ist zum Persilschein dafür geworden, sich mit dem populären Schönheitsempfinden nicht mehr befassen zu müssen.
4. Wie hoch ist denn nun die Mindesthöhe im sozialen Wohnbau? Ein gängiger Einwand der Speckgürtelbewohner ist, dass sie nicht in Schachteln hausen wollen. Dieses Haus sieht von außen schachtelig aus, also liegt die Vermutung nahe, dass es drinnen nicht anders ist.
5. Pilotprojekte aller Art haben eines gemeinsam. Sie funktionieren fast immer, weil sie engagierte Gleichgesinnte anziehen. Eine autofreie Siedlung wäre schon für Eva 170PS Glawischnig oder Alfisti Van der Bellen inakzeptabel, ist also nur was für echte Ökos. Wir wissen aus der Soziologie, dass Menschen, die sich gleichen (Alter, Werte, politische Überzeugungen, Schicht, ethnischer Hintergrund) automatisch zusammenhalten, sich gegenseitig vertrauen und respektieren, altruistisch und fürsorglich handeln. So äußern sich die positiven Aspekte der menschlichen Stammesmentalität Zielgruppenorientierte Angebote sind sicher sinnvoll. Es gibt aber viele Gruppen in unserer Gesellschaft.
6. Dachgärten finde ich auch gut, nur so wie das auf den Bildern aussieht, sind die Beete nicht räumlich vom Gemeinschaftsbereich getrennt. Nach dem dritten Bier fallen die Hemmungen und auch der Respekt vor territorialen Grenzen. Gibt es auf dem Dach sanitäre Einrichtungen?
wir interpretieren unsere umwelt nicht mit dem "animalischen Gehirn" sondern aus unserer Erinnerung an die Gewohnheit.
ad 2: das selbe wie zu 1.
Die Gebäude die damals als hässlich bezeichnet wurden, sind nun nicht mehr hässlich, weil sie einem vetrauten Stadtbild entstammen,und die auseinandersetzung mit neuen um einiges mehr verlangt, als sich bequem nur dem schwarz-weiss motiv hinzugeben.
ad 4. Die Mindesthöhen sind in der Bauordnung festgelegt, sozialer Wohnbau zeichnet sich damit aus, leistbar zu sein, und das ist mit den heutigen Baukosten nicht mehr einfach zu erreichen, vorallem weil die Baunormen immer strenger werden, und somit auch sehr hohe Kosten verursachen.
Dadurch muss überall eingespart werden, und Reduzieren von Höhe ist einfach ein Kostenfaktor.
Ob ein Haus hässlich ist oder nicht, hängt meiner Meinung nicht von der Fassade ab, sondern von gut funktionierenden Grundrissen, die Fassade ist dann meistens die folge dieser Grundrisse.
4. Dass der soziale Wohnbau kostenminimierend betrieben wird, sieht man. Die Zielgruppe kann es sich nicht aussuchen. Es ist irgendwie ironisch, dass die Bauherren der turbokapitalistischen Gründerzeit so viel Liebe zum Detail und Ästhetik bewiesen, während der soziale Wohnbau häufig mit der blinden Effizienz einer Hühnerfabrik betrieben wird. (es gibt Ausnahmen)
Für die Idee, dass die Fassade dem Grundriss folgen solle, scheint das obige Haus wohl ein gutes Beispiel zu sein. Anders lässt sich für mich die unregelmäßige und planlos erscheinende Platzierung der Fenster nicht erklären.