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dieter (Gast) - 25. Sep, 16:03

Zu wenig grün als Argument gegen die Grünen? Sicher ist das Umweltthema in den Hintergrund geraten, obwohl das Thema von den Spitzenkandidaten jetzt im Wahlkampf doch wieder merklich angesprochen wurde. Leider setzte VdB in den TV-Konfrontationen fast nur auf die gutmenschlich-altruistische Klima-Argumentation und nicht auch auf die nationalökonomische Frage der Erdölverknappung. Beide Problematiken erfordern letztlich die gleichen Maßnahmen.
Begeisterung, wie bei Christoph Chorherr, sieht man allerdings nicht.

Aber man kann darauf vertrauen, dass sich die Grünen für Umweltpolitik einsetzen. Niemand ist grüner als die Grünen. Das kann also kein ehrlicher Grund sein, nicht grün zu wählen.

@Michael Hoffmann:
Dass die Grünen mit weniger Stimmen wieder fundamentalistischer, weil basisorientierter werden würden, habe ich auch mal geglaubt, diese These aber verworfen.

Denn die Basis der Grünen ist eher eine gewisse soziale Schicht/Schichten die sich für viele Themen interessieren.

Ich glaube auch gar nicht, dass die Grünen und das LIF sich die Wähler so sehr teilen, wie das immer angenommen wird. Die Wählerstromanalysen zeigen nur Korrelationen auf. Wenn das LIF zufälligerweise in jenen Wahlbezirken Stimmen verliert, in denen die Grünen im gleichen Ausmaß zugewinnen, dann wird das als Wanderung gewertet. Soweit ich weiß, werden Neuwähler (Jugendliche, Eingebürgerte) nicht berücksichtigt.
Ich glaube daher, dass die Grünen einfach per Automatismus wieder ein zwei Prozent dazu bekommen. (gebildete Eingebürgerte, Kinder von Grünen und bürgerlich-urbanen ÖVP-Wählern) Durch das gesenkte Wahlalter wählen diesmal vier Jahrgänge mehr als bei der letzten Wahl.

Das LIF macht meiner Meinung nach den Fehler, zu wenig den Wirtschaftsliberalismus in den Vordergrund zu stellen, um ÖVP-Wähler zu gewinnen. Da gäbe es ein großes Potential. Dafür müsste es neben Heide Schmidt ein Sprachrohr geben. Man hört, wenn man sich nicht näher informiert, fast nur die Distanzierung vom Neoliberalismus (Grundsicherung, Spitzensteuersatz).

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