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Urgi (Gast) - 31. Okt, 15:23

> In manchen Gegenden leben Türken in richtigen Parallelwelten.
> Chorherr: Das ist auf der ganzen Welt so, da sehe ich die Alternative nicht.

CC, das ist mir zu wenig.
Ich halte die Pallelwelten für ein zentrales Integrationshindernis. Nur weil CC auf den ersten Blick keine Alternative sieht verschwindet das Problem nicht von selbst.
Von Politikern mit intellektuellem Anspruch erwarte ich mehr Hirnarbeit.

Parallelwelten entstehen, weil die Mitglieder unterschiedlicher Kulturen in der selben Stadt dort fixiert bleiben, wo sie hineingeboren wurden und keine Möglichkeit haben sich selbst auszusuchen in welcher Welt sie leben möchten.

Wie sieht das Integrationsmodell der Grünen in Zukunft aus?

Bedeutet Multi-Kulti, dass verschiedene Kulturen nebeneinander bestehen, ihre Mitglieder in ihr Umfeld geboren werden und das nicht verlassen (können)?

Oder zielt das neue Grüne Integrationsmodell auf ein "Eine Gesellschaft"-Modell ab in dem sich die kulturelle Dynamik möglichst unabhängig von Herkunft und Elternhaus auf Basis der Entscheidung des Individuums differnziert?

tetrade (Gast) - 31. Okt, 21:39

Alibi-Spiel im Mittelfeld

Urgi ist das zu wenig, was CC zu bieten hat, "von Politikern mit intellektuellem Anspruch erwarte ich mehr Hirnarbeit".

Vor solchen Vorwürfen muss man CC in Schutz nehmen. Wir würden alle weiter sein, wenn CC nicht einer der sehr einsamen Politikern´in diesem Lande wäre, der mit den Ideen-Bällen dribbeln möchte, der sich den einen oder anderen dieser Bälle weit vorlegt, der mal die Seiten wechselt, einmal von links, dann wieder von rechts kommt, um eine neue Kombination auszuprobieren. Muss ja nicht immer ein Tor gelingen. Aber ohne Zug aufs Tor: keine Torgefährlichkeit. Was CC fehlt sind Mitspieler, die die gleiche Spielfreude haben wie er.

Die Grünen sind nämlich, wie die ÖVP und die SPÖ, eine zutiefst anti-meritokratische Partei. Sie haben extrem effektive Mechanismen entwickelt, um neugierige, geistig rege, argumentativ risikofreudige Aktivisten vom Machtzentrum der Partei und ihrem Funktionärs-ZK fernzuhalten. Das gilt für ambitionierte Newcomer, erst recht für jene, deren historische Verdienste nicht zu leugnen sind.

Die Virulenz des "Dritten Lagers" in der jüngeren Vergangenheit besteht unter anderem darin, dass es von diesem Syndrom nicht befallen war. Haider war meilenweit der beste in seinen Reihen, Strache ist es nicht minder. Man kann das jetzt mit dem Hinweis auf "Führerparteien sind halt so" abtun. Aber in Wahrheit spürt jeder, dass bei SP, VP und den Grünen nur jene in die Spitzenposition gelangen (können), die garantiert nicht die besten Spieler sind. Damit der Ball flach gehalten werden kann im Kurzpass-Spiel, das keinen Zug aufs Tor hat.
Urgi (Gast) - 1. Nov, 23:01

@tetrade

Bitte beachte dass sich meine Unzufriedenheit ganz konkret auf das von mir vorangestellte Zitat bezog.

Wenn CC zum Thema Parallelwelten nicht mehr zu sagen hat als "Das ist überall anderswo auch so - ich sehe keine Alternative" passt das nicht zu dem von Dir beschriebenen Typ des "Ideen-Ball-Dribblers der mal von links mal von rechts kommt".

Genau das war eigentlich mein Punkt: hier wird sich CC selbst untreu und blendet einen meiner Ansicht nach ganz wesentlichen Aspekt der Integrationsproblematik lässig einfach aus.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Lösung des Integrationsproblemes gefunden werden kann wenn man den Parallelweltenaspekt ignoriert.

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