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Orjares (Gast) - 10. Nov, 11:34

@tetrade

"Mein erster Vorschlag: Manager einer börsennotierten Gesellschaft werden gesetzlich verpflichtet keine einzige Aktie ihres Unternehmens besitzen zu dürfen."

Bringt leider nichts. Manager besitzen eben die Aktien des Golfklubkollegens und umgekehrt. Kommt auf dasselbe raus.


"Ihre Entlohnung erfolgt über frei zu verhandelnde Gehälter und Erfolgsprämien, die an den nachhaltigen Erfolg ihrer Unternehmen gekoppelt sind. Also an die Dividende und nicht den Börsenkurs der Aktien ihres Unternehmens."

Ist sinnvoller. Allerdings sollte es auch schon heute so sein - Aktionäre sind Eigentümer. Sie können das Gehalt und die Prämien festlegen. Aktionäre müssen sowohl am langfristigen Erfolg des Unternehmens interessiert als sich auch ihrer Verantwortung als Eigentümer sein, und daran happert es.

Aktionäre sind am Aktienkurs interessiert - welcher objektiv nicht bestimmbar ist, siehe Blasen, siehe "Finanzkasino" - und an Managern welche diesen rauftreiben.

Manager müssen am langfristigen Unternehmenserfolg interessiert sein. Allerdings holt man kurzfristig immer mehr heraus, mit "nach mir die Sintflut". Diesen grundsätzlichen Fehler kann man nicht ändern. Früher war es nur nicht so schlimm, weil Unternehmer eine persönliche Bildung zum Unternehmen aufbauten, eine moralische Verantwortung. Manager haben diese nicht. Wobei man hier nicht alle Manager über einen Kamm scheren darf, es gibt Manager mit moral, allerdings werden die meist durch diejenigen ersetzt, die den Aktienertrag maximimieren.

Raphael (Gast) - 10. Nov, 13:00

Erfolgsprämien

Das Problem ist, dass viele Manager Prämien in Form von Stock-Options erhalten. Es liegt daher im Eigeninteresse des Managers den Wert der Aktien kurzfristig zu erhöhen. Meist geschieht das durch Personalabbau. Die weitere Zukunft des Unternehmens ist den Managern egal solange sie ihren "golden parachute" erhalten.

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