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christoph (Gast) - 17. Nov, 13:53

Beim auto setzt die vernunft aus.

Ich selber hab in den 30 jahren meines Lebens noch nie ein auto besessen. Und meine Autonutzung (ausgeborgter Autos) ist mittlerweile fast 0!
Aber:
Autos sind – wie ich immer wieder erlebe – den leuten einfach nicht auszureden. Natürlich gibt es genug leute die nun „wirklich“ beruflich oder aufgrund der wohnsituation ein auto brauchen. Ich kenne aber viel mehr menschen die ein auto haben, obwohl sie es eben nicht oder nur sehr selten wirklich brauchen und die das auto vor allem auch dann benutzen wenn es nicht nowendig wäre. Es werden einfach viel zu viele fahrten gemacht, die nicht notwendigerweise mit dem auto gemacht werden müssten. (zigaretten holen, etc)

Ich sehe nur einen lösungsweg. Auto fahren durch Parkraumrückgewinnung für die Stadtbewohner, Citymaut, Parkpickerl, Benzinpreis, etc unattraktiver zu machen und alternativen (öffi, rad) zu fördern.

Einige Aussagen die ich in privaten diskussionen erlebt habe.
Ich habs nicht eilig, ich fahr lieber mit dem Auto. (ein kollege auf meinen hinweis, dass man vom Stepphansplatz auf die mariahilferstraße besser mit der U3 fährt)
Die Luft auf den Straßen ist so schlecht. Da fahr ich lieber Auto als Fahrrad.
Ich höre in der früh gerne mein eigenes radioprogramm – das geht nur im auto!
Zwischen den autos, hab ich am fahrrad angst, deswegen fahr ich auch lieber auto!
Etc. etc.
Gegen solche argumente ist man als radfahrer machtlos.

Wolfgang (Gast) - 17. Nov, 22:19

Ich verstehs schon

Das sind aber teilweise sehr gute Argumente. Lieber die Umwelt verschmutzen, als überfahren werden. Lieber im Auto sitzen, als im Regen warten/radeln. Lieber allein sein, als von Karlsplatzlern das Gambrinus draufgeleert zu bekommen.

Die Tatsache, dass Autofahren in Wien absolut nervtötend ist, hält mich allerdings davon ab. Dieselbe Tatsache hält mich übrigens auch davon ab, mein Fahrrad ernsthaft als Verkehrsmittel zu benutzen.
Raphael (Gast) - 19. Nov, 15:21

Die Luft auf den Straßen

Abgesehen vom Zynismus, der in der Argumentation liegt, dass die Luft im Auto besser wäre als im Freien, ist diese Aussage auch nachweislich falsch. Besonders bei Neuwagen oder in Autos, die länger in der Sonne gestanden haben, findet man vermehrt flüchtige Kohlenwasserstoffe (VOC) und Weichmacher (Phthalate), die aus Materialien im Innenraum freigesetzt werden. Die Konzentration kann hier 20-mal so hoch sein wie in stark belasteten Wohnräumen.
http://www.medical-tribune.de/patienten/news/19518/

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