Videoblog
Energiepolitik nach Fukushima
Meine Rede in unserer Aktuellen...
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...wilde Vögel fliegen
Meine Rede auf der Landesversammlung:
Meine Rede auf der Landesversammlung:
Im Gespräch mit Rudi Anschober
Im September wählt Oberösterreich. Dass...
Im September wählt Oberösterreich. Dass...
meine Vision einer Radverkehrspolitik in Wien
aktuelle Stunde, von uns eingebracht...
aktuelle Stunde, von uns eingebracht...
Bikecity am Wasser.Ein Video
EDIT: der ORF-Bericht aus Wien...
EDIT: der ORF-Bericht aus Wien...





























nicht ad acta
und einigen von Euch widersprechen.
Dass Jahrtausende "aufs Feld geschissen wurde", darf ich es so ausdrücken, ist aus einem Grund kein kluges Argument:
Wenn sich einige wenige Menschen riesige Flächen zur Besiedelung teilen, braucht man in der Tat keine geordnete Entsorgung von Fäkalien.
Wenn heute mehr als die Hälfte der knapp 7, bald 9 Mrd Menschen in Städten wohnt, geht das eben nicht mehr.
Hunderttausende erkranken an verschmutztem Wasser, das auch und ganz wesentlich aus Verunreinigungen durch Fäkalien stammt.
Toiletten verhindern Erkrankungen, und verbessern die Qualität des lokalen Wassers.
Aussderdem.
Ich hab nirgendwo von Wassertoiletten geschrieben.
Bei unserem Ithubaprojekt haben wir ein ziemlich klug entwickeltes Trennsystem für Trockentoiletten gebaut; bin gespannt, wie das kulturell funktioniert.
Und warum ist die Gegenüberstellung der möglichen Finanzierung von Tioletten und jener der US Autoindustrie unzulässig.
Was (politisch) wichtig ist, wird finanziert.
So einfach ist das.
Die USA wie Österreich haben sich wie alle Länder verpflichtet, 0,7% des BIP für Entwicklungszusammenarbeit auszugeben.
Die USA erreicht diesen Wert ebensowenig wie Österreich.
Weil in beiden Ländern anderes anscheinend wichtiger scheint.
Skandinavische Länder erfüllen diesen Wert.
Weil er ihnen politisch wichtig ist.
Anderes Beispiel:
Arabische Länder (unter Führung von Saudi-Arabien) bauen auf der ganzen Welt Koranschulen.
In Pakistan kann man sich anschaun, was daraus entsteht.
Weil es den Saudis wichtig ist.
Wir (die unglaublich reiche westliche moderne Welt) könnte es leicht finanzieren, Grundschulbildung in allen afrikanischen Ländern finazielll zu unterstützen und so sicherzustellen.
Grundideologie: Die Erklärung der allgemeinen Menschenrechte.
Warum liebe Leute, soll soetwas nicht möglich sein?
Geld ist ja, wie wir dieser Tage sehen, mehr als genug da.
Trotzdem ist die Kritik am aktuellen Bailout der falsche Ansatzpunkt, denn hier wird nur bedrucktes Papier zwischen westlichen Industrienationen, Steuerzahlern und Sparbuchbesitzern verschoben.
Die tatsächliche Fehlallokation fand schon vorher statt. Und zwar wurden den Amerikanern und anderen überdimensionierte, schlecht isolierte Häuser, SUVs und Konsumgüter via Kreditkarten finanziert. Für einen Bruchteil dieses realwirtschaftlichen Aufwandes hätte man Millionen von Trockenklos in die dritte Welt liefern können.
Aber dafür kann man keine einzelnen Banker oder Politiker veranwortlich machen. Diese Entscheidung wurde von uns allen im Kollektiv getroffen. Von den amerikanischen Konsumenten und von den europäischen und asiatischen Sparern, die sich durch ihren Konsumverzicht Zinsen erhofften, anstatt Geld zu spenden. Selbst ethisch korrekt scheinende Entscheidungen können da sehr problematisch sein. Das Biosprit-Debakel ist ja mittlerweile bekannt. Aber auch Bioprodukte, die ich kaufe, weil mir die Viecher leid tun, dürften eine schlechtere Umwelt- und Ressourcenbilanz haben, was zu höheren Nahrungsmittelpreisen führen kann usw.
Die durch die faulen Kredite entstandenen Löcher sollen nun vom Steuerzahler gestopft werden, damit die Wirtschaft weiter läuft. Eine Wirtschaftskrise hilft der dritten Welt auch nicht weiter. Im Gegenteil gehen aktuell sowohl die Spenden gehen zurück, als auch die Exportmöglichkeiten für aufstrebende Regionen.
problematisch sind (für mich) aber immer wieder diese unseligen vergleiche, die in solchen zusammenhängen gebracht werden und die aus meiner perspektive gebetsmühlenartig einen wirtschaftlichen grundirrtum befördern - ein thema das wir vor kurzem irgendwie schon hatten: unser leben sei irgendwo ein nullsummenspiel. was dem einen zugutekommt, muss irgendwo einem anderen genommen worden sein. es stimmt ja: es ist EINE möglichkeit reich zu werden, indem man jemand anderem etwas wegnimmt. viel spannender ist aber, dass es daneben noch eine ANDERE möglichkeit gibt reich zu werden (und zwar nicht im übertragenen sinn, sondern ganz "handfest"): indem man jemand anderem ganz freiwillig etwas gibt - und im austausch dafür etwas anderes ganz freiwillig bekommt. dann werden nämlich beide reicher.
ABER: eben nur unter der grundvoraussetzung, dass dieser handel, dieser austausch wirklich wirklich "freiwillig" erfolgt. womit wir wieder mehr bei cc's anliegen wären: für menschen, denen keinerlei wirtschaftliche "basis" zur verfügung steht auf der sie aufbauen können gibt es eben diese grundvoraussetzung noch nicht - und wenn mit diesen dann auch noch "handel" betrieben wird driftet es tatsächlich nur allzuleicht in ausbeutung der letzten noch vorhandenen ressourcen ab.
auch wenn es daher also stimmt, dass unser reichtum teilweise auch auf ausbeutung beruht: es ist, davon bin ich zutiefst überzeugt nicht systemimmanent. systemimmanent ist, dass wir durch ideenwachstum und gegenseitigen austausch dieser ideen permanent reicher werden. wir müssen daher weiter daran arbeiten, diese hochwirksamen aspekte unseres "systems" auszubauen und die schädlichen auszumerzen.
wenn wir aber jetzt unsere wirtschaft den bach runtergehen lassen dann wäre am ende niemandem gedient. unser reichtum ist so absurd es vielleicht klingt eben auch erst die voraussetzung dafür, auch in zukunft dort wo es sinn macht auch ohne gegenleistung zu geben. allerdings: wir müssen es dann auch irgendwann wirklich tun...
falsch Abzweigung
CC, ich bin fest überzeugt, dass es nicht die Aufgabe der Industrienationen ist, Afrika zu managen. Du sprichst hier einem - meines Dafürhaltens - vollkommen unwirksamen und mittlerweile antiquiertem Verständnis von Entwicklungshilfe das Wort.
Die Grundannahme im ersten Posting: "Wir müssen verzichten, damit es den Armen gut geht" ist falsch.
Die Grundannahme im zweiten Posting: "Wir müssen zahlen, damit es den Armen gut geht" hat auch noch nie funktioniert.
Ich hage - danz im Gegenteil - die Befürchtung, dass gerade der "we run Africa"-Zugang (also Geld schicken zum Schulen/Strassen/...-bauen) ganz wesentlich daran beteiligt ist, dass viele Menschen in Entwicklungsländern vom Gefühl, der westlichen Industriegesellschaft ausgeliefert zu sein, beherrscht werden. Diese Menschen rennen dann in die Koranschulen.
Ein Schritt zur Verbesserung der Situation in Ländern, in denen man auf die Strasse scheisst, ist nicht das Spendieren einer anständigen Kanalisation, das können die auch selbst bauen, wenn sie es für wichtig erachten.
Besser ist es, auf fairen Austausch zu setzen, z.B.:
* keine EU-Steuergelder für (Agrar)-Exporte: Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der afrikanischen Marktteilnehmer
* keine Geschäfte mit Korrupten Regimes (nicht einmal ein Bankkonto!)
* Förderung demokratischer Strukturen
* Förderung der Wettbewerbsfähigkeit afrikanischer/... Produzenten: identizifieren von Hemmnissen
* Öffnung der Märkte für afrikanische Produkte