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tetrade (Gast) - 4. Dez, 12:12

Die kalifornische Firma Tesla, an der zahlreiche Internet-Größen als Investoren beteiligt sind, hat einen Sportwagen vorgelegt, der in die Schale eines Lotus-Zweisitzers einen Batterien/Antriebs-Komplex einbaut, der mit einer Übernacht-Ladung an Strom ca 300 km weit kommt und das mit sagenhaften Fahrleistungen. Das ist das neue Industrie-Paradigma.

RUF, der deutsche Porsche-Veredeler, hat einen 911 mit Elektro-Antrieb vorgestellt mit ähnlicher Reichweite. Man ist zuversichtlich damit in Kürze die Fahrleistungen eines Standard-911 zu erreichen. BMW hat einen Elektro-Mini in produktionsreifem Zustand als Prototyp. Und so weiter.

Offenkundig ist Toyota und Honda mit der Hybrid-Technologie soweit davon gefahren, dass die restlichen, besonders auch die deutschen Hersteller die Einbindung des Verbrennungsmotors ins Elektro-System überspringen wollen, um gleich beim "reinen" Elektroauto zu landen.

Kann mir irgendwer sagen, wie das funktionieren soll? Bin ich Hausbesitzer mit Garage ist mir klar, wie ich ein solches Auto nächtens "auftanke". Aber in der Stadt mit einem ganz normalen Parkplatz? Ganz abgesehen davon, dass der billige Nachtstrom schnell sehr teuer sein wird, wenn nenneswerte Teile der Auto-Population Strom saugen. Wo immer der wieder in diesen Mengen herkommen mag.

Ich glaube, dass die Japaner da pragmatischer waren und sind. Der Honda Insight 2, der im kommenden Frühjahr auf den Markt kommend wird, das bislang billigste vollwertige Hybrid-Auto, ist ein Beweis dafür. Der erzeugt sich seinen Strom selber, und das scheint mir realistischer zu sein als die neuen puristischen Elektro-Visionen der Europäer und Amerikaner.

dieter (Gast) - 4. Dez, 17:14

Roadster ist übrigens ein guter Stichpunkt. Denn ein Roadster ist leicht und hat einen geringen CW-Wert. Der Smart Roadster erfüllt laut Google jetzt schon die Obergrenze von 120g und das könnte man sicher noch verbessern. Blöd nur, dass so ein Roadster ein nutzloses Spaß-Auto mit nur zwei Sitzen und ohne Kofferaum ist.

Es ist auch kein Wunder, dass der Honda Insight 2 genauso aussieht, wie ein Prius. Ein Familien-Van für diejenigen Familien, die ihn tatsächlich brauchen, oder für einen Handwerker geht sich bei dem Verbrauch einfach nicht aus.

Eine pauschale Co2-Grenze ergibt also keinen Sinn.

Und dass der Strom für ein Elektro-Auto nicht angerechnet wird, ist auch unsinnig. Die Polen produzieren ihren Strom praktisch ausschließlich mit Kohle, welche einen viel höheren Kohlenstoff-Anteil hat, als Erdöl.

Und dann gäbe es noch das Qualtinger-Argument, umgelegt auf die heutige Zeit: "I was ned, wo i mit meim Prius hin foar, dafür bin i mit nur amoi tankn durt."

Man muss also bei den gefahrenen Kilometern ansetzen. Aber da sehe ich keine Änderung der Politik. Neue Autobahnen werden gebaut, die es erleichtern, noch weiter zu pendeln. Und die Amis zeigen uns vor, dass Autofahrer täglich auch durchaus bereit sind, die doppelte Wegstrecke zu fahren.
Urgi (Gast) - 5. Dez, 13:30

Strom tanken

zur Frage: wie tankt man Elektro-Autos?

Normierte Akku-Module, die an den schon bestehenden Tankstellen getauscht werden können. Damit wäre auch das Reichweitenproblem erledigt.
hope (Gast) - 5. Dez, 16:21

Strom tanken ist ganz einfach.
Die meisten Autobesitzer haben ihr Auto doch entweder
a) in der Garage im eigenen Haus
b) in der Tiefgarage unter dem Wohnhaus in der Stadt oder
c) tagsüber in der Tiefgarage/Parkplatz beim Arbeitgeber.
In jedem dieser Fälle könnte man sehr leicht (nämlich per 08/15 Steckdose oder normalen Starkstrom) Stromlade-Infrastruktur ohne große Investitionen herstellen.

Moderne Akkus können übrigens auch sehr schnell geladen werden (eine dicke Stromleitung vorausgesetzt). Das wäre dann zb. über Tankstellen mit entsprechender Anbindung ans Stromnetz möglich.

Dass E-Autos nicht zwangsläufig weniger C02 produzieren stimmt schon, nur ist es heutzutage eben nicht nur wichtig wie viel Schadstoffe entstehen, sondern wo und welche. Lieber ein stinkendes Kraftwerk in der Pampa als stinkende Autos in der Stadt wo nun einmal die meisten Menschen arbeiten & leben!

Außerdem kann man ja Strom emissionsfrei (Photovoltaik, Wind usw) bzw. nur mit CO2 Ausstoß (Atomstrom) erzeugen aber ohne Stickoxide, Feinstaub, Lärm usw. was bei Benzin/Diesel-Autos immer der Fall ist, egal wie effizient.

Jetzt müsste man nur noch ausreichend große Akkus günstig herstellen können (das ist der derzeit der Haken an der Sache).
martin.b (Gast) - 14. Dez, 01:21

Kann mir irgendwer sagen, wie das funktionieren soll?

Klar kann das wer. Ein Mann namens Agassi. Der macht sowas in der Art. Natuerlich nicht Andre sondern Shai. Und der macht das nicht in einer Stadt, sondern gleich landesweit (mehr oder weniger).... in Australien, Israel und Dänemark.

siehe zb. http://de.wikipedia.org/wiki/Better_Place

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