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Lukas (Gast) - 20. Dez, 07:58

Romantisch ja, aber ...

Romantisch ist ja dieses kleine Öfchen vielleicht, aber ich erlaube mir, hier Zweifel an der (ökol./ökon.) Sinnhaftigkeit dieser (Einzel-)Beheizung anzumelden: Wenn ich es richtig verstanden habe, so benötigst du ca. 15 kg Pellets pro Heiztag a 3,-, also rund 90,- p.Mon. und das für die Beheizung EINES Raumes? Dieser kleine Ofen ist ja wohl nicht für die ganze Wohnung gedacht, oder? Wie kommen die Pellets zu dir / in den Ofen? Sack für Sack per Rad oder zu Fuß? Oder per Tanklaster 1x pro Jahr? Wohin kommt die Asche? Welche Abgase produziert der Ofen (Abgasgutachten)?

Pelletsheizungen sind sicher super, wenn es große zentrale Anlagen sind (für z.B. ein Haus), die einen Pelletslagerraum im Keller haben und wo alles automatisch abläuft. Bevorzugt am Land in der Nähe eines Produzenten. Aber als kleine Einzellösung in der Stadt??

Ja, Pellets sind nachhaltig, CO2-neutral und aus heimischen Wäldern (Abfallholz usw.). Aber sie müssen produziert, getrocknet, gelagert und transportiert werden (LKW!), verursachen daher ebenso (fossile) Emissionen, Lärm und Verkehr. Man stelle sich mal vor, jeder in Wien hätte so einen Ofen ... Als Substitution von alten Öl-/Feststoffheizungen sicher toll und förderwürdig, aber sicher keine sinnvolle Alternative zu bestehenden, modernen Gasheizungen. Es gibt wohl keinen saubereren Brennstoff als Methan. Weiters benötigt man keine zusätzliche Transportlogistik, da Gas im bereits bestehenden Leitungsnetz "unsichtbar" transportiert wird. Und auch die beste Pelletsheizung emitiert mehr Feinstaub, NOx, krebserregenden organische Verbindungen, ... als jede Gasheizung. Ich denke, es wäre sinnvoller, wenn man hier zweierlei Wege verfolgen würde, anstatt nun auschließlich auf das "Wunderding" Pellets zu setzen: 1. Pellets dort wo z.B. uralte Ölzentralheizungen zu ersetzen sind und wo die Infrastruktur passt. 2. Biogas-Netzeinspeisung für die vielen bereits bestehenden, sauberen Gasheizungen. Damit verringert man den CO2-Ausstoß und die Importabhängigkeit. Biogas hat weiters den großen Vorteil des echten Kreislaufs - es wird ausschließlich der Kohlenstoff entnommen/genützt, die Nährstoffe gehen im Kreis (Feld-Gülle-Feld). Bei Pellets sind die Nährstoffe weg.

Und natülich: Thermische Sanierung & Null-Energie-Häuser. Ein Hasu, das man heizen muss, ist heutzutage eingentlich schon eine Fehlkonstruktion. Hier wäre das größte Potenzial ...

dieter (Gast) - 21. Dez, 10:49

Na er schaut halt so gern in's Feuer.

Aber im Ernst. Ich nehme an mit 24h sind 24h Brenndauer gemeint, sonst hätte er wohl "einmal am Tag" gesagt.

Holzasche kommt in den Biomüll.

Transport: Ein 40-Tonner braucht max 40l/100km. LKW in dichte Siedlungsgebiete und Verteilung dort ist immer effizienter, als wenn tausend Leute am Land mit dem PKW zum Raika-Lagerhaus oder zum "nahen Produzenten" fahren.

Das transportierte Gewicht verdoppelt sich gegenüber Heizöl. Dafür sind Holzpellets kein Gefahrengut und können auch beim Billa verkauft werden, also näher beim Verbraucher.

Erdgas geht aus. In der Nordsee ist die Produktion im Sturzflug und auf theoildrum.com wird erörtert, ob die Briten diesen Winter genug Gas haben. Und wenn das Erdgas ausgeht, wird man wieder auf Stadtgas umsteigen müssen, das aus Kohle!!! erzeugt wird, so wie man das auch vor 100 Jahren gemacht hat.

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