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Energiepolitik nach Fukushima
Meine Rede in unserer Aktuellen...
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Meine Rede auf der Landesversammlung:
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Im Gespräch mit Rudi Anschober
Im September wählt Oberösterreich. Dass...
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aktuelle Stunde, von uns eingebracht...
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Bikecity am Wasser.Ein Video
EDIT: der ORF-Bericht aus Wien...
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"überwuzelt"
jaja, ich bin des umstands bewusst, dass sie zur zeit wohl so einige mails bekommen, ich wollte aber dennoch meine meinung zur derzeitigen krise auch direkt bei einem bekannteren mitglied der grünen loswerden. an sie wende ich mich deswegen, weil mich ihre kommentare sowohl im netz als auch im tv zur derzeitigen verfassung der grünen sehr angesprochen haben und ich außerdem das gefühl habe, dass ein an sie gesandtes feedback nicht komplett verschwendete zeit ist.
ich habe die grünen bisher eigentlich immer gerne gewählt, zumindest bis kurz vor der letzten nationalratswahl. und eigentlich wäre ich fast so etwas wie ein prototyp des grünen wählers (wenn es denn so etwas geben sollte): student (sozialwissenschaften), zwischen 25 und 30, wohnhaft in einem wiener innenbezirk, stufe mich eher links (aber moderat) im politischen spektrum ein. politikinteressiert bin ich auch, halte mich diesbezüglich auch auf dem laufenden sowohl durch print- als auch durch internetmedien, habe etliche freunde und bekannte in künstlerkreisen, etc. etc. etc. und ich kaufe, sofern es mir finanziell möglich ist, bio- und fair trade - produkte, oder produkte, deren qualität höher ist und die nicht nach bereits kurzer zeit zu entsorgen sind. umweltthemen wurden mir quasi schon als säugling eingeimpft, sowohl mein vater als auch mein großvater sind biologen, meine mutter war in den 80ern in linz bei diversen umweltinitiativen tätig. wie gesagt: eigentlich müssten die grünen genau meine partei sein, nur sind sie es leider nicht mehr.
und deshalb habe ich mir gedacht, dass es vielleicht hilfreich für sie sein kann, meine einstellung zu den grünen kurz zu umreißen. als zusätzliches puzzlestück zu all den feedbackpuzzlesteinen die sie zur zeit sicher erhalten.
der eindruck, den ich zu ihrer partei in den letzten jahren gewonnen habe, ist leider immer negativer geworden. und das, obwohl ich die initiativen vieler aktiver auf verschiedenen ebenen der politik wirklich gut finde und gefunden habe. nur, und das scheint mir ein sehr wichtiger punkt zu sein: emotional angesprochen werde ich vom "gesamtkunstwerk grüne" nicht mehr, zumindest nicht mehr im positiven sinne. mit der zeit, so zumindest mein eindruck, hat sich die partei unter alexander van der bellen zwar etwas beruhigt, ist einheitlicher geworden und vielleicht in mancher hinsicht auch "professioneller". nur wurde ob all dieser professionalisierung etwas übersehen: dass die grüne bewegung, zumindest wenn sie an ihren anfängen gemessen wird, kein projekt professioneller politiker war, oder zumindest wurde sie (soweit ich das mit meinem alter beurteilen kann) nicht als solches wahrgenommen.
anders gesagt: ich vermisse die freaks. das unkonventionelle. und vor allem das undogmatische. man kann nicht weltoffenheit propagieren ohne diese auch zu repräsentieren, sprich auch zu leben.
die derzeitigen hauptakteure der grünen auf bundesebene wirken entweder allesamt "überwuzelt" bzw. so, als würde ihnen ein gewisser schmäh (in maßen) in etwa so zugebilligt wie einem alterssenilen greis sexistische witze im altersheim. oder wie in der politikerfabrik maßgegossen. wo ist da die vielfalt? und wo sind die politiker und politikerinnen an vorderster (bundes-) front, die, und zwar ungeschönt, das als scheiße bezeichnen, was eindeutig (zumindest aus grüner sicht) scheiße ist? ohne floskeln und geschultem rhetoriksprech?
ich weiß, das alles hört sich sehr schwammig und vielleicht sogar etwas verworren an, meine abneigung ist aber ziemlich real. es geht heirbei nicht um die inhalte, denn die inhalte der grünen sprechen mich zu einem großen teil an. vielmehr hapert es an der authentizität, und die ist nur schwer vorzutäuschen. um es auf den punkt zu bringen: inhalte und die, die diese vertreten, scheinen oftmals nicht zusammenzupassen. das ist keine reine personalproblematik, sondern eine frage des anspruchs einer politischen bewegung an sich selbst. es geht dabei auch nicht nur um die frage, ob politiker, die für pelletsöfen eintreten, einen solchen auch verwenden. viel wichtiger scheint mir zu sein, ob es einer gruppe von menschen (also der partei) gelingt, einer gewissen vielfalt auch raum zu geben - nicht auf paternalistische art und weise a la "ja, ihr dürft eh auch...", sondern durch gelebte offenheit. ob dieses prinzip vereinbar ist mit dem bestreben nach stimmenmaximierung, weiß ich nicht. schön wär's auf jeden fall.
ad voggenhuber: die "lösung", die für diese causa gefunden wurde, ist ja eine mittlere katastrophe. mag sein, dass er nicht der sympathischste mensch der welt ist, eine grüne lösung hätte aber meiner meinung nach so ausgesehen, dass auch und vor allem von der parteispitze eine aussage gekommen wäre, nach der er zwar ein unsympathler ist, dennoch aber einen platz hat. und dass natürlich der wählerwille mehr zählt als eine in stein gegossene listenreihung der parteispitze.
nun ja. ich weiß nicht, inwiefern mein mail in irgendeiner weise hilfreich ist für sie. es wäre natürlich nett, wenn sie darauf antworten könnten, bestehen werd ich aber nciht drauf, ich kann mir ja, wie bereits gesagt, gut vorstellen, dass sie zur zeit etliche solcher mails erhalten.
ich wünsche ihnen alles gute, auch in der poitik, lg,
christian gusenleitner
p.s.: eigentlich müsste die geballte aufmerksamkeit, die die grünen derzeit auf sich ziehen, doch auch irgendwie nützbar sein, oder? wann war die grüne anhängerschaft das letzte mal derart aufgeweckt? das hat doch potential! just my two cents...