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tom-ate - 8. Feb, 15:23

Die Alternative?

Keynes Theorien sollen es richten? Ein Anfang soll das sein? Kaum. Es kann nicht nur darum gehen, die Wirtschaft wieder auf stabilen Wachstumskurs zu bringen. Dem Primat der Wirtschaft muss ein Ende gesetzt werden. Die komplette Sinnentleerung durch die Diktatur des Marktes zeigt sich ja aktuell in den Vorschlägen für Konsumgutscheine, wie die Abwrackprämie (Unwort des Jahres). Falls wir es nicht selbst schaffen, uns vom Joch der Wirtschaftslogik zu befreien, wird es schliesslich die Evolution tun und den homo sapiens als zu dumm abstrafen. Sie ist natürlich schon dran an ihrer Arbeit, nur merkt's kaum einer. Denn unsere Hirne sind nicht selektioniert, die Komplexität heutiger menschlicher Gesellschaften zu verstehen. Niemand hat ein taugliches Rezept gegen den Klimawandel. Dennoch unsere Aufgabe wäre es, sich mit der begrenzten Welt dieser Erde zu versöhnen und zu arrangieren, anstatt sie immer weiter auszubeuten und zu zerstören. Klingt einfach. Aber dies erfordert radikales Umdenken. Z.B. Verzicht auf 100%-Stellen. Die Produktivität in westlichen Ländern ist so hoch, dass viele sich eine Reduktion auf 50 - 80% leisten könnten. Das gäbe sogar Arbeitsplätze. Insgesamt könnte das BIP um viele Prozente gesenkt werden bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebensqualität aller!

One Brick (Gast) - 8. Feb, 17:43

Ketch Up!

Tom-ate,
Das klingt vielleicht etwas respektlos und möglicher Weise zu direkt, aber Dein Vorschlag ist vollkommen absurd.

Vielleich borgst Du Dir einmal in der Bibliothek ein Lehrbuch über die Basics der Volkswirtschaft - das hilft Dir zu verstehen wie Wohlstand und Wachstum zusammenhängen. Schliesslich sind alle Produkte die Du täglich nutzt Erzeugnisse "der Wirtschaft" - Wirtschaftsjoch-Bashing wirkt da ein wenig naiv.
tom-ate - 9. Feb, 12:10

Ketch Down

Danke für den Lektürevorschlag. Ist aber zweitrangig. Schau Dir mal die Ökonomie/Ökologie (hängt halt leider langfristig zusammen...) begrenzter Räume an. Z.B. Die Osterinsel (historisch: da blieb kein Mensch mehr übrig), aktuell Madagaskar (Die Strassenschlachten in den Medien: sekundär. Schau Dir mal ganz einfach mit Google-Earth die Insel an: Mondlandschaft, weil Regenwald zu 90% abgeholzt), die Great Plains in USA (Versuch industrieller Landwirtschaft bis in die 30iger Jahre - gescheitert, der Sandsturm reichte bis New York), etc. - und heute sind wir dran, das ökologische Gleichgewicht GLOBAL zu zerstören. Schau Dir mal die Trinkwasserreserven an. Absurderweise spielen nämlich die ökologischen Rahmenbedingungen unserer Existenz überhaupt keine Rolle in Deinen schönen Wirtschaftslehrbüchern. Primär lebst Du übrigens nicht durch Wirtschaftsgüter sondern durch Produkte der Biosphäre.
dieter (Gast) - 9. Feb, 16:08

Die Tragik der Allmende entsteht häufig dann, wenn eine Ressource niemandem gehört. Die Überfischung der Weltmeere wäre ein Beispiel. Die Fische gehören niemandem, also ist niemand an ihrem Erhalt interessiert. Gleiches gilt für die Regenwälder in Madagaskar.

Grundbesitz, Industrialisierung und Marktwirtschaft haben nicht zuletzt eine viel effizientere Nutzung von Ressourcen gebracht.

Dein Vorschlag, die Wirtschaft um 20% zu senken, zeigt, dass du die Bäume vor lauter Wald nicht siehst.

Das BIP ist nur eine abstrakte Zahl, die sämtliche wirtschaftliche Aktivität zusammenfasst. Friseurbesuche, thermische Sanierung, Auto fahren, Altenpflege, Häusl bauen, das alles ist das BIP. Man muss sich darüber unterhalten, welche Aktivitäten ganz konkret Ressourcen verbrauchen und welche, wie thermische Sanierung, den Ressourcenverbrauch verringern.

Das mit der Lebensqualität ist eine subjektive Angelegenheit. Offenbar halten viele Österreicher SUVs und Häuschen im grünen Felde für einen notwendigen Bestandteil von Lebensqualität.

Und hier sehen wir auch, dass halbwissende Rundumschläge gegen die böse und für idiotisch gehaltene Wirtschaftswissenschaft und den Kapitalismus à la atttac es sich einfach machen. Kein Ökonom hat den Madegassen vorgeschrieben, ihren Wald abzuholzen oder den Österreichern mit SUVs statt der Bahn zu fahren.
One Brick (Gast) - 9. Feb, 19:16

tom-ate,
die Wissenschaft, die sich damit auseinandersetzt welche (ökonomischen) Anreize zur zerstörerischen Nutzung natürlicher Ressourcen führen und welche Rahmenbedingungen zur nachhaltigen Nutzung führen, ist im Übrigen ebenfalls die Volkswirtschaft.

Wenn Du Deinen Ansatz "weniger Wirtschaft - bessere Welt" zu "andere Wirtschaft - bessere Welt" modifizeren kannst, hat das schon eher Zukunft.

dieters Hinweis, dass die Zerstörung im Allgemeingut stehender Ressourcen durch die Einführung von Privatbesitz verhindert werden kann passt auch nicht ganz ins Konzept der "gierigen Privatwirtschaft die alles ruiniert".
tom-ate - 10. Feb, 19:50

Andere Wirtschaft - bessere Welt

dieter und One Brick,
danke für den Einwand bezüglich Allmende. Das Beispiel Madagaskars scheint damit auf den ersten Blick erklärt zu sein. Nur müsste man die Bedingungen insgesamt unter die Lupe nehmen, welche die Menschen dort dazu veranlasst haben, ein seit Millionen Jahren funktionierendes Ökosystem innerhalb von nur 80 Jahren praktisch komplett in Mondlandschaft zu verwandeln. Denn dies ist keineswegs generell der Fall. Die Schweizer Bergbauern erhalten mit ihrer Allmende erfolgreich ein ökologisch wie ökonomisch wertvolles System, während auf Privatbesitz in den Bergen eine wenig nachhaltige Zweit- und Ferienwohnungswüste entstanden ist. Mein Beispiel der Great Plains spricht sogar ganz genau für gegenteilige Effekte. Es war ursprünglich Indianerland und somit Allmende. Hat tausende von Jahren gut funktioniert, weil intelligent genutzt (Büffel). Dann kamen bekanntlich die Weissen Siedler, nahmen das Land mit Staates Segen in Privatbesitz und ruinierten es innert 40 Jahren (aus Präriegras wurde erst Ackerland, dann Wüste). Heute gibt’s dort weniger Menschen als vor 70 Jahren, doch das Präriegras wächst wieder und die Büffel sind dank der Initiative einiger Weniger vom Aussterben verschont geblieben (keine Indianerromantik, schlicht harte Fakten). Privatbesitz = gut, Allmende = schlecht, sind Vereinfachungen, die so nicht stimmen können. Es kommt auf den Kontext an. Bei den Indianern Nordamerikas kann man darüber diskutieren, ob es nicht letztlich eine spirituelle Einsicht in das System Natur war, die ihnen das Überleben in einer kargen Landschaft ermöglichte.

Die Frage nach Ursachen einer Wirtschaftskrise zu stellen, entpuppt sich letztlich als sehr komplexe Angelegenheit. Es lohnt sich dabei, die gesamte Kulturgeschichte, die Biologie und Psychologie des Menschen einzubeziehen. Nicht als nette Randnotiz der Wirtschaftswissenschaften. Sonst macht man die Rechnung ohne den Wirt. Tatsache ist, dass massenhaft Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Schlafstörungen, Depressionen, etc., direkt mit der Entwicklung immer höherer Produktivität zusammenhängen. Ist das nachhaltig? Man kann alles mit der ökonomischen Brille betrachten und so sind steigende Kosten im Gesundheitswesen BIP-förderlich, da der ganze medizinische Sektor in diesem Sinne Wert generiert. Sekundärer Kulturverlust grassiert: Menschen in den Zentren der Wirtschaftsmächte lernen nicht mehr richtig Lesen und Schreiben, vegetieren mit Fastfood vor den Fernsehern rum und lesen Glückspost. Glückspost, Fastfood und Fernsehen steigern ohne Frage das BIP. Das BIP ist nur eine abstrakte Zahl? Und schlecht ist es natürlich erst recht nicht, wenn hinter dem Wachstum so schöne Dinge wie ein Friseurbesuch oder sagen wir ein Yoga-Kurs stecken. Dahinter steckt die Hoffnung, es gäbe ein letztlich unbegrenztes Wirtschaftswachstum, welches durch Marktkräfte (sprich den mündigen und verantwortungsbewussten Konsumenten) in ressourcenschonende Bahnen gelenkt werden möge. Unser phylogenetisches Erbe programmiert aber unser Verhalten primär anders: Alles was schnelle Belohnung verspricht, wird zielgenau angestrebt. Sicherheitsgefühle werden durch den Besitz möglichst vieler materieller Ressourcen vermittelt. Neugier wird durch Konsum befriedigt, wobei primär Sex, Nahrung und Unterhaltung zählen – keinesfalls jedoch Nachhaltigkeit an sich. Nachhaltigkeit kann kein implizites motivationales Ziel sein, da es in der menschlichen Frühgeschichte dafür keine Notwendigkeit gab, bis der Mensch durch Arbeitsteilung und Ausbeutung fossiler Energiequellen begann, das Gleichgewicht nachhaltig zu stören. Darüber müsste man zuerst nachdenken. Der Durchschnittsmensch kann deshalb gar nicht anders, wenn er dank wachsender Wirtschaft über mehr Ressourcen verfügt, als SUVs und Gefriertonnen kaufen und für 2 Wochen Urlaub auf die Malediven fliegen.

Die Osterinsel hat begrenzte Ressourcen, unser Planet hat begrenzte Ressourcen. Aber das Verrückteste ist das seit Jahrzehnten anhaltende exponentielle globale Bevölkerungswachstum, angesichts der ökologischen Probleme (z.B. 7% aller chinesischen Kinder kommen heute mit Missbildungen zur Welt – Zufall???). Interessant ist immerhin, dass in den letzten Jahren ein Trend weg vom exponentiellen hin zum linearen Bevölkerungswachstum erkennbar wird. Geschieht diese relative Begrenzung etwa aus Einsicht? Die Antwort: Auch in zivilisierten Ländern wird das Bevölkerungswachstum sogar noch gefördert (Spanien, Singapur, z.B.), um die aus dem Lot geratene Altersvorsorge zu retten. Scheuklappenpolitiker aller Couleur sprechen reflexartig, ohne ihr Großhirn zu bemühen, davon, dass die Leute mehr Kinder haben sollen, um die Zukunft der Sozialversicherungen nicht zu gefährden. Meiner Meinung nach zeigt auch dies die beängstigend immense Überforderung der Menschen und der gesellschaftlichen Strukturen angesichts der vom Menschen geschaffenen technischen und gesellschaftlichen Realitäten. Vielleicht wird jetzt etwas verständlicher, wenn ich sage, um nachhaltig und in Würde weiter bestehen zu können (nicht nur die nächsten 4, sondern 200 Jahre), müssen wir uns vom Dogma des Wirtschaftswachstums als Wunderwaffe gegen alles verabschieden. Wir brauchen auf allen Ebenen, technologisch, gesellschaftlich, spirituell, politisch und wirtschaftlich, die wirklich besten Rezepte, um Überleben zu können. Meine Idee einer generellen Verkürzung der Arbeitszeit könnte ein Mosaikstein sein: Weniger Stress, mehr Freizeit, weniger Krankheit, weniger Geld, weniger zerstörerischer Konsum, mehr Sinn im Leben und nebenbei weniger Sondermüll und Treibhausgase. Auf dass wir endlich aufhören, reibungslose Zahnrädchen in sinnentleerter Wirtschaftstätigkeit zu sein.

Freiheit kann man auch so definieren!
dieter (Gast) - 11. Feb, 09:32

Mit der Allmende ist im Fall der Tragik der Allmende eher ein unkontrolliertes Allgemeingut gemeint, nicht eines, deren Nutzung nach definierten Regeln festgesetz ist und auch beobachtet wird. Es geht nicht um staatlichen vs. privaten Besitz, sondern um Ressourcen, für die überhaupt niemand zuständig ist.

Massenrodungen gab es schon in der Antike.

Madagaskar? Siehe Malthus. In Haiti ist die Situation noch schlimmer.

Das mit dem Great Plains habe ich auch gestern auf Wikipedia nachgelesen und dort steht, dass diese die Kornkammer der USA seien. Die Indianer haben, soweit ich mal gelesen habe, dort früher überhaupt nicht gewohnt, sondern sind dorthin wegen der Siedler geflüchtet. Mammuts und viele andere Tiere wurden schon von Steinzeitmenschen ausgerottet. Erst seit etwa hundert Jahren macht man sich Gedanken um Wildtiere. Es braucht wohl Erfahrung, bis ein Volk die Grenzen seiner Umwelt erkennt und sich darauf einstellt oder gar einen Fetish um Koalabären entwickelt.. Die Osterinsulaner hatten keine zweite Chance. Dein Osterinselbeispiel widerspricht ebenfalls deiner Annahme einer idyllischen Lebensweise im Einklang mit der Natur in der Frühgeschichte.

Deinen wirren Kulturpessimismus teile ich nicht und ich bräuchte wohl zehn Postings, um darauf einzugehen. Produktivität soll Krankheiten verursachen? Gut, vor 200 Jahren hättest du von frühmorgends bis spätabends am Feld schuften müssten. Dann hättest du keine Schlafstörungen gehabt. Diabetes auch nicht, denn Kinder mit Diabetes wären gleich gestorben und die Altersdiabetes muss man sich erst einmal anessen können. Besser Altersdiabetes als Hunger.

Dass Menschen heute weniger lesen und schreiben würden, halte ich im Zeitalter von Internet, Handy und Gratiszeitung für groben Unsinn und in deiner vorproduktiven Zeit konnte praktisch niemand lesen und schreiben.

Ich teile diese Weltuntgergangsstimmung überhaupt nicht. In den letzten Jahrzehnten wurden die Gewässer und die Luft wieder reiner. Die Ozonloch-Gefahr wurde abgewendet. Müllskandale sind Geschichte. Der Klimawandel ist ein vergleichsweise geringeres, weil langwieriges Problem, der sowieso nur bis zu einem gewissen Grad eintreten wird, da das Öl ohnehin ausgeht. Ich sehe im Westen eine Verbesserung trotz oder gerade wegen des Wirtschaftswachstums.
tom-ate - 14. Feb, 15:19

dumm oder verlogen?

Lieber dieter, gerne hätte ich Dir hier das letzte Wort gelassen, aber da Du anscheinend nicht lesen kannst (Du behauptest Wikipedia zum Thema Great Plains gelesen zu haben...) oder einfach lügst, um Dein euphorisiertes Weltbild zu retten, hier ein Auszug aus Wiki: "Knapp eine Million Menschen bewohnen heute die Great Plains; damit gehören sie zu den am dünnsten besiedelten Landwirtschaftsregionen der Welt, und die Tendenz ist weiter sinkend. Heute beträgt die bäuerliche Bevölkerung etwa ein Achtel derjenigen von 1930. Zunehmende Dürre erschwerte die Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten erheblich und die Technisierung ließ Arbeitskräfte überflüssig werden. Zunehmend wandelt sich kultiviertes Land wieder zurück in Graslandschaft, auf der zunehmend Bisonzucht betrieben wird. Immer mehr Orte verwandeln sich in Geisterstädte."

Was Du sonst noch zu sagen hast, ist keine Replik mehr wert. Wer die schweren Zivilisationskrankheiten derart verharmlost, wie Du das aus welchen Gründen auch immer für nötig hältst, spricht sich selber sein Urteil. Und ach: übrigens idealisiere ich auch keinesfalls vorindustrielle Zustände. Deine Unterstellungen sind wertlos. Unsere zivilisatorischen Probleme haben natürlich nicht mit der modernen Industrialisierung erst angefangen...

[Bearbeiten]
One Brick (Gast) - 15. Feb, 07:44

Tom-ate obviously a chilli ate

Ich glaube wir kommen hier auch ohne gegenseitiges schnappen&beissen aus.
Nicht zu leugnen ist, daß Wirtschaftswachstum und Wohlstandswachstum untrennbar Hand in Hand gehen. Die Frage der Verteilungsgerechtigkeit ist mit dieser Feststellung jedoch nicht beantwortet.
Für Defizite bei Letzterem kann daher nicht das Wirtschaftswachstum verantwortlich gemacht werden.
Die Konsequenz aus der Forderung nach weniger Wirtschaft ist unweigerlich ein netto-Wohlstandsverlust.
Dieser Zusammenhang kann auch nicht durch falsche Interpretation der zitierten Beispiele (Madagaskar, Great Plains) umgedreht werden.
Fazit: schwer lösbare Probleme der Verteilungsgerechtigkeit sind nicht zu lösen, indem man den Kuchen kleiner macht!
tom-ate - 15. Feb, 11:41

Was ist Wohlstand?

Konstruktiver Beitrag, aber kein Fazit, sondern eine neue Frage: Wenn der Kuchen noch grösser wird, löst man dann die globale Verteilungsungerechtigkeit? Du sagst es eigentlich selbst und auch ich hätte da meine Zweifel. Die Geschichte lehrt doch das Gegenteil! Am meisten Gerechtigkeit findet man in sog. primitiven Steinzeitkulturen, z.B. Indios im Amazonas. Das weltweite Bruttosozialprodukt könnte drei-, viermal so hoch sein wie heute, wir hätten wahrscheinlich immer noch Kinderarbeit, Hungersnöte, etc. Wer die ökologischen Zusammenhänge mit einbezieht, kann sich vorstellen, dass bei drei-, vierfachem Wohlstand die globalen Probleme eben zu- statt abnehmen. Das ist meine Grundthese. Mehr Wohlstand in Euro entspricht eben auch nicht einfach mehr Lebensqualität. Lebensqualität ist ein ökopsychosozialer Aspekt, der sich nicht ohne weiteres in Euro umrechnen lässt. Als angeblich rein subjektiver Faktor wird er in der Ökonomie falsch verstanden.

Weniger Arbeit für jeden, weniger abstrusen Konsum, weniger Schadstoffemissionen, mehr Freiheit, das ist der Weg zu mehr Lebensqualität. Wir, in den westlichen Industrienationen könnten uns dies leisten, wenn wir den Kopf dafür frei hätten.
dieter (Gast) - 16. Feb, 08:59

@tom-ate

http://de.wikipedia.org/wiki/Great_Plains

"Das Gebiet wird häufig als Kornkammer der USA, beziehungsweise als „breadbasket“ (Brotkorb) bezeichnet, da in jener Region ein gewaltiger Überschuss an landwirtschaftlichen Erzeugnissen erwirtschaftet wird. Ungefähr die Hälfte des Weizens der USA wird im Gebiet der Great Plains produziert, was bei 608 Mio. t für die gesamte USA (Stand: 2005) also ca. 304 Mio. t entspricht. Daneben werden auch noch 60 % des Rindfleisches der USA dort produziert, weshalb die Great Plains oft als „cattle country“ (Rinderland) bezeichnet werden."

Dass dort heute kaum noch Leute leben, ist ein Resultat der Industrialisierung der Landwirtschaft, nicht von Wüstenbildung und Kollaps, so wie du das dargestellt hast.

"Weniger Arbeit für jeden, weniger abstrusen Konsum, weniger Schadstoffemissionen"
Von welchen Schadstoffen sprichst du eigentlich? Die Schadstoffe gehen doch seit 20 Jahren entweder zurück oder sind wenigstens trotz Wachstum flach geblieben. Wann hast du das letzte mal von Smog und saurem Regen gehört? Vielleicht bist du ja zu jung, um die Begriffe überhaupt zu kennen.

"Weniger abstruser Konsum" ist kein konkreter Vorschlag, solange du nicht sagst, was genau du damit meinst und wie genau du die Konsumenten auf den Verzicht von eben jenem Konsum zu überzeugen gedenkst.

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