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hrabal (Gast) - 24. Apr, 14:57

es gibt Ökoeffizienteres

In den österr. Alpen stehen bereits ca. 5000 MW Spitzenkraftwerke. Die sind abgeschrieben, Co2-frei und eben für die Spitzenlastabdeckung errichtet.
Wozu daher teure PV fördern?
Damit der Strompreis in die Höhe getrieben wird?!
Aber wenn schon Ökospitzenkraft, dann doch eher Biogas, das kann in jede Last gefahren werden, ist wesentlich planbarer und verfügbarer als PV und Wind, ist allemal billiger als PV und zudem heimische Wertschöpfung. Und fürs Grundwasser ist es auch gut.

Wolfgang (Gast) - 24. Apr, 20:22

Vielleicht...

weil wir nicht genug Wasserkraftwerke haben, um den Bedarf zu decken? Und der steigt. Außerdem ists sinnvoll, zumindest einen Teil des Stroms dort zu erzeugen, wo er gebraucht wird.
hrabal (Gast) - 25. Apr, 20:38

Least Cost ecoefficiency

Warum der Stromverbrauch steigt (heurer sicher nicht) ist wohl eine eigene Debatte.
Aber ich gebe mal folgendes zu bedenken:
- Welcher Haushalt hat denn eine der PV vergleichbare Nachfragestruktur? Viel zu Mittag und über die meiste Zeit es Tages nix! Ich kenn kein Haushaltsgerät und kein Bürogerät. dass eine der potentiellen Erzeugung angeglichene nachfrage aufweist.
- Zu den Kosten siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik
Also pro kWh knapp unter 20 Cent! Dafür bei einer Leistung von 1 kW halt nur ca. 950 kWh Ertrag am Standort Wien - dürftig und teuer! Vor dem Hintergrund der Nachfrage sind übrigens Systemkosten, sprich auch die Kosten jener Kraftwerke hinzuzurechnen, die die Leistung bringen müssen, wenns mal finster ist, oder die Wolke im Weg steht.. siehe auch: http://karlsruher-sonnendaecher.de/kasd/public/kaso/dominikus?type=day
- Und bzgl. Biogas ein Zitat, dass nicht nur wegen der Kosten, sondern auch wegen der Bedeutung im heurigen Winter aufhorchen lassen sollte:

The potential found rose from about 300 billion m³N/a in 2005 to about 500 billion m³N/a in 2020. The increasing availability of land for agriculture is decisive for potential growth because the acreage needed for production of food is expected to fall. The greatest potential is foreseen in the EU-15 and the CIS states. About half of the potential can be developed using biogas. With full potential development by the year 2020 a figure of 25,000 to 50,000 biogas
plants and about 1000 bio SNG plants can be expected.
The potential found could possibly replace fossil natural gas to the tune of about 500 billion m3 in which is equivalent to the current natural gas consumption of EU-28.
(...)
The consideration of the costs of preparing biomethane was based on defined model plants. In practice – depending on the underlying conditions - the costs may deviate considerably for each individual case. The calculated generation and supply costs are around 7 to 16 €ct/kWhCH4,th.

Quelle:
BÜNDNIS 90
THE GREENS
Parliamentary Group
16 44
Jan 2007
Possible European biogas supply strategies
A study on behalf of the Government Parliamentary Group
Bündnis 90/The Greens

Download via: http://www.hans-josef-fell.de/cms/index.php?searchword=Biogas&option=com_search&Itemid=231

Ich bin daher gegen PV in Österreich, weils nicht die Least Cost Option ist und es Besseres zu tun gibt - u.a Biogas aber auch Stromsparen. Die Grenzkosten der Negawatts liegen doch allemal niedriger als die der teuren Erneuerbaren. Hier wäre längst zu fragen, wie dieses Marktversagen behoben werden wird und entsprechende parlamentarische Initiativen zu setzen.
MovGP0 (Gast) - 25. Apr, 21:48

alternativen?

Die Frage ob PV zu teuer ist oder nicht stellt sich nicht!

Tatsächlich ist es doch so, dass wir ALLE Erneuerbaren Energien brauchen die wir bekommen können, wenn uns in 30 Jahren das Öl ausgeht.

Mit Thermischer Sanierung, Wasserkraft, Windkraft und Biogas alleine kann man den Verbrauch nicht vollständig, sondern nur zum größten Teil decken!

Natürlich kann man argumentieren, dass man lieber mit Windkraft und Biomasse anfangen sollte. Fakt ist jedoch, dass wir ohne der PV in einigen Jahrzehnten nicht genug Energie produzieren können um unseren Lebensstandard zu halten.

Zudem wird PV ja immer kostengünstiger. Schätzungen zufolge wird der Strom aus großen PV-Anlagen bereits ab 2012 günstiger sein als Kohlestrom, während Kleinanlagen vermutlich ab 2020 günstiger sein werden als der Strom aus der Steckdose.

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