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sgm (Gast) - 8. Mai, 23:37

"Florian Holzer am 07. Mai um 19:05
verkehr klappt nur mit regeln, und wenn man erwartet, dass sich nur autofahrerinnen und autofahrer dran halten, funktioniertdas system grundsetzlich nicht, das ist bei systemen einfach so ..."

Gegenbeispiel: Warst du schon mal in Kairo? dort gibts keine Spuren, hupt jeder, und alle fahren durcheinander, wie Ameisen, aber es funktioniert. Liegt wohl auch an der Mentalität.
Hier in Europa glaub ich würd das nicht funktionieren, wie du schon sagtest.

Wolfgang (Gast) - 9. Mai, 19:35

1) Bin sowohl Radfahrer (ca. 4,000km pro Jahr) und Autofahrer (ca. 13,000 km pro Jahr)

2) Ein paar Raderlebnisse:

a) Radweg in Purkersdorf durch Kleingartensiedlung neben Westbahn: Entgegenkommender Radfahrer ohne Licht und ohne Helm bei stockfinsterer Nacht

b) Kreuzung 1140 Wien, Hauptstrasse/AloisCzedikgasse: Rennradfahrer bei Rot und geschätzten 45-50kmh über die Kreuzung

c) Das Befahren von Zebrastreifen zum Überqueren von Strassen, für den Autofahrer oft sehr spät erkennbar, dafür aber deutlich schneller aus Fussgänger ! (z.B. Linzerstr./ Bujattigasse)

Anonymität fördert Undiszipliniertheit !!

Sinnlose Verkehrsplanung: Radstreifen endet genau VOR der Bushaltestelle (Busbucht) und beginnt exakt am Ende derselben (siehe 'Wolf in der Au) - genau an dieser Stelle wird allerdings der Autofahrer durch einen Fahrbahnteiler auf den Mehrzweckstreifen gedrängt. Insgesamt ein sinnloser Radweg, weil ca. 100m parallel gibt es den Wientalradweg - man muesste selbigen halt ausbauen ...... fettet halt weniger die Bezirksstatistik auf als eine Strasse sinnlos zuzupinseln .....

Ich schlag dem Herrn Chorherr folgenden Test vor:

Alle in Österreich lassen das Auto für 1 Tag stehen, fahren ausschließlich mit Rad oder öffentlich (sowohl privat als auch zur/von der Arbeitsstätte)
ABER: Alle fahren zur üblichen Zeit weg und verlassen die Firma zu jener Zeit, damit sie wie sonst heimkommen ....... damit ist sichergestellt, dass die Normalarbeitszeit von dzt. 8 Stunden auf geschätzt 7 Stunden reduziert wird.

In meinem Fall.

Auto: 2 x 25 Minuten
Öffentlich: 2 x 55-60 Minuten
Rad: 2 x 50 Minuten

Ich würd mir also etwa 2 x 25 Minuten 'Arbeit' ersparen bei diesem Testlauf. Bin mir auch ganz sicher, dass der Installateur oder der Elektriker mit dem Fahrrad kommt und 'Essen auf Rädern' wird auch per Rad ausgeliefert .........
Wolfgang (der andere) (Gast) - 10. Mai, 10:16

Schwarz/Weiß anyone?

Da gehts um einen Lenkungseffekt, und nicht darum, dass es jeder machen muss.
Meine Erfahrung ist, dass Autofahrer immer die reine Fahrzeit rechnen, während Öffi-Fahrer auch den Fußweg einrechnen.

Rechne mal die Einsatzfahrzeuge, Müllabfuhr, Zusteller, Gewerbliche und Busse vom Straßenverkehr weg - dann sind vieleicht 5% weniger Fahrzeuge unterwegs. Die abertausenden Autofahrer, die meistens noch allein in ihrer Kiste sitzen, sind das Problem. Von den Seewinklern, die am Flughafen arbeiten haben die meisten Fahrgemeinschaften, in Wien zahlt sich das anscheinend noch nicht aus.

Ich wär dafür, die Anrainer drüber abstimmen zu lassen, was mit einer Straße passiert. Am Gürtel wohnen schließlich auch Menschen.

Und sorry - schlimm genug dass ich als Radfahrer zwei Minuten lang auf eine 5-Sekunden-Grünphase warten muss (ohne Radweg müsst ich das nicht). Dann soll man auch noch schieben, nur weil ein paar Farbkleckse auf der Straße fehlen? Ich fahr inzwischen dort, wos keinen Radweg gibt, außer er ist wirklich gut.

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