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AH (Gast) - 26. Mai, 12:26

Lieber CC,

danke für das Anreissen dieses großen Themas. Ich bin bei Ihnen, dass das Dogma nach immerwährendem Wachstum zu hinterfragen ist. Aber bevor man daran geht, machbare Utopien zu diskutieren, würde ich gerne ein paar Ecksteine zur Diskussionsbasis hinzufügen:

1. Weltweit haben rund. 1,6 Milliarden Menschen keinen Zugang zu "modernen", meist kommerziell gehandelten Energieformen.

2. Die Weltbevölkerung Stand Juli 2009 dürfte bei 6.79 Milliarden Menschnen liegen. Tendenz steigend.

3. Alle diese Menschen haben - wie wir- ein Bedürfnis nach Sicherheit, Nahrung, Behausung, Medizinischer Versorgung, Bildung, Mobilität... und diese Liste ließe sich sehr, sehr lange weiter führen.

4. Die Produktivität auf dem Produktionssektor wie auf dem Dienstleistungssektor ist in den letzten Jahren konstant gestiegen.

5. Das verfügbare Wissen ist in den letzten Jahren sprunghaft angewachsen.

Wir können uns gerne darauf verständigen, dass wir weisse gebildete Mittelschicht-Europäer keinen rasanten Bedarf an Wachstum haben. Sehr gerne sogar. Denn ich brauche z.B. kein Auto mit 32 Elektromotoren. Aber weltweit gesehen gibt es ein enormes Ungleichgewicht und einen steigenden Bedarf an Gütern und Diensten, die alle Objekte eines Wirtschaftssystems sind.

Sehen Sie das ähnlich?

Sehr gut finde ich Ihren Hinweis, das Wirtschaftswachstum messe eine Wertgröße, keine Mengengröße.

Ich würde von da in zwei Richtungen weiter denken: 1. Wertschöpfung, 2. Geldmenge. Ein zukünftiges Wirtschaftssystem muss die eigentliche Wertschöpfung begünstigen (nicht im neoliberalen Sinn verstehen, bitte). Wie man aber aus Geld Geld macht, ob das jemals nachhaltig sein kann, und durch welche Werte solches Geld gedeckt ist, müssen allerdings berufenere als ich kommentieren.

Google Tipps:

Für die "stofflich-ökologische Wende" empfehle ich FAKTOR 10.
Für Energieversorgung empfehle ich DESERTEC.

Beste Grüße, A.H.

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