Videoblog
Energiepolitik nach Fukushima
Meine Rede in unserer Aktuellen...
Meine Rede in unserer Aktuellen...
...wilde Vögel fliegen
Meine Rede auf der Landesversammlung:
Meine Rede auf der Landesversammlung:
Im Gespräch mit Rudi Anschober
Im September wählt Oberösterreich. Dass...
Im September wählt Oberösterreich. Dass...
meine Vision einer Radverkehrspolitik in Wien
aktuelle Stunde, von uns eingebracht...
aktuelle Stunde, von uns eingebracht...
Bikecity am Wasser.Ein Video
EDIT: der ORF-Bericht aus Wien...
EDIT: der ORF-Bericht aus Wien...





























Freilich gibt es sie, aber bislang kennen wir nur die, die nicht funktionieren.
Ich glaube der wesentiche Punkt ist, zu akzeptieren, dass wir die Weiterentwicklung unseres derzeitigen Wirtschaftssystems nicht im Vorhinein planen oder konstruieren können, dass es sich um einen Prozess handelt der nicht kontrolliert abläuft. Wie jede andere Entwicklung auch wird es im Laufe der Zeit einfach passieren - getrieben von unzähligen kleinen Einzelentscheidungen, ganz ohne Masterplan. So sind wir ja auch an den Punkt gelangt, an dem wir heute stehen - ein evolutiver Vorgang.
Es ist daher vollkommen aberwitzig "den Kapitalismus" als irgendetwas von aussen aufoktroyiertes darzustellen oder - wie in der "Zeit" - künstlich Gegensätze "Kapitalismus - lebenswerte Umwelt" zu konstruieren.
Die Idee, einfach mit dem erreichten Wohlstand zufrieden zu sein und Wachstum - und damit Entwicklung - einzufrieren hat ja nachgerade etwas messianisches: "Leute, das Ziel ist erreicht, erlösen wir uns vom unentwegten Streben und geniessen das Paradies!". Angesichts der aktuellen (nationalen&globalen) Lage ist das absurd - allein die Vorstellung, dass es so etwas wie einen "Vollkommenen Endzustand" geben kann deutet eher auf ein Wunschbild mit religiöser Wurzel als auf eine ernsthafte Analyse der Entwicklung unserer Welt.
Es sind bei Weitem nicht alle Probleme gelöst und es müssen möglichst rasch neue (materielle und immaterielle) Technologien her damit die Menschen dieser Erde die einfachsten Bedürfnisse des täglichen Lebens befriedigen können und nicht binnen Kürze verhungern, ersticken oder weggeschwemmt werden.
Wir leben nunmal *nicht* im Paradies. Wachstum muss sein, sonst kommt nichts Neues in die Welt.
Die "Entstofflichung" des Kapitalismus ist ohnehin schon seit Jahrzehnten im Gang - der Dienstleistungssektor wächst beständig, der Anteil der Industrieproduktion geht zurück. Ganz ohne Masterplan.
Bleibt die Frage: was tun, wenn wir eingesehen haben, dass wir nicht planen können was funktioniert sondern nur ausprobieren was sich bewährt, dass das Basteln an einem Masterplan also vergebliche Liebesmüh ist?
* Das wettbewerbsgetriebene (Wirtschafts-, Wissenschafts-, Politische-)-System pflegen und hegen mit dem Ziel einen möglichst vielfältigen Pool an Optionen für den weiteren Weg zu schaffen (Monopolbekämpfung, Konzerne zurechtstutzen, Grüne Vorwahlen,...)
* Gute, gezielte und konkrete Einzelentscheidungen treffen (z.B. Energiesteuer rauf, Lohnsteuer runter)