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VoiceFromEurope (Gast) - 3. Jun, 22:12

Das ist aber eine weniger mutige Diskussion mit 100% Befürwortern.

Aufklärung hätte ich gerne darüber

-- wie es sich *wirklich* mit dem Blaulichtanteil und dessen schädigenden Auswirkungen auf den Schlaf-Wach-Rhythmus, mithin auf den gesamten Organismus, verhält.
-- warum der Vizevorsitzende des Weltklimarates, Prof. Ottmar Edenhofer, gegen das De-facto-Verbot ist und es für blinden Aktionismus hält, der der Sache nicht hilft.

Zudem würde ich einladen zu reflektieren, ob ein De-facto-Verbot das beste Mittel war, den angestrebten Einsatz von Energiesparlampen zu erreichen. Megaman leidet jetzt schon darunter.

Und vor allem hätte ich gerne eines erklärt: Welcher wahnwitzige Mensch hat Euch Grünen eingeredet, dass das Verbot von Konkurrenz die Innovationskraft fördert? Alle hoffen auf ein Entwicklungswunder im Energiesparlampenbereich DURCH das De-facto-Verbot von Glühbirnen; ich finde das absurd.

Energiesparlampen haben per se den Kardinalvorteil, auf den heute alle schauen: Sie sparen Geld. Warum in aller Welt sollten die Energiesparlampenerzeuger, wenn sie allein am Markt sind, mehr als jetzt versuchen, auch in puncto Komfort den Glühbirnen gleichzuziehen?

VoiceFromEurope (Gast) - 5. Jun, 12:40

Zur Information:

Dr. Dieter Kunz, Chefarzt Psychiatrisches Uniklinikum Charité: "Die heute gebräuchlichen Energiesparlampen haben einen hohen Blauanteil. Und Licht aus dem blauen sichtbaren Spektrum ist ein Takter für die innere Uhr am Tage. Das heißt, es ist sehr gut für die innere Uhr, wenn am Tage ein hoher Blauanteil da ist. Wenn dieser Blauanteil aber während Nacht vorhanden ist, dann ist das falsche Signal an die innere Uhr und bringt diese durcheinander. Störungen der inneren Uhr – wissen wir heute – führen zu Störungen in jedem Bereich der Medizin; wir wissen, dass das zum Beispiel Einfluss hat auf Tumorerkrankungen, aber auch auf Herzinfarkte, auf Depressionen und ganze Reihe von anderen Erkrankungen."

Prof. Heinrich Kramer, Universität Aachen: "Es ist und bleibt immer der selbe Blauanteil in der Lampe drin und der schädigende Anteil bleibt eben auch der gleiche. Das ist ganz unabhängig von der Art der Lichtfarbe, die ich kaufe, ob ich warm-weiß oder neutral-weiß oder Tageslicht-weiß."

Der Herstellerverband ZVEI räumt ein, dass "Licht mit höheren Blauanteilen eher wach macht". Allerdings sei "für einen natürlichen Melatonin-Zyklus die Art des Leuchtmittels zu Hause weniger relevant als die Intensität des verwendeten Lichts. […] Wer dennoch den Eindruck hat, dass Energiesparlampen zu Einschlafstörungen führen, kann an deren Stelle Halogenlampen einsetzen."

Im Kontext: http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-gluehbirne-klimaschutz-ID1230898145031.xml
Corvus (Gast) - 5. Jun, 14:15

Licht bei Nacht

Zu viel Licht bei Nacht ist generell ein Problem (Melatonin-Produktion!) . Wir sollten daher zusehen, dass wir (besonders in den Städten) nicht jeden Winkel taghell ausleuchten. Das ist vermutlich ein größeres Probelm als die Lichtfarbe. Aber leider wird die "Lichtverschmutzung" nur recht langsam als Form der Umweltverschmutzung erkannt.

Dieser Link hier ist vielleicht interessant:

http://www.kepler-salon.at/en/content/view/full/425

(Eine mp3-Download der gesamten Diskussion ist dort verfügbar)
VoiceFromEurope (Gast) - 5. Jun, 16:02

Stimmt

Da gab ich Dir recht. Mit der ESL-Richtlinie sind wir aber dann gezwungen, diese Art von Licht bis in unsere Schlafzimmer zu holen. Und das seh ich nicht ein. Wer mag schon Leuchtstoffröhren überm Doppelbett?

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