Videoblog
...wilde Vögel fliegen
Meine Rede auf der Landesversammlung:
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Im Gespräch mit Rudi Anschober
Im September wählt Oberösterreich. Dass...
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meine Vision einer Radverkehrspolitik in Wien
aktuelle Stunde, von uns eingebracht...
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Bikecity am Wasser.Ein Video
EDIT: der ORF-Bericht aus Wien...
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zu Besuch in einem Wiener Passivhaus
erst wurde dieser Familie fast...
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37% Grünfunktionäre kontra Vorwähler
Für sehr viele Grünfunktionäre ist die Innenwirkung der potentiellen Kadidaten ausschlaggebend - also wie sehr sie sich die Kandidatur durch innerparteiliche Reputation verdient haben.
Für die Vorwähler wäre dieser Gesichtspunkt irrelevant, als neu hinzugestossene können sie das gar nicht wertschätzen.
Die Mechanismen auf denen die hohe Ablehnung (>37%) der Vorwähler durch Grünfunktionäre basiert sind leicht nachvollziehbar.
Gleichzeitig ist nicht schwer zu erraten, welche Nominierungsstrategie bei den tatsächlichen GR-Wahlen die erfolgreichere sein wird: interne Meriten oder gute Aussenkommunikation der politischen Message.
Daher möchte ich Claudia Smolik: "Wählen allein ist keine Mitarbeit für die Grünen" entgegnen: "Die wichtigste Mitarbeit für die Grünen ist sie zu wählen - ganz besonders vorzuwählen."
Wiener Mut
Da stehen sich zwei Gruppen gegenüber, von denen beide behaupten "Wir sind die Grünen!".
Während man aus zahlreichen Postings der Vorwähler klar herauslesen kann, dass das Engagement nicht mit dem Vorwählen enden wird, fehlt der Grünen Organisation leider der "Wiener Mut" um offen auf diese Menschen zuzugehen und ihnen Raum, Infrastruktur und Hilfestellung zur Entwicklung zu geben. Man hat den Eindruck, viele Grünfunktionäre fürchten sich vor den Vorwählern wie der Strache vor den Türken.
Mit einem Wort: bei den Wiener Grünen hapert es an Integrationsfähigkeit.
@onebrick
Wenn bei einer Wahl ein Kandidat mit 63% gewinnt, spricht man normalerweise von einem Erdrutschsieg.
Den Antrag, den Unterstützern das Wahlrecht zu entziehen, ist von 63% abgelehnt worden.
Gerade weil ich viele Eurer Argumente teile: DIE Grünen haben das abgelehnt.
Bissl Fairness, ist das zuviel verlangt?
c.
Trotzdem ein paar Anmerkungen zu 37%: wenn die grüne Bundessprecherin mit 63% gewählt wird, dann ist die Kandidatin abgerutscht und die Erde bebt - nicht umgekehrt. Schlimmer kann's kaum kommen.
Als Profi schaffst Du es, auch 50,01% als Erfolg zu empfinden, selbst wenn die Sache so klar ist, dass 100% Pflicht sind.
Ich bin nicht-mal-Amateur und darf mir den Ehrgeiz leisten "37% kontra Vorwähler" als schlechtes Ergebnis zu sehen. Diese 37% waren ja wohl auch nur die Spitze des Eisbergs. Die waren nicht bloss gegen die Aufnahme der Vorwähler als Unterstützer, sondern dafür den gerade Aufgenommenen noch schnell "hintenrum" das eben zuerkannte Wahlrecht zur entziehen. Das ist bitte eine andere Kategorie (best-of-böse-XL?), das war - wie man liest - selbst dem Robert Korbei und dem Markus Rathmayr zu krass.
Zur Fairness: ja, es gibt auch viele Wiener Grüne die die Vorwahlen unterstützen und toll finden. Das macht Mut. Ich habe auch Verständnis für die 37% Kontras, ich bin mir nicht einmal sicher, auf welcher Seite ich stehen würde wäre ich schon vor Jahren Unterstützer, Mitglied oder Bezirksrat geworden.
Und: ich bleibe dabei: der Weg ist das Ziel. Vergebene Liebensmüh' war's erst, wenn sich die 37% in 6 Monaten noch immer fürchten - bis dahin gibt's noch jede Menge zu tun!
Daher: jubeln wir nicht über 63% vermeintliche Zustimmung, sondern arbeiten wir daran die 37% zu überzeugen!
Ein Ziegelstein
Um was gings bei dieser Abstimmung- um den Modus für die Vertrauensabstimmungen. Was sind diese Vertrauensabstimmungen in Wirklichkeit? Sie sind in der Praxis üblicherweise eine absolute Formalität. Jedoch, wenn es wirklich schwere Bedenken gegen einen Kandidaten / eine Kandidatin gibt, bieten sie eine Notbremse.
Da in Wien die Vertrauensabstimmung nur für bestehende Mandatare durchgeführt wird, ist es so, dass nur wenn jemand wirklich einen ordentlichen Teil der Partei gegen sich aufgebracht hat, er oder sie diese Hürde verfehlen kann. Ich finde es nicht besonders radikal, dieses Instrument in den Händen jener Mitgliedern zu belassen, die die Funktionsperiode jener Leute begleitet haben.
Es steht weiterhin den UnterstützerInnen völlig frei, neue Leute für die Listenerstellung aufzustellen, diese unterliegen, wenn ich es richtig verstehe, gar keiner Vertrauenabstimmung. Und es steht ihnen weiterhin völlig frei, bestehende Mandatare abzuwählen.
Zeig mir die Landespartei bitte, wo weniger als 37% der üblichen Verdächtigen (also des Viertel der Mitglieder, die brav zu den Versammlungen gehen) sich fürchten würden, wenn auf einmal ein paar hundert neue Leute dazustossen wollen. Da wäre bei uns in der Stmk. mit Sicherheit die Hölle los.
Seien wir ehrlich: die Aufnahmemodalitäten bei den Grünen sind jenen der anderen Parteien nicht unähnlich. Da kennst ein paar Leute und dann musst du einem Parteifunktionär gegenüber einen passenden Stallgeruch vorweisen. Es ist eine menschliche und einigermassen flexible Methode die unter normalen Umständen gute Ergebnisse liefert. Ihre grosse Schwäche ist uns aber gerade vorgeführt worden: so kriegst du keine Blockabfertigung hin.
Im übrigen lauern da zwei sehr grundlegende Sachen im Hintergrund:
erstens hat das Internet die üblichen Methoden zur Herstellung von Verbindlichkeit und Vertrauen gehörig ins Rutschen gebracht. Ob es Zahlung für Journalismus, sonstige Urheberrechts-Sachen, oder eben das Beitreten einer Organisation ist.
Zweitens müssen wir aus meiner Sicht mit allen geeigneten Mitteln versuchen, die "einfache" Mitgliedschaft in einer Partei aufzuwerten. Wir gratulieren uns darüber, dass ein für Österreich sehr hoher Anteil der Mitglieder zu den Versammlungen kommt. Aber es ist immerhin generell eine Minderheit. Und gefühlsmässig sind die Hälfte der Leute bei einer Versammlung jene, die schon praktisch engagiert sind. Wir bräuchten aber wie ein bissen Brot Mitglieder, die sich ihr Teil denken aber mit beiden Füssen fest im normalen Leben jenseits der Parteiaktivitäten stehen.
@Ben
Es gab ab noch einen Antrag, der die Unterstützer vom Wahlrecht bei der Kandidatenlistenerstellung ausgeschlossen hätte. Und der bekam "nur" 37,9%.
D.h. über 37% der Wiener Grünen wollen den bereits aufgenommenen Vorwählern (und den schon langjährigen Unterstützern) das so mühsam errungene Wahlrecht wieder aberkennen.
Zu Deinem Wunsch "Wir bräuchten aber wie ein bissen Brot Mitglieder, die sich ihr Teil denken aber mit beiden Füssen fest im normalen Leben jenseits der Parteiaktivitäten stehen." kann ich Dir nur beipflichten. Ich glaube, da hast Du auch die Idee der GrünenVorwahlen sehr gut erfasst!
Ah,
Erdrutschsieg?
Bei einem Konkurrenten 63% zu erreichen, ist ein Sieg.