Videoblog
...wilde Vögel fliegen
Meine Rede auf der Landesversammlung:
Meine Rede auf der Landesversammlung:
Im Gespräch mit Rudi Anschober
Im September wählt Oberösterreich. Dass...
Im September wählt Oberösterreich. Dass...
meine Vision einer Radverkehrspolitik in Wien
aktuelle Stunde, von uns eingebracht...
aktuelle Stunde, von uns eingebracht...
Bikecity am Wasser.Ein Video
EDIT: der ORF-Bericht aus Wien...
EDIT: der ORF-Bericht aus Wien...
zu Besuch in einem Wiener Passivhaus
erst wurde dieser Familie fast...
erst wurde dieser Familie fast...





























Porschefahrer Joschka
Pius hat auch einen
Schockierender im Hinblick auf grüne Glaubwürdigkeit finde ich das funkelnagelneue 130.000-Euro Porsche-Cabrio von Pius Strobl. Der ist Unternehmenssprecher des ORF, einer Firma mit einem 100-Millionen-Defizit, die kurz vor einer Entlassungswelle und der Wasser bis zum Hals steht. Strobl, ehemaliger Spitzenfunktionär der Partei, Top-Berater von Glawischnig und langjähriger grüner ORF-Aufsichsrat ist eine wethin sichtbare Symbolfigur für die Grünen.
Sein Schönwetter-Porsche und sein Schlechtwetter-BMW-SUV sind nicht nur eine Umweltgeschmacklosigkeit. Sie sind in der aktuellen ORF-Situation ein Zeichen extremer sozialer Unintelligenz, wie sie sich leider bei einigen grünen Top-Leuten jüngst häufen.Man könnte sogar sagen: Die Grünen stünden mit ein klein wenig mehr Sozialintelligenz um geschätzte 35% besser da.
Personenkult
Woher kommt dieses Verlangen nach einer persönlichen Inkarnation des politischen Programms, wieso ist den Wählern die Person des Politikers wichtiger als sein Programm?
Das Befürfnis nach persönlicher Identifikation mit dem eigenen Programm kann ich bei den aktuell kandidierenden Personen ja noch verstehen - dass diese Bindung auch noch "posthum" nach Ende der Politkarriere wirkt ist doch vollkommen irrational.
An die rauchenden Ärzte haben wir uns ja auch gewöhnt - wenn man die fragt sind sie auch für den Nichtraucherschutz und erschwerten Zugang zu Rauchwaren.
Der kleine Unterschied
Joschka erhält dagegen eine offenbar nicht gerige Summe dafür, Stimmung für eine Gaspipeline zu machen, die zumindest von den Grünen in Deutschland und in Österreich als völlig falsches energiepolitisches Signal angesehen wird. Und *das* ist der Unterschied.
Wohl niemand würde sich daran stossen, wenn Joschka Fischer sein trautes Heim mit einer Gastherme beheizt, und nicht mit einem Pelletofen. Ein hoch dotierter Lobbyingvertrag mit Gaskonzernen hat aber eine völlig andere Dimension und eine völlig andere Signalwirkung.
@Personenkult
"interessant, aber ich unterstütze die Grüne Partei ja nicht weil ich Pius Strobl für einen klassen Kerl halte, sondern weil mir das politische Programm mehr zusagt als das anderer Parteien."
Und wer, bitteschön, soll das politische Programm umsetzen ?
Menschen !
Programme sind Papier, weiter nichts. Und Papier ist zum Auswischen (courtesy Roda Roda) ! Man sehe sich nur "Wiener Verkehrskonzept", "KLIP", "Masterplan Verkehr 2003" an...
Versucht einmal die "2m Mindestgehsteigbreite" z.B. in Ottakring einzuklagen !
Kann man Parteiprogramme einklagen ?
Es sind Menschen, die sie umsetzen - oder eben nicht !
Es sind Menschen, denen man es glauben und zutrauen können muß !
Und das kann man nur dann, wenn ihr Leben kongruent zu dem Programm ist, das sie umsetzen zu wollen vorgeben.
"Warum sollten dann die Grünen weniger gewählt werden, weil ein ex-Grüner nicht mehr von den Konzepten überzeugt ist?"
Genau deshalb ! Weil man sich die Frage stellen muß: "Wann hat er sich geirrt ?
Vorher oder nachher ?" Und das hat viele weitere Fragen zur Folge, bis sich der ganze Pullover auflöst.
"Woher kommt dieses Verlangen nach einer persönlichen Inkarnation des politischen Programms, wieso ist den Wählern die Person des Politikers wichtiger als sein Programm?"
Weil wir im wirklichen Leben sitzen und nicht im Theater !
Soll ich den Unterschied erklären ?
Das, was uns ein Schauspieler auf der Bühne vorgaukelt, bleibt auf die Zeit der Vorführung beschränkt und hat keine Auswirkung auf unsere realen Lebensbedingungen !
Und ich habe ein Problem mit rauchenden Gesundheitssprechern - denen dann, wenn es um die Einführung von Rauchverboten geht, die eigene Zigarette näher steht als die Gesundheit aller !
Und ich habe ein Problem mit einer grünen Bundessprecherin, der die politische Karriere wichtiger ist als ihr Kind !
@coyote
Diese Sichtweise von Politik hatte ich mit messianischem Anspruch gemeint. Obwohl so mancher nicht nur im Zusammenhang mit Fussball von Religion spricht (http://martin.schimak.at/2009/05/gruene-kirche-meine-gewissensbekenntnisse/) sind das doch total übertriebene Ansprüche.
Ein Ex-Politiker kann tun und lassen was er will - es ändert doch nichts an der Schutzwürdigkeit der Hainburger Au ob der Nenning ein paar Jahre später Verbund-Vorstand wird.
# "Und ich habe ein Problem mit rauchenden Gesundheitssprechern - denen dann, wenn es um die Einführung von Rauchverboten geht, die eigene Zigarette näher steht als die Gesundheit aller !"
Der Zusammenhang den Du herstellst ist ja kein zwingender. Ich finde Gesundheitssprecher ganz OK die sich für die Senkung der Raucherquote einsetzen - auch wenn sie selbst rauchen und sich mit Rauchverboten selbst sanktionieren: das hebt doch eher die Glaubwürdigkeit.
# "Und ich habe ein Problem mit einer grünen Bundessprecherin, der die politische Karriere wichtiger ist als ihr Kind !"
Du solltest Dir den Anspruch mit allem bis ins letzte Detail einverstanden zu sein abgewöhnen - das wirst Du nie erreichen. Offenbar gibt es viele Frauen denen der feministische Karriere-Anspruch derart wichtig ist, dass sie auf die Karenz verzichten. Die sehen in EG eine glaubwürdige Vertreterin ihrer politischen Anliegen.
Das musst Du nich tmögen, aber Du solltest es tolerieren.
@One Brick
"Das musst Du nich tmögen, aber Du solltest es tolerieren."
Was ich WÄHLEN soll, das muss mich überzeugen,
"tolerieren", das muss ich die anderen !
Vielleicht gibt es viele Männer, die in einem Porsche - Fahrer einen glaubwürdigen Vertreter ihrer politischen Anliegen sehen, nur:
Was hat das bei den GRÜNEN zu suchen ?
"Wir sind nicht für alle da!" hieß einmal ein selten geglückter Slogan (ich glaub 1994 war es).
Auf dem Weg in die Beliebigkeit...