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Reini68 (Gast) - 2. Jul, 08:35

Noch ein rationaler Erklärungsversuch

Meiner Erfahrung nach fahren Radfahrer (in der absoluten Mehrheit) nicht über rote Kreuzungen, wenn sie selbst auf der Fahrbahn sind. Sie machen dies wenn sie auf den Radwegen unterwegs sind.

Hier kommt jetzt ein wesentlicher Unterschid zum Tragen. Ganz plötzlich wird die breite der Kreuzung um mehr als 50% verkürzt, weil der Gehsteig ja viel näher zum Kreuzungsmittelpunkt ist als die Haltelinie. Und was noch dazu kommt hier hat der Radfahrer (ebenso wie der Fußgänger) einen wesentlich besseren Überblick über die Kreuzung als von der Position der Haltelinie.

Eine zweite Variante gibt es auch noch und das ist, dass Radfahrer manchmal "Rechts bei Rot" ausnutzen. Diese Regelung gibt es in einigen Ländern sogar für Autos und auch hier ist der Radfahrer wesentlich im Vorteil, weil er wendiger und schmäler ist.

Conclusio muss sein, dass Radfahren nicht mit Autofahren verglichen werden kann, wenn es nicht auf der Fahrbahn stattfindet. Auf der Fahrbahn tut ein Radfahrer allerdings gut daran sich den anderen Teilnehmern entsprechend zu verhalten - zumindest so lange normaler Verkehrsfluss herrscht. Am besten bei einer Kreuzung einfach dort anhalten wo man das auch mit dem Auto tun würde, vorbeischlängeln ist für alle nur nervtötend, wenn der Radfahrer damit nur zehn Meter weiter nach vorne kommt und sofort von genau diesem Auto wieder überholt werden muss.

Ebenso aber gilt das auch für den Ort wo das Rad auf der Straße gefahren wird. Nicht am Bankett, sondern dort wo auch bei einem Auto die rechten Räder sind. Dies wird von vielen Autofahrern schon als Provokation emfpunden (weil sie bei Gegenverkehr nicht mehr überholen können); es ist aber nicht nur sicherer (weil ein Überholvorgang außer auf ganz breiten Fahrspuren immer bedint, dass ein Spurwechsel erfolgt), sondern entspricht auch der Ansicht der Höchstgerichte.

Es kommt also wohl eher darauf an, wo das Rad gerade gefahren wird. Auf oder neben dem Fußweg, dann werden auch die Freiheiten der Fußgänger herausgenommen. Oder auf der Fahrbahn, dann werden die Verkehrsregeln mit der gleichen (wenn nicht sogar höheren) Wahrscheinlichkeit eingehalten wie von Autofahrern.

Reini68 (Gast) - 2. Jul, 08:38

Nachtrag

Ehe noch wer auf blöde Ideen kommt. Mit auf dem Fußweg meinte ich kombinierte Rad-Fuß-Wege und nicht den Fußgängern vorbehaltene Wege, denn dort haben Räder im Normalfall nichts verloren.
martinm - 2. Jul, 09:30

"Am besten bei einer Kreuzung einfach dort anhalten wo man das auch mit dem Auto tun würde, vorbeischlängeln ist für alle nur nervtötend, wenn der Radfahrer damit nur zehn Meter weiter nach vorne kommt und sofort von genau diesem Auto wieder überholt werden muss."

Das stimmt aber meißt nicht, zumindest in Wien, da es hier immer stau gibt ;-)
Ich sage zb nur Mariahilferstraße. Dei gehört IMO sowieso für autos gesperrt *g*

Besser der Autofahrer würde auf sein dämliches Überholen verzichten, in der Regel ist in deisen Situationen die nächste rote Ampel schon in sicht.
Wolfgang (Gast) - 2. Jul, 09:34

Die Mahü

müsste eine Fuzo mit Radweg in der Mitte werden. Dort wärs dann aber auch wichtig, das Verhalten an Zebrastreifen zu kontrollieren.
Reini68 (Gast) - 2. Jul, 10:28

@martinm

Ja, so hatte ich das auch gemeint. Darum ja auch die Angabe von 10 Metern. Das sind höchstens zwei, drei Autos. Diese paar Autos zu überholen hat wirklich keinen Sinn, denn das stört den Verkehrsfluss insgesamt und schafft unnötig Ärger. Freilich wenn es einen eigenen Radstreifen gibt, dann fährt man da natürlich korrekterweise ganz nach vorne.
martinm - 2. Jul, 11:10

Also auf der Mahü zur Stoßzeit machts jedenfalls sinn. Da kommt man schon einiges schneller weite als die Autos.
Noch besser ist es aber, gleich auf der Gumpendorfer zu fahren, da gibts auch diese unsäglichen Streifen nicht ;-)

Die Westbahnstraße ist ja Ampeltechnisch ein grauß, Rote Welle Pur, und dann hat man vielleicht noch eine Straßenbahn vor sich rumschleichen die man quasi nicht überholen kann und in der Station die Grünphase verbrät... *g*
rotor (Gast) - 26. Okt, 00:19

Vorbeischlängeln

@Reini68
Vorbeischlängeln hat durchaus Sinn. Zwar nicht, dass man schneller vorankommt, aber das min nicht hinter den Auspuffen der Autos steht. Ganz vorne vor dem ersten Auto ist die Luft meistens spürbar frischer.

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