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Greg (Gast) - 2. Jul, 15:08

Ordnung muss sein

Wer am Straßenverkehr teilnehmen möchte, muss nun mal die dort gültige Ordnung akzeptieren. Das setzt unter anderem allerdings voraus, dass man die StVO zumindest ansatzweise kennt. Dass Radfahrer - zB. - auch rechtskommend Vorrang geben müssen, wenn der Radweg an dieser Stelle endet, scheinen die wenigsten zu wissen, die an der Kreuzung hier ums Eck jedes Mal ihre Gesundheit riskieren, indem sie blinden Vertrauens über den Asphalt brettern.

Abgesehen davon finde ich es als Fußgänger, leidenschaftlicher Radfahrer und gelegentlicher Autofahrer alles andere als kraftanstrengend, bei Rot einfach stehen zu bleiben. Es schadet nicht, in dieser hektischen, schnelllebigen Zeit ein paar Momente zu pausieren. Soooo eilig haben es die wenigsten Verkehrssünder, die Rot nur als "Empfehlung" verstehen und die gültige Ordnung missachten.

martinm - 2. Jul, 15:45

Naja in WIen, insbesondere am Gürtelradweg fahre ich ja nicht zum spaß rum, da will ich nicht unnötig stehenbleiben. Vor allem wenn ich sehe, dass die Autos nebenan noch einige sekunden grün haben und es nichtmal blinkt.

Ansonsten bin ich auch der Meinung, dass die StVo auch von Radfahrern eingehalten werden sollte.
ameno (Gast) - 2. Jul, 17:33

die stvo gehört nicht eingehalten sondern angepaßt.
nein die rechtsregel nicht und auch radübergänge können nachrang haben, wenn die situation zu unübersichtlich ist.

darum gehts in dem artikel aber nicht; sondern darum, daß man sein hirn benutzt und regeln, die niemandem helfen(!), in jeder situation neu bewertet.
keiner hat etwas davon, wenn ein fahrradfahrer 1min vor einer roten ampel steht, obwohl kein einziges auto vorbeifährt und der radfahrer problemlos und ohne jemanden zu gefährden die straße überqueren könnte...
(selbes würde auch für autofahrer gelten, wenn sie genug überblick hätten...)
coyote (Gast) - 2. Jul, 18:49

Eile mit Weile !

"Es schadet nicht, in dieser hektischen, schnelllebigen Zeit ein paar Momente zu pausieren."

Dem kann ich nur vollinhaltlich zustimmen !

Als ich einmal den Fahrer einer Diplomatenlimousine, der mich auf dem Schutzweg Gumpendorfer Straße / Stiegengasse überholt hat (mittlerweile ampelgeregelt ...), zur Rede gestellt habe, antwortete dieser: "I hobs ur-eulich!".

Nur Prolos haben es "ur-eulich".
Als Radeliger gelten für mich andere Wertmaßstäbe !
martinm - 2. Jul, 19:32

ja stimmt, weil nur proleten müssen für ihr geld vollinhaltlich arbeiten ;-)
(als student bin ich zum glück von dieser verallgemeinerung ausgenommen *gg*)

naja ich kann mir bessere "ruhemommente zur flucht vor dieser hektischen, schnelllebigen Zeit" vorstellen, als an einer gürtelkreuzung auf grün zu warten.
Die unschöne Umgebung kompensiere ich mit spannenden Podcasts, so ists halbwegs angenehm.

Aber du hast schon recht, die eile ist meißt künstlich.
Aber: Ich sehe die Radfahrten ja auch als sportliche herausforderung, da gehts sozusagen um die perönliche bestzeit *G*
coyote (Gast) - 3. Jul, 10:52

@martinm

Man kann es sich immer aussuchen:
* Ist man armes unschuldiges Opfer widriger Umstände (und somit für nichts verantwortlich)
oder
* ist man seines Glückes Schmied (und damit verantwortlich, aber auch ein freier Mensch)

Auch die Tour de France muss vor einem geschlossenem Bahnschranken anhalten, "persönliche Bestzeit" hin oder her. "Sportliche Herausforderung" bedeutet "sportliche Einstellung" und das wiederum Fairness.

Vordrängen, Betrügen, Doping ist unsportlich !

Und wer beim Radfahren nicht alle seine Sinne auf die Sache konzentriert, wer womöglich auch noch Kopfhörer aufhat, der ist sowieso jenseitig !

(Das machen Anfänger, die sich der Gefahren nicht bewusst sind)
martinm - 3. Jul, 11:31

Was die Leute immer mit dem (Musik)hören haben?

1) Eventuell keine Autofahrer? Da muss ich auch auf unvorhergesehene Situationen reagieren, ohne mein gehör weiß ich wie einsetzten zu können (ausser man hat ein schickes Cabriolet:)

2) Ich höre ja nicht mit umgebungslärmunterdrückenden kopfhörern. (werden wohl die wenigsten tun)

3) möchte ich noch aus den 10 geboten zitieren: "Hören kann zwar eine angenehme Unterstützung sein, aber verlassen solltest Du Dich nie darauf. Nicht alle Verkehrsteilnehmer sind laut, und das Gehör kann leicht auch mal täuschen. Hören kann nie Schauen ersetzen. "
http://bernd.sluka.de/Radfahren/10Gebote.html

(wie auch immer, bin ich eben unsportlicher anfänger, wen juckts ;-)
Ben Hemmens (Gast) - 3. Jul, 15:10

Vor allem

kostet es nicht sehr viel, unseren Teil des Deals einzuhalten, und wenn wir dafür einfordern können, dass in 30er-Zonen 30 statt 45 gefahren wird, oder nicht auf Radwegen geparkt werden sollte, dann ist es die kleine Anstrengung wert.

Jeder Radler der bei Rot über die Kreuzung fährt, fahrende Autos rechts überholt oder ohne Licht bei Nacht fährt ist einfach ein Geschenk an die Leute die Rad-feindliche Politik forcieren.

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