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Fridolin (Gast) - 5. Jul, 11:34

Vorschlag für Schritt 1

Der Artikel fasst die täglichen Optimierungsideen der Radfahrer gut zusammen. Aber was ist der erste Schritt?

Die typische Wiener Nebenstraße, und um die geht es wohl ob Ihrer Vielzahl in erster Linie, lässt sich in fünf Breiteneinheiten einteilen, Gehsteige ausgenommen (die sind wohl etabliert und derzeit ausreichend vorhanden). Zwei werden für den aktiven Verkehr genutzt, die Mehrheit von drei für das Parken überwiegend motorisierter Fahrzeuge, aufgeteilt in einen Querparkstreifen (2 Einheiten) und einen Parkstreifen (1 Einheit). Bei diesem Ausmaß von Platz ist nicht zwangsläufig radeln in Gegenrichtung erlaubt.

Als ersten Schritt halte ich es für notwendig den Querstreifen zugunsten von zwei Radfahrspuren zu öffnen. Die ermöglicht sowohl das Fahren mit Anhänger (Kinder, Einkauf, Lastenrad ...) als auch den notwendigen Sicherheitsabstand zu Kraftverkehr und Fußgängern.

Das Argument Fußgänger schauten nicht beim Überqueren der Wege wird entkräftet sobald Fahrräder in genügender Anzahl vorhanden sind und das Stadtbild prägen. Auch ist die Mischung der Verkehrsmittel wichtig, als Radfahrer mit PKW-Führerschein käme es mir nicht in den Sinn unbeleuchtet auf der Straße zu fahren. Und jeder kann sich in die Situation eine Fußgängers einfühlen. Sobald die Gefahr für Radfahrer sinkt werden insbesondere die Fußgänger zu radeln beginnen (dieses Argument höre ich oft und kann es schwer entkräften - Rad fahren ist verdammt gefährlich).

Schritt zwei (oder der parallelisierbare zweite erste Schritt):

Auch Autofahrer werden ihr Verkehrsmittel überdenken wenn sie auf das Abstellen in privaten Parkhäusern angewiesen sind und eine Alternative wie das öffentliche Verkehrsnetz klar ersichtlich ist. Dieses ist nachts nicht verfügbar, was nicht sein darf. Die Taktung kann abnehmen, aber die Linien sollten weiterhin gleiche Strecken abfahren und gleiche Namen tragen. Das trifft auch auf weniger frequentierte Linien außerhalb der Innenstadt zu: Nur weil der Wohnort außerhalb liegt ist die Innenstadt für Aktivitäten jeglicher Art nicht minder interessant - Park + Ride statt reinfahren. Komfort spielt auch eine Rolle. Sitzen ist angenehmer als stehen, kann aber nicht garantiert werden. Schafft man es die in Wien vorhandenen Verkehrsmittel zur Gänze nutzbar-, d.h. auch Busse als Option sichtbar zu machen, verteilten sich die Nutzer gleichmäßiger. Desweiteren stehen im Jahre 2009 durchaus interessante Möglichkeiten zur Verfügung, die das Fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln schnell und problemlos machen könnten. Mein Handy weiß wo ich bin, und ich kann ihm einfach mitteilen wohin ich möchte. Wenn es mir Empfehlungen geben kann wie ich mich durch die Stadt bewege ist das komfortabel. Wenn die Behinderungen durch die MA48 mit einbezogen würden und adhoc eine Alternativroute vorgeschlagen würde wäre es komfortabel und schnell. Wenn ich nicht den günstigsten Tarif rausfinden muss sondern die Wiener Linien diesen entsprechend meines individuellen Fahrverhaltens, z.b. kilometerbasiert pro Monat machen würden wäre das komfortabel und günstig. Außerdem lohnte sich das Schwarzfahren evtl. nicht mehr. Fangen wir doch mal mit eine API für die Wiener Linien an, kostet auf Seiten der Wiener Linien initial fast nichts (die Daten haben sie ja) und lässt Leute wie mich zu programmieren anfangen um das eigene Leben zu vereinfachen.

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