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Max (Gast) - 8. Jul, 12:23

Hirntausch

Was mich immer wieder grenzenlos fasziniert ist, dass offensichtlich die Mehrzahl aller mobiler Menschen je nach gewähltem Verkehrsmittel ein anders "funktionierendes" Hirn einbaut. Viele Autofahrer benehmen sich, wenn sie zu Fuß oder auf dem Rad unterwegs sind, als müssten sie allen beweisen, wie rücksichtslos und regelverachtend sie sein können, nur um dann, wenn sie in ihrer Blechschüssel sitzen, über andere, die sich genauso verhalten, wie sie, kräftig drauflos zu schimpfen. Und das gilt in jeder beliebigen Variante so. Meistens, leider.
Was mich angeht: ich fühle mich von JEDER zu lange roten Ampel gefrozzelt, egal ob ich AF, FG oder RF bin. Allerdings komme ich mir als FG oder RF ungleich blöder vor, wenn ich solch eine rote Ampel befolge, als als AF. Warum? Weil ich oft der Einzige bin, der sich als RF oder FG an diese Regel, bei rot einfach stehen zu bleiben, halte.
Warum ist das so? Manchmal halte ich mich schon selbst für einen Außenseiter, weil ich Regeln befolge!

Eckhart Derschmidt (Gast) - 8. Jul, 14:36

Immer eine Frage der Perspektive

Es stimmt schon, als Radfahrer ärgere ich mich über Fussgänger und Autofahrer, aber wenn ich gelegentlich einmal in einem Auto sitze, kommt es schon vor, dass ich mich über einen Radfahrer ärgere. Und wenn ich zu Fuss unterwegs bin, ertappe ich mich manchmal am Radweg gehend (worüber ich mich wiederum als Radfahrer ärgern würde). Es ist offensichtlich fast unmöglich, da "objektiv" zu handeln, sindern man tut es immer aus der jeweiligen Perspektive.
Für einige Radfahrern scheint das Ingorieren aller Verkehrsregeln tatsächlich ein Grundprinzip zu sein, und ich kann mich nur wundern, wieviel sinnloses Risiko da manche auf sich nehmen. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass das nicht früher oder später zum eigenen Schaden ist - als Radfahrer gefährdet man sich durch riskantes Fahren in erster Linie selbst (im Gegensatz zum Auto).
Andererseits sind Verkehrsregeln keine Naturgesetze, sondern die meisten davon wurden vor allem dazu geschaffen, damit der AUTOverkehr reibungslos funktionier. Deshalb habe ich kein schlechtes Gewissen, wenn ich mit dem Rad gegen die Einbahnrichtung fahre, selbst wenn die betreffende Gasse nicht freigegeben ist. Auch bei sinnlosen Ampeln erlaube ich mir, bei Rot zu fahren.
Alle Regeln einzuhalten ist glaube ich kein Wert an sich, und es würde auch nichts besser, wenn sich alle an alle Regeln halten würden (nicht umsonst ist "Dienst nach Vorschrift" eigentlich eine Streikdrohung!).
Ben Hemmens (Gast) - 8. Jul, 20:53

ungefähr so ist es, aber

es ist leicht erklärt.

Jeder in Österreich geborener Mensch hat anscheinend den Katalog der Kavaliersdelikte im Systemordner schön vorinstalliert.

Diese Listen werden dann je nach Situation automatisch aufgerufen.

Beim Autofahren heisst das dann 45 statt 30 und beim Radl das Fahren ohne Licht oder bei Rot drüberfahren. Ist genau der gleiche Vorgang.

Dazu ist keine 2-Spezies-Theorie nötig.

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