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dieter (Gast) - 25. Aug, 20:13

So weit so stimmig. Die gängige negative Bezeichnung amerikanischer Mütter ist "helicopter moms", also Mütter, die jeden Schritt ihrer Kinder ständig überwachen und in Abhängigkeit halten. Erst der Führerschein und das erste Auto bringen Freiheit. Und dadurch dreht sich die Spirale weiter, denn das Auto wird deshalb mit Freiheit assoziiert, weil es Freiheit in einer für Autos gemachten Welt bringt.

Deine Analysen und Vorschläge beschränken sich allerdings leider häufig auf die inneren Bezirke.

Wolfgang (Gast) - 26. Aug, 09:16

Stimmt,

aber cc wird auch nicht überall ortskundig sein - ich denk mal, er nimmt gute Vorschläge auch gerne an.
In Außenbezirken ists aber meistens eh nicht so ein Thema. Zumindest bei mir gibts genug Grünflächen.
dieter (Gast) - 26. Aug, 21:35

Grünflächen und Freiflächen sind aber nicht unbedingt öffentlicher Raum. Ein solcher muss irgendwie definiert werden. Der Hof im Museumsquartier ist ja eingeschlossen. Es können aber auch Bäume, Brunnen, Straßen oder Blumenbeete sein. Diese Grenzen müssen freilich durchlässig sein.

Weiters gibt es Anziehungspunkte. Cafés, Ausstellungen.
Belebte öffentliche Plätze entstehen aber auch dort, wo sich Fußwege kreuzen. Diese werden als Treffpunkte genutzt und dort, wo sich Menschen aufhalten, lassen sich auch andere einfach so nieder.

In den Außenbezirken gibt es viele, große Freiflächen. Diese sind aber nur die Flächen, die zwischen den verteilten Sowjet-Wohnblocks übrig geblieben sind. Auf den Plänen zeichnen die Architekten irgendwelche Maxln auf, die sich dort aufhalten. Nur sind die meisten dieser Flächen in der Praxis menschenleer.
Wolfgang (Gast) - 27. Aug, 09:07

Publikum?

Ist natürlich klar, dass die meisten Flächen nicht so genutzt werden, wie das MQ. Das liegt aber auch daran, dass das Publikum ein anderes ist. Eine alleinerziehende Mutter mit Job, die in einer günstigen Wohnung (=Außenbezirk, evtl. auch der von dir erwähnte Sowjet-Wohnblock) wohnt, hat meistens weniger Zeit zum rumflanieren, lesen und WLan nutzen im MQ, und schon gar nicht empfindet sie ein Café als Anziehungspunkt, bei den Gastronomiepreisen in Wien. Ein Student, der zwei Stunden zwischen den Vorlesungen überbrücken muss, wird sich dort eher aufhalten, und wahrscheinlich eher wenig konsumiern. Das machen dann die Bobos. :-)

Warum das MQ SO attraktiv ist, ist mir eigentlich auch ein Rätsel, weils dort ja im Sommer eigentlich unerträglich ist. Ich halt mich da viel lieber unter Bäumen auf.

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