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Grüner (Gast) - 8. Okt, 22:47

Ja genau,

die Pensionisten gehören entmündigt. Leisten nix und verursachen nur Kosten.

Joseph (Gast) - 8. Okt, 23:19

Stimme dir restlos zu.

Die Pension ist ein Recht, das Menschen während ihrer Arbeitszeit erworben haben. Die solidarische Gesellschaft sorgt dafür, dass es tatsächlich einen sorgenfreien "Lebensabend" gibt.
Der Konsensus darüber ist auch heute nicht in Frage gestellt.
Was hingegen in Frage zu stellen ist: Wie lange denn dieser Lebensabend dauern soll.
Ich meine: Mit steigender Lebenserwartung soll er länger werden, aber nicht LINEAR. Anders gesagt: Für jedes Jahr mehr Lebenserwartung müssen 4 Monate mehr gearbeitet werden.
Das ist nur gerecht, denn man gewinnt pro Jahr 8 Monate dazu.
Gleichzeitig sorgt man mit diesem "Dritteljahr" dafür, dass die Jahr um Jahr "länger" werdenden Pensionen nicht allein auf die Schultern der jüngeren Arbeitnehmer verteilt werden.
Voilà. Einfache Sache. Kann man sicher kommunizieren.
Nur tut das keiner. Warum? Weil Christoph Recht hat: Die Alten haben eine Lobby, die Jungen nicht.
Es wäre absolut verfehlt, der Lobby jetzt auch noch Systemstatus zu verleihen!
sigi (Gast) - 9. Okt, 18:38

Alten als auch die ganz JUngen

haben ein riesen Problem eine Arbeit zu finden!
Wenn z.B. jemand mit 55 Jahren gekündigt wird, hat er kaum noch Chancen am Arbeitsmarkt.
Das Antrittsalter für die Pension zu heben, löst das Arbeitsmarktproblem nicht und wird in Zukunft nur die Arbeitslosenzahlen in die Höhe treiben.

Genauso ist es für die Jungen für den Anfang schwer ohne Erfahrungen einen Job zu finden.
Wolfgang (Gast) - 10. Okt, 13:49

Arbeit

Das Arbeitsproblem ist ja auch ein viel komplexeres. Klar wünscht sich der Staat möglichst viele Leute die arbeiten und Steuern zahlen, wobei er natürlich möglichst wenige davon selbst beschäftigen will. Genauso wünscht sich jede Firma möglichst viele Leute, die von jemand anders bezahlt werden, und daher kaufkräftige Kunden sind.
Es gibt aber nicht genug Arbeit. Wir leben in einer Überflussgesellschaft, in der viele Produkte durch Sollbruchstellen eine künstlich verkürzte Lebensdauer haben, besonders Elektrogeräte (Reparatur bei uns ist teurer als ein neues Produkt aus China), aber auch Autos sind so geplant, dass sie nach 10-15 Jahren unwirtschaftlich werden.
Ich bin der Meinung, dass man das ganze nur so lösen kann, dass man die Wochenarbeitszeit reduziert - dann kann man auch länger arbeiten. Die eventuell kürzere Pension ist halb so schlimm, wenn man dafür eine 4-Tage-Woche hat. Ich will jetzt mehr Zeit haben, um etwas zu unternehmen, nicht dann, wenn ich dazu vielleicht nicht mehr in der Lage bin. Jedes Mal in der Geschichte, als die Arbeitszeiten weiter beschränkt wurden, wars gut für die Menschen - und jedes Mal hat "die Wirtschaft" gejammert. Mit 35h würden wir alles erledigen können, was so anfällt, ich denke, dass auch 32h recht bald möglich wären. Mehr Entspannung könnte auch vielen Leuten mit Burnout-Syndrom oder Haltungsschäden helfen.

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