back_top
One Brick (Gast) - 28. Jan, 09:28

Willkommen in der Steuerspirale

Ich halte den Stadtmaut-Vorschlag der Grünen für vollkommen absurd.

Zuerst bauen wir um ein Haidengeld ein großzügiges Straßennetz mitten durch die Stadt. Dann kommen wir drauf: Oje, auf den Strassen fahren aber viele Autos. Also machen wir die Autos weg, indem wir eine Maut einführen.

Ich frage mich: an welchem Punkt wird der öffentliche Verkehr verbessert? Die Wiener Linien bleiben nach wie vor ineffizient und teuer.

Die superausgetüftelte Stadtmaut der Grünen mit sozialer Abstufung etc. schafft einen riesen bürokratischen Aufwand, macht das Leben in Wien teuer und hat keinen direkten Effekt auf die Verbesserung des öffentichen Verkehrs.

Will man diejenigen, denen es möglich ist, zum Umsteigen auf die Öffis animieren, muss zuerst einmal der öffentliche Verkehr funktionieren. Dann reicht es die Strassen verschwinden zu lassen, d.h. statt protzigen 3-4 Spuren eben nur noch eine. Das geht schnell, ist billig und verursacht keinen Verwaltungs- und Kontrollaufwand und kommt ohne Bürgerüberwachung aus.

kamptner (Gast) - 28. Jan, 13:25

Geld für die Öffis

Haben Sie unser Konzept wirklich gelesen?
Ein ganz wichtiges Ziel der City-Maut (und auch eine Voraussetzung) ist es, jährlich rund 100 Mio. Euro einzunehmen, um damit den Öffentlichen Verkehr ins Wr. Umland, also v.a. für die PendlerInnen zu verbessern. Vorbild Stockholm. Dort wurden zuerst 200 Mio. Euro in die Verbesserung der Öffis (Schnellbusse für PendlerInnen, P&R-Anlagen im Umland, usw.) gesteckt, dann die City-Maut probeweise eingeführt und erst danach hat die Bevölkerung abgestimmt, und zwar mit Ja.

Übrigens, wir Grüne lehnen bereits seit Jahren den Ausbau der Straßenkapazitäten in und rund um Wien ab. Uns dürfen Sie dafür keine Schuld geben. Denn wer Straßen sät, wird Verkehr ernten.
a.m. (Gast) - 28. Jan, 23:14

der Verkehr nimmt am Ring nicht ab.

Nach jahrzehnterlanger SPÖ Regierung in der Stadt können die Grünen ja leider nix beeinflussen, wenn sie leicht überstimmt werden!

Der öffentliche Verkehr ist einfach langsam, ineffizient und geht an den Bedürfnissen der Menschen vorbei. Das ist nunmal Tatsache.

Für Autos werden 3 Spuren reserviert. Für die Bim, Bus und U-Bahn nur eine einzige Spur. Das sagt ja schon alles aus.

Ich kann mir durchaus vorstellen in Zukunft gewisse Straßen in der Stadt nur für Öffis, Rad und Einsatzkräfte (Polizei, Rettung, Feuerwehr) zu öffnen. So hätte der Radverkehr richtige HIGHWAYS mitten in der Stadt. Es gäbe keine Parkplätze, nur die Straße und der Gehsteig. Genug Platz für Öffis, Rad und Einsatzkräfte.
Schließlich gibts ja auch Highways nur für Autos.


Im Übrigen, rein aus Beobachtung: der Verkehr nimmt am Ring nicht ab. Welche Studie soll das belegen?
One Brick (Gast) - 29. Jan, 10:06

@kamptner
Die Einnahmen aus der City-Maut werden in den Regionalverkehr nach NÖ gesteckt? Als ob es dafür ohne City-Maut nicht auch schon genug Geld (und Bedarf!) gäbe - nur sind den Sozi halt ander Dinge wichtiger.
Weiters: die Öffis sind auch innerhalb Wiens für viele Strecken wenig attraktiv - um das zu bemerken muss man nichteinmal im Rollstuhl sitzen oder einen Kinderwagen vor sich herschieben.
Weiters: welchen Einfluss hat das grüne Modell auf den Binnen-Autoverkehr in Wien?
Es ist schon ein bisserls grünäugig zu glauben, wenn man die Niederösterreicher aussperrt, wird der Wiener weniger Autofahren. Mir schwant, es wird eher das Gegenteil eintreten.

Mit einer City-Maut für den 1. Bezirk kann man sicherlich leben. Wenn man bedenkt, dass die Mieten im 1. ohnehin horrend hoch sind ist es eigentlich auch ganz angemessen, wenn die Gemeinde den Autoverkehr fernhält. Man will ja schliesslich auch etwas Lebensqualität für den hohen Preis.
kamptner (Gast) - 29. Jan, 10:28

ein paar Antworten

@One Brick
a) Zweckwidmung der Einnahmen. Die Einnahmen werden nicht in den nö. Regionalverkehr gesteckt, sondern in die regionalen Verbindungen von NÖ nach Wien, das bedeutet also eine konkrete Verbesserung der ÖV-Situation für die PendlerInnen. Natürlich würde ein Teil auch in die Verbesserung der Öffis an der Wiener Peripherie (also in Wien) fließen. Damit sind neue Tangentialverbindungen und kürzere Intervalle in den Außenbezirken gemeint.
b) Öffis in Wien. Die Öffis sind wirklich nicht schlecht, aber es gibt noch eine Menge an Verbesserungspotential. Das ist völlig unbestritten. 20% Umsteiger vom Auto auf die Öffis durch die City-Maut würden die Öffis im derzeitigen Zustand auch nicht verkraften. Deshalb muss vor einer City-Maut eine ÖV-Verbesserungsoffensive durchgeführt werden. Und damit sind nicht ein paar U-Bahn-Kilometer in 5 Jahren gemeint.
c) Wiener Binnen-Autoverkehr. Unser Modell bringt insgesamt 20% weniger Autoverkehr in Wien. Auf den Wiener Binnen-Autoverkehr hat es so gut wie gar keinen Einfluss. Hier ist die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung sicher das wirkungsvollere Mittel.
d) Mit einer City-Maut für den 1. Bezirk kann ja auch Bürgermeister Häupl einigermaßen leben. Eben weil sie auf den Gesamtverkehr in Wien so gut wie fast keinen Einfluss hat und deshalb wird sie von uns auch abgelehnt.
One Brick (Gast) - 29. Jan, 17:31

@kamptner
Du scheinst mir in einigen Punkten ein wenig zu grünäugig durch die Welt zu gehen.
a) Zweckwidmung: dieser Begriff bedeutet, dass ein Teil der bisher schon aufgewendeten Mittel das Mascherl "Zweckwidmung" umgehängt bekommen. Das was durch die Wienmaut der Grünen mehr eingenommen wird wir "zweckgewidmet" in den Pendlerverkehr gesteckt - wie fein, denn dann muss der Häupl aus dem allgemeinen Budget nicht mehr so viel hineinstecken. In Summe bleibt sich's gleich. Das Spiel ist ja nicht neu...
c) Wiener Binnenverkehr: das schau' ich mir an, dass der Binnenverkehr nicht steigt, wenn die Pendler plötzlich nicht mehr die Strassen verstauen!
d) City Maut: offenbar hatte ich die ironische Note zu gut verborgen...

Fazit: das mit der Öffi-Initiative ist super, aber dann brauchen wir keine verwaltungsintensive NÖ-bleibt-draussen-aus-unserer-schönen-Stadt-Maut die keinen Wiener kratzt, sondern ganz einfach, billig und Platz für Fußgänger und Radler schaffend: weniger Strassen.
maria (Gast) - 17. Feb, 14:14

Öffi Konzept Neu

ich kann mich mit Ideen von OneBrick und kamptner anfreunden.

Einen großen Teil der breiten Straßen umzuwidmen für Fußgänger, Radler und Öffis ist eine sehr gute Maßnahme.

Aber auch das Parkpickerl in der gesamten Stadt würde bereits effektiv Pendler abhalten jeden Tag mit dem Auto in Wien hinein zu fahren. Anrainer mit Hauptwohnsitz in Wien kann dann das Parken auch wieder gratis oder kostengünstiger werden.

Non-Stopp Verbindungen von Öffis bringen Pendler schnell zu Knotenpunkten in Wien. Eine U-Bahnverlängerung bringt nur den regionalen Verkehr schneller voran. Aber ein ÖBB-Konzept von Schnellverbindungen für die Wiener Linien wäre überlegenswert.

Die Stadtgrenze Maut kann auch die regionalen Einkaufsstraßen in Wien wieder fördern, da nicht bei jeder Kleinigkeit eine Fahrt in die SCS passiert.

Name

Url

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:


JCaptcha - du musst dieses Bild lesen können, um das Formular abschicken zu können
Neues Bild

 

Mail an
Christoph Chorherr

Versuche jedenfalls Mails selbst zu beantworten.

Christoph Chorherr auf Twitter Christoph Chorherr auf Facebook

Meine Tweets

    Aktuelle Beiträge

    Wer kompetent ist...
    hälts doch in der Politik nicht aus. Sabine Gretner...
    Wolfgang (Gast) - 15. Feb, 11:48
    Frage: Warum nur langweilen...
    Frage: Warum nur langweilen mich politische Diskussionen...
    Almi66 (Gast) - 14. Feb, 14:19
    PP.S.:
    Dille ist zwar grün, hat aber nix mit Dilettanten...
    Franz Stefan (Gast) - 13. Feb, 13:06
    P.S.:
    im gestrigen Kurier gab es zu dem Thema eine exakt...
    Franz Stefan (Gast) - 13. Feb, 13:02
    Gibts andere Fragen/Antworten...
    Sehr geschätzter Herr Chorherr, nicht nur Ihre...
    Franz Stefan (Gast) - 13. Feb, 12:48
    öffentlichkeit braucht...
    mit sicherheit schafft social media eine neue, erweiterte...
    tripolt (Gast) - 13. Feb, 10:48
    zur Untermauerung meines...
    zur Untermauerung meines obigen Postings: http://derstanda rd.at/1328507527175/Sparpa ket-Parteiaustritt-als-ueb erfaellige-Reaktion-auf-di e-Politik-der-Faymann-SPOe
    heinz (Gast) - 13. Feb, 08:06
    Kompetenz de Umfeldes
    Politiker sollten eigentlich die Kompetenz haben, ihr...
    heinz (Gast) - 13. Feb, 06:08
    Najo, wenn eine Innenministerin...
    Najo, wenn eine Innenministerin ohne weiters Finanzerin...
    schippre (Gast) - 13. Feb, 03:17
    Einfache Antwort
    Geh bitte, glaubst du das wirklich, oder willst du...
    naahhh (Gast) - 12. Feb, 22:58
    warum schaffen es nichtmal...
    warum schaffen es nichtmal die Grünen,obwohl in...
    michael gunczy (Gast) - 12. Feb, 15:30
    Anmerkungen zu Thurnher
    Armin Thurnher, Herausgeber des Falter Armin Thurnher...
    cc - 12. Feb, 09:36

    User Status

    Du bist nicht angemeldet.

    Feeds