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von einem anderen Stern

breitband

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Zwei kleine europäische Länder.

Das eine heisst Finnland.
Es hat (das ist bekannt) eines der besten Schulsysteme der Welt.

Und es ist auch führend bei breitbandigen Internetverbindungen, was ohne Zweifel eine ausserordentlich wichtige Infrastruktur der Zukunft sein wird.

Finnland ruht sich aber nicht aus.
Vor kurzem gab es einen Regierungsbeschluss: bis 2016 jwird eder Haushalt in Finnland (und dieses Land ist sehr sehr gross) mit 100 mbit ausgestattet.
Eine intelligente Regulierungbehörde schafft dazu die Voraussetzungen, der Staat finanziert mit, ein staatliches Telekomunternehmen setzt es in führender Rolle um.
(Kurzzusammenfassung samt interessanter links hier)

Das andere Land heisst Österreich.
Nicht nur liegen wir unter dem EU Schnitt, was den Ausbau von Breitband betrifft.
Was tun wir?
Geld in die Hand nehmen, um aufzuholen?
Nein!
Statt die Mitarbeiter/innen der Telekom genau dafür einzusetzen, wird ihnen jetzt viel Geld geboten, damit sie gehen und nichts tun.

Wofür es in Österreich überhaupt keine Kultur gibt:
Eine intelligente Regulierung, welche Unternehmen einen Rahmen gibt, damit auch übergeordnete Ziele umgesetzt werden.

Wieder das absurde Pendel: Früher war Österreich von staatliche Betrieben dominiert. Deren Schwäche war augenscheinlich.
Dann flog das Pendel in die andere Richtung: Markt suuuper, Staat böse.
Wo es keine kluge Regulierung gibt, folgt das Desaster.
Nicht nur Finnland, auch im Mutterland des freien Marktes, den USA gibt es in vielen Bereichen strenge Regulierungen; z.B. im Energiebereich oder im Mediensektor, um nur zwei zu nennen.
Kurzsichtiges betriebswirtschaftliches Denken, Absenz von Regulierung schadet allgemeiner Lebensqualität (Post: keine Versorgung mehr im ländliche Raum) oder zulasten zukünftiger Infrastruktur (Telekom: kaum Breitband) und führt zur sinnlosen Vernichtung von Arbeitsplätzen.

Das nächste Desaster kündigt sich schon an:
Was heute AUA, POST oder telekom heisst, ist morgen der ORF (denn schon heute schreibt er beträchtliche Verluste).
Auch ein Beleg inexisteter Regulierung.
Um heute nur ein Beispiel zu nennen (denn dem ORF möchte ich mich in nächster Zeit ausführlicher widmen):
Warum schadet der Staat dem Wirstchafts-und Fiulmstandort Österreich, dass er ohne jegliche Auflage mehr als 170 Mio Euro in die Werbefenster deutscher Privatsender abfliessen lässt.
Meine Conclusio: Nicht "Markt oder Staat" ist die Alternative.Ein vitaler Markt braucht einen klugen starken regulierenden Staat.
Von dem sind wir derzeit leider meilenweit entfernt.

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