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erikhuemer - 2. Jul, 08:42

nicht vorbehaltlos

kann ich dem zustimmen. Es stimmt, dass es als Fussgänger nicht so selbstverständlich ist, wie als Autofahrer bei rot stehen zu bleiben. Aber mich hat einmal ein Polizist sehr pragmatisch - und zurecht - ermahnt, wenigstens stehen zu bleiben, wenn Kinder zwischen 6 und 12 zusehen. Und seither halte ich mich dran.

Und tatasächlich ist es ziemlich blunzen für andere, ob ich mich als Fußgänger an Verkehrsregeln halte. Als Fahrradfahrer ist das nicht so. Da sollte ein Zebrastreifen beispielsweise genauso beachtet werden, wie von einem Autofahrer. Und den Hinweis, dass kaum Menschen "unters Rad kommen" halte ich für ein bissi unpassend. ganz so harmlos, wie Du da tust isses nicht.

Was Du in Deinem Artikel aber nur implizit beschreibst, dem würde ich vorbehaltlos zustimmen: Es wäre gut, wenn alle Verkehrsteilnehmer wieder viel mehr drauf trainiert würden, selbst acht geben zu müssen. An welcher Kreuzung in Wien muss man auf den Rechtsvorrang achten? Selbst auf der Felix Mottel-Strasse, eigentlich eine Wohnstrasse - sind Stopp- und Vorrangschilder montiert.

Oder ich fände es schön, wenn man an einer roten Ampel jedenfalls rechts abbiegen kann, wenn es der Verkehr zulässt. Das funktioniert immerhin in ganz USA.

Vielleicht würde sich das insgesamt auf die Wahrnehmungs- und Empathie-Kompetenz im Strassenverkehr positiv auswirken!?

a.m. (Gast) - 2. Jul, 17:32

Verkehrsschilderwald

sehr interessante und gute Ansätze: Zurück zum Ursprung, zur wesentlichsten Regel, dem Rechtsvorrang. Am besten fast alle Verkehrstafeln entfernen.

Selbst Parkplätze braucht man nicht mit Verkehrsschilder regeln, ob man da oder dort parken darf. Das sieht man sowieso auch aus der Bodenmarkierung heraus. Dazu wurde schon oft von Experten geraten, Verkehrsschilder zu reduzieren, um die Verkehrsicherheit zu steigern und die Achtsamkeit der Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.
coyote (Gast) - 2. Jul, 18:34

@Verkehrsschilderwald

Es ist eine beliebte Vorgangsweise der Behörden in Wien, sich an einer konfliktträchtigen Stelle einfach damit abzuputzen, daß man ein Schild aufstellt.

In Wirklichkeit erhöht aber das Schild die Gefahr, weil die ohnehin schon ausgelastete Informationsverarbeitungskapazität durch eine weitere zu verarbeitende Information vom Wesentlichen abgelenkt wird.

Statt Zusatztafeln "Schulweg" aufzuhängen (um nur ein Beispiel zu erwähnen), wäre dafür zu sorgen, daß die Sichträume bei Schutzwegen freigehalten werden - §24 der StVO ("5m - Zonen"). Aber die werden gerne der Stellplatzmaximierung geopfert. Das wäre übrigens ein Thema, für das ich mir von den Grünen Einsatz erwarten würde !

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