Ölpreis 250 Dollar-na und?
von cc am 17.03.2008
Der Ölpreis steigt weiter.
Und in nicht allzuferner Zukunft wird er die 200 Dollar Marke erreichen.
Was dann?
Bricht dann die grosse Krise aus?
Da ich grad an einem Manuskript zu dieser Frage arbeite, ein Gedanke dazu:
Ich halte die kurzfristigen Möglichkeiten, in Krisensituationen Öl zu reduzieren für weitaus grösser, als viele annehmen.
Denn menschliches (Verkehrs-) Verhalten ist sehr anpassungsfähig.
Zwei Beispiele aus Österreich:
Wenn im Winter heftiger Schneefall angekündigt - und vor der privaten Autonutzung abgeraten wird, sinkt plötzlich der Autoverkehr signifikant. Und gar nichts bricht zusammen.
Oder.
Als vor ein paar Jahren der grosse Streik bei den ÖBB durchgeführt wurde, und alle vor einem totalen Verkehrschaos gewarnt haben, passierte kaum etwas.
Ausser, dass in Wien an diesem Tag die Fahrradnutzung so hoch war wie vorher und nachher nie wieder.
Man betrachte nun folgende Grafik:

(gefunden in diesem sehr interessanten Artikel)
Ein sehr grosser Teil der mit Auto gefahrenen Wege ist "Nahverkehr".
In Wien ist besonders stark:
Die Hälfte aller mit dem Auto zurückgelegten Wege sind kürzer als 5km.
Eine ideale Fahrraddistanz!
Hier bietet sich entweder das Fahrrad an, oder ein elektrisch betriebenes Moped/Motorrad (vielleicht eine Weiterentwicklung dieses überdachten Modells)
Diese nutzen Energie extrem effizient.
Steigt der Benzin-und Dieselpreis wirklich weiter sehr stark an, bzw.kommt es zu Versorgungsengpässen,wird sich schlicht und rasch weltweit das Verkehrsverhalten v.a. im Nahverkehr drastisch ändern.
Selbst in den USA, obwohl es in Europa mit seinen kompakten Städten sicherlich leichter gehen wird.
Und in nicht allzuferner Zukunft wird er die 200 Dollar Marke erreichen.
Was dann?
Bricht dann die grosse Krise aus?
Da ich grad an einem Manuskript zu dieser Frage arbeite, ein Gedanke dazu:
Ich halte die kurzfristigen Möglichkeiten, in Krisensituationen Öl zu reduzieren für weitaus grösser, als viele annehmen.
Denn menschliches (Verkehrs-) Verhalten ist sehr anpassungsfähig.
Zwei Beispiele aus Österreich:
Wenn im Winter heftiger Schneefall angekündigt - und vor der privaten Autonutzung abgeraten wird, sinkt plötzlich der Autoverkehr signifikant. Und gar nichts bricht zusammen.
Oder.
Als vor ein paar Jahren der grosse Streik bei den ÖBB durchgeführt wurde, und alle vor einem totalen Verkehrschaos gewarnt haben, passierte kaum etwas.
Ausser, dass in Wien an diesem Tag die Fahrradnutzung so hoch war wie vorher und nachher nie wieder.
Man betrachte nun folgende Grafik:

(gefunden in diesem sehr interessanten Artikel)
Ein sehr grosser Teil der mit Auto gefahrenen Wege ist "Nahverkehr".
In Wien ist besonders stark:
Die Hälfte aller mit dem Auto zurückgelegten Wege sind kürzer als 5km.
Eine ideale Fahrraddistanz!
Hier bietet sich entweder das Fahrrad an, oder ein elektrisch betriebenes Moped/Motorrad (vielleicht eine Weiterentwicklung dieses überdachten Modells)
Diese nutzen Energie extrem effizient.
Steigt der Benzin-und Dieselpreis wirklich weiter sehr stark an, bzw.kommt es zu Versorgungsengpässen,wird sich schlicht und rasch weltweit das Verkehrsverhalten v.a. im Nahverkehr drastisch ändern.
Selbst in den USA, obwohl es in Europa mit seinen kompakten Städten sicherlich leichter gehen wird.
Der Nahverkehr wird uns eher erhalten bleiben
In GB fahren 60% < 5km, 20% 5-10km und 10% 10-25km. Da diese Abschnitte annähernd linear ansteigen, kann man jeweils von 2,5km, 7,5km und 17,5km Durchschnittsverbrauch für diese drei Gruppen ausgehen.
60*2,5=150
20*7,5=150
10*17,5=175
Die oberen, anhand der Grafik schwer abschätzbaren 10% fahren freilich noch mehr.
Der Nahverkehr ist also vom Gesamtverbrauch her nicht mehr der größte Brocken.
Und individuell betrachtet ist es klar, dass sich die 60% ihre täglichen 2,5km eher leisten können, als die anderen Gruppen ihre 7,5 bzw. 17,5 km. Die steigenden Preise werden vor allem die Vielfahrer treffen.
Meine Prognose ist also, dass Pendler entweder auf die Bahn umsteigen, oder wieder in die Städte ziehen werden. Den Städten wird der Autoverkehr erhalten bleiben.
(Diese Überlegungen stehen unter der Annahme, dass die meisten Autofahrer täglich in etwa die gleichen Strecken zurücklegen)