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meine Vision einer Radverkehrspolitik in Wien

aktuelle Stunde, von uns eingebracht zum Thema "Stiefkind Fahrrad"
ich stelle mir vor, ich wäre Verkehrsstadtrat

martinm - 24. Jun, 14:58

kleine technische anmerkung: wenn möglich den ton bitte direkt von der verstärkeranlage aufnehmen, das hallt IMO so schlimm, das ichs eigentlich nicht schauen würde, wenn das nicht eines meiner Lieblingsthemen wäre....

cc - 24. Jun, 15:01

@martinm

neues Audioequipment ist angeschafft. Nächstes Mal kommt ein Ohrenschmaus.
a.m. (Gast) - 24. Jun, 19:22

also ich find nicht dass es so hallt. es klar verständlich.
martinm - 24. Jun, 23:54

Ja, meine lautsprecher hatten eine teilschuld. mit den kopfhörern gings dann gnaz akzeptabel. Trotzdem, ich denke eine ordentliche AUdioaufnahme ist mit nur geringem Mehraufwand verbunden.
martinm - 24. Jun, 15:21

Super

Inhaltlich natürlich auch noch ein kommentar:

Schöne Rede, das spricht mich inhaltlich alles direkt an da ich selbst Radfahrer bin.
Gut auch, das klargestellt wird, dass Radler auf die Straße gehören und dort normale Verkehrsteilnehmer sind. So sehe ich das auch.
In dem Zusammenhang ganz interessant, die 10 Gebote für sicheres Radfahren:
http://bernd.sluka.de/Radfahren/10Gebote.html

Viele der Wiener Radwege finde ich übrigens ziemlich gut, besonders wenn sie durch roten Bodenbelag gut gekennzeichnet sind.
Das schlimmste sind aber die noch recht häufigen gemischten Rad-gehwege. Ich brause normalerweise ja mit mindestens 20km/h dahin, da brauche ich keine Fußgänger ;-)

Was die Einbahnen Anbelangt: Das Thema ist aus meiner sicht nicht ganz so Heiß, da die wichtigsten einbahnen eh geöffnet sind. Allerdings kenne ich ein paar die wirklich sehr eng sind, da müsste man dann wohl einen Parkstreifen auflösen, mir solls recht sein. Die Autofahrer werden halt wieder sudern *g*

Und ein kleiner Nachschlag noch für alle die es noch nicht kennen:
http://vienna.mybikelane.com/

ameno (Gast) - 24. Jun, 17:48

einbahnen

vorteile der allgemeinen freigabe:

1. autofahrer werden aufmerksamer, weil aus JEDER einbahn ein radfahrer kommen kann. momentan achtet kaum jemand darauf, was ich teilweise verstehe, weil der schilderwald teilweise nicht überblickbar ist, es kommt aber häufig zu gefährlichen situationen (ähnlich denen von gehsteigfahrradwegen entlang von hauptverkehrsstraßen, wo autofahrer nur nach links nach autos ausschau halten). wenn es aber die regel wird, daß überall ein radler auftauchen kann, wird sich das eher ändern.

2. es kostet sicher weniger geld bei einzelnen wirklich zu engen einbahnen ein "einbahn inklusive radfahrer" hinzubauen...

3. erleichtert es natürlich das leben von radfahrern in unbekannten stadtteilen. bevor ich einen unbekannt langen umweg nehmen muß, fahr ich lieber illegal gegen die einbahn oder auf dem gehweg. kommt selten vor, aber es ist auch nicht unsicherer als erlaubt gegen die einbahn zu fahren... man muß sowieso IMMER auf der hut sein.
a.m. (Gast) - 24. Jun, 19:27

"Das schlimmste sind aber die noch recht häufigen gemischten Rad-gehwege. Ich brause normalerweise ja mit mindestens 20km/h dahin, da brauche ich keine Fußgänger ;-)"

und das schlimmste dabei sind die Radfahrer, die dabei nicht auf die Fußgänger Acht geben. Bsp: rechte Wienzeile bei der U4 Pilgramgasse, da gibts sogar einen Zebrastreifen, und trotzdem missachtet jeder Radfahrer diesen!!!
martinm - 24. Jun, 21:52

gerade dort ist der weg aber nicht gemischt, sonst gäbs keinen zebrastreifen. Inwieferne der von Radfahrern missachtet wird, ist mir aer nicht ganz klar. Wenn die Fußgängerampel rot ist, dann gehen auch keine Fussgänger drüber, andernfalls haben siese vorrang (zebrastreifen eben) (Nachtrag: Wenn sie tatatsächlich drüber gehen würden, dann hätten sie vorrang, da formell die ampel ja erst ander straße "losgeht". Die meißten warten aber sinnvollerweise bis es grün wird auf der richtigen seite.)

Also müssten Radfahrer bei grüner Fußgänger-Ampel ohne schlechtem gewissen die Fußgänger zum stehenbleiben zwingen. das habe ich so noch nie beobachtet.
a.m. (Gast) - 25. Jun, 17:16

sehn sie, sie kennen den Radweg nicht.
auf der einen seite ist nämlich sehr wohl Radfahrweg und Fußgängerweg gemeinsam bis zum Zebrastreifen.
beim Zebrastreifen auf dem Radweg gibt es keine Ampel. Diese ist nämlich nur beim Straßenübergang, nicht jedoch beim Radweg.
Und selbst wenn die Ampel grün wäre, muss man als Fußgänger sich hüten, dass nicht einem ein Radfahrer anklingelt, weil er meint er hätte Vorrang.

Generell finde ich überhaupt, dass die meisten Radfahrer auf die Fußgänger zu wenig Rücksicht nehmen. Man muss ja regelrecht oft zur Seite springen, auf Gehsteigen, auf Zebrastreifen, auf der Straße ... nur weil der Radfahrer nicht Acht geben kann.
Wolfgang (Gast) - 25. Jun, 18:08

Es nervt halt.

Fußgänger empfinden einen Gehsteigradweg nicht als eine Zone, bei deren überqueren man vorher nach links und rechts schaut. Das tun sie bei Straßen aber sehr wohl, sogar wenn da ein Zebrastreifen ist. Einem Auto, das nur mehr 3 Meter entfernt ist, kann man nicht zumuten, noch anzuhalten. Radfahrern auch nicht.

Und weil Radfahrern diese Radweg-Spazierengeher nicht alle drei Tage, sondern alle drei Minuten begegnen, wird eben gebimmelt, und nicht wortreich auf das Fehlverhalten hingewiesen.

Natürlich gibts Rowdies, das ist klar. Aber gedankenverlorene Radweg-Spazierer sind meiner Meinung nach (und ich bin sehr viel mehr zu Fuß als mit dem Rad unterwegs) deutlich in der Überzahl.
a.m. (Gast) - 26. Jun, 10:09

Autofahrer und Radfahrer haben die Pflicht Fußgänger über den Zebrastreifen zu lassen.

3 meter vor dem Zebrastreifen ist es sehr wohl zumutbar, dass diese anhalten. Man darf ja nur 30 km/h fahren, und das halten 90 % der Fahrer nicht ein. Viele beschleunigen sogar noch, um vor dem Fußgänger darüber zu kommen.

ein verpflichtender Radführerschein würde so manche Situationen mit Fußgängern mildern.
a.m. (Gast) - 26. Jun, 10:17

"Radweg-Spazierer" z.B. am Ring. Aber das liegt an der Fehlplanung.
Bei anderen Radwegen hab ich das noch nicht erlebt.
Aber selbst dann sollte man bremsen. Der Fußgänger ist noch immer das schwächste Glied, und demensprechend sollte auch Rücksicht genommen werden.
Wolfgang (Gast) - 26. Jun, 10:58

Ähäm...

Gusshausstraße, vorm EI, Radweg hinterm Freihaus, Die Unterführung unter der Wagramer Straße in Kaisermühlen? Alles bevölkert von Rumspazierern.

Und ja, natürlich muss man Rücksicht nehmen. Aber viele Fußgänger gehen einfach komplett ohne zu schauen und vollkommen unvermittelt übern Radweg - etwas, was sie bei der Straße nicht machen würden.
Wolfgang (Gast) - 26. Jun, 11:01

Achja, nochwas

30 km/h sind über 8 Meter pro Sekunde. Selbst wenn du nur eine halbe Sekunde Reaktionszeit hast, um vor einem Fußgänger stehnzubleiben, hast du da noch nichtmal begonnen zu bremsen
martinm - 26. Jun, 11:03

"Man darf ja nur 30 km/h fahren"
1) Warum? Wo steht dass?
2) So leicht ist es auch wieder nicht 30 kmh zu überschreiten. Oder sind 90% der wiener radler SUpersportler. Ich merk davon nix, muss oft genug mit 15-20 hinten nach schleichen *g*
coyote (Gast) - 26. Jun, 14:44

Gestern hab ich folgendes erlebt...

Ich überquerte von der Stumpergasse kommend die Gumpendorfer Straße - so etwa um 11 Uhr. Die Fußgeher-Ampel war schon ein paar Sekunden auf grün, da kam eine Radfahrerin (etwa 30, blond, vielleicht 165 - 170) in mittlerem Tempo (15-20 km/h) von stadtauswärts kommend, in der linken Hand ein Ding vor sich haltend (ob Handy, Kalender oder Taschenplan könnt ich nicht sagen), das ihre Aufmerksamkeit beanspruchte, und fuhr vor mir über die Kreuzung, die Gumpendorfer Str. stadteinwärts - also bei tiefrot !

Unglaublich !
1) Bei rot
2) geistig nicht präsent
3) überhaupt nicht bremsbereit (nur eine Hand am Lenker, d.h. bei Vollbremsung Sturz unausweichlich)

Das war nicht etwa ein Kind, sondern eine Erwachsene, die sicher (wer hat ihn nicht ?) den Führerschein hatte !
Leider ist diese Kategorie mittlerweile "kulturprägend", LeutInnen (ich wage zu behaupten: vor allem Frauen!), die absolut kein Gefühl, keine Wahrnehmung für Gefahr haben. Gefahr, in die sie sich selbst begeben. Gefahr, in die sie andere bringen.

Ich habe nur eine Erklärung für dieses Phänomen: Daß sie als Kind keine Gelegenheit hatten, die erforderlichen Dummheiten zu begehen, von den man "aus Schaden klug wird". Und jetzt ist der Straßenverkehr ihre Sandkiste.
Diese Generation reicht von 20 bis 35 (siehe Helge F.), eine Generation, die offenbar als Kind nicht mehr Radfahren durfte, weil es ihren Eltern "zu gefährlich" erschienen ist.

Und dann lese ich das da:
http://derstandard.at/fs/1245820075292/Projekt-Ergometerklasse-Radfahren-beim-Lernen-foerdert-den-Lernerfolg

Autsch !
a.m. (Gast) - 26. Jun, 15:54

"Radweg hinterm Freihaus, "
ja auch da ist ein Zebrastreifen!

Gußhausstraße ...kenn ich jetzt nicht.

Generell: Wer aufmerksam fährt, kann auch bei Zebrastreifen rechtzeitig bremsen. Nur meine Beobachtung ist das fast KEIN Radfahrer bei Zebrastreifen anhält und den Fußgänger drüberlässt.

kann coyote nur beipflichten. ich erleb oft solche Radfahrer, die bei rot über die Ampel fahren und damit andere gefährden, oder die einfach nicht bei der Sache sind. ... Und kaum spricht man die Radfahrer an, schnauzen sie einem zam, nur weil man sie an die Straßenverkehrsordnung erinnert!
martinm - 26. Jun, 16:46

@a.m.

"sehn sie, sie kennen den Radweg nicht."

Im gegenteil, Sie kennen ihn oder die Verkehrszeichen dort nicht. Bin gerade eben da gewesen, Lokalaugenschein sozusagen. Im bereich des Zebrastreifens ist der radweg ein radweg (andernfalls gäbs auch keinen Zebrastreifen, warum auch?), erst richtung AMS-Gebäude (ein paar meter nach dem Zebrastreifen) wirds ein gemischter Weg und ist entsprechend beschildert.

Richtung Naschmarkt ist der Gehsteig auf der linken seite z.Zt. eine Baustelle, es deutet aber nichts darauf hin, dass die Fußgänger deswegen den Radweg benützen dürfen. Eigentlich müssten sie auf die andere Seite, ausnahmsweise passe ich aber mein Fahr und Klingelverhalten an ;-)
Wolfgang (Gast) - 26. Jun, 19:56

Ach a.m. ...

Du redest halt von den Zebrastreifen, ich red vom ganzen Radweg. Da spazieren 3 Leute nebeneinander entlang, und einer geht halt die ganzen 100m am Radweg. Das passiert dauernd. Und selbst wenn da ein Zebrastreifen ist, muss man schauen. Wenn Fußgänger blind drübergehen können sollen, lässt man den Radweg enden, und macht einen Gehsteig hin.

Ich hoff in einem sind wir uns einig: Die Radfahrer gehören auf die Straße. Entweder ganz normal auf die Straße, oder halt eine Autospur dafür opfern.
a.m. (Gast) - 27. Jun, 17:07

@martinm

es geht ja auch um den Zebrastreifen auf dem Radweg (ein weißer Streifen ist auf dem roten Asphalt). Dort müssen Radfahrer anhalten. Ich habe noch nie einen Radfahrer erlebt, der einem bei einem Zebrastreifen drüber lässt. Und das ist für jeden Fußgänger gefährlich!

bezüglich gemischter Weg: dann beginnt er halt nach Verkehrsschild erst ein paar Meter nach dem Zebrastreifen. Das ändert aber trotzdem nicht die Tatsache daran, dass dort Fußgänger passieren.
Und selbst wenn Sie 1 Meter nach dem Zebrastreifen einen Fußgänger überfahren, anfahren, handeln das die Gerichte auch so, dass Sie die Schuld daran tragen.
a.m. (Gast) - 27. Jun, 17:09

@wolfgang

"Die Radfahrer gehören auf die Straße. Entweder ganz normal auf die Straße, oder halt eine Autospur dafür opfern."

dem kann ich nur zustimmen. Nur passiert das leider nicht.
Go Die Big City (Gast) - 27. Dez, 05:25

@a.m.

Ich lass als Radfahre Fußgänger über den Zebrastreifen gehen, zumindest geb ich mir Mühe, aber ganz stehen bleiben tue ich in den wenigsten Fällen. Meistens werde ich nur langsamer und warte, dass die Fußgänger beginnen über den Zebrastreifen zu gehen und ich dann hinter ihnen vorbei fahren kann.
Wolfgang (Gast) - 24. Jun, 19:55

Super!

Irgendwie schaffen sies immer wieder, mich dazu zu bringen, "trotzdem" grün zu wählen. Jetzt müsste man nur noch was gegen die Fahrraddiebstähle tun. So fahr ich lieber U-Bahn. Wenn die jemand klaut, dann nehm ich halt die nächste.

anna (Gast) - 24. Jun, 21:13

sehr schöne rede und tolle idee mit der fernsehserie! fürs erste würd's wohl auch schon eine werbeeinschaltung pro fahrrad tun ;-).

jpepelnik (Gast) - 24. Jun, 21:48

Viel schönes wurde da gesagt.
Die Brigittenauer Allee könnte man gleich weiter über den Gürtel führen
Gratulation.

coyote (Gast) - 24. Jun, 22:33

Wow !


Andi (Gast) - 24. Jun, 22:56

Was ich sehr gefährlich finde, das sind die ULF Strassenbahm-Stationen. Entweder zwischen Schiene und Trottoir auf dem relativ schmalen Streifen durch-balancieren, oder ausscheren und zwischen den 2 Gleisen fahren. Über ein Gleis fahren ist im spitzen Winkel gefährlich, also muss man gscheit rüberziehen, da sind die Autos aber nicht immer darauf gefasst.

Was anderes, war es nicht irgendwann mal geplant, sämtliche Sitzungen von Parlamenten und Ausschüssen etc. aufzuzeichenen und im Internet zugänglich zu machen? So wie diese Rede von CC? Idealer weise mit 2 Perspektiven, einmal den Redner und einmal das Publikum.
martinm - 24. Jun, 23:53

Ich fahre prinzipiell am gleis. Sonst ist man ja auch zu nahe an den parkenden autos. Die Straßenbahn kommt eh nicht nach und die autos sollen nur überholen wenn genug platz ist.
coyote (Gast) - 25. Jun, 07:01

Die lebensgefährlichen Haltestellenkaps !

Ungefähr zur selben Zeit, wo man in Wien die Schleichwege im Nebenstraßenbereich durch Schrägpark-Einbahnen zerstört und den Radverkehr somit auf die Hauptverkehrsstraßen vertrieben hat, begann man diese mit vorspringenden Haltestellenkaps auszustatten, die für den Radverkehr lebensgefährliche Fallen sind. Vor allem bei Nässe ist das erzwungene Hakenschlagen über die Schiene mit Sturzrisiko verbunden, was angesichts der notorisch mißachteten Sicherheitsabstände lethal enden kann.

Was soll man tun: Der Nebenstraßenraum muß wieder dem Radverkehr gehören: Radstraßen statt 1.50 - Zierleisten am Fahrbahnrand !
martinm - 25. Jun, 08:30

"Vor allem bei Nässe ist das erzwungene Hakenschlagen"

WARUM? Als Verkehrsteilnehmer hast du das recht so viel Platz zu beanspruchen wie du brauchst. Also warum nicht AM gleis statt neben dem gleis fahren, so wie auch die Autos.
Wenn Platz zum Überholen ist dann können die Autofahrer trotzdem überholen, wenn nicht, dann könntens den notwendigen sicherheitsabstand auch dann nicht einhalten, wenn du neben dem Gleis fährst.

Oder meinst du diese Haltestellen wo auch die Autos über die Plattform fahren? Da müssen ja auch diese langsamer werden, ond mit einer offensiven fahrweise hatte ich da noch nie ein problem beim verlassen des Gleiskörpers. (Da ich vorher schon vergleichswese viel Platz beanspruche, macht keiner an bledsinn ;-)
Wolfgang (Gast) - 25. Jun, 08:47

Ich fahr da sicher nicht rechts neben dem Gleis

Bin zwar ein recht sozialer Radfahrer, der auch öfters mal Autos (und besonders Busse) aus reinem Goodwill vorlässt, aber deswegen bring ich mich doch nicht in Lebensgefahr. Hilft aber oft nix. Letztens hat hat mich allerdings trotzdem fast ne SUV-Tussi umgebracht beim überholen - und nein, ich bin nicht gefährlich weit rechts gefahren. die hat halt nur keinen Bock gehabt, Abstand zu halten. Kurz danach ist sie stehngeblieben, und als ich an ihr Fenster geklopft hab, hat sie ein Buch genommen und gelesen. Tja. Anscheinend seh ich so furchteinflößend aus.
martinm - 25. Jun, 10:10

Radfahrer sind ja bekanntermaßen böse raubritter ;-)
Das Problem ist halt, dass manche Autofahrer mit Radfahrern einfahc überfordert sind (oder mit dem Stadtverkehr im allgemeinen?)... Aber ich vermute mal, sie ist bei dem Überholmanöver eh in einer besondern Stressituation gestanden, und hat hoffentlich was fürs nächste mal gelernt. Weils ihr dann peinlich war hat sie dich ignoriert, warum sollte sie das sonst tun?

Beizeichnend jedoch, dass sie kurz danach stehen geblieben ist. Das zeigt wieder mal, dass sich das Überholen von Radfahrern in der Stadt nur selten auszahlt...
coyote (Gast) - 25. Jun, 14:48

Ich fahre auch prinzipiell im Gleistrog !

Nur zur Klarstellung.
Hab unlängst einen Radler in der Westbahnstraße darauf angesprochen, der rechts davon (also voll im Schwenkbereich der Autotüren - beim Sturz fällst du aufs Gleis, mit ein Bissl Pech wirst dann von der BIM zermatschkert...) gefahren ist.
Er hat gemeint, er mache das schon seit 3 Jahren, und es sei nix passiert...
martinm - 25. Jun, 17:39

LOL was für eine Argument. Ich hab das früher auch gemacht, aber wenn man regelmäßig fährt, dann ergibt sich das offensive fahrverhalten automatisch (sollte es zuindest)
coyote (Gast) - 26. Jun, 17:26

"Ich kauf meinem Schatzi ein sicheres Auto !"

In dem man in Ruhe telefonieren kann....

Das ist das Mindset der SUV - BesitzerInnen.
Und das andere Extrem: Die SMARTies ("ist ja eh so lieb und niedlich, kann niemand was zu Leide tun"), bei denen man sich manchmal des Eindrucks nicht erwehren kann, sie haben den Führerschein beim BILLA gemacht (mit Einkaufswagerln) - gesitig verwandt mit jenen RadlerInnen, die beim Fahren SMSes schreiben.
coyote (Gast) - 25. Jun, 06:44

Ah, der scho wieder ! Na lass ma'n redn !

Oh Christoph, ich frage dich: Wie sehr hast du dich bei deiner Rede als Hofnarr empfunden ?
Sich vor ein Plenum von Leuten zu stellen, die es gewohnt sind, Papiere zu beschliessen (vom "Verkehrskonzept" über das "Klimaschutzprogramm" bis zum "Masterplan Verkehr"), in denen der Vorrang des Nichtmotorisierten Verkehrs gegenüber dem Ruhenden Verkehr, die Umverteilung des Straßenraums zugunsten der Fußgeher/innen und Radfahrer/Innen gefordert wird - und dann auf der Ebene des Handelns GENAU DAS GEGENTEIL durchführen !
Nämlich den Fußgeher/innen und Radfahrer/innen Platz wegzunehmen, um Stellplätze zu vermehren (mir fallen etwa die Radrouten Goldschlagstraße im 15, oder die Große Sperlgasse im 2. ein, wo man das Instrument des "Radfahren gegen die Einbahn" zur Schaffung von Schrägparkplätzen = 2m weniger Fahrbahn missbraucht hat, mit dem Placet des Radwegkoordinators).
Was ist mit "2m / 2.5m Mindestgehsteigbreite" ?
Selbst in die 5m - Zonen vor Schutzwegen / Radfahrüberfahrten werden ungeniert (Schräg-)Parkstreifen angelegt !

Hast du den Eindruck, dass man mit diesen Typen (ich erinnere nur an Svihalek...) etwas Sinvolles machen kann ?
Schau dir an, was unter Schicker "passiert" ist - Wiedner Hauptstrasse, etwa !
Oder jenes Panoptikum von verordneten Anfängerfehlern, den Mehrzwangstreifen in der Hütteldorfer Straße !
Mehr Radwegkilometer = weniger Platz, das scheint die Zielvorgabe zu sein.

Hast du erst einmal überhaupt den Eindruck, daß du in deiner eigenen Partei Rückhalt hast ?

Wenn dich all das nicht kümmert, du es trotzdem tust, dann bist du eines:
Ein RICHTIGER RADLER !

georg guensberg (Gast) - 25. Jun, 12:57

copenhagenize it

gratuliere zur "grundsatzrede". sehr originell und vieles zu unterschreiben.

copenhagen zeigt so vieles vor, weil dort radfahren mainstream ist.
http://guensberg.wordpress.com/2009/06/25/radverkehr-copenhagenize-it/

poidi - 26. Jun, 01:24

Entschließungsantrag im Parlament pro Radfahrer

Am Mittwoch wurde der Antrag im Parlament (im Verkehrsausschuß) vertagt.

http://www.parlament.gv.at/PG/PR/JAHR_2009/PK0579/PK0579.shtml

Das ist schon mal eine nicht so schlechte Nachricht! immerhin wurde er nicht abgelehnt!

ich forder euch hiermit auf, die abgeordneten im Verkehrsausschuß auf unser interesse hinzuweisen!
http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/A-VE/A-VE_00001/MIT.shtml
Nächste Sitzung ist am 1. Juli!

Herta (Gast) - 2. Sep, 17:54

Wienradlerin

Lieber Christoph
ich finde deine Aktion wirklich supertoll. Immer dranbleiben! Du bist der Hort der Velrässlichkeit in dieser Sache.

Ich bin selbst Wienradlerin und habe mich wie eine fahrlässig mein Leben bedrohende gefühlt, als ich die Währinger Hauptstraße runterfuhr. Im 9. ist noch wirklich viel zu machen.

lg und alles Gute
Herta

Sylvia (Gast) - 18. Nov, 12:11

unverschämter Autofahrer

Vor etwa 1 Monat wurde ja am Ring auf dem Abschnitt vom Kai (Urania) bis kurz vor Schwarzenbergplatz endlich nun auf beiden Seiten ein Radweg eingerichtet. Finde ich sehr gut, weil ich das ständige Fahrbahnseitenwechseln extrem nervig finde. Würde mich mal interessieren, was Autofahrer dazu sagen würden, wenn sie dauernd abbiegen und von der geraden Route abbiegen müssten.
Im Zuge dessen wurde auch hinter dem Aufgang der U3-Station Stubentor ein ehemaliger Parkstreifen zum Radstreifen umformiert. Allerdings scheint mir das nunmehr vorhandene Parkverbot immer noch nicht allen Autofahrern durchgedrungen zu sein. Denn jedes Mal, wenn ich dort vorbeifahre, steht ein silbernes Wiener Diplomaten-Auto dort oder es parkt ein Lieferant. Besonders der Halter des silbernen Wagens ist sehr penetrant, da er/sie den ganzen Tag dort parkt. Der Strafzettel, den ich erst gestern in der Windschutzscheibe gesehen habe, wird wohl nie bezahlt werden, was man so von Diplomaten hört, ist es eh egal, ob sie das zahlen. Warum werden solche Autos nicht auch abgeschleppt? Passiert ja oft genug auch in anderen Bereichen!! Nur weil ein Radfahrer ausweichen kann? Wozu hat man dann den Radweg überhaupt angelegt?
Was würde ein Autofahrer sagen, würden ein paar Leute einfach ihre Räder fein am Ring abstellen und damit die 3!!! Autospuren blockieren?

Generell finde ist, dass Radwege sinnvoll geplant werden müssen, nicht etwa an Bezirksgrenzen enden sollten.
Auch die Trennung von Rad- und Fußwegen möglichst auch am Boden sichtbar, finde ich gut. Andererseits sollten Radfahrer natürlich schon Rücksicht auf Fußgänger nehmen.

Was ich persönlich auch noch gut finden würde, mehr Ampeln die auf Bedarf, aber dann sehr rasch für den Fußgänger oder Radfahrer umschalten und dann nicht allzu lange Grün bleiben. Ich denke da an die Ampel vor dem neuen EI in der Gußhausstraße, die absolut sinnfrei ist, weil wirklich nahezu niemand 30 sek wartet um 4 m Straße zu überqueren, dann aber die Autos warten müssen, obwohl keiner da ist.


mfg
Sylvia

Wolfgang (Gast) - 15. Dez, 11:10

Frag mich auch, warum man keine Verkehrsstrafen bei Diplomaten durchsetzt.

Immunität gegen Verfolgung schön und gut, aber Verkehrsstrafen zu bezahlen behindert ihn sicher nicht an seiner diplomatischen Arbeit.
Wenns wirklich nicht anders geht, gratis abschleppen. Dann geht ihm vielleicht wenigstens das Abholen auf die Nerven.
fist (Gast) - 14. Dez, 19:01

was mir fehlt

für eine grundsatzrede zum Rad fehlt mir die anzustrebende Leitidee, z.B. dass innerhalb des Gürtels der Autoverkehr nur noch eine marginale rolle spielen sollte. Das ergibt eine klare Orientierung für alle Maßnahmen. Man kann sich dann Schritt für Schritt überlegen wie eine Transformation bis sagen wir mal 2025 vor sich gehen sollte.

martinm - 15. Dez, 11:46

Ganz genau, ein Strategisches Ziel wär noch gut, und zwar was "greifbares", nicht "xx% Radanteil".

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