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Bürgerinitiative contra Grüne?

Wir wollen den Radverkehrsanteil verdoppeln.
Dafür braucht es eine Vielzahl von Maßnahmen.
Vor allem. Mehr Platz für sicheres Radfahren.
Entschärfen von Gefahrenstellen.
Das hier ist eine: Der innerste Teil der Währingerstrasse

P1030456
(Blick Richtung stadteinwärts)

P1030460
(Blick stadtauswärts)

Viele Radler kennen diese subjektiv wie objektiv gefährliche Engstelle.
Sie ist übrigens eine der von Radlern besonders dicht befahrenen Routen, da es aus dem Westen (9., 18., 19. Bezirk) Richtung Stadt/Uni kaum andere Routen gibt.

Mehr Platz für sicheres Radfahren muß irgendwo Platz herbekommen.
der Strassenbahn kann man ihn hier nicht wegnehmen.
Auch Fußgänger wollen und können wir hier nicht beschneiden, der Gehsteig ist ohnehin schon eng:

P1030454

Bleiben entweder eine Fahrspur, oder die parkenden Autos.
Die Währingerstrasse bietet aufgrund ihrer vorgegebenen Breite bloß Platz für je eine Fahrspur, bleiben also 15 (gezählte) Parkplätze.
Diese sollen, so unser Plan, einem Mehrzweckstreifen weichen.
Das würde Radfahren in diesem Stück eindeutig sicherer machen, darf ich z.B. auf die Gefahrenquelle öffnender Autotüren verweisen.
Warum erzähle ich gerade von diesem Projekt.
Es ist ausverhandelt, die Ladezone für das Hotel Regina in Absprache mit dem Hotel auf den Rooseveltplatz verlegt, auch der 9.Bezirk war dafür.
Jetzt hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, initiert von Geschäftsleuten in diesem Bereich, welche zum Ziel hat, die Parkplätze zu belassen. Sie hat 700 Unterschrifte gesammelt.
Medien springen auf das Thema auf: "Bürgerinitiative gegen Grüne" heisst es.
Im Bezirk wird jetzt nochmals ein Gespräch geführt.
Auch wir werden, so wir gefragt werden, klarerweise zu Gesprächen zur Verfügung stehen.
Es zeigt sich an diesem und an etlichen anderen Stellen der Stadt.
Mehr Platz für Radfahrer heisst weniger Platz für andere.
Weil Wien gebaut ist, geht es schlicht um Umverteilung.
Und diese anderen werden meist der Autoverkehr sein. Sei es, dass eine Fahrspur wegkommt, sei es dass Parkplätze dem Radverkehr Platz machen müssen.
Das wird nicht ohne Widerstand möglich sein.
Aber das ist Politik.

PS:
Jenen, die meinen, dass wir uns zuviel ums Radfahren kümmern, sei dieser Artikel unter dem schönen klugen Titel The Real Reason Why Bicycles are the Key to Better Cities gewidmet.
martinm - 25. Mai, 07:26

Geschäftsleute

Also lieber 15 Parkplätze als eine Infrastruktur die den Radfahrern auf einer der meistberadelten Strecke das komfortable Stehenbleiben ermöglicht? (Wenn alles zugeparkt ist bleibt man als Radler nur stehen wenns absolut sein muss.) Wie dumm können Geschäftsleute sein? Meine Verachtung haben sie mal.

Wolfgang (Gast) - 25. Mai, 08:31

Vor allem

wenn man bedenkt, dass die meisten Parkplätze in Parkpickerlbezirken eh von Anrainern belegt werden, die da drei Wochen stehn, ohne wegzufahren. Das hat auf die Kundschaft in den nahegelegenen Geschäften null Auswirkung.

Hier wärs sinnvoll, die unglaubliche Subventionierung des Parkpickerls zu reduzieren. Im Vergleich mit den 1,20 die Stunde sind die 135 Euro + Burokratiekrimskrams ein Geschenk. Wenn sich die Leute dann um die Garagenplätze reißen, gibts auch genug Stellplätze, die man entfernen kann.
coyote (Gast) - 25. Mai, 08:07

1 Fahrspur bedeutet: "Fahr in der Mitte der Fahrspur"

und dann hat man kein Problem mit Autotüren !

Das Problem ist im Kopf: Dass sich RadlerInnen nicht (mehr) trauen, ihre "Karosserie" in Anspruch zu nehmen (nein, Sicherheitsabstand ist kein verschwendeter Raum, sondern gehört dazu, genau so, wie der Blechkäfig zum Auto) !
Macht den Leuten endlich einmal klar, wie man sich im "Verkehr" richtig verhält, anstatt euch von Anfängern leiten zu lassen, die eine falsche Vorstellung von Sicherheit haben.

Andererseits: eine Fahrradspur (ich vermeide jetzt den Begriff Mehrzweck = Mehrzwang - Streifen, denn eine Radverkehrsmaßnahme hat nur 1 Zweck zu haben, sonst ist sie per se unbenützbar) von der Breite einer Parkspur (2m) ohne Parkspur daneben (würde 1m Sicherheitsabstand wegnehmen) wäre ein Gewinn

cc - 25. Mai, 08:20

@coyote

klar "könnte" man hier, und an vielen anderen Stellen einfach in der Mitte fahren.
Aber selbst für ziemlich erprobte Fahrer wie mich ist es nicht ganz "ohne" so hinter sich, ganz knapp drängelnde (gar nicht selten blinkende, hupende, aus dem Fenster schimpfende) Auto/fahrer zu spüren, zu hören.
Radverkehr verdoppeln heisst deswegen für mich: Auch jene im Auge haben, die derzeit nicht fahren.
Und den meisten von diesen ist Deine Strategie einfach schwer zuzumuten.
martinm - 25. Mai, 08:40

CC hat leider recht, man muss schon eine dicke haut haben um in der Mitte zu fahren. Der Radverkehrsanteil ist nur zu steigern, wenn Autofahrer endlich kappieren, dass sie in der Stadt in jeder hinsicht Letztklassig sind. Und solange man ihnen Raum schenkt wird dieser Sinneswandel nicht stattfinden.
Ulrich Kiermayr (Gast) - 25. Mai, 12:21

Mehr Zwecklos-Streifen

Ich bin voll bei coyote. Das Problem mit der Sicherheit ist das: Es glauben vor allem die nicht-Radfahrer, dass ein Radstreifen mehr Sicherheit bringt. Mein tägliches Erleben sagt aber eher das Gegenteil aus. Die Autofahrer glauben dann nämlich, dass sie nicht mehr über Seiten-/Sicherheitsabstaende nachdenken müssen, wenn ja der Radfahrer auf seiner Spur fährt und der Autofahrer ja auch seine eigene Spur hat.

Dieses Gefühl von 'ich überhole ja nicht, ich fahr ja auf meiner Spur vorbei' macht das fahren eigentlich erheblich unsicherer. Und was dann noch dazukommt sind die Mehrzweck- und Radstreifen in Kreuzungsbereichen, Dort ist man dann auf einmal gezwungen irgendwie wild die Fahrspuren zu queren (Jörgerstrasse stadtauswaerts nach dem Guertel), oder wird von Abbiegewilligen immer wieder halb über den Haufen gefahren (Alserstrasse, vor der Landesgerichtsstrasse stadteinwaerts). Mal ganz abgesehen davon dass in vielen Fällen durch wahre Bodenmarkierungskunstwerke z.B. linksabbiegen auf Kreuzungen unheimlich kompliziert ist (soferne man ueberhaupt versteht wie sich der Bodenmarkierungsmaler das gedacht hat - Altmannsdorferstrasse stadtauswaerts vom Liesingbach kommend in die Anton-Baumgartner-Strasse hab ich z.B. nicht verstanden, wie das legal gehen soll)

Der Autofahrer der hinter mir blinkt, hupt und schimpft ist zwar lästig, aber das Risiko, dass ich dadurch zu Sturz komme ist erheblich geringer, als das durch überholen mit 10cm Seitenabstand, oder den LKW, der auf einmal drauf kommt, er muss doch hier rechts abbiegen.

Viel wichtiger als die Radwegstatistik ist es, die Radfahrer zu schulen und zu erziehen. Jedem sei im Zweifelsfall http://fahrsicherrad.at/ ans Herz gelegt.
Ulrich Kiermayr (Gast) - 25. Mai, 12:23

p.S.: Ich hab ja den Verdacht dass viele dieser Streifen durchaus im Sinne der Autofahrer sind, um die blöden Radler aus dem Weg zu schaffen. Ich hoffe ja doch nicht, dass die Gruenen im Sinne dieser Lobby planen....
magicred (Gast) - 25. Mai, 12:26

@ martinm: Ich bin Fußgänger, Benutzer von Öffis, Radfahrer und Autofahrer. Ich wohne in einem Randbezirk. Die meisten Wege im innerstädtischen Bereich erledige ich mit den Öffis. Wenn ich allerdings am selben Tag Termine sowohl innerstädtisch und auch in Außenbezirken oder außerhalb Wiens habe, bin ich gezwungen, mit dem Auto zu fahren. Warum bin ich dann letztklassig? Nicht die ganze Welt ist mit Öffis erreichbar. Und 80 km-Radtouren mache ich in meinem Alter nicht einmal mehr in der Freizeit, abgesehen davon, dass ich meine Termine nicht dreckpaniert wahrnehmen kann. Letztklassig ist höchstens das Verständnis dafür. Das Zusammenleben kann nur funktionieren, wenn alle einander als gleichwertig betrachten. Andernfalls entstehen nur Aggressionen, die letztlich vernünftige Lösungen verhindern...
martinm - 25. Mai, 12:46

letztklassig weil beim individual-PKWVerkehr am meisten platzverbrauch und umweltverschmutzung pro transportierter Person entsteht.

Bei Terminen ist es ja üblich, dass sie zumindest einen Tag vorher schon bekannt sind. Schon mal an carsharing gedacht?
also (Gast) - 25. Mai, 16:54

Problem ist auf der Straße nicht im Kopf

Auf der Währinger Straße stauen zur Spitzenzeit die Autos und drumm nützt es gar nichts, wenn ein Radfahrer mittig fährt. Damit erreicht er nur, dass er mitstauen darf.

Also weg mit den 15 Stellplätzen. Warum eigentlich ein Mehrzweckstreifen und kein Radfahrstreifen?
PeBe (Gast) - 25. Mai, 21:50

@ martinm:

ich möchte mich magocred anschließen - habe ein ganz ähnliches Profil.
Ich fühle ich einerseits nicht sicher auf dem Rad in der Stadt und andererseits möcht ich meine Bandscheibenvorfälle nicht provozieren und mit plötzlich nicht mehr rühren können auf dem Rad.
Wenn ich i.d.R. versuche, meine Wege mit den Öffis oder per Pedes (was auch meiner Gesudheit gut tut) zu erledigen, dann verstehe ich nicht,warum ich mich , wenn mein Auto benötige (das nun auch schon dem Dezenniumm ins Auge blickt), als letztklassig bezeichnen lassen muss. Auch Carsharing ist nicht immer die Lösung - manchmal ginge es, oft nicht. Und mein Auto ist schließlich schon auf dieser Welt - es zu verschrotten tät dieser wohl noch mehr weh als es sinnvoll zu nutzen.
Schon klar, wenn die Latte der Ziele leicht zu übersteigen ist, dann stimmt mit den Zielen etwas nicht. Doch auch wir, die in kleinen Schritten diesen Zielen näher kommen, wollen dafür postitiv wahrgenommen werden, auch von jenen, die uns schon Lichtjahre voraus sind.
martinm - 26. Mai, 07:47

ihr dürft gerne ein verkehrsmittel nennen, dass in der stadt, in einer nichtegoistischen Klassifiziertung schlechter einzuordnen ist als der motorisierte Individualverkehr. Solange das nicht passiert bezeichne ich selbigen als letztklassig.
uk_ - 26. Mai, 07:49

Wenn ich mir meinen Weg zur Arbeit ansehe: Pferdefuhrwerke a.k.a. Fiaker ;-) Die sind tatsaechlich noch mehr im Weg als die Autos
martinm - 26. Mai, 08:55

Oh, daran habe ich nicht gedacht. Da wird die Klassifizierung aber sehr schwer da die ja (hoffentlich) routenmäßig recht eingeschränkt unterwegs sind und man mit zu bewahrender Geschichte argumentieren könnte. Als Tierschützer stimme ich dir aber zu, die sind etwas anachronistisch. Wobei gerade bei reduziertem PKW-Verkehr auf dafür genug platz wäre, vermute ich mal (habe selbst nur wenig gelegenheit denen zu begegnen)
TK (Gast) - 20. Jun, 15:51

Sicher fahren ist notwendig

also mit Sicherheitsabstand, also in der Spurmitte, wenn die Spur so eng ist wie auf der Währingerstraße.
Maria (Gast) - 25. Mai, 08:17

Wo kommen wir da hin...

wenn in der Stadt weniger Autos fahren. Da wirds womöglich ruhig und es hört auf zu stinken. Beispiel Westbahnstraße: wenn auf der anderen Straßenseite einer telefoniert, versteht man jedes Wort. Das geht gar nicht und muss um jeden Preis verhindert werden!

Ernst (Gast) - 25. Mai, 11:43

@ CC

Wirklich eine ausgemachte Sauerei dass nicht alle kuschen und machen was eine Minderheitenpartei vorhat gell Herr Chorherr!

martinm - 25. Mai, 12:24

keine angst, es passiert leider eh nicht das was der cc sagt. Muss alles erst im Gemeinderat eine Mehrheit finden.
gast (Gast) - 25. Mai, 12:17

ist eine tolle idee - im 9.bez, woe s eh kaum noch parkplätze gibt, diese abzubauen.
wegen solcher stellen müsste man ja auf jeder schienenstraße die parkplätze abbauen, wenn sie wirklich eine so große gefahr für radfahrer darstellen. außerdem gibt es engere spuren, vo sich dennoch ein ca 70cm breiter radstreifen ausgeht. warum sich nicht sowas überlegen, sondern aus prinzip immer die keule gegen die "bösen bösen" autofahrer auspacken? es kommt einem manchmal so vor, als würden die grünen verschiedene maßnahmen gegen autofahrer bloß deswegen durchsetzen wollen, um sie zu ärgern, ohne dass dahinter irgendein wirklicher sinn wäre.

magicred (Gast) - 25. Mai, 12:31

Ein 70 cm "breiter" Radstreifen? Das kann sich nur um einen Scherz handeln, oder? Wer so etwas als Radstreifen betrachtet, kennt wahrscheinlich Radfahren nur aus der Sicht des Hometrainers ;-)
martinm - 25. Mai, 12:32

ein 70cm breiter streifen ist aber zu schmal. 1,5m ist alleine der notwendige sicherabstand zum Auto, da ja ein teilen der Fahrspur wegen der depperten Autofahrer aus oben dargelegten Gründen nicht möglich ist. Wer meint im 9. auto zu brauchen wird das eben überdenken müssen.
Wolfgang (Gast) - 25. Mai, 12:37

Der 70cm Streifen geht sich eh super aus.

Fahren kann man halt nicht mehr drauf.
Man könnt ja auch stattdessen die Liechtensteinstraße zur Fahrradstraße machen (da war doch was). Dann können die tollen Anrainer den Verkehr vor der Nase behalten.
Raphael (Gast) - 25. Mai, 14:03

Tolle Idee

Natürlich ist es eine tolle Idee Parkplätze in der Innenstadt abzubauen. Irgendwann wird dann nämlich auch der Dümmste kapieren, dass das Auto für die Stadt *kein geeignetes Verkehrsmittel* ist. Nein, es ist nicht möglich genug Straßen und Parkplätze in der Stadt zu bauen, damit *alle* mit dem Auto fahren können (ohne ewig zu stauen oder Parkplatz suchen zu müssen). Autofahrer haben daher zwangsläufig ein *Privileg*, d.h. was sie machen, dürfen nicht alle machen, weil sonst gar nichts mehr geht.
Raphael (Gast) - 25. Mai, 13:56

700 Unterschriften

700 Unterschriften sind eine Kleinigkeit. Wenn ich einmal bei CriticalMass und beim Friday Night Skating Unterschriften für einen Radstreifen in der Währingerstraße sammle, dann hab ich die auch zusammen.

cityrunner (Gast) - 29. Mai, 18:16

Re:

Gute Idee. Sollte man wirklich machen!
prometheus (Gast) - 6. Jun, 20:28

kann ich nur zustimmen! sollte man machen! mal schauen, wie sich dann die zahlen gegenüberstehen.
a.m. (Gast) - 20. Jun, 21:09

Route der CriticalMass über Währingerstraße verlegen

und das mehrmals. Das würde Aufmerksamkeit erregen.
am besten zur Stoßzeit. :p
Almi66 (Gast) - 25. Mai, 14:48

Sonntagsradwege..!

Viele Radwege Wiens haben einige Jahre auf dem Buckel und sind für die damals wenigen Freizeitradler, als Alternative zur "gefährlichen" Straße, entstanden.

Sie sind dem heutigen Radverkehr nicht adäquat, zu schmal, zu verschwenkt, enden zu oft an Fußgängerampeln, die minutenlang Rot zeigen.

Ich beobachte aber auch, dass viele "neue" Radfahrer im Umgang mit Verkehrsregeln und Fahrrad ungeübt sind, und sich so selbst gefährden.

Viele Autofahrer sind mit der ZUnahme an Radfahrern ebenso überfordert und schneiden oder fahren zu dicht auf.

Wir brauchen glaube ich zuerst eine Kampagne, die den Umgang im Alltagsverkehr!! von Radlern, Fußgängern und Autofahrern neu definiert und auf die größten Fehler hinweist.

Außerdem müssen Radstraßen und Radhighways forciert werden, um den Alltagsverkehr kapazitativ zu bewältigen.

Ab und an werden auch Parplätze dran glauben müssen. Wenn aber das Radfahren zur echten Alternative im Alltag wird, werden noch manche umsteigen...

martinm - 25. Mai, 15:05

so eine kampagne würde ich mir auch sehr wünschen. Aber bures kampagniert ja lieber für ihre radhelmpflicht.
n (Gast) - 25. Mai, 15:56

Aber es geht doch, dass die Parkplätze bleiben, Radfahrer sicherer sind und weder Straßenbahn noch Fußgänger eingeschränkt werden. Einfach für alle KFZ 25 km/h Tempolimit und Überholverbot hinstellen. Zusätzlicher Vorteil: man kann sich auch im KFZ die Gegend anschauen, so als key to a better city.

martinm - 25. Mai, 16:31

Super Idee! Ich wär sowieso für eine 30er zone samt überholverbot in ganz wien. (auf ausgewählten Straßen darf 50 erlaubgt werden, zb gürtel)
uk_ - 25. Mai, 17:08

Nicht mal das braucht man an dieser Stelle. Wenn dort ein/e Radler/in ist, darf er/sie sowieso nicht überholt werden, weil die notwendigen Sicherheitsabstände nicht eingehalten werden können.
coyote (Gast) - 25. Mai, 18:28

Genau das ist das Faule an den Mehrzwangstreifen:

Nämlich: Obwohl auf Grund mangelnder Breite (wieviel bleibt von 4m Fahrspur über, wenn man 1m Abstand zur Parkspur + 60 cm Lenkerbreite + "1m + Tacho" = 1.5m abzieht: 90 cm !!!) Überholen eigentlich verboten wäre, werden Radler durch einen Mehrzwangstreifen genötigt, Platz zu machen - damit man sie illegal überholen kann. Da isses wurscht, ob man den Streifen 1.20, 1.50 oder, wie ARGUS (die uns das alles eingebrockt hat) neuerdings fordert, 1.70, breit pinselt !
Wo für ein StVO - gemäßes Nebeneinander kein Platz ist, dort darf man keine Trennungslinie ziehen !
martinm - 25. Mai, 19:08

theorethisch ist das schon richtig, deswegen sehe ich die Trennlinie eher als Leitmarkierung und fahre auf dieser. Dann überholen die autos auch mit ausreichendem Abstand. In den allermeisten Fällen ists aber eher umgekehrt, da kann ich am Mehrzweckfahrstreifen die Autos überholen. Hängt natürlich von der strecke ab
Wolfgang (Gast) - 26. Mai, 17:32

"braucht man nicht"

uk, die Argumentation darf sich sicher weiterspinnen:

Radar brauchen wir keines - man darf eh nicht zu schnell fahren.
Türschlösser brauchen wir eh keine - man darf eh nicht einfach in fremde Häuser gehen.
Polizei brauchen wir eh keine, man darf eh nicht kriminell sein.

Ich bin an der Stelle noch nicht geradelt, aber ich nehm mal an, dass es genug Autofahrer gibt, die trotzdem überholen - zur not über die Straßenbahngleise.
uk_ - 26. Mai, 17:44

Ich fahre oft genug an dieser Stelle. Aber gottseidank ist nicht alles was hinkt auch ein Vergleich. Alle deine beispiele dienen dazu etwas zu schützen oder dessen Schutz herbeizuführen. Nona sperre ich die Türe zu um mein Hab und gut zu schützen. Und radarkontrollen dienen dazu die Einhaltung der Verkehrsregeln herbeizufueren (Wie gut das gleingt ist eine andere Geschichte).

Aber ein Mehrzweckstreifen an der Stelle dient eigentlich genau dem Gegenteil: Er legalisiert ein derzeitiges Fehlverhalten (überholen wo man eigeltich nicht darf) dadurch, dass man 2 Spuren (Mehrzweckstreifen + Fahrbahn) hinpinselt, und dadurch das Vorbeifahren auf einmal erlaubt ist. Was dadurch aber nicht erreicht wird, ist eine höhere Sicherheit fuer die Radfahrer.

DIe Massnahme die man in solchen faellen eher brauch, sind Kontrollen solcher stellen um die Autofahrer auch hier zu erziehen (wie man das z.B. mit Radars versucht), und nicht fehlverhalten der Autofahrer legalisieren, ohne dass die Situation fuer Radfahrer besser wird.
Wolfgang (Gast) - 26. Mai, 18:50

Das meinte ich nicht.

Deine Argumentation war nach dem Schema "er kann mich nicht überholen, weil er nicht darf". Fakt ist: er tuts trotzdem, weil daneben Platz ist (auch wenn der eigentlich nicht befahren werden darf).

Dass es ein Mehrzweckstreifen werden soll, find ich auch nicht gut. Aber mit einer kompletten Parkspurbreite ließe sich schon etwas anfangen. Ein richtiger Radweg, der mit ner Randsteinzeile oder Stuttgarter Schwellen von der restlichen Fahrbahn getrennt ist, wäre eine große Verbesserung. Schon allein dass man nicht mehr direkt einem Auspuff nachfahren muss, ist ein Riesenvorteil.
leckse (Gast) - 31. Mai, 07:49

Ein "Überholen verboten" würde nur das Überholen von mehrspurigen Kfz verbieten. Was soll das genau bringen?
Eiqi (Gast) - 26. Mai, 16:57

Nicht unterkriegen lassen von den Jammeranten!!!

Wieso sollte eine Handvoll Parkplätze, die einer Handvoll Leute nützt, wichtiger sein als die Sicherheit tausender Radfahrer? Bitte nicht unterkriegen lassen, und bitte keine minderwertige Kompromiss-Radlerinfrastruktur bauen!

Bernhard (Gast) - 26. Mai, 21:02

Weniger Stellplätze >> mehr Platz

Gut, dass es die Bürgerinitiative gibt. Auf diese Weise kommen die Argumente pro Parkplätze unmittelbar auf den Tisch und können verhandelt werden. Ich bin zuversichtlich, dass die Vernunft am Ende die Oberhand behält. Mehr Platz geht in der erweiterten Innenstadt nur durch weniger Autos.

faber (Gast) - 29. Mai, 10:09

Radverkehr ausbauen

Dem vermehrten Radverkehr in Wien steht vor allem das Rowdytum unter den Radlern im Weg.
Das ließe sich vieleicht etwas bessern, wenn die Errichtung und Benützung der Radwege, die ja auch sehr viel geld Kosten, auch von den Radfahrern mitbezahlt werden, etwa in Form einer Vignette, 5 - 10 EURo pro Monat.
Was umsonst ist, ist halt auch nichts wert und wird unbekümmert überbeansprucht und fördert ein nicht angebrachtes Auserwähltenbewußtsein.

martinm - 29. Mai, 10:11

Gerne! Wenn die Autofahrer das 10 bis 100-Fache für ihre Stadtvignette bezahlen, dann zahle ich auch als Radler sofort und mit größter Freude einen angemessenen Teil!
n (Gast) - 30. Mai, 15:50

Erstmal sind die Radwege nicht der Wunsch der Radfahrer sondern damit die Autofahrer ihre Ruhe haben.

Und dann gab es schon eine Studie dazu. Das was Autofahrer der Allgemeinheit kosten, weil sie ihre Kosten durch Abgaben nicht decken, bringen die Radfahrer dieser wieder. Und das in Wien absolut, obwohl es nur halb soviele Radfahrer wie Autofahrer gibt.
uk_ - 29. Mai, 10:27

Waehringerstrasse

Zum Thema Radfahren in der inneren Waehringerstrasse: Der Streckenabschnitt der meiner Meinung nach der unangenehmste zu fahren ist, ist jener zwischen Berggasse und van Swieten Gasse in Richtung stadtauswaerts. Dort ist eine Verbesserung im Interesse der Radfahrer *und* der Strassenbahn sicher notwendiger als an der oben genannten Stelle.

Und es waere auch hier leicht zu erreichen, in dem man einfach die 2 Handvoll Parkplätze in dem Abschnitt streicht. Dann hat man als Radfahrer nicht mehr die zweifelhafte Wahl zwischen Strassenbahnschienen und aufgehenden Autotueren. Und man hat auch keine Strassenbahn mehr im Ruecken.

martinm - 29. Mai, 10:37

Ohne den Abschnitt zu kennen: Im Zweifel würde ich immer zwischen den Straßenbahnschinen Fahren. Dei Straßenbahn ist wegen den Stationen in der Regel eh langsamer.
uk_ - 29. Mai, 12:24

Das sowieso. Allerdings ist gerade dieser Abschnitt einer der wenigen, wo die Strassenbahn wirklich mit 50km/h unterwegs ist.
martinm - 29. Mai, 17:01

Ah jetzt wo dus sagst, das kenne ich als Straßenbahninsasse. Dann weg mit den Parkplätzen!
TK (Gast) - 20. Jun, 15:59

stimmt

Dort gibt es nicht einmal Geschäfte, die der Entfall der Stellplätze stören kann.
cityrunner (Gast) - 29. Mai, 18:20

Radweg, nicht Mehzweckstreifen!!!

Wenn man die Parkplätze schon entfernt, kann man doch bitte gleich eine eigene Radspur/Radweg daraus machen. Wozu ein Mehrzweckstreifen, der Autofahrern nur noch mehr Platz gibt?? Mehr Mut bitte.

leckse (Gast) - 31. Mai, 07:52

Der Unterschied zwischen Radweg und Mehrzweckstreifen ergibt sich ohnehin nur aus der Restfahrbahnbreite.
@leckse (Gast) - 31. Mai, 10:35

Na eben, wozu braucht der Autoverkehr meher Platz als derzeit?
Michael (Gast) - 30. Mai, 15:15

Lieber CC,

vielen Dank für Eure Bemühungen und Aktivitäten.

Ich möchte jetzt aber nicht als (weiterer) Ketzer dienen, aber der Fortschritt oder die Zukunft zweier Projekte und Aktionen würde mich aber schon interessieren

* Was wurde aus der Fußgänger- und Radler-Gürtelbrücke beim Margarethengürtel? Kommt da noch was?
* Was wurde aus der Aktion, wo man in einer Wien-Karte selber die Radhindernisse eintragen konnte? Vor zwei/drei Jahren war die aktuell und groß beworben, nun ist diese Datenbank scheinbar verschollen (oder irre ich mich?)

Ansonsten schätze ich Eure Arbeit sehr :)

Michael (Gast) - 30. Mai, 15:49

Genau, jetzt ahbe ich's: die "Radfalle" http://archiv.wien.gruene.at/bikemap/radfalle

Was ist aus der geworden? Nun habt Ihr ja das Verkehrsresort und mit der Radfalle auch etliches an (sicherlich noch aktuellem) Input :)
martinm - 30. Mai, 15:56

sieht witzig aus! in Kombination mit http://vienna.mybikelyne.com sicher viel Potential
uk_ - 30. Mai, 17:47

Wobei die Daten zum Teil schon recht veraltet sind. In meiner naeheren Umgebung ist da schon einiges passiert, was in der Karte als problem markiert ist.
Wolfgang (Gast) - 31. Mai, 12:11

Gürtelbrücke

DIE würd mich ja auch interessieren.
In der Zeit, die man dort bei den diversen Ampeln versauert, könnt man schon drei Stationen U-Bahn fahren.
cc - 31. Mai, 13:43

@ Michael

1.) zur Brücke über den Margaretengürtel:
Wir haben viel vor im Radverkehr (von Fahrradstrassen über Radabstellanlagen bis hin zu einer wirksamen Öffentlichkeitzsarbeit) , dafür brauchen wir mehr Geld.
Und das, obwohl in Wien grundsätzlich Sparbudgets angesetzt sind.
Drum legen wir jede Maßnahme auf die "Goldwaage", ob sie angesichts knapper Mittel für der Radverkehr viel bringt.
Die Brücke über den Margaretengürtel hat deswegen nicht Top1 Priorität, und kommt kurzfristeig jedenfalls (noch) nicht
2.) Bald (wir bemühen uns noch im Juni) wird eine Person öffentlich ausgeschrieben, die im Regierumngsübereinkommen als "Radbeauftragte/r" benannt ist.
Diese soll sich u.a. um die kommunikation mit der Radlercommunity kümmern.
Dort wird dann auch entscheiden, ob, und wenn ja wie etwas wie die Radfalle (weiter-) entwickelt wird.
Das Ziel ist klar, über die Mittel sollen dann die entscheiden, die es auch umsetzen müssen.
Michael (Gast) - 1. Jun, 00:34

Geschätzer CC,

grundsätzlich unterstütze ich Eure Politik sehr - auch habe ich Verständnis für die Probleme des großen Schrittes einer Oppositionspartei zu einer Regierungspartei mit Budget(mit)verantwortung. Ich weiß auch, daß (vor allem in Wien) alles seine Zeit braucht. Nur: langsam werde ich ein wenig ungduldig und tu mir schwer, grüne Verkehrs-Politik zu unterstützen und zu verteidigen.

Deine (verzeihen Sie mir diese Formlosigkeit) Replik sagt ja (leider) nicht viel mehr aus als 1) es ist kein Geld da und 2) es ist kein Verantwortlicher da. Ihr braucht Flagship-Projekte. Die Gürtelbrücke wäre ein Zeichen auch für die hohe Priorität von unmotorisierten Individualverkehr (vor allem im Auto-Baustellensommer, wo wieder mal Millionen versenkt werden) unter grüner Regierungsbeteiligung. Da könntet Ihr sogar ein "Grün"-Plakat dran aufhängen ;)
Zu 2) sieben Monate für die Ausschreibung einer Stelle? Nicht Euer Ernst? Zynische Vergleiche mit der Industrie möchte ich nicht loswerden, da ich das Spiel der Politik nicht kenne, aber jemanden finden, der eine der Kernthemen der (wiener) Grünen koordiniert um sieben Monate verschieben ist auch nicht das beste Zeichen

Verflixt, Ihr seit zwar Juniorpartner und der magistratische Moloch ist sicherlich übelst, aber es wäre Zeit für Taten, nicht nur für Worte (und Ankündigungen)

Bitte _macht_ was!
cc - 1. Jun, 07:33

@ Michael (2)

geschätzter Michael,
ich verstehe die Ungeduld,
möchte aber auch hinweisen, was wir bisher auf die Reihe gebracht haben:
*) Entlastung Rad-Ring Rund (des dichtest befahrenen Radweg Wiens), indem auf der gesamten Aussenseite die Kapazität verdoppelt wird. Baubeginn ist erfolgt, Teilstücke sind fertig, es wir weiter daran gearbeitet, 2012 soll er fertig sein.
*) weitere Innenstadtquerungen (sind positiv verhandelt), werden im Sommer realisiert
*) Fahrradstrassen, sie werden radfahr-freundliche-Strasse heissen, da die ÖVP im letzten Moment im Parlament die Rechtsgrundlage verweigert hat.20 Strassen wurden untersucht, einige wenige vorerst priorisiert, derzeit werden diese mit den Bezirken verhandelt, und jedenfalls eine bereits heuer, weitere nächstes Jahr umgesetzt.
So, ich könnte jetzt noch weitere Punkte anführen, nur als Replik auf: Wir tun nix.
Bei der Gürtelbrücke hab ich die Begründung beschrieben. Man kann nur soviel Geld ausgeben, wie da ist, und da halten wir einfach derzeit andere Projekte für deutlich wichtiger.Heisst nicht, dass sie nie kommt, aber derzeit glauben wir, sie hat keine Priorität (gab auch Einwände aus Radlerkreisen, dass viele nicht freiwillig eine kleine Steigung fahren wollen)
zum Radkoordinator: Nein wir haben nicht 7 monate untätig gebraucht, um ihn jetzt auszuschreiben.
Ich glaube, in wirklicher Wertschätzung, lieber Michael, da liegt ein Missverständnis vor, wie Politik und Verwaltung funktionieren soll.
Was haben wir in den letzten Monaten v.a. gemacht:
Es lief ein sehr zeitintensiver Prozeß (abseits jeglicher Medienöffentlichkeit) mit all jenen, die im Magistrat (in den verschiedenen Abteilungen) mit Radverkehr befasst sind.
Allen war klar: Es wird jetzt viel mehr Arbeit, da dieses Thema bei uns sehr hohe Priorität hat.
Also mußte das passieren, was dir jeder Orgaisationsentwickler raten würde:
Wie stellen wir uns strukturell auf?
Um all die neuen Aufgaben zu bewältigen.
Ein Thema unter vielen. Kommunikation, v.a. mit der Radler/innen-community.
Aber bevor so jemand gesucht wird, muß klar sein, was sind die Aufgaben, wie passt er in die Strukltur, wo ist er "angesiedelt" , findet er Akzeptanz bei jenen, die diese Theman jetzt bearbeiten und nicht zuletzt: Wie wird er finanziert.
Diese Fragen sind jetzt geklärt. Drum kann jetzt, aber sinnvolerweise eben erst jetzt ausgeschrieben werden.
Bisher haben wir v.a.eine Struktur entwickelt, die imstande sein soll, für einer Verdoppelung des Radverkehrs die Voraussetzungen zu schaffen.
Jetzt kanns, Schritt für Schritt losgehen.
Hoffe ein bisschen Einblick & Aufklärung gegeben zu haben.
martinm - 1. Jun, 08:01

ist nicht der Wientalhighway so ein Flagshipprojekt? ich finde auch, dass das geld für eine Gürtelbrücke woanders besser aufgehoben ist.


Ihr müsst aber auch über das was ihr tut reden (nicht nur hier im Blog, vielleicht auch mal im "heute" oder so :). Da wär glaube ich so ein Radfahrcommunitymanager nix schlechtes, also her damit!
prometheus (Gast) - 6. Jun, 20:47

zum ringradweg:
schön, dass es ab 2012 ein änderung geben wird. Jedoch wäre es nett, wenn auch noch für diesen sommer die markierungen etwas deutlicher erfolgen könnten (vor allem für die touristen) bzw. typische gefahrenstellen wie die überfahrt vor der oper, ausgang burggarten, heldenplatzeinfahrt, ausgang volksgarten etc. etwas rote farbe erhalten könnten. - ein einfacher "paintjob" könnte hier schon einiges erleichtern und für mehr sicherheit sorgen.
uk_ - 6. Jun, 21:07

Das wuerde voraussetzen, dass Touristen 1. auf den Boden schauen und 2. verstehen was da aufgemalt ist. Das einzige was hilft, ist ein Radweg an der Stelle, der *nicht* auf Gehsteigniveau ist, sondern baulich klar durch eine Stufe getrennt.
Michael (Gast) - 7. Jun, 17:16

Lieber CC,

vielen dank für die umfangreiche und informative Erläuterung. Mir war klar, dass Ihr von heute auf morgen keine Bäume ausreissen (naja - ehm - "einpflanzen" ;) ) könnt, aber in letzter zeit kamen oft nur Ankündigungen und im Anschluss Dementis oder Querschüsse Dritter in den Medien an - sogar der Grün-wohlgesonnene Standard tat sich schwer
Mit Deiner Erklärung fällt es einem doch leichter, die derzeitige Situation besser zu verstehen - Danke.

Ich hoffe sehr, dass das rot-grüne Projekt in Wien erfolgreich sein wird.

Verbleibe mit herzlichen Grüssen

Michael
Bernhard (Gast) - 31. Mai, 22:01

Öffis

Hallo,
Ich würde mir wünschen, dass die Fahrradmitnahme in den Öffis attraktiver wird. Habe ein Jahreskarte und mich eigentlich gefreut, dass ich das Fahrrad gratis mitnehmen kann. In der U-Bahn komme ich mir damit aber wie ein "Alien" vor, ich sehe auch sehr selten Leute mit Fahrrad in der U-Bahn. Die anderen Fahrgäste tun immer sehr verwundert und man ist scheinbar immer im Weg.
Ich kenn das anders aus Hamburg, dort waren Fahrräder in der Hochbahn ganz normal und es waren sehr viele mit dem Fahrrad und den Öffis unterwegs. Ich hab das dort auch praktiziert und es war unglaublich praktisch. Weite Strecken mit den Öffis und dann das letzte Stück mit dem Fahrrad.
In Hamburg gibts es auch Begrenzungen bei den Mitnahmezeiten, allerdings sind die weit großzügiger.
Ich habe eine Ausweitung auch angeregt und sie wurde scheinbar von Wolfgang Gerstl, Verkehrssprecher der VP-Wien um den 23.9.2009 in den Gemeinderat eingebracht. Ich habe aber inzwischen bemerkt, dass es kaum zu Änderungen kam. Am Samstag gibt es scheinbar keine Beschränkung mehr, aber sonst hat sich nichts geändert. Scheinbar haben die WIener Linien etwas dagegen.
Ich glaube man sollte sich das genau anschauen. Es stimmt schohn, dass zu den Stoßzeiten sehr viele Leute in den U-Bahnen sind. Aber schon eine entsprechende Image-Kampagne "pro Fahrrad" in der U-Bahn wäre schon sinnvoll, sonst kann man da sicher auch noch kreativ sein. Z.B. dass man eine Fahrradwagon macht o.ä. (bei den neuen Zügen z.B. gibt es sowieso einen Wagon mit mehr Platz, vielleicht kann man den speziell kennzeichnen). Aber scheinbar fehlt hier doch irgendwie der Willen. Würde mich sehr freuen, wenn die Grünen hier etwas bewegen können!!!! Sonst wandere ich nach Hamburg aus ;-)

cc - 1. Jun, 07:15

@ Bernhard

wir unterstützen dieses Vorhaben sehr. Wir werden Gespräche mit den Wr Linien führen, um dahingehend Verbesserungen zu erzielen.
Wolfgang (Gast) - 1. Jun, 10:28

Zeitenregelung

Die Regelung mit den Zeiten ist halt problematisch, weil sie an manchen Stellen zu streng, an anderen nicht streng genug ist. In den Außenbereichen könnte man ruhig immer das Rad mitnehmen. In der U3 unter der Mariahilfer Straße kann man dafür die kompletten Ladenöffnungszeiten vergessen.
dieter (Gast) - 31. Mai, 22:49

Jahrzehntelang wurde radfahrerfeindliche Politik gemacht. Zum Ausgleich ist es nur Recht und billig, wenn ihr jetzt mal das Ruder herumreißt und Fakten geschaffen werden.

Ich glaube, dass auch die kleinen Lästigkeiten des Alltags hinderlich sind. Oftmals sind Verkehrsschilder an Kreuzungen dicht neben dem Radweg aufgestellt, wodurch man sich nicht regulär in die Kurve legen kann und auf Schrittempo abbremsen muss. Im 21. und 22. gibt es viele unbeschattete Radwege, die an kilometerlangen Betonwänden entlang führen. Da wird man im Sommer richtig gebraten und auch durch den Widerhall des Verkehrs ohrenbetäubend beschallt.

Unerfahrene machen glaube ich den Fehler, den kürzesten Weg auf der Landkarte zu nehmen, aber Steigungen nicht zu berücksichtigen. Ich weiß nicht genau, was man da machen kann. Bei anachb.at kann man sich das Höhenprofil einer Strecke anzeigen lassen.

wp (Gast) - 1. Jun, 13:34

danke

und weiter so!

Sepp Sepperhut (Gast) - 4. Jun, 00:17

Lösung Naschmarkt Neugestaltung mit Radweg

Werter Christoph, wie bekannt ist soll der Naschmarkt plus Umgebungsbereich (?) neugestaltet werden. Ein Radweg ist da leider komplett vergessen worden. Der parallel verlaufende Radweg in der Operngasse + Margaretenstrasse ist leider kaum eine Alternative, um zB sinnvoll vom Karlsplatz zum Radweg vom Rüdigerhof zu kommen. Der Querschnitt am Naschmarkt ist eigentlich verheerend, wenn man das als Luftaufnahme betrachtet: insgesamt 8 Spuren für Autos (stehend und fahrend)!!! Da müsste es doch möglich sein, eine oder 2 Spuren locker zu entfernen und mit einem Radweg zu ersetzen. Bitte nehmt Euch der Sache an! Danke. (vgl auch "road diet" auf streetfilms!)

martinm - 4. Jun, 08:57

+1, das ist dort wirklich ein graus. Und vom Wientalradweg richtung Burgring über die normal Gumpendorferstr. ist für Anfänger auch ein witz IMO.
Eoru (Gast) - 6. Jun, 12:22

+1

Volle Zustimmung. Wäre wirklich höchste Zeit, dass der Autoverkehrs-Wahnsinn rund um den Naschmarktbereich endlich mal reduziert wird.
a.m. (Gast) - 20. Jun, 20:58

Frau Kaufmann SPÖ legt sich da quer

egal wie viele Bürger das bereits bei ihr beanstandet haben.

Zeit wäre es jedenfalls, da einen wichtigen Lückenschluss zu machen.
Platz wäre genug.

aber in den meisten fällen beanstande ich einfach eine ganze Auto-Spur.
Petition Naschmarkt (Gast) - 14. Aug, 13:34

kp (Gast) - 14. Jun, 13:33

Im 5. Bezirk (Teile der Spengergasse) gibt es einen markierten Streifen für Fahrräder gegen die Einbahn, der so breit ist, dass es für Autos unmöglich ist, diesen nicht zu befahren. Das finde ich vom psychologischen Effekt her recht sympathisch und es scheint dort ganz gut zu funktionieren.

Ich würde es sehr sinnvoll finden, hier -- in der Währingerstraße -- die Parkplätze dem fließenden Verkehr zu "opfern". Falls das aber nicht machbar sein sollte, wäre für solche Stellen ein "überbreiter" Mehrzweckstreifen, also einer, der von den Autos befahren werden muss, eine Lösung? Einerseits signalisiert das Radfahrern, dass sie sich hier den Platz nehmen dürfen und sollen und andererseits macht das für Autofahrer die Fahrbahn wesentlich enger. Natürlich habe ich keine Ahnung, wie die rechtliche Lage aussieht...

lg, kp

Lukas (Gast) - 15. Jun, 18:27

Super. Weiter so.

Ich wär' ja für eine Bürgerinitiative, die gegen diese unnötigen hässlichen Parkplätze auftritt. Da würde ich unterschreiben:
www.oekonews.at/?mdoc_id=1059974

a.m. (Gast) - 20. Jun, 20:54

Wie war das mit Mitsprachrecht der Bürger

bei Bauvorhaben?

naja dumm gelaufen. bzw. wiedersprüchlich: einerseits Bürgermitsprache zu wollen, und andererseits Radwege auszubauen.
Da wird immer eine Autofahrer-Mehrheit an Bürgern dagegen sein.

Lukas (Gast) - 8. Jul, 16:27

Immer weniger Autos im Alsergrund

Im 9. Wiener Bezirk sinken die PKW-Zulassungen - seit vielen Jahren - bei steigenden Bevölkerungszahlen. Eine Autofahrer-Mehrheit ist daher eine alte Illusion. Es wird Zeit, dass verstärkt Parkplätze begrünt werden und Radwege weiter ausgebaut werden. Rot/Grün geht hier vorsichtig, aber gute Wege:
http://oekonews.at/index.php?mdoc_id=1060491

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