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zu Besuch in einem Wiener Passivhaus

erst wurde dieser Familie fast überall erklärt:
"Das geht doch nicht!"
Ein Kleingartenhaus im Passivhausstandard, also fast Null Heizkosten, keine Heizung, ja wie stellen Sie sich das vor.
Die familie liess nicht locker, fand einen Architekten und wohnt jetzt seit 2005 darin.
Jetzt, nach der Gaskrise ist es doch wert nachzuschaun, wie die Zukunft des Heizens ohne Öl&Gas ansehen sollte.



Nachtrag:
Auch die Bundesländersendung wien heute brachte darüber einen Beitrag
a.m. (Gast) - 24. Jan, 23:50

solange die Roten in Wien und in der Bundespartei tätig sind, wird so etwas eben nicht spezifisch gefördert. In Vorarlberg hat man ja einfach die Wohnbauförderung nur mehr bei passivbauhausweise bewilligt. Schade, dass dies die anderen Bundesländer nicht genauso nachmachen.

a.m. (Gast) - 27. Jan, 12:52

Nachdem ich ein wenig im Internet nach freien Passivhauswohnungen gesucht habe, wird man da leider nicht wirklich fündig. Es gibt vielleicht eine einzige Hand voll dieser Wohnungen in Wien. Eine Schande.
Patricia (Gast) - 25. Jan, 21:42

wieviel nachhaltigkeit wert ist - ist wohl vielen noch nicht bewusst!?!

Felix (Gast) - 28. Jan, 14:22

Auch wenn hier das Einfamilienhaus (EFH) nur als (besonders deutliches) Beispiel für die Machbarkeit und Wirksamkeit für Passivhausstandard herangezogen wurde: Ein EFH im Passivhausstandard ist verglichen zu einem "herkömmlichen" EFH nur das geringere Übel!
In der Regel (ok, bei überschaubaren Kleingartenanlagen in Wien inmitten dicht verbauter Gebiete nicht unbedingt) ist eine Erschließung von EFH-Gebieten mit dem ÖPNV nicht finanzierbar, also wird mit dem Auto gefahren: In die Arbeit, zum Einkaufen, die Kinder in die Schule und zum Sport, zu Freizeitaktivitäten. Und das erzeugt erst recht wieder Emissionen, verursacht einen unverhältnismäßigen Flächenverbrauch (Erschließung, Parkmöglichkeiten bei diversen Zielen,...) usw.
Ist es also sinnvoll, EFH im Passivhausstandard zu fördern? Nicht wirklich, oder?
Und dann kann man natürlich wieder einmal diskutieren, ob die offizielle Freigabe von Kleingartenanlagen für die Errichtung von ganzjährig bewohnten EFH gut und richtig war. Aber das ist ein anderes Thema...

Gudrun Schweighofer - 1. Feb, 14:03

optisch geben...

... die passivhäuser auch viel mehr her.

Suderant (Gast) - 9. Jul, 03:49

Österreich ist gebaut

Tolle Sache ein Passivhaus, keine Frage. Wenn man sich die Baustandards in Vorarlberg mal anschaut, kommt manchmal die Frage hoch, warum wird eigentlich so viel über Heizen, Öl, Gas und Klimawandel geredet, wenn man doch offensichtlich Häuser bauen kann ganz ohne Heizsystem, mit besserem Wohnkomfort, besserer Raumluftqualität, etc.

Man kann sogar noch einen Schritt weiter gehen und nachwachsende Rohstoffe verwenden (Holz, Lehm, Stroh) und trotzdem noch ein Passivhaus haben (www.s-house.at), aber das wäre dann wohl der übernächste Schritt.

Natürlich kann man verzweifelt fragen warum die ganzen Öl und Gaskessel pro Jahr verkauft werden (und für die nächsten Jahrzehnte installiert), wenn es diese Alternative gibt....vielleicht weil Österreich schon gebaut ist...

Neue Passivhäuser sind sicher cool, aber haben auf den Energieverbrauch kurzfristig wenig Einfluss. Die Neubaurate beträgt 1 bis 2% der gesamten Wohnfläche, d.h. ein Investitonszyklus der alle Gebäude erneuert dauert bis zu 100 Jahre. Wenn man noch berücksichtigt, dass neue Gebäude, die nicht Passivhausstandard sind, auch nur einen Bruchteil der Energie eines Altbaus verbrauchen, wird klar, dass der Neubau energetisch im Bereich von max. einem halben Prozent liegt. Wenn wir davon nochmal die Hälfte durch Passivhäuser einsparen ist das gut, aber im Promillebereich des Gesamtenergieverbrauchs fürs Heizen und bis sich das aufsummiert dauert es Jahrzehnte oder mehr. Das heißt, wir müssen natürlich im Neubau auf jeden Fall Passivhausstandard bauen - ohne wenn und aber - ausschließlich!
ABER, um in den nächsten 10, 20 oder 30 Jahren deutliche Energieverbrauchsreduktionen zu erzielen, müssen wir an den Bestand. Hier kann man von 150 auf 15 kWh/m²a reduzieren, also Faktor 10 oder noch mehr.
Das ist was wir brauchen! Alte Wohngebäude thermisch sanieren - auf Passivhausstandard.
Das geht heute mit ca. 30% Mehrkosten gegenüber einer normalen Fassadensanierung, ein tolles Beispiel findet sich in Linz: http://www.hausderzukunft.at/results.html/id3872. Und wenn sowas Standard wird, werden diese Kosten auch noch deutlich sinken.
Das Beispiel ist deshalb besonders schön, weil es ein Mehrfamilienhaus ist wie man es überall in den Städten findet. EFH sind tatsächlich problematisch, also nachverdichten wo es geht, wobei auch bei EFHs gilt, Österreich ist gebaut.


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