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das Dachterrassenhaus-Modell gegen die Zersiedelung

Die zentrale Herausforderung für die Stadtplanung:
Wie kann der Suburbanisierung (das "Absterben" der gewachsenen lebendigen Innenstädte, und das Wuchern und Ausfransen am Stadtrand, "im Grünen") gegengesteuert werden?
Ein Projekt, dessen Realisierung wir auf Schienen gebracht haben, scheint mir besonders hervorhebenswert:
Das Dachterassenhaus!
Eine Dachwohnung mit grosser Terrasse, Ausblick inklusive, das wollen (fast) alle. Leisten können es sich wenige.
Die "urbane" Antwort:
Ein grosses Haus, mitten im gewachsenen Favoriten, soll allen Wohnungen das bieten, was die Dachwohnung kann, und damit eine neue "grün-urbane" Alternative zur Zersiedelung bieten.
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Rüdiger Lainer und das Modell des Terrassenhauses

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Nachfolgende Beschreibungen stammen aus einem Gespräch mit dem Architekten, Rüdiger Lainer, der den Wettbewerb gewonnen hat:
attraktive Freiräume mitten in der Stadt;
individuell aneigenbare Veranden, "kleine Himmelsnester";
halböffentliche Loggien im Haus, vertikale Gärten, Treffpunkte informeller Begegnungen, quasi neue "Bassenas", Angebote für Kommunikation;
die Neudefinition des gründerzeitlichen Blockratsers, aber aufgelöst in der Vertikalen;
Aussicht, Belichtung
flexible Wohnungsgrundrisse,
die Baukörper sollen zur Landschaft werden, verdichtet, fast hochalpin.
Baubeginn im Frühjahr nächsten Jahres.
Dieses Projekt soll aber kein Einzelfall bleiben, an Nachfolgern arbeiteten wir.
kayjay - 21. Sep, 10:23

aber überzeugen sie mal die leute, sich vom traum des eigenen hauses mit garten zu trennen

cc - 21. Sep, 14:57

Das Haus im Grünen,...

Wenn innerstädtisch jene Qualitäten angeboten werden, die viele "mit dem Haus im Grünen" suchen, v.a. ein privates "Grün", Freiraum für Kinder, direkte Besonnung, Möglichkeiten der individuellen Gestaltung der Wohnung, das ganze eingebettet in ein urbanes Umfeld (Nahversorgung, öffentlicher Verkehr), dann sind viele (natürlich nicht alle)bereit, weiter "im Urbanen" zu bleiben.
Erkundigen Sie sich einmal bei Bauträgern, die (allzuselten) derartige Projekte anbieten: Sie sind um ein Vielfaches überbucht.
Ich bin sicher, das wird auch beim Dachterassenhaus so sein.
Christoph (Gast) - 28. Sep, 09:31

Auf Schiene

"Ein Projekt, dessen Realisierung wir auf Schienen gebracht haben, scheint mir besonders hervorhebenswert"
Die formulierung "auf Schiene bringen" hat glaube ich H. Gorbach oder BK Schüssel geboren und mir schtößt es jedes mal auf wenn ich das lesen muss. Kommt gleich in einer Reihe mit "Probleme herbeireden" (L. Gehrer) oder noch schlimmer "Gutmenschen".
Wenn man sich nämlich die genau bedeutung überlegt heißt auf Schiene bringen (zumindest bei Gorbach): Wir haben das beschlossen, der Zug ist abgefahren, jede weitere Diskussion mit der Opposition erübrigt sich.
Vielleicht überdenkst du die Bedeutung und Einsatz von "auf Schiene bringen" ja noch mal

cc (Gast) - 28. Sep, 10:37

jetzt haben Sie mich neugierig gemacht.
kurz gegoogelt und:
"auf Schiene bringen" ist keine Wortschöpfung von Schüssel/Gorbach.
z.B. hab ich sie bei meinem deutschen Grün-Kollegen Cramer hier gefunden
Ich lass mir, bei allen Umdeutungsversuchen von Schwarz/blau/orange u.a. auch den Begriff Nachhaltigkeit nicht demolieren.
christoph (Gast) - 28. Sep, 10:45

ich bin kein haarspalter und auch nicht von der deutschen sprachpolizei. aber die formulierung "auf schiene bringen" hat im zusammenhang mit grüner verkehrspolitik (so wie in dem link den sie als beispiel anführen - außerdem heißt es dort auch: "verkehr auf die schiene bringen") wohl doch eine andere bedeutung als "ein projekt auf schiene bringen".
wer diese formulierung nun immer erfunden hat ist ja egal - ich tippe mal auf den NLP-Coach von gorbach. auffällig ist nur der inflationäre gebrauch davon durch die schwarz/orange regierung. und insofern sollte man die genau bedeutung der formulierung schon hinterfragen!

LG
christoph

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