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Citybike-eine Bilanz

Der vehemente Ausbau und die Verbesserung von Verkehrseinrichtungen für Radler sind das eine und extrem wichtig.
Drum z.B. der Wiental-highway.
Mindestens so wichtig ist eine andere Fahrradkultur. Und die spielt sich in den Köpfen der Menschen ab.
Wie kann man Mensch dazu bringen, zu ERFAHREN wie vorteilhaft radeln ist.
Eine (zunächst sehr umstrittene) Antwort war unser rot/grünes Projekt Viennabike, nun in der 2. Auflage citybike.

Denn es ist ein weiter Weg, den Radanteil (der in Wien zwischen 4-5% liegt) auf die im Verkehrskonzept vorgesehenen 8% zu heben.
Von Münchner Zahlen um die 15% ganz zu schweigen.

Der Anlauf verlief schleppend.
Viele wussten nicht, wie die (Gratis)entlehnung funktioniert.
Und es gab auch zu wenig Stationen.

Inzwischen wurde einerseits die Anzahl der Stationen auf 49 erweitert, neben der Bankomartkarte gibts eine eigene citybike-card und auch erste der Entlehnung Versuche übers handy werden gemacht.

Der Erfolg kann sich sehen lassen.

Einerseits am Stadtbild:
Man sieht immer mehr Menschen mit den Citybikes radeln.

Und auch die Zahlen sind beachtlich:
Schon zwischen April und Juni wurden laut Projektbetrieber GEWISTA knapp 80.000 Fahrten gezählt. Für heuer rechnet man mit ca. 200.000.
Im Vergleich zum Vorjahr eine Verdopplung der Fahrtenzahl.

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Alle Angaben: GEWISTA

Sehr innovativ ist auch das Informationssystem von Citybike Wien; so erhält man auf der citybike Website laufend einen Überblick über die aktuelle Auslastung der Terminals.

Hier noch ein paar Daten der heutigen Gewista Bilanz PK:folie41
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rolling bike / city board (Gast) - 20. Okt, 11:49

geschwista

wobei die schattenseite des citybikes die betreibergesellschaft gewista ist.
jetzt rollen zwar die citybikes durch die stadt (fragwürdig ist auch die entlehnung über
bankomartkarte - was machne menschen ohne diese, die solls ja auch geben, gerade
unter den sozial schwächeren...!?), der gegendeal mit der spö -wien, bestand aber unter
anderem in der fragewürdigen bewilligung der 500 rollingboards, mit denen seit
1 1/2 jahren der wiener öffentliche raum ausgebeutet wird.

ED (Gast) - 20. Okt, 12:12

Ich war am Anfang sehr skeptisch,

habe es inzwischen aber selbst ausprobiert und bin, wenn schon nicht begeistert, so zumindest dem Projekt gegenüber vorsichtig positiv eingestellt. Die Entlehnung ist einfach(er als man erwarten würde, zumindest wenn man sich einmal angemeldet hat), die Räder zwar etwas gewöhnungsbedürftig (Vollgummiräder, tiefe Lage der Pedale) aber funktionstüchtig und gut gewartet. Für kurze Wege in der Innenstadt also durchaus eine Alternative zum Zufußgehen.
Ob Citybike allerdings dazu beitragen wird, den Radanteil in der Stadt zu erhöhen, wage ich zu bezweifeln. Und insoferne bin ich auch überzeugt, dass es mit dem selben finanziellen und medialen Aufwand möglich gewesen wäre, bedeutend mehr für die Radfahrer zu tun. Ich will mich dazu gar nicht im Detail auslassen, die wichtigsten Punkte wären der Ausbau eines sinnvollen (!) Radwegnetzes (der Wiental-highway wäre da nur ein Beispiel, die derzeitige Strecke von Hietzing in die Innenstadt ist ja völlig unbrauchbar) und die Bereitstellung von mehr Abstellanlagen (da ärgere ich mich dann schon gelegentlich, wenn ich die großzügig angelegten Citybike-terminals sehe, aber weit und breit keine Abstellmöglichkeit für mein Fahrrad finden kann. Ich war einmal selbst dabei, wie ein Citybike MItarbeiter am Stephansplatz deutsche Fahrradtouristen, die ihre Räder im Bereich des CB-Terminals abstellen wollten, wieder verjagt hat. Es gibt aber dort in der gegeng sonst keine geeigneten Abstellmöglichkeiten).
Und meine Lieblings- und Hauptforderung zur Verbesserung der Situation der Radfahrer in Wien - die Öffnung aller Einbahnen für den Radverkehr - ließe sich überhaupt fast ohne finanziellen Aufwand verwirklichen....
Wieviel der Radverkehr der Stadtverwaltung wirklich wert ist kann man eher daran ablesen, dass der Ringradweg, eine der wichtigsten Radrouten in Wien, heuer während der gesamten Hauptradsaison wegen diverser Baustellen zwischen Schwarzenbergplatz und Oper nur sehr eingeschränkt benutzbar war, und es nicht für notwending befunden wurde, Alternativerouten bereitzustellen (so kam es immer wieder zu Konflikten, zum einen mit den Arbeitern, die auf den Radverkehr keinerlei Rücksicht nahmen, zum anderen beim Grand Hotel, wo immer wieder Autos so parkten, dass kein Durchkommen möglich war). Die neue Routenführung bei der Oper wird übrigens auch eher zu einer Verschlechterung denn zu einer Verbesserung der Situation dort beitragen (aber das ist zugegebener Maßen ein anderes Thema).

wolfgang (Gast) - 20. Okt, 12:26

citybike-card

ad entlehnung: das geht auch ohne bankomat-Karte. Es gibt eine eigene Plastikkarte , mit der man die citybikes entlehnen kann. ich hab so was.

sonst ist einfach zu hoffen, daß das citybike-system auf weitere bezirke ausgedehnt wird.

ED (Gast) - 3. Nov, 15:48

Japanischer TV-Bericht


J. Mettelbuch (Gast) - 4. Nov, 19:12

Radfahren ist toll, aber Wien ist - im Unterschied zu München oder gar Amsterdam - leider in den meisten Bereichen viel zu hügelig und auch zu weitläufig, um mit dem Fahrrad sinnvoll voran zu kommen. Ich hielte es für sinnvoll, den Leuten zu sagen, dass das Fahrrad auf Strecken bis zu 15 Minuten sinnvoll ist, danach wird es zu anstrengend, im Sommer zu heiß und im Winter zu kalt. Für alles darüber hinaus braucht man den öffentlichen Verkehr oder das Auto.

coyote (Gast) - 2. Okt, 11:13

Velib - das Citybike erobert Paris !

Hab am 22. 10. mit H.E. Dechant geplaudert (der mit dem Hochrad), welcher für die Aufstellung der Citybike - Stattionen zuständig ist. Hat mir erzählt, wie es so lief im 7. beim Siebensternplatzl (5 PKW - Stellplätze gingen drauf, aber ALLE Parteien im Bezirk waren dafür !).
Und dann hat er mir von "velib" erzählt, welches von der selben Firma (JCDecaux), der auch die Gewista gehört, am 15. Juli 2007 aus der Taufe gehoben worden ist:
* 750 Stationen in 300 m Abstand (Wien: 54 in 1000 m) - bis Ende 2007 1453 geplant
* 10 000 Räder (20 000 bis Jahresende)
* 400 Arbeitsplätze geschaffen (Wien: 7)
* Bereits nach 18 Tagen 1 mio. Fahrten (Wien: 1 mio./Jahr),
täglich 50 000 - 100 000 Fahrten.

Siehe:
http://www.velib.paris.fr/espace_presse,
http://www.velib-pourri.com/

http://www.velov.grandlyon.com/
http://www.cyclocity.be/
http://www.citybikewien.at/

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