Die Hitze und die Klimaanlagen
von cc am 31.07.2006
Es ist verrückt, und zeigt wie weit entfernt wir von einer klugen Bauweise sind.
Weil v.a. Bürogebäude auf der ganzen Welt wie das hier gezeigte (der twin tower am Wienerberg) errichtet werden, steigt jetzt der Stromverbrauch extrem an.

Riesige Glasfassaden erzeugen bei Sonneneinstrahlung einen extremen "Treibhauseffekt" innen, "erfordern" deswegen riesig dimensionierte Klimaanlagen und einen sehr hohen Stromverbrauch.
Effekt: Auch in Österreich laufen jetzt Kohlekraftwerke, die 2/3 ihrer Energie in die Flüsse kühlen müssen.
Und deswegen kommt es in vielen Ländern bereits zu Stromengpässen.
Den die Pegelstände der Flüsse sind gering, deswegen fehlt das Kühlwasser für die Kohle- und Atomkraftwerke, diese müssen zurückgefahren werden, die Preise auf den Strombörsen expoldieren und man will uns damit beweisen, dass noch mehr Kraftwerke gebaut...
Wieviel das sommerliche Kühlen zum Stromverbrauch beiträgt, zeigt folgende Berechnung (energy agency):
In den EU-15 Staaten wurden 2005 rund 78 000 GWh Strom für Klimatisierung benötigt.
Das entspricht rund 9 Atomkraftwerken (die 17 deutschen AKW produzieren 158 000 GWh)
Warum muss man so Bürogebäude errichten?
WQarum nicht kühle Räume auch im Sommer ohne stromfressende Klimaanlage.
Einfach durch kluge Planung und zeitgemässe Technologien?
It`s intelligent architecture, stipid!
Was wir brauchen, und das ist ein kleiner Teil der "Energiewende", die kommen muss, wenn ab 1.Okt Grün kommt, sind Bürogebäude, die als Passivhäuser geplant und errichtet werden.
V.a. um die Kühllasten im Sommer zu minimieren.
Wie?
Durch außenliegende Abschattung der besonnten Flächen
Durch Dämmung v.a. in den Dachbereichen, damit die Wärme nicht ins Haus kommt
Durch natürliche Luftströmung, welche die Kühle der Nacht nutzen
Durch Erdsonden, welche die Kühle des Erdreichs nutzen
Durch Wassersonden, welche die Kühle des Grundwassers nutzen
Durch solare Kühlung, die für besonders heiße Tage (Spitzenlast bei der Stromerzeugung) Kälte in die Räume bringt.
usw.
Die Stromfresser Klimaanlagen sind ein internationales Problem. Jenes Land, das “zu Hause” vorzeigt, dass es auch anders geht, und wie es geht, wird seine Consultingleistungen samt zugehöriger Baumaterialien und Technologien weltweit erfolgreich absetzen können.
Weniges, aber Wesentliches müsste die Politik beisteuern:
*)Adaption der Baunormen, um ebenso wie beim Wärmeschutz eine Minimierung der Kühllast vorzuschreiben
*) Finanzielle Mittel, um innerhalb von 4 Jahren einige hundert Demonstrationsbauten sowohl beim Neubau, aber auch bei der Sanierung zu realisieren.
*) Die öffentliche Hand (Bund-Länder-Gemeinden-BIG) als Vorreiter: Bei Schulen, Amtshäusern, Spitälern, Universitäten, etc. gibts ein weites Feld vorbildhafte Gebäude zu errichten und zu sanieren, die uns kühle Räume auch an Hundstagen ermöglichen.
*)Solar Cooling als Forschungsschwerpunkt und Exporttechnologie. Die Nutzung der thermischen Solarenergie für Kühlzwecke ist insbesondere in der warmen Jahreszeit eine besonders aussichtsreiche Alternative, um den Anstieg beim Stromverbrauch in Griff zu kriegen.
Weil v.a. Bürogebäude auf der ganzen Welt wie das hier gezeigte (der twin tower am Wienerberg) errichtet werden, steigt jetzt der Stromverbrauch extrem an.

Riesige Glasfassaden erzeugen bei Sonneneinstrahlung einen extremen "Treibhauseffekt" innen, "erfordern" deswegen riesig dimensionierte Klimaanlagen und einen sehr hohen Stromverbrauch.
Effekt: Auch in Österreich laufen jetzt Kohlekraftwerke, die 2/3 ihrer Energie in die Flüsse kühlen müssen.
Und deswegen kommt es in vielen Ländern bereits zu Stromengpässen.
Den die Pegelstände der Flüsse sind gering, deswegen fehlt das Kühlwasser für die Kohle- und Atomkraftwerke, diese müssen zurückgefahren werden, die Preise auf den Strombörsen expoldieren und man will uns damit beweisen, dass noch mehr Kraftwerke gebaut...
Wieviel das sommerliche Kühlen zum Stromverbrauch beiträgt, zeigt folgende Berechnung (energy agency):
In den EU-15 Staaten wurden 2005 rund 78 000 GWh Strom für Klimatisierung benötigt.
Das entspricht rund 9 Atomkraftwerken (die 17 deutschen AKW produzieren 158 000 GWh)
Warum muss man so Bürogebäude errichten?
WQarum nicht kühle Räume auch im Sommer ohne stromfressende Klimaanlage.
Einfach durch kluge Planung und zeitgemässe Technologien?
It`s intelligent architecture, stipid!
Was wir brauchen, und das ist ein kleiner Teil der "Energiewende", die kommen muss, wenn ab 1.Okt Grün kommt, sind Bürogebäude, die als Passivhäuser geplant und errichtet werden.
V.a. um die Kühllasten im Sommer zu minimieren.
Wie?
Durch außenliegende Abschattung der besonnten Flächen
Durch Dämmung v.a. in den Dachbereichen, damit die Wärme nicht ins Haus kommt
Durch natürliche Luftströmung, welche die Kühle der Nacht nutzen
Durch Erdsonden, welche die Kühle des Erdreichs nutzen
Durch Wassersonden, welche die Kühle des Grundwassers nutzen
Durch solare Kühlung, die für besonders heiße Tage (Spitzenlast bei der Stromerzeugung) Kälte in die Räume bringt.
usw.
Die Stromfresser Klimaanlagen sind ein internationales Problem. Jenes Land, das “zu Hause” vorzeigt, dass es auch anders geht, und wie es geht, wird seine Consultingleistungen samt zugehöriger Baumaterialien und Technologien weltweit erfolgreich absetzen können.
Weniges, aber Wesentliches müsste die Politik beisteuern:
*)Adaption der Baunormen, um ebenso wie beim Wärmeschutz eine Minimierung der Kühllast vorzuschreiben
*) Finanzielle Mittel, um innerhalb von 4 Jahren einige hundert Demonstrationsbauten sowohl beim Neubau, aber auch bei der Sanierung zu realisieren.
*) Die öffentliche Hand (Bund-Länder-Gemeinden-BIG) als Vorreiter: Bei Schulen, Amtshäusern, Spitälern, Universitäten, etc. gibts ein weites Feld vorbildhafte Gebäude zu errichten und zu sanieren, die uns kühle Räume auch an Hundstagen ermöglichen.
*)Solar Cooling als Forschungsschwerpunkt und Exporttechnologie. Die Nutzung der thermischen Solarenergie für Kühlzwecke ist insbesondere in der warmen Jahreszeit eine besonders aussichtsreiche Alternative, um den Anstieg beim Stromverbrauch in Griff zu kriegen.
und bewusstsein schaffen
ich arbeite in genau so einem bürogebäude mit klimaanlagen an jeder ecke. es herrscht unter meinen kollegen (in anderen unternehmen wird es nicht anders sein) einfach kein bewusstsein für diese energieverschwendung - zumal wenn man die stromrechnung nicht selber bezahlt.
da wird das büro auf (für mich eigentlich schon unangenehme) 20 Grad heruntergekühlt - das bei gleichzeitig geöffnetem fenster.
man lässt damit es montag früh im büro angenehme temperaturen hat die klimaanlage das ganze wochenende laufen. usw, usw...
sehr ähnlich verhält es sich übrigens mit dem licht abschalten und den computern. viele kollegen schalten (selbst übers wochenende) weder licht noch computer ab - etwas was man im eigenen zuhause ja wohl kaum machen würde!
es liegt also viel auch bei der einstellung der menschen im argen.
Ich kann mir vorstellen, dass diese zentrale Steuerung als großer Vorteil verkauft wurde - eben um jenen KollegInnen entgegen zu wirken, die, wie du beschrieben hast, kühlen was das Zeug hält. Aber ein bißchen Individualität in Klimafragen ist manchmal auch nicht schlecht.
PS: ganz so drastisch ist es nicht, mit viel verhandlung und überzeugungskunst ist es möglich, einzelne Bürozimmer zu "entklimatisieren"...
Leben im Kühlschrank