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tödliche Rechtsabbieger-ist das eine Lösung?

Hier hat beim Rechtsabbiegen heute Früh (wieder ein mal) ein Auto einen Radfahrer niedergeführt; glücklicherweise ist nur das Rad ruiniert, das Auto hat paar Kratzer, diesmal wurde niemand verletzt
mit weniger Glück kann man hier sterben.
volkstheater
Radler/innen kennen diese Kreuzung vor dem Volkstheater.
Gefährliche Situationen - Autofahrer erkennen Radler im Rückspiegel nicht - sind der Regelfall.
Und ähnliche Situationen gibts bei ziemlich vielen Kreuzungen in Wien.
Sie wirksamn zu entschärfen, ist nicht ganz einfach.

Trotzdem scheint mir diese Lösung (ich glaube es gibt sie nur einmal in Wien) ausserordentlich hilfreich.
Ort: Ecke Margaretenstrasse/Paulanergasse
wieden
Nähert sich ein Radler der Kreuzung beginnen eingebaute Leuchten in der Strasse sehr auffällig zu blinken - sie simulieren quasi die Radroute und signalisieren den Autofahrern Nachrang.
So sieht das Einzelteil aus:
detail
Da ich weiss, dass viele Leser/innen dieses blogs Radler/innen sind meine Frage:
Was haltet Ihr von dieser Massnahme?
Bitte vor Ort anschaun!
Feedback täte mich interessieren,
dann würd ich mich nämlich dafür stark machen, dieses System auf viele "Rechtsabbieger-Kreuzungen" auszudehnen.
leckse - 26. Jan, 12:49

Also ich fahre da fast jeden Tag vorbei, allerdings links die Paulanergasse rauf.

Die Anlage ist ein Testbetrieb vom KfV und einigen Verkehrstelematikfirmen. http://www.kfv.at/uploads/media/1115_Lane_lights.pdf

Die Anlage ändert aber eigentlich nichts am Grundproblem Separation selbst. Um die Probleme an Bestandsstrecken könnte es durchaus sinnvoll sein. Das Problem ist aber an sich die Separation selbst, vor allem da die Radfahrer in diesem Bereich hinter den parkenden Fahrzeugen völlig aus dem Sichtbereich der Fahrbahn fallen. Zudem fürchte ich, daß ein flächendeckender Einsatz die überbleibenden Radwege eher gefährlicher machen könnte.

Markus K (Gast) - 26. Jan, 15:21

Wie der Vorposter schon bemerkt hat: auf Bestandsstrecken macht das definitv Sinn und jede erdenkliche Maßnahme zur Sicherung der Radfahrer sollte in Angriff genommen werden.

An den Stellen, wo keine bauliche Separation möglich ist, würde ich Sie bitten, sich dafür stark zu machen, dass in Wien die Radspuren durchgehend rot asphaltiert werden. Eine Markierung mit Farbe (wie auf dem Volkstheater-Foto deutlich zu erkennen) hat nur äußerst kurze Haltbarkeit und wird so schnell wieder unsichtbar und damit nutzlos (siehe auch den berühmt-berüchtigten Burgtheater Übergang). Eine derartige Asphaltierung kann doch nicht so teuer sein, in London sind damit fast alle Busspuren asphaltiert - und somit deutlich abgehoben. Hier ein Beispielfoto: http://tinyurl.com/37vmuj

a.m. (Gast) - 26. Jan, 17:47

Ob der Autofahrer das Licht auch bei Tag sieht?
Aber ich werd's mir mal vor Ort ansehen.

a.m. (Gast) - 26. Jan, 17:51

Aber mir fällt eine energiesparende Lösung ein:

Man erhöht den gesamten Zebrastreifen inkl. Fahrradstreifen, also so einen Sockel --> gibts ja bei anderen Zebrastreifen auch. da müssen die Autos bremsen, sonst tut das den Reifen nicht gut.
-- weiß jetzt nicht, wie man so einen Sockel im Fachjargon nennt.
a.m. (Gast) - 26. Jan, 17:56

U6 - Station Burggasse dort wo die Straßenbahnen 9, etc. ihre Station haben --> hier gibt es auch eine Kreuzung, wo die Radfahrer hineinfahren. Dort ist alles mit Ampeln geregelt. Problem: Die Autofahrer schauen natürlich trotzdem nicht, und der Radfahrer muss abbremsen.

Lösung: 1) Ampelschaltung vorrangig zuerst bei Radfahrern/Fußgängern grün schalten, erst dann bei den Autofahrern.
2) auch hier wäre ein leicht erhöhter Sockel gut.

Brenner (Gast) - 26. Jan, 18:00

Hallo Herr Chorherr,

ich bin fahrradbote und bin von den bodenblinklichtern auf der Margaretenstraße/Paulanergasse begeistert, weil sie im gegensatz zu den herkömmlichen rechtsabbiegersitationen die autofahrerInnen nachweislich auf distanz zu den gerade aus fahrenden radlerInnen halten.

mfg, Brenner

Laiseka (Gast) - 26. Jan, 18:22

Das PROBLEM ist die TRENNUNG von Radweg und Straße. Blinklicher im Straßenboden sind max. Kosmetika.

Bei der KREUZUNG NEUSTIFTG./MUSEUMSTR. kommt hinzu, dass es 3 verschied. Ampeln gibt:
>>1 Ampel für Auto
>>1 Ampel für RadlerInnen (montiert in Höhe der Haltelinie)
>>1 Ampel für FußgängerInnen.
Die für Autos ist gleichgeschalten mit der für Fahrräder. Die für FußgängerInnen wird früher rot. Autos die in die Kreuzung einfahren sehen also nur die FußgängerInnen-Ampel (schon der Taxler am Bild sieht die Radler-Ampel nicht mehr!).
Und eben die FußgängerInnen-Ampel wird früher rot als die für RadlerInnen.
Also: die AutofahrerInnen denken sich: "Ah, jetzt hams rot, jetzt fahr ich." Die RadlerInnen haben aber weiterhin grün ... . Allein gestern Nacht beim Lokalaugenschein haben von 4 RadlerInnen 2 eine Notbremsung einlegen müsen!

Bitte jetzt aber nicht auf die Idee kommen, eine solch verrückte Ampelschaltung wie seit kurzem bei Hernalser Hauptstraße/Gürtel zu installieren - die ist eine Farce für den Radverkehr.


p.s. das WAHRE PROBLEM ist die Wr. Stadtregierung... . Mir wurde gestern beim Lokalaugenschein erstmals bewusst, wie FAHRLÄSSIG die Verkehrsplanung in Wien wirklich ist... . p.s. in Kobenhagen beträgt der Radverkehrsanteil fast 40%... .

muhgeneral (Gast) - 26. Jan, 19:04

Lustenau hat 24% Radverkehrsanteil und keine Meter Radweg!!!
Alex (Gast) - 27. Jan, 02:37

Heisst noch immer Kopenhagen statt Kobenhagen. MfG
a.m. (Gast) - 27. Jan, 21:10

"Bitte jetzt aber nicht auf die Idee kommen, eine solch verrückte Ampelschaltung wie seit kurzem bei Hernalser Hauptstraße/Gürtel zu installieren - die ist eine Farce für den Radverkehr."


die Ampel bei Hernalser Hauptstraße/Gürtel ist echt schlecht geschalten. die Ampel wird so schnell wieder rot, obwohl die Ampel der Autos noch längere Zeit auf Grün ist und noch nicht einmal die Ampel der Linksabbieger grün geworden ist.
--> manche Radfahrer fahren und manche Fußgänger gehen dann trotzdem über Rot.
Als Radfahrer der Richtung Norden entlang dem Gürtel fährt, muss bei dieser einen Ampel immer lange warten, obwohl man diese mit der Ampelschaltung eine Gasse davor (Ottakringer Straße/Hernalser Gürtel) besser koordinieren könnte.
muhgeneral (Gast) - 26. Jan, 19:03

Sobald ich am Rennrad sitze wird die Auersbergstraße-Museumstraße auf der Straße gefahren der Verkehr ist mir um Welten lieber als diese lebensgefährlichen Kreuzungen.

Wenn die Stadtregierung schon nicht fähig ist den Radweg in die Straße zu integrieren dann sollen sie eine eigene Grünphase für den Radweg installieren welche mit den vorigen Ampeln gleichgeschaltet sein muß.

CRM (Gast) - 8. Feb, 09:19

Du fährst auch auf dem Radweg auf der Straße. Du meinst die Fahrbahn. Damit hast du
recht. Fast. Denn Radweg auf der Fahrbahn ("in der Straße") gibt es nicht, das nennt
sich Radstreifen bzw. Mehrzweckstreifen.
Die beste Radfahranlage ist aber immer noch die, die gleich gar nicht da ist und den
Fahrradverkehr vom MIV trennt.
a.m. (Gast) - 8. Feb, 12:07

"Die beste Radfahranlage ist aber immer noch die, die gleich gar nicht da ist und den
Fahrradverkehr vom MIV trennt."

du meinst eine eigene Spur, nur für Radfahrer? das fände ich echt gut. die Spur sollte aber so breit sein, dass man als Radfahrer auch andere Radfahrer überholen kann. Und natürlich so sein, dass nur nicht motorisierte Fahrzeuge (Rad, Skater, etc.) darauf fahren dürfen.
a.m. (Gast) - 8. Feb, 12:09

die Mehrzweckstreifen sind einfach viel zu eng und drängen den Radfahrer an den Rand der Fahrbahn.
radler (Gast) - 26. Jan, 20:19


Gérard (Gast) - 26. Jan, 20:32

Wien=SPÖ=Autofahrerwähler

Sorry, aber all die guten Ideen - was wär z.B. mit dem Modell in Japan, wo alle Autos auf einmal Rot haben und die Fußgänger und Radler in alle Richtungen zugleich Grün - werden an einem übergeordneten Paradigma scheitern: DER AUTOFAHRER MUSS IMMER UND ÜBERALL VORRANG HABEN. Solange die (rote) Stadtregierung hier nicht umdenkt (und ein paar 100.000 Wähler verlieren will), wird sich nix, aber auch schon gar nix ändern...

Ich bin im übrigen für mehr Fußgängerrechte (Recht auf Leben z.B.) und dafür, dass unsere kleinen, grünen Freunde (inzw. dunkelblau) a bissl mehr Verkehrsstrafen verhängen. Aber da wird nix - siehe oben.

Laiseka (Gast) - 26. Jan, 21:30

Die spannende Frage ist, wie haben es andere Städte in Österreich, Europa etc. geschafft den Radverkehr zu fördern ohne WählerInnen zu verlieren.
leckse - 27. Jan, 12:32

Rundumgrün gibt's auch in Wien, zB auf der Kreuzung Mariahilfer Straße/Neubaugasse. Allerdings ist der Nutzen einer Lichtsignalanlage dort ohnehin sehr zweifelhaft. Die wenigen Autos und umsomehr Radfahrer die dort fahren, bräuchte man bei den dort typischen Geschwindigkeiten wohl kaum regeln.

Man darf nie vergessen. Wenn man an Grünzeiten gewinnt, steigen meist auch die Umlaufzeiten: Das heißt, daß man als Fußgänger eher noch länger warten muß als vorher. Im Zweifelsfall würde ich eher die Ampel abbauen, dann haben die Fußgänger sowieso Vorrang.
a.m. (Gast) - 27. Jan, 21:35

ES gibt KEINE PARKPLÄTZE FÜR RADFAHRER, wo das Rad vor dem Wetter geschützt ist.
Vorschlag: mindestens 50 Radabstellplätze in allen Wiener Tiefgaragen (die für Autos gebaut wurden) integrieren!!!

--> kostet fast gar nichts, da zusätzlich etwas zu installieren.

a.m. (Gast) - 27. Jan, 21:45

Beschwerde per Mail

Habe soeben eine Beschwerde an folgende Leute geschickt.

bla@m46.magwien.gv.at
(Ing. Franz Blaha, Radverkehrskoordinator der MA46 Verkehrsorganisation)

michael.haeupl@spoe.at
kontakt@ullisima.at (Umwelt)
rudolf@schicker.at (Verkehr)

Macht mit, und schickt ihnen eine Beschwerde, Problemstellen im Wiener Radfahrverkehrsnetz, etc.

coyote (Gast) - 28. Jan, 23:48

Bullshit ex machina !

"Gefährliche Situationen - Autofahrer erkennen Radler im Rückspiegel nicht - sind der Regelfall"
Sorry Christoph, aber wenn der Radler schon im Rückspiegel ist, dann hat nicht der
Autofahrer den Radler niedergeführt, dann ist der Radler in ein bereits in seinem
Blickwinkel befindliches Auto hineingekracht !
Da hat vielleicht der Autler die Vorrang - Regel mißachtet, aber ein Radler bei Verstand und Sinnen hätte darauf noch reagieren können müssen !!!
Aber bei den NachtwandlerInnen, die heutzutage auf Rädern daherkommen...
Mit dem Handy am Ohr, mit Kopfhöhrern auf, nebeneinander fahrend und tratschend (und da gehört es sich ja, dass frau ja die Gesprächspartnerin anschaut) sind Kollisionen nicht verwunderlich.

Und was tut die Behörde, wenns wo kracht ? Sie stellt noch ein Taferl auf, bastelt noch ein Gadget dazu - und wie schauts wirklich aus ?
Die VerkehrsteilnehmerInnen, vor allem die in einer Blechkiste eingesperrten und
von der Aussenwelt isolierten, sind mit der Verarbeitung der ihnen angebotenen , nein: aufgedrängten Information eh schon überfordert !
Von allen Seiten werden sie zugespammt, von Rolling Boards, von zig Schildern und Wegweisern am Straßenrand. Alles blinkt und plärrt in diesem Wettkampf um Aufmerksamkeit - und dann noch die Fernbedinung / elektronische Hundeleine namens "Handy".

Vor lauter Warnschildern (Schaut euch einmal die Gefahrenstelle bei der Oper an !) haben Autler gar keine Resourcen für das, wovor die Schilder warnen, übrig.

Und ein neues Gimmick macht die Sache nicht einfacher, sie erhöht dasAusmaß
an Überforderung nur noch mehr.
Begegnungsräume ausmisten, das ist nötig !

Am Ring (am Gürtel, ...) klare überschaubare Verhältnisse schaffen, rigoros gegen Verparken von Ecken, gegen Sichtbehinderung durch "Verhüttelung" (Litfaß - Säulen, Würstelstände, Zeitungsständer, etc. ) vorgehen !
Alle Verkehrszeichen aus dem Weg und an den Rand stellen (wenn es auf dem Gehsteig steht, müssen Fußgeher auf den Radweg ausweichen und vice versa), bei Querungen muß auch seitlich Platz zum Ausweichen sein (falls von beiden Seiten Autos queren, muß man ein "S" fahren können.

Wie wäre eine Testfahrt mit Pflegers "Viewpointsystem" ?

maschi - 29. Jan, 10:12

Wo er recht hat...

... da hat er recht (den Ball nehm ich immer gerne auf, apropos "Kooperation statt Kampf" sozusagen... :-).

Vielleicht hat cc Lust in diesem Blog einmal zum "Shared Space" des Verkehrsplaners Mondermann Stellung zu nehmen. Ich persönlich halte diese Philosophie schon für mehr als irgendein Experiment, das nicht wiederholbar ist. Und mich würde sehr interessieren, wie der Verkehrspolitiker CC darüber denkt, das Denken muss ja auch noch nicht zu Ende gedacht sein.

Nur für den Fall, dass noch Infos darüber fehlen: Zeit, Spiegel, Süddeutsche, und über EU-Folgeprojekte zB in der Financial Times.
Laiseka (Gast) - 29. Jan, 15:15

FALSCH

Bereits seit 1998 besteht ein Gesetz, wonach RennradfahrerInnen
>>Nebeneinander fahren dürfen.
>>von der Radwegs-Benützungspflicht ausgenommen sind.

TIPP: Stellen Sie sich mal an eine Kreuzung und beobachten Sie, wie oft RadlerInnen Vollbremsungen machen müssen. Ich habe diese verganenen Donnerstag erstmals in 13 Jahren Radfahren in Wien gemacht. Das Ergebnis ist erschreckend!

>>Regel mißachtet, aber ein Radler bei Verstand und Sinnen hätte darauf noch reagieren können müssen !!! ---> Das ist eine Verhöhnung... . Ich fahre zw. 5.000 bis 20.000km pro Jahr mit dem Rad und hatte 2x einen Verkehrsunfall. Wie oft ich gerade noch abgebremst, ausgewichen bin usw. - das könnte kein "Autler" zustandebringen.
coyote (Gast) - 29. Jan, 17:57

ja, ja, ja ...

RennradfahrerInnen dürfen nebeneinander fahren - aber eben nicht auf Radwegen... Und von ein paar Ausnahmen abgesehen (ja, auch die hab ich schon erlebt, die auf dem Donauradweg bei der Kuchelau über die ganze Breite daher gewalzt sind, als wären sie ein Autobus - ohne Fahrer, oder eine Herde Kühe) sind RennradfahrerInnen darauf konditioniert, vorausschauend und diszipliniert zu fahren - sonst gäbe es kein Windschattenfahren.
Ich spreche von denen - zumeist Frauen - die miteinander plaudern und nicht nach vorn schauen (meine Ex ist einmal mit geschlossenen Augen neben mir gefahren, weil ihr Staub unter die Linsen geraten ist), und dann - wenn Gegenverkehr kommt - sich auch nicht einigen können, wer vorfährt und wer bremst.

Ja, und wenn man nicht vorausschauend fährt, oder meint, sein Recht erzwingen zu müssen, dann kann man schon in die Lage kommen, eine Notbremsung machen zu müssen.

Ich fahre derzeit wohl keine 20 000 km im Jahr, habe aber immerhin über 40 Jahre Radfahren hinter mir (und 6 Jahre Skaten), ich habe mit 15 noch mit dem Schalthebel am Unterrohr Gänge suchen müssen, die Schuhe in die Clips einfädeln und nicht mit den Schlauchreifen in die Schienen geraten - ich weiß, wovon ich rede...

Für mich sind eher gewisse Leute, die auf Rädern daher kommen, eine Verhöhnung. Des Radler-Ethos nämlich !
Laiseka (Gast) - 29. Jan, 19:14

Ok. Gib ich dir recht.
Zwei Beispiele:
>> In Dänemark werden Fahrradkurse für MigrantInnen angeboten. (s. Weblink weiter oben)
>>Steigt der Radverkehrsanteil in einer Stadt, sinkt die Unfallgefahr.

Radfahren ist anarchistisch, würde mit wesentlich weniger Verkehrsregeln und - schildern auskommen als der Autoverkehr. Radfahren ist nicht so gefährlich wie Autofahren, daher stören mich 2 tratschende RadlerInnen weniger als AutofahrerInnen und zunehmend SUV-Flugzeugmotoren-Panzer-FahrerInnen ... .
coyote (Gast) - 31. Jan, 08:15

Lieber CC, wie wäre es mit einem eigenen Rad-Blog...

... wo man Gefahrenstellen und Verbesserungsvorschläge (ev. mit Foto) posten kann ?
Das würde das "radlerische Profil" der Grünen erheblich schärfen (da gab es vor langer Zeit eine rad+fuss - Hotline).
Hab mal mit Laichi und Daniel S. darüber geredet, die wären da sehr daran interessiert !

cc - 31. Jan, 14:20

halt ich für eine gute Idee

da ich aus eigener Erfahrung weiss, dass blogbetreuung ziemlich zeitaufwändig ist, möchte ich vor start klären, wer hier langfristig dranbleiben möchte, und auch die langfristige Verantwortung übernimmt.
Nix ist peinlicher, als ein blog, das "einschläft"
bin jedenfalls dabei und kümmere mich um weitere Mitstreiter/innen
Laiseka (Gast) - 31. Jan, 19:42

2 Vorschläge/Hinweise:

>>http://www.stadtfahrrad.at.tf/
Gibt´s erst seit einigen Tagen, hat aber regen Zuspruch.

>>bikeboard.at
Ist österreichs größtes RadfahrerInnen-Forum. Dort treffen sich alle - vom absoluten Profi, Technikfreaks, AmateurrennfahrerInnen, HobbysportlerInnen, In-die-Arbeit-RadlerInnen usw. . Mehr als 12.000 BenutzerInnen, über 1Mill. Beiträge usw. .

>>criticalmass.at
(wenig belebt)


Aber: ich würde das in div. Foren auf KEINEN FALL als Aktion der Grünen anpreisen, denn sowas ist dort im Regelfall nicht gerne gesehen :/
coyote (Gast) - 31. Jan, 18:07

Was mir bei der gezeigten Stelle auffällt:

Der Radweg Museumsstraße ist an der betreffenden Stelle extrem heikel - sprich:
Aufmerksamkeit erfordernd !

Die Strecke zwischen Lerchenfelder Straße und Neustiftgasse ist ein Hindernisparcours - und zu schmal ist der Radweg auf seiner ganzen Länge.
Als Skater kann man nicht einmal seine Beine ausstrecken...
Und dann noch tief stehende Sonne (im Osten !), vielleicht FußgeherInnen an der Gehsteigkante - kein Platz zum seitlich Ausweichen.

Falk Arnhold (Gast) - 6. Feb, 15:14

der Falsche Weg

die Idee mit den Flughafenleuchten in der Fahrbahn klingt ja erstmal gar nicht schlecht, ist aber der falsche Ansatz. Das grundproblem ist nämlich, dass Geradeausfahrer rechts von Rechtsabbiegern geführt werden. Auf dem Foto sieht man die Fehlleistung schlechthin: Der Radweg wird vor der Kreuzung von der Stammfahrbahn weggeführt, abgestellte Fahrzeuge und ein Müllcontainer unterbrechen die Sichtverbindung zusätzlich. die einzig wirksame Möglichkeit ist wirklich nur die Abschaffung der Radwege, die aus Prinzip unsicher sind, weil sie eben nicht als fahrbahn wahrgenommen werden (was sie aber sein sollen). Wenn es gar nicht anders geht, dann muss der Radweg wenigstens 50 oder besser 100m vor der Kreuzung auf der Stammfahrbahn als Fahrspur geführt werden.
Was passiert, wenn die Blitzleuchten mal ausfallen? Zumindest liefert das unfallverursachenden Autofahrern eine gute Ausrede. Fahrräder sind Fahrzeuge und keine Gehilfen, der Fahrradverkehr muss sichtbar dem Fahrverkehr zugeordnet werden. Sonst wird das nie was!

Claudia Riess-Maier (Gast) - 8. Feb, 09:07

Von dieser Massnahme ist gar nichts zu halten. Wieder etwas mehr, den AutlerInnen die Verantwortung zum
Schauen und auf Sicht fahren abzunehmen. Wesentlich wichtiger ist, endlich für eine Reduzierung der leidigen Radwege
zu sorgen (insb. der Gehsteigradewege und Geh- und Radwege) und, so wie im Verkehrsmasterplan Wien fest-
geschrieben, Druck zu machen, dass endlich die Radwegbenützungspflicht fällt. Weiters auch dafür zu sorgen, dass
die StVO-widrigen Nachrangtafeln für den Radverkehr vor Radfahrerüberfahrten verschwinden.
(Es gäbe noch viel mehr als Handlungsbedarf - das sind aber mal die vordringlichsten Punkte.)
Grüße
Claudia R.-M.

Laiseka (Gast) - 8. Feb, 15:51

"Weiters auch dafür zu sorgen, dass die StVO-widrigen Nachrangtafeln für den Radverkehr vor Radfahrerüberfahrten verschwinden."

Das verstehe ich nicht ganz. Am Ringradweg gibt es solche Nachrangtafeln am Radweg (Kreuzung bei der Börse). Habe ich dort wirklich Nachrang oder ist das Schild falsch? Wieso ist das STVO-widrig?
CRM (Gast) - 11. Feb, 07:48

Ich zitiere aus einem posting in "Verkehr" auf reflex.at:

---Zitat---

es ist sehr beliebt geworden, vor "Radfahrerüberfahrten" [gesetzesbezeichnung] eine nachrangtafel ("Vorrang geben", manchmal sogar auch "Halt" vulgo stopptafel zu setzen. allerdings hat die Radfahrerüberfahrt per gesetz schutzwegcharakter, dem vom sinn des gesetzes die schutzwegfunktion nicht genommen werden kann.

die auslegung des rechtsdiskurses geht hier
- von: vorrangverzicht des/der radfahrerIn, wenn er/sie sich an die nachrangtafel hält und sich daran halten müsste;
- über: die verkehrszeichen "Vorrang geben" od. "Halt" können hier keine bedeutung haben, weil das "Vorrecht" im schutzwegparagrafen § 9 Abs 2 verankert ist (autofahrerInnen haben den herannahenden radfahrerInnen das ungehinderte überqueren der fahrbahn auf der radfahrerüberfahrt zu ermöglichen, gegebenfalls stehenzubleiben); genausowenig wie fussgängerIn auf das Vorrecht (achtung: nicht Vorrang!) des ungehinderten überquerens der fahrbahn auf dem schutzweg verzichten kann, so kann auch radfahrerIn auf das Vorrecht des überquerens auf der radfahrerüberfahrt nicht wirksam verzichten;
- bis zu: kommt drauf auf, ob die der nachrangtafel zugrunde liegende verordnung gesetzmässig ist, mit der sich daraus ergebenden folge, ob die nachrangtafel gültig ist.

nach der letzten version geht die autorin dieser rechtsmeinung davon aus, dass zwar "Vorrang geben" und "Halt" vor radfahrerüberfahrten nicht verordnet werden können und sohin ungültig wären; sie beruft sich aber auf die judikatur des VwGH, "dass eine durch Strassenverkehrszeichen kundgemachte Verordnung für Normunterworfene so lange rechtswirksam ist, bis sie aufgehoben wird, dh das Verkehrszeichen so lange zu beachten ist, als es aufgestellt ist." - von dieser judikatur ist der VwGH nun ganz offensichtlich abgewichen, wie in der causa Kaisermühlentunnel / 60er-Beschränkung ersichtlich.

quelle: Katharina Hnatek-Petrak: "Die Radfahrerüberfahrt", ZVR 10 / 1999
(leider nicht mehr online auf kfv.at verfügbar.)

fassen wir also zusammen:

- "Vorrang geben" und "Halt" kann dem radverkehr vor "Radfahrerüberfahrten" nicht wirksam verordnet werden;
- radverkehr kann auf das vorrecht, den schutzweg namens "Radfahrerüberfahrt" ungehindert zu benützen, nicht verzichten;
- da somit ein ungültig verordnetes verkehrszeichen aufgestellt ist, hat nun spätestens jetzt nach dieser neuen "Kaisermühlenrechtssprechung" der autoverkehr dem radverkehr das ungehinderte überqueren auf der "Radfahrerüberfahrt" zu ermöglichen. unabhängig davon, ob da nun eine nachrangtafel für den radverkehr steht oder nicht.

so. wenn es aufgrund dieser situation zum unfall kommt (radfahrerin weiss um die ungültigkeit der nachrangtafel, fährt mit den erlaubten max. 10 km/h, und für den autofahrer nicht überraschend, auf die "Radfahrerüberfahrt"; der autofahrer glaubt aber an das verkehrszeichen "Vorrang geben" und fährt darauf vertrauend, dass die radfahrerin sich daran halten wird, diese über den haufen - wer ist nun schuld? die radfahrerin? der autofahrer? beide?

---/Zitat---

Hoffe damit ist die Problematik ausreichend dargestellt und zeigt drastisch den Handlungsbedarf.
Grüsse
CRM
Claudia Riess-Maier (Gast) - 5. Mrz, 23:16

Wieso gerade (nur) rechts?

Den Satz "Feedback täte mich interessieren, dann würd ich mich nämlich dafür stark machen, dieses System auf viele 'Rechtsabbieger-Kreuzungen' auszudehnen." habe ich erst jetzt so richtig bewusst gelesen:
Wieso ausgerechnet Rechtsabbiegerkreuzungen (geschweige denn warum mit Bindestrich)? Auf diesen ist - im Gegensatz zur anlassgebenden Linksabbiegerkreuzung - das Kreuzungsrisikio "nur" ca. 3-fach, statt auf Linksabbiegerkreuzungen mit bis zu 12-fachem gegenüber normalen Kreuzungsrisiko auf Fahrbahnen. Die Logik möchte mir bitte erklärt werden.

Und weil ja - gerade von Ihnen, werter Herr Chorherr - auch die Radstreifen / Mehrzweckstreifen so als das Allheilmittel verteidigt werden (anstelle der Hochbordradwege): Ich emfpehle Ihnen die diesbezügliche Diskussion in de.rec.fahrrad:
http://groups.google.at/group/de.rec.fahrrad/browse_frm/thread/f07b87969e7bd768?scoring=d&hl=de
insb. die Beiträge
http://groups.google.at/group/de.rec.fahrrad/msg/75ae4dc04a7ecec0?hl=de
http://groups.google.at/group/de.rec.fahrrad/msg/de50934e5e72ec97?hl=de

In dem Zusammenhang fällt mir auch gleich - wenn auch etwas offtopic zu den ach so tollen Leuchterlis - der neue Radstreifen gegen die Einbahn Kohlgasse an der Einmündung zu Margaretenstrasse ein: Da macht der Radstreifen einen massiven Schwenk nach rechts, als wenn gegen die Einbahn der Margaretenstrasse eingebogen werden soll und kann, während die vorgeschriebene Fahrrichtung nach links, also stadtauswärts geht. Dazu kommt noch, dass der Radverkehr durch den Schwenk nach rechts auf die normalerweise Parkspur der Kohlgasse durch die Parkenden KFZ um die Ecke in der Margaretenstrasse von den von dem Reinprechtsdorfer Strasse kommenden Verkehr nicht mehr wahrgenommen werden kann, da vom ruhenden Verkehr total verdeckt.
Super. Tolles Prinzip Radstreifen. :-(

Grüsse
CRM

leckse - 24. Apr, 11:50

Das übliche Risiko für die linksseitige Führung kann man auf der Operngasse nicht annehmen, da es sich um Einbahnstraßen handelt.
CRM (Gast) - 7. Mai, 03:40

Operngasse

Hi lekse!
Im Gegenteil - das übliche Risiko steigt mE in der Einbahnstrasse sogar noch: Kommt doch in Einbahnrichtung der Radverkehr für die Autofahrenden direkt daneben, möglichst noch im toten Winkel, unmittelbar von hinten. Und, weil ja Zweirichtungsradweg, obendrein von vorne zusätzlich auch noch.
heavy citybiker (Gast) - 24. Apr, 10:34

ich fahre an dieser Stelle quasi täglich vorbei und mein subjektiver Eindruck ist, dass sich seit Einbau dieser Anlage mehr
Autofahrer nach Fahrradfahrer umsehen.

Anton Ertl (Gast) - 30. Mai, 11:43

Solche Situationen zu entschärfen, ist ganz einfach: Einfach den
Rad-weg abschaffen.

Die Blinklichter sind ein Herumdoktorn an den Symptomen. Mit
Warnhinweisen hatte man es an der Stelle schon vorher versucht:

http://www.complang.tuwien.ac.at/anton/photos/radweg-operngasse/img_4227.jpg
http://www.complang.tuwien.ac.at/anton/photos/radweg-operngasse/img_4228.jpg

Die Blinklichter werden genausowenig helfen, wenn sie nicht sogar die
Aufmerksamkeit von den Radfahrern ablenken.

Allerdings halte ich es durchaus für sinnvoll, wenn Du Dich für dieses
System an allen Kreuzungen mit Radwegen stark machst, dann können Eure
überschüssigen Energien und die diversen Radverkehrsbudgets nicht fuer
schädliche Zwecke eingesetzt werden (zum Beispiel Rad-wegs and den
wenigen verbleibenden noch benutzbaren Strassen).

maschi - 30. Mai, 11:49

Empfehle

den Besuch beim Seelendoktor - zwecks Abbau von überschüssigen und auf die Dauer dann auch körperlich krankmachenden Aggressionen.
coyote (Gast) - 30. Mai, 12:30

Mobilfunk - Störsender bei Radwegquerungen

Für einen eventuellen Wettbewerb "wie kann ich die Gemeinde Wien dazu bringen,
ihr Radverkehrsbudget auf eine Art abzufackeln, die RadfahrerInnen nicht zusätzliche Gefahren und Behinderungen aufhalst" hätte ich auch einen Beitrag:

An Radwegquerungen Mobilfunk-Störsender aufstellen, die das Gespräch zum Abbrechen bringen ("He du Trottel, da ist ein Radweg !" zu senden, ist technisch
wohl nicht machbar...).
Ich hätte da schon einige Aufstellungsorte vorzuschlagen, z.B. entlang des RW
Untere Donaustraße (speziell Tempelgasse)
Gérard (Gast) - 18. Sep, 14:30

"Lane Lights" heute demontiert

Gerade habe ich feststellen müssen, dass die mir äußerst sinnvoll erschienenen Sicherheitslichter (blinken, wenn sich ein Radfahrer nähert) an der Kreuzung Margaretenstr./Paulanerg. wieder abmontiert worden sind. Weiß jemand warum? Wurden die Autofahrer zu sehr belästigt?? Oder nur das altbekannte SP-Ziel, den Autos freie Fahrt zu ermöglichen, während Fußgänger und Radfahrer aus dem Stadtbild verschwinden sollen???

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