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Radverkehr schlägt alles

hab vor wenigen Stunden das auf facebook gepostet:

Chorherr hat morgen Freitag die Ehre zwischen 12.00 und 13.00 bei Radio Wien zum Thema "Radfahren in der Stadt" zu Gast zu sein; mir fällt mehr ein, als ich in einer Stunde unterbringen könnte; bin trotzdem an Vorschlägen sehr interessiert.

und dann ging´s los

Volker Plass am 07. Mai um 17:11
Bitte sag mindestens einmal: »Fahrraddiebe sind Arschlöcher!«

Christoph Chorherr am 07. Mai um 17:12
hams Dir das Radl g`stohln?

Christian Hiel am 07. Mai um 17:17
Eine Ring und eine Gürtelspur exklusiv für die Radler!
Damit sich FussgängerInnen und Radfahrerinnen nict in die Quere kommen müssen!

Hikmet Kayahan am 07. Mai um 17:20
und sag auch, dass ich ne premie von 2.500,- haben will fürn neurad-kauf! so!

Reetta Karjalainen am 07. Mai um 17:31
@ hikmet: ja, die idee ist mir auch schon gekommen! abfrack-prämie und dafür kein neuwagen sondern ein neufahrrad kaufen, das wär mal ein fortschritt, zumal die folgen dieser prämie in deutschland ganz katastrophal sind!!

Christian Hiel am 07. Mai um 17:35
Oder für alle die ihr Auto zurückgeben kriegen für jedes Haushaltsmitglied ein Fahrrad eigener Wahl!!!

Reetta Karjalainen am 07. Mai um 17:38
@ volker: und rücksichtslose autofahrer auch!! die haben ja eine knautschzone, meine kinder und ich auf dem fahrrad nicht!! grmpf!
@ christoph: danke, dass du dich dieses themas annimmst! ich glaub, du weißt eh, was fehlt: toleranz/bewusstsein bei autofahrern, aufwertung der radfahrer, weil sie die umwelt schützen und eine stadt mit weniger autos ... Mehr lesenauch sonst mehr lebensqualität und sicherheit für alle bringen. ach ja: und ausbau eines INTELLIGENTEN radfahrnetzes, damit man etwas besser vor den autos geschützt ist und nicht ganz so viel angepöbelt wird... THANX. :)

Niki Macke am 07. Mai um 17:45
Musterbeispiel Chicago: Radgaragen samt Spind und Dusche in der Innenstadt. (Aber: Wien darf ja nicht Chicago werden....)

Tex Rubinowitz am 07. Mai um 17:49
ich bin auch Radfahrer, winters wie sommers, was mich mal interessieren würde, warum Radfahrer die rücksichtslosesten Verkehrsteilnehmer sind, was ist das für eine Wut, die sie an Fussgängern zB ablassen müssen, weg abschneiden, erschrecken. ich hab noch keinen Autofahrer erlebt, außer Taxifahrer, ok, die sind nur frustriert, das muss irgendwie ... Mehr lesenraus, der so aggressiv und selbstherrlich im Verkehr unterwegs ist, woran mag das liegen? Ich vermute, dass ist eine Art Raubrittermentalität, weswegen berittene Polizisten auch so einschüchternd sind, daher kommt das, ist ein Psychologe im Haus?

Anna Jeller am 07. Mai um 17:52
@ tex:danke ;-)

Reetta Karjalainen am 07. Mai um 17:57
@ tex: also ich hab da immer wieder ganz gefährliche situationen mit agressiven autofahrern gehabt, die mich mit heulendem motor viel zu knapp überholen nur, damit sie 10 m weiter an der roten ampel erst wieder stehen bleiben müssen. solche radfahrer, wie du hab ich widerum nicht getroffen, ist aber natürlich auch nicht ok, das stimmt schon...

Sandra Gerö am 07. Mai um 17:59
@tex: ja, so ein durchschlängeln, so ein "ihr macht euren verkehr und eure regeln, das gilt für uns nicht", aber die aggression ist schon bei den autofahrern auch arg in wien, reih dich mal wo falsch ein und die lynchjustiz naht - keine frage, dass sich das überträgt. so aus der vergleichenden psycho-sicht mal gesprochen.

Tex Rubinowitz am 07. Mai um 18:02
am Ring spielt sich tagtäglich eine richtige Menschenhatz ab, da werden die Touristen gejagt und aus dem Weg geklingelt, direkt peinlich, und die Hobbyfahrer machens den Radboten nach, offenbar in Bewunderung

Helge Fahrnberger am 07. Mai um 18:05
Jede Einbahn aufmachen, Mehrzweckspur auf jeder Straße, Fahrspur am Ring, Querungen des ersten Bezirks, Mariahilferstraße nur für Öffis/Taxis/Lieferanten/Radfahrer, kostenlose "Ich bin ein Auto weniger"-Kotflügel-Sticker für alle Radfahrer.

Reetta Karjalainen am 07. Mai um 18:12
@ helge: ja, bin dabei, ich will auch so einen sticker!! :))
@ tex: grad am ring gibt's doch eh einen rad- und einen fußgängerweg, vielleicht sollte man den radweg noch deutlicher kennzeichnen? wenn mans eilig hat, sind die vielen touristen auf dem radweg schon nervig, ich klingel da auch, aber dazu lächle ich freundlich, zeig auf das radweg-schild... Mehr lesen und fahr vorsichtig weiter... ich glaub ich bin in anbetracht der umstände relativ unpeinlich...außerdem kann ich einige fremdsprachen, die kommen da auch ganz gut... ;)

Florian Holzer am 07. Mai um 18:15
kann tex nur beipflichten: radfahrer fühlen sich vogelfrei, mit allen vor- und nachteilen. nachteil unter anderem, kein gefühl für verantwortung und oftmals auch für realität zu entwickeln. die "platz da, jetzt komm ich"-, und "meine spur ist meine spur"-mentalität ist sehr oft stärker ausgeprägt als bei autofahrern. meine theorie: überproportional viele junge männer, die ihr fahrrad-fahren außerdem als revolutionären, kämpferischen akt verstehen ...

Dagmar Gordon am 07. Mai um 18:15
@Tex: Danke! Ich find Radfahren per se auch super, aber DIESE Sorte Radfahrer für die keine Regeln gelten (vor allem keine roten Ampeln beim Zebrastreifen) macht mir auch das Leben schwer.

Helge Fahrnberger am 07. Mai um 18:44
Ich oute mich mal:

Ich bin Radfahrer (Auto verkauft) und halte mich an viele Regeln nicht. Ich bleibe bei roten Ampeln nicht stehen, wenn ich durch mein Weiterfahren niemanden gefährde oder erschrecke. Ich halte mich zb. nicht an Einbahnen. Ich gehöre aber nicht zu den Fußgänger- und Touristenschrecks am Ring.

Die meisten Regeln sind für (und vor allem: gegen) Autos gemacht. Wegen Radfahrer bräuchte es keine Ampeln, keine Einbahnen. Die Gründe, warum solche Regeln auch für Radfahrer gelten sind a. um sie vor Autos zu schützen (danke, ich passe selber auf) und b. weil Ausnahmeregelungen zu schwer zu beschildern wären.... Mehr lesen

Zudem benütze ich das volkswirtschaftlich und städeplanerisch wünschenswerteste Verkehrsmittel.

Kurz: Ich sehe nicht ein, warum ich mich, solange ich niemanden gefährde an diese Auto-Regeln halten sollte.

Warum regt das die Leute so auf? Meine Vermutung: Die Freiheit des Radfahrers ist für Autofahrer schwer mitanzusehen. Neid.
r
Florian Holzer am 07. Mai um 19:05
nun ja, für mich sieht das ein bisschen nach selbstüberschätzung aus. proportional zur menge der radfahrer sterben in österreich mehr radfahrer als in dänemark oder china ...

verkehr klappt nur mit regeln, und wenn man erwartet, dass sich nur autofahrerinnen und autofahrer dran halten, funktioniertdas system grundsetzlich nicht, das ist bei systemen einfach so ...

Reetta Karjalainen am 07. Mai um 19:10
@ helge: ich kann mich dir nur vollinhaltlich anschließen. selber bin ich gerade mit kindern extrem darauf bedacht, alle verkehrsregeln einzuhalten, auch schon, weil es im fall eines unfalls sonst sicher gegen mich ausgelegt würde. und ja: es sind nicht nur die verkehrsregeln, auch vieles andere in unseren köpfen ist für autofahrer gemacht (das ... Mehr lesenzeigt ja auch dieses sofort auf-die-schlimme- radfahrer-schimpfen gezeigt hier, bitte leute, seht eure kritik auch mal in relation zu den tatsächlich passierenden unfällen mit verletzten/toten fußgängern... ich glaub die sind eher von autos überfahren worden!!), die autolobby ist nach wie vor sehr dominant, höchste zeit, dass sich das ändert.

Florian Holzer am 07. Mai um 19:28
liebe reetta, man macht seine argumente nicht schlagkräftiger, indem man besitzer anderer ansichten als mitglieder der autolobby bezichtigt. damit macht man sich höchstens lächerlich. die zahlen der von autos getöteten fußgänger steht hier nicht zur debatte, die dramatisch steigenden unfallzahlen von radfahrern aber schon.

Helge Fahrnberger am 07. Mai um 19:38
Lieber Florian, man macht seine Argumente aber auch nicht schlagkräftiger, in dem man wie du "funktioniert grundsätzlich nicht, ist einfach so" argumentiert. Kann dir aus Erfahrung sagen: Das funktioniert prächtig.

Reetta Karjalainen am 07. Mai um 19:38
lieber florian, ich habe nur gesagt, dass die autos sehr dominant sind, wenns um meinungen und regeln geht. ich bezichtigte niemanden hier, ein autolobbyist zu sein, nur um das mal klarzustellen, ich denke nur, dass diese dominanz eben ihre auswirkungen (auch auf mich) hat. danke, dass du die verunglückten radfahrer auch zur sprache bringst, das ist alarmierend, kann aber nicht allein darauf zurückgeführt werden, dass radfahrer undiszipliniert o.ä. fahren.

Jakob Fuerst am 07. Mai um 19:59
verunfallte radfahrerinnen: optimaler schutz (zb durch erhöhte radwege statt radfahrstreifen, die nur durch eine sperrlinie vom rest der fahrbahn getrennt sind).
für alles andere: eigenverantwortung als grundprinzip! soviel vertrauen muss die politik in ihre bürgerinnen schon haben. ich seh nicht ein, in der nacht bei einer kreuzung mit vier grünen... Mehr lesen zebrastreifenampeln stehen bleiben zu müssen.
und: smile and lean back - niemand braucht niemanden anschreien, anhupen, anklingeln. dann klappt das auch mit der rücksicht besser.
lg von einem jungen mann, der sein fahrradfahren als revolutionären, kämpferischen akt versteht ;)

Florian Holzer am 07. Mai um 20:09
apropos in der nacht fahren: beleuchtung wär zum beispiel cool. ich mein, von mir aus sollen radfahrer vermummt fahren, wenn sie nicht erkannt werden wollen und damit gegen das establishment protestieren wollen, fein. aber licht wär – vor allem bei den urbanen kampf-bikern – irgendwie sozial und fair, find ich.

Helge Fahrnberger am 07. Mai um 20:13
@Florian: Auch wieder so eine Sache - ein unbeleuchteter Radfahrer gefährdet (im Gegensatz zu einem unbeleuchteten Autofahrer) in der Regel nur sich selbst.

Klingt alles etwas nach dem Neid eines Autofahrers, der sich ärgert, dass sich Leute über Regeln hinwegsetzen, an die er selbst sich halten muss.

Christoph Chorherr am 07. Mai um 20:31
no sevas
soeine Debatte hab ich nicht erwartet.
Werd morgen dem Moderator sagen, dass er mir mal für 5 Stunden das Mikro überlassen soll.
Helges Vorschlag Sticker. "ein Auto weniger" wirds geben.
Das machma.

Fortsetzung gewünscht?
Speichenlecker (Gast) - 7. Mai, 21:37

Ich glaube kaum, dass es Sinn macht die Differenzen unter den Radfahrern in Bezug auf den Umgang mit sich selbst und anderen Verkehrsteilnehmern zu thematisieren.

CC, halt Dich an das erste Statement: Fahrraddiebstahl ist in Wien ein immer gravierender werdendes Problem. Das Organisierte Verbrechen greift sich alles (gleich ob niet-und-nagelfest oder nicht, mein Abus-Ultra-Granit-2kg-Stahlbügel war kein Hindernis) und die Polizei interessiert sich nicht dafür. Die Alibli-Aktionen wie Fahrradmarkieren sind ja eine Frechheit.

martinm - 7. Mai, 23:15

Deswegen fahre ich ein rad aus dem jahre schnee, vermutlich 1985-90 oder so gebaut *g*. Alpina-Luxusklasse ;-)
Hat heiße 55€ gekostet! Und das mit schmankerln wie 5 gängen und trommelbremse! Das is viel cooler als öldruck-bremsscheiben *g* Vom rücktritt ganz zu schweigen!
AB (Gast) - 8. Mai, 08:41

@Helge Fahrnberger:

..."Die Freiheit des Radfahrers ist für Autofahrer schwer mitanzusehen. Neid."

So lange Menschen wie Sie fast damit prahlen, dass sie keine größere Notwendigkeit sehen, sich an die allgemeinen Regeln der StVO zu halten, ist nicht verwunderlich warum so viele Unfälle mit Radfahrern passieren sowie warum die große Allgemeinheit der verantwortungsbewussten Radler durch Menschen wie sie ein rücksichtsloses Ego verpasst bekommen. Dass sie dann noch vom "Neid" der Autofahrer fabulieren, zeigt, dass ich wohl nicht so unrecht habe mit meiner Behauptung.

Michael (Gast) - 8. Mai, 10:21

Radfahrer/Autofahrer undsoweiter

der wichtigste Punkt hier, und der wird offensichtlich auch leider von den meisten Radfahrern nicht nur nicht verstanden sondern völlig verkehrtrum ausgelegt:

Radwege töten Radfahrer.

Radwege weg, stattdessen innerstädtisch flächendeckend Tempo 30 für Autofahrer mit durchgängiger Überwachung. Schon gibts (fast) keine toten Radler mehr. Einfach.
Wolfgang (Gast) - 8. Mai, 10:53

Einige wenige Ausnahmen gibts

Aber irgendwelche Ministreifen neben parkenden Autos sind ne Todesfalle.
sgm (Gast) - 8. Mai, 23:14

Radwege generell sicherer

Radwege sind im Allgemeinen sicherer, weil sie Radfahrer vom Autoverkehr trennt. Das ständige Überholen/Schneiden von/durch Autos, was ja auch eine Gefahr darstellt, fällt dadurch weg. etc.

Jedoch ist nicht überall ein Radweg sinnvoll, z.B. bei engen Straßen.

Im Übrigen sollten Mehrzweckstreifen nur bei geradlinig parkenden Autos aufgezeichnet werden, wenn überhaupt. (dann muss man halt die Parkseiten der Autos vertauschen)
Mehrzweckstreifen sind dazu da, den Autofahrer in eine eigene Spur zu zwengen. So hat der Radfahrer freie Fahrt und kann sich leichter das Recht nehmen mehr in der Mitte der Straße zu fahren (d.h. fast auf der Linie der Streifen), als noch weiter am Rand knapp an den parkenden Autos. (ohne Streifen, wird man ja noch weiter an den Rand gedrängt). Jedoch muss ich auch sagen: nicht überall sind Mehrzweckstreifen sinnvoll. Und sie müssten auf jeden Fall eine Mindestbreite haben!
tobi (Gast) - 8. Mai, 10:35

Was hätte ich nicht dafür gegeben, wenn ich mein Auto gegen ein Rad hätte eintauschen können. Das wäre sinnvoll und nachhaltig.

coyote (Gast) - 8. Mai, 15:47

Helge Fahrnberger ist offensichtlich ein Anfänger,

der mit dem Radfahren nach dem Führerschein angefangen hat.
Ich finde das, was er sagt, von vorn bis hinten zum Kotzen.
Angefangen von der Forderung nach Mehrzwangstreifen (sowas fordert nur ein Anfänger): Radfahren ist kein "Mehrzweck" sonder Verkehr !

Ach ja: Ich hab mein Auto nicht verkauft - ich hatte nämlich nie eines.

Wolfgang (Gast) - 8. Mai, 17:44

Fakt ist jedoch

Dass kaum ein Autofahrer einen ausreichenden Sicherheitsabstand beim Überholen einhält. Wenn man auf einer Straße mit Gegenverkehr unterwegs ist, begegnet, wird man alle paar Sekunden von einem Autofahrer überholt, der auf Regeln pfeift. Gegen abertausende von solchen Rowdies sind eine Hand voll Helges eigentlich wurscht.
coyote (Gast) - 8. Mai, 18:27

Genau darum ...

ist es notwendig, dass man, wenn der erforderliche Sicherheitsabstand zum Überholen nicht gegeben ist (in der Fahrschule lernt man "1m + 1cm pro km/h") einfach in der MITTE der Fahrspur fährt, i.a.W. "seine Fahrspur in Besitz nimmt" so wie jedes andere Fahrzeug auch.
Durch einen benützungspflichtigen Streifen am Rand (ich nenne ihn darum "Mehrzwangstreifen") hat man aber keine Fahrspur mehr zur Verfügung, ja bereits, wenn man einen ausreichenden Abstand zur Parkspur einhält (1m empfiehlt der Radwegkoordinator in //www.wien.gv.at/verkehr/radfahren/sicherheit/tipps.html) befindet man sich zu 2/3 seiner Breite ausserhalb eines 1.2m Streifens - also im Feindesland.
Leider haben auch die Grünen noch nicht aufgehört, solchen Unfug zu fordern !
Von ARGUS red ich schon gar nicht...
Kottan (Gast) - 8. Mai, 20:34

Mehrzweckstreifen

ich halte von den mehrzweckstreifen auch nichts. die radler werden zwischen fahrenden und parkenden autos eingeklemmt. mir ist es schon gelungen einen mit dem geparkten auto in der tür zu fangen: ich hab ihn nicht gscheit im rückspiegel gesehen und er hats nicht mehr derbremst: "neiiiin! 21, 22, krach". zum glück nur sachschaden.
Wolfgang (Gast) - 8. Mai, 20:58

Tjo

Weiter links fahren hilft oft, aber eben auch nicht immer. Gibt ja immer noch Lücken im Gegenverkehr, wo der genervte Hintermann dann mit Karacho und ohne Abstand vorbeiheizt.
Oft ist eh auch genug Platz, um überholt zu werden, da hab ich auch nix dagegen. Im Burgenland hab ich da eher wenig Probleme. Aber da sind die Autofahrer auch nicht so gestresst.
sgm (Gast) - 8. Mai, 23:27

ohne Mehrzweckstreifen kannst nicht in der Mitte der Fahrbahn fahren, da du nur eine hupende Kollone hinter dir hättest. Und das würde die Polizei sehr wohl ahnden, weil man dazu verpflichtet ist rechts zu fahren. Laut Gesetz muss man so weit rechts wie möglich fahren. So weit rechts, wie es ohne Selbst- und Fremdgefährdung möglich ist.

Und ohne Mehrzweckstreifen zwengt dich das Auto noch mehr ein, als wenn es definierte Spuren gibt. Natürlich ist eine Mindestbreite vom Mehrzweckstreifen vorausgesetzt, was ja in den meisten Fällen nicht so passt. Aber da gibts ja keine Normen.
coyote (Gast) - 9. Mai, 21:38

@sgm

"ohne Mehrzweckstreifen kannst nicht in der Mitte der Fahrbahn fahren, da du nur eine hupende Kollone hinter dir hättest" - und mit Mehrzwangstreifen kannst du es nicht, weil du den Mehrzwangstreifen benützen musst.

"Und ohne Mehrzweckstreifen zwengt dich das Auto noch mehr ein, als wenn es definierte Spuren gibt" - schlicht und ergreifend falsch und unlogisch:
Damit mich ein Auto "einzwängen" kann, muss es neben mir fahren, klar ?
Wenn nur eine Fahrspur existiert, dann kann es nicht neben mir fahren.
Erst durch die Existenz eines Mehrzwangstreifens wird man gezwungen, Platz zu machen, dort zu fahren, wo kein vernunftbegabtes Wesen fahren würde,
also wird erst durch einen Mehrzwangstreifen die Voraussetzung zum eingezwängt werden geschaffen.

"Laut Gesetz muss man so weit rechts wie möglich fahren. So weit rechts, wie es ohne Selbst- und Fremdgefährdung möglich ist."
§7 der StVO, ich weiß !
Sobald mich jemand ohne ausreichenden Sicherheitsabstand überholt (weil dafür nicht genug Fahrbahnbreite zur Verfügung steht) ist die Voraussetzung "ohne Selbstgefährdung" nicht erfüllt. Folglich habe ich das Recht so weit links zu fahren, daß ich nicht ohen ausreichenden Sicherheitsabstand überholt werden kann, wo dies aus räumlichen Gegebenheiten nicht anders möglich wäre. Punkt !

Es wäre schön, wenn die Grünen endlich die Rechte der RadfahrerInnen und deren Anspruch auf Sicherheit verteidigen würden, anstatt populistisch im Windschatten von Argus und MA46 Scheinlösungen zu fordern !
sgm (Gast) - 10. Mai, 20:36

@coyote

klar wäre es wünschenswert, wenn der Mehrzweckstreifen

a) genormt wäre, d.h. Mindestbreite hat
b) keine Pflicht, sondern Empfehlung darstellt.


würde es z.B. auf der Margaretenstraße keinen Mehrzweckstreifen geben (auch wenn er zu wenig breit ist), dann könnte man die Autokollone auch gar nicht überholen, weil Autofahrer die ganze Spur ausnützen und das überholen dann wirklich gefährlich wird.
Aber grundsätzlich wäre z.B. auf der Margaretenstraße ein Fahrradweg eh sinnvoller für beide Richtungen.
man muss das eben von Fall zu Fall betrachten.
coyote (Gast) - 10. Mai, 22:30

@sgm

Auch, wenn der Mehrzweckstreifen nicht benützungspflichtig wäre, so teilt er die Fahrbahn in Territorien auf, also in "MEINES" und "DEINES". Und damit endet die Rücksichtnahme aufeinander zwangsläufig an der Demarkationslinie. Genau deswegen, WEIL das so ist, enstehen Konzepte wie "Shared Space" - offensichtlich hat man erkannt / eingesehen, dass die Segregationslösung ein Irrweg ist !

Das Vorbeifahren an einer stehenden Kolonne ist Radfahrern erlaubt, das Vorbeifahren an einer fahrenden hingegen - aus gutem Grund - nicht.
Ein Mehrzwangstreifen macht also das, was bisher - weil offenkundig gefährlich - verboten war, zum Muss.

Hätte, könnte, sollte, wäre ist keine Alternative zum Sicherheitsabstand.
Auch ein Radfahrer hat eine Karosserie, seine "Knautschzone" besteht halt nicht aus Blech sondern aus Luft !

Und übrigens: Überholen tut man links !
sgm (Gast) - 10. Mai, 23:27

@coyote

Das Vorbeifahren an einer stehenden Kolonne ist Radfahrern erlaubt, aber ohne Mehrzweckstreifen nicht möglich, da die Autos meist die gesamte Spur ausnützen: der eine steht etwas weiter rechts, der andere weiter links und so kann man dann als Radfahrer nicht durch, weder links noch rechts. Das kann nicht das Radfahren in der Stadt fördern, wenn man bei stehender Kollone genauso langsam wie das Auto ist.

"Shared Space":
Wiki: "Blinde, die bereits am absichernden Blickkontakt scheitern, dem Grundpfeiler des Shared Space. "
also, so nachdem was ich da gelesen habe: ich glaub dass sich dass nicht für die gesamte Stadt, d.h. für jede Straße eignet.
z.b. wo sind Parkplätze? das wird ein Problem in Wien.
dort wo man aber den Verkehr beruhigen will, kann ich mir das Konzept gut vorstellen. >> Wohnstraßen sind ja ein wenig ähnlich.
sgm (Gast) - 8. Mai, 23:07

Geister-Rad-Fahrer

Man soll endlich auf der Margaretenstraße den Radweg verdoppeln, d.h. mit 2 Spuren.

Ich HASSE egozentrische sich im Recht-meinende GEISTERFAHRER !!!
Das ist nicht nur gefährlich (aus Platzgründen), sondern absurd, dass man ausweichen muss, nur weil so viele gegen die Radwegeinbahn fahren.

sgm (Gast) - 8. Mai, 23:20

FALSCH @HELGE

"Helge Fahrnberger am 07. Mai um 20:13
@Florian: Auch wieder so eine Sache - ein unbeleuchteter Radfahrer gefährdet (im Gegensatz zu einem unbeleuchteten Autofahrer) in der Regel nur sich selbst."

einen schwarz oder dunkel gekleideter Radfahrer sieht man in der Nacht und Dämmerung sehr schlecht und vor allem sehr spät.
Beleuchtete Radfahrer sieht man einfach rechtzeitiger!!! Ich hatte fast einen Unfall am Ring unter den Baumallen, weil ich den Radfahrer nicht sah im Dunkeln im Winter.
Das ist eine absolute IGNORANZ vieler Radfahrer, die sich nicht an die Straßenverkehrsordnung halten.

(Anm.:Im Übrigen: ich fahre mehrmals tagtäglich mit dem Rad. Eigentlich nur.)

sgm (Gast) - 8. Mai, 23:55

hier, habe ich auf youTube gefunden:

da wurde das Fahrrad sogar extra noch beleuchtet.
Und siehst du in der dunklen Nacht den Radfahrer? Nein. eher kaum.


//www.youtube.com/watch?v=dt3a0Hto4F0
sgm (Gast) - 8. Mai, 23:37

"Florian Holzer am 07. Mai um 19:05
verkehr klappt nur mit regeln, und wenn man erwartet, dass sich nur autofahrerinnen und autofahrer dran halten, funktioniertdas system grundsetzlich nicht, das ist bei systemen einfach so ..."

Gegenbeispiel: Warst du schon mal in Kairo? dort gibts keine Spuren, hupt jeder, und alle fahren durcheinander, wie Ameisen, aber es funktioniert. Liegt wohl auch an der Mentalität.
Hier in Europa glaub ich würd das nicht funktionieren, wie du schon sagtest.

Wolfgang (Gast) - 9. Mai, 19:35

1) Bin sowohl Radfahrer (ca. 4,000km pro Jahr) und Autofahrer (ca. 13,000 km pro Jahr)

2) Ein paar Raderlebnisse:

a) Radweg in Purkersdorf durch Kleingartensiedlung neben Westbahn: Entgegenkommender Radfahrer ohne Licht und ohne Helm bei stockfinsterer Nacht

b) Kreuzung 1140 Wien, Hauptstrasse/AloisCzedikgasse: Rennradfahrer bei Rot und geschätzten 45-50kmh über die Kreuzung

c) Das Befahren von Zebrastreifen zum Überqueren von Strassen, für den Autofahrer oft sehr spät erkennbar, dafür aber deutlich schneller aus Fussgänger ! (z.B. Linzerstr./ Bujattigasse)

Anonymität fördert Undiszipliniertheit !!

Sinnlose Verkehrsplanung: Radstreifen endet genau VOR der Bushaltestelle (Busbucht) und beginnt exakt am Ende derselben (siehe 'Wolf in der Au) - genau an dieser Stelle wird allerdings der Autofahrer durch einen Fahrbahnteiler auf den Mehrzweckstreifen gedrängt. Insgesamt ein sinnloser Radweg, weil ca. 100m parallel gibt es den Wientalradweg - man muesste selbigen halt ausbauen ...... fettet halt weniger die Bezirksstatistik auf als eine Strasse sinnlos zuzupinseln .....

Ich schlag dem Herrn Chorherr folgenden Test vor:

Alle in Österreich lassen das Auto für 1 Tag stehen, fahren ausschließlich mit Rad oder öffentlich (sowohl privat als auch zur/von der Arbeitsstätte)
ABER: Alle fahren zur üblichen Zeit weg und verlassen die Firma zu jener Zeit, damit sie wie sonst heimkommen ....... damit ist sichergestellt, dass die Normalarbeitszeit von dzt. 8 Stunden auf geschätzt 7 Stunden reduziert wird.

In meinem Fall.

Auto: 2 x 25 Minuten
Öffentlich: 2 x 55-60 Minuten
Rad: 2 x 50 Minuten

Ich würd mir also etwa 2 x 25 Minuten 'Arbeit' ersparen bei diesem Testlauf. Bin mir auch ganz sicher, dass der Installateur oder der Elektriker mit dem Fahrrad kommt und 'Essen auf Rädern' wird auch per Rad ausgeliefert .........
Wolfgang (der andere) (Gast) - 10. Mai, 10:16

Schwarz/Weiß anyone?

Da gehts um einen Lenkungseffekt, und nicht darum, dass es jeder machen muss.
Meine Erfahrung ist, dass Autofahrer immer die reine Fahrzeit rechnen, während Öffi-Fahrer auch den Fußweg einrechnen.

Rechne mal die Einsatzfahrzeuge, Müllabfuhr, Zusteller, Gewerbliche und Busse vom Straßenverkehr weg - dann sind vieleicht 5% weniger Fahrzeuge unterwegs. Die abertausenden Autofahrer, die meistens noch allein in ihrer Kiste sitzen, sind das Problem. Von den Seewinklern, die am Flughafen arbeiten haben die meisten Fahrgemeinschaften, in Wien zahlt sich das anscheinend noch nicht aus.

Ich wär dafür, die Anrainer drüber abstimmen zu lassen, was mit einer Straße passiert. Am Gürtel wohnen schließlich auch Menschen.

Und sorry - schlimm genug dass ich als Radfahrer zwei Minuten lang auf eine 5-Sekunden-Grünphase warten muss (ohne Radweg müsst ich das nicht). Dann soll man auch noch schieben, nur weil ein paar Farbkleckse auf der Straße fehlen? Ich fahr inzwischen dort, wos keinen Radweg gibt, außer er ist wirklich gut.
SG (Gast) - 14. Mai, 21:24

datenschutz???

Bin etwas entgeistert, meinen Kommentar, den ich in einem vermeintlich geschützten, weil registrierten Rahmen verfasst hab, hier öffentlich gestellt zu sehen - hab ich dafür irgendwo mein Einverständnis gegeben, ohne es zu merken?

martinm - 14. Mai, 22:17

interessante frage! Glaube kaum, dass dies verboten ist. Ich kann mich ja auch auf den Stephansplatz stellen und rausposaunen was mir irgendwer erzählt hat....
SG (Gast) - 15. Mai, 15:17

nicht verboten, wahrscheinlich, aber sind solche "rausposauner" vertrauenswürdig? erzählst du ihnen dann noch was? - na eben, ich auch nicht.
cc - 15. Mai, 15:29

@SG

Deine Rüge ist richtig.
Muss mich dafür entschuldigen.
Wie es dazu kam?
heftige Diskussion auf facebook.
Zugänglich, das heisst lesbar für paar tausend Leute, wenn man die "friends" aller Teilnehmer/innen zusammenzählt.
Ich dachte - und das war ein Irrtum - das wäre damit quasi öffentlich.
Und hab es hier gepostet.
Wurde daraufhin aufgeklärt, dass das nicht korrekt ist.
Drum nochmals: Bitte um Entschuldigung.
habe (wieder einmal bei neuen Medien) etwas gelernt.
Kommt nicht wieder vor.
SG (Gast) - 15. Mai, 22:52

Na gut. Entschuldigung angenommen.

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