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U-Bahn in der Nacht

Bitte draussen bleiben heissts hier auch am Wochenende ab 0.30
das muß sich ändern

ubahn

Heute Gemeinderat
Thema aktuelle Stunde: "Am Wochenende U-Bahn rund um die Uhr"

Die SPÖ wehrt sich (noch) dagegen, und argumentiert mit den Kosten.
Gerade darauf bin ich in meiner Rede eingegangen.
Weil bei grossen Summen den meisten die Vorstellung fehlt.

Nach Aussagen eines Direktors der Wr Linien würde es 2,5Mio Euro kosten, am Wochenende due U-Bahn auch in der Nacht fahren zu lassen.

Was sind diese 2,5 Mio?
Nur zum Vergleich:
Letzte Woche wurde im Planungsausschuß beschlossen (mit Stimmen aller Parteien ausser unserer), den Gürtel bei der Abfahrt von der Süsosttangente zu verbreitern.
Kosten: 110 Mio Euro
d.h. allein um diesen Betrag könnten die Wr.U-Bahnen (ohne die Einrechnung von Zinsen) 44 Jahre lang am Wochenende auch in der Nacht fahren.
Politik ist immer eine Frage der Prioritäten.
Vor langer Zeit haben wir durchsetzt (ich kann mich erinnern, weil ich es verhandelt habe) dass die Nachtbusse eingeführt werden.
Vorher hat sich die SP heftig dagegen gewehrt.
Ähnlich wird es hoffentlich dieser Forderung ergehen.
Den veränderten Lebensgewohnheiten müssen wir Rechnung tragen.
Dafür sind 2,5 Mio gut investiert.
Wir bleiben dran.
Dan (Gast) - 24. Sep, 14:08

Sinnvoll?

Ich würde es lieber sehen, wenn das Geld dazu verwendet würde, die Nachtbusse in einem kürzeren Intervall (alle 15 min) fahren zu lassen.

Die Busse sind in der Nacht recht schnell, bringen die Fahrgäste näher an ihr Zuhause und eine Verkürzung des Intervalls kann die Reisezeiten halbieren.

Ein Beispiel aus dem Westen Wiens:
10 min Fußweg zur nächsten Nachtbusstation
20 min auf den Bus warten
5 min fahren, aussteigen zum umsteigen
17 min auf den Bus der anderen Linie warten
10 min Fahrzeit
5 min Fußweg
=67 min gesamt

ameno (Gast) - 24. Sep, 14:27

seh ich auch so.
bei weiten strecken entlang der ubahnlinien, würden sie zwar durchaus sinn machen (entlang der u3 von simmering oder der u6 am gürtel), aber ohne gute zubringer, nutzt das wenig.

am besten wäre imho eine verkürzung der intervalle (20min wären auch schon was) und vor sa/so/feiertagen eine verlängerung der ubahnzeiten bis etwa 0300 mit einbeziehung der nachtbusse (andere streckenführung wohl notwendig).
uk - 24. Sep, 15:13

Nacht-U-Bahn

Bitte, Bitte. Mit welchem Intervall haben die WL. die 2,5 Mio ausgerechnet? 30 Minuten? Das ist dann endgueltig sinnlos. Ein U-Bahn-Zug fasst 800 Personen, grad zu Silvester gibt das eine sinnvolle Auslastung. Und was ein 30 Minuten Intervall in der Nacht bedeutet sieht man all-naechtens in Wien.

Viel vernuenftiger waere das Geld fuer eine Verkuerzung der Intervalle in der nacht auf 15 Minuten eingesetzt. Erzielt eine deutlich hoehere Flaechenwirkung und eine massive Angebotsverbesserung fuer alle - und nicht nur fuer die Gruenwaehler im 7, an der U3.

Ernsthaft, lasst euch da bitte nicht vor den undurchdachten Karren der ÖVP spannen.

Sylvia (Gast) - 24. Sep, 16:25

Also ich finde die Idee, dass die UBahn am Wochenende länger fährt nicht schlecht. Es müsste nicht unbedingt die ganze Nacht über sein oder zum Beispiel durchgehend am Samstag und am Freitag bis 2h. Während der EM wurde ja auch schon die Fahrtzeit ausgedehnt, obwohl die Spiele doch gar nicht so spät waren. War's etwa um sich bei einem solchen Event nur besser gegenüber den Touristen darzustellen?

Im Speziellen wäre es fein, wenn es eben möglich ist, mit der Ubahn in die periphereren Zonen oder auch von dort noch später zurück in die Stadt zu kommen.
Erst vor kurzem wollte ich um etwa 23:30 von der Gegend Döblinger Friedhof Richtung Stadt fahren. Leider ist gerade der letzte Bus, der wieder bis in die Stadt (Schottentor) gefahren wäre, davon gefahren und dann muss man wirklich hoffen, dass man wenigstens noch eine Straßenbahn erwischt. Komisch nur, dass dann die Ubahn oft wieder kein Problem ist.

Allerdings Ubahn alleine fahren zu lassen, wäre sicher gegenüber den Nachtbussen momentan ein Rückschritt. Wenn dann, muss es eine Kombination aus UBahn und Bussen oder Straßenbahnen sein.

Wie gesagt, in Barcelona hab ich es in ähnlicher Weise gesehen.
uk - 24. Sep, 17:27

Genau das meine ich

Die Forderung muss lauten: Bessere Intervalle am Abend und in der Nacht. Die Linien sollen laenger am Abend fahren. Und das mit kuerzeren Intervallen. Erfahrungen zeigen dass 15 Minuten das Maximum ist wo die meisten noch auf den Zug/Bus warten wuerden. Also nicht der OeVP folgen mit U-Bahn die ganze nacht, sondern ein Gesamtkonzept: Bessere Oeffis am Abend und in der Nacht.
andi (Gast) - 25. Sep, 20:10

ein Intervall sollte auch in der Nacht max. 10 Min. betragen!
15 min. sind abschreckend, da nehmen die meisten noch immer lieber das Auto.

Ob Nachtbus oder U-Bahn ist wurscht. Eines von beiden, oder miteinander kombiniert sollte für die Nacht kommen, aber mit 10 MINUTEN Intervallen!!!
Wolfgang (Gast) - 26. Sep, 07:16

10 MINUTEN!

http://www.youtube.com/watch?v=f7TboWvVERU

Tut mir leid, konnte es mir nicht verkneifen.

Mir wärs wichtiger, die Nightlines zu verlängern, zu mir fährt nämlich keine.
andi (Gast) - 1. Okt, 03:42

es dürfen auch nur 9 oder gar 5 min. sein ;-)
Intervallverkürzungen machen die Öffis wesentlich attraktiver, als ein großes Streckennetz.
Aber natürlich ist ein gut ausgebautes Streckennetz genauso wichtig.
E. Ohlmann (Gast) - 24. Sep, 17:39

Dem kann ich so nicht zustimmen. Eine Betriebszeitenverlängerung der U-Bahn bringt nur entlang von 5 Korridoren (von denen einige erschreckend dünn besiedelt sind) etwas, wogegen das Nachtbusnetz im Gegensatz zur U-Bahn eine viel größere Fläche erschließt.

Bezüglich Fahrzeit bringt die U-Bahn in der Nacht auch keine Vorteile, besonders, wenn man am Reumannplatz oder in Simmering erst recht wieder in Nachtbusse umsteigen muss - was die Sache umso unattraktiver macht.

Die Idee kommt mir reichlich unüberlegt vor. Sollten die Busse tatsächlich überlastet sein, wäre es fürs erste deutlich sinnvoller, das Geld in dichtere Nachtbusintervalle, ein besseres Nachtbusnetz oder Verlängerungen der Nachtbuslinien zu investieren oder ggf. einige Tageslinien - auch der Straßenbahn - durchgehend zu betreiben.

One Brick (Gast) - 24. Sep, 23:32

Mich würde weniger eine Nach-U-Bahn interessieren, sondern bessere Intervalle unter Tags und am Wochenende. Das Geld könnte leicht über die Streichung der pauschalen und von der Pensionshöhe unabhängigen Seniorenrabatte hereingebracht werden bzw. wären diese allen Altersgruppen zugänglich zu machen - je nach Leistungsfähigkeit.

Wenn das zu viel Zores macht (Aufschrei: Pensionistenvertreter fühlen sich ungerecht behandelt): gleich ganz weg mit den Tarifen.
sebastianb (Gast) - 25. Sep, 13:24

5 Korridore?

Außerhalb des Gürtels zähle ich 9 Korridore bei der WIener U-Bahn.
egon (Gast) - 24. Sep, 23:50

grün schwarz?

Übernehmen wir da eine Forderung der ÖVP oder umgekehrt? Wie auch immer, ich sehe die Forderung in erster Linie als populistisch motiviert -- typisch Chorherr halt.

andi (Gast) - 25. Sep, 20:14

Auch Populismus ist mal gut, wenn er der Sache dienlich ist!
krokodilothek - 25. Sep, 06:22

die nachtbusse gehörten...

...flächendeckend auf die kleinen nachttaxis umgestellt. (angeblich ist sowas in planung) die u-bahn braucht es trotzdem dazu.
zusammen - u und kleine nachttaxis hätte wien ein super system.

E. Ohlmann (Gast) - 25. Sep, 11:48

Was sollen kleine Nachttaxis bringen, wenn manche der Nachtbuslinien schon mit Gelenkbussen geführt werden, weil so viele Leute damit fahren?

Und wie sollen fünf U-Bahn-Linien das Nachtbusnetz ersetzen? Und hat schon jemand an die Umsteigerelationen gedacht? Bleiben die U-Bahn-Linien dann in jeder Station mit Umsteigemöglichkeiten jeweils 5 Minuten stehen, damit die Fahrgäste die Anschlüsse erreichen?

Überhaupt nicht durchdacht das Ganze.
Markusl (Gast) - 25. Sep, 09:42

also wenn ein viertelstunden betrieb nur 2,5 mio im jahr kostet, wäre es dass auf jeden fall wert. bisher hätte ich schon angenommen, dass es deutlich teurer ist.
gerade wenn man mal ans andere ende der stadt muss, ist es mit den nachtbussen sehr mühsam. da kommt sowhol mit warte- als auch mit fahrzeiten einiges zusammen.
ansonsten würde auch die verdichtung des nachtbusnetzes einiges bringen. sowohl von den intervallen als auch der streckenführung. so sollte am gürtel auch unter der woche der viertelstundentackt gefahren werden (am wochenende vielleicht noch enger?). auch würde ich eine nightline bei der streckenführung der linie 10 für sinnvoll erachten, da die westlichen bezirke sonst nur über den gürtel verbunden sind, was die wege sehr verlängern kann.
und die gewöhnlichen öffis könnten ruhig an freitag und samstag abend engere intervalle fahren. 15min ab 20 uhr sind wrklich lächerlich. da wäre schon was engeres bis zumindest 23 uhr möglich.

BraS (Gast) - 25. Sep, 12:35

Bitte überdenken!

Lieber Christoph Chorherr,
schade, dass auch die Grünen diesem undurchdachten Nur-U-Bahn-ist-geil Wahn nachhecheln.
Verbesserungen im Nachtverkehr - ja, gerne!
Dichtere Intervalle der Nachtbusse, zusätzliche Linien, verbesserte Linienführungen, ein Ausmerzen der Taktlücken im Übergang Tagesverkehr - Nachtverkehr - Hier wär überall Handlungsbedarf gegeben, der den Benutzern wirklich was bringt.

Aber die U-Bahn um viel Geld heiße Luft spazierenführen lassen ist verkehrspolitisch nicht sinnvoll. Allein die Bereitstellung der Stationsinfrastruktur (Beleuchtung, Rolltreppen, Lifte, Überwachung) ohne dass auch nur ein einziger Zug gefahren ist, kostet viel Geld, das in einen zusätzlichen Bus, der auch Menschen transportieren kann, weit besser investiert wäre.

Über U-Bahn-Betrieb kann man diskutieren, wenn die Busse so voll sind, dass die Kapazität nicht mehr ausreicht - aber bis dahin bitte beim Nachtbus bleiben.

sebastianb (Gast) - 25. Sep, 13:26

Also

am Westgürtel sind die Busse am Wochenende so voll dass ein U-Bahn-Betrieb sinnvoll wäre.
BraS (Gast) - 28. Sep, 09:28

am Westgürtel sind die Busse so voll, dass man zusätzliche Busse führen könnte.

Aber zwischen einem vollen Bus mit 100 Pers. und dem Fassungsvermögen eines einzigen U-Bahnzugs mit 800 Pers. liegen Welten und ein Bedarf, der einfach nicht nachgefragt ist.
plepe - 26. Sep, 11:06

Nachtverkehr in Wien

Und schon wieder eine Enttäuschung auf Deinem Blog, wollen sich jetzt die Grünen der ÖVP anbiedern? Der Gerstl hat bis jetzt noch nie gute Ideen von sich gegeben, und er kennt einfach nur U-Bahnen. Der große Vorteil von U-Bahnen ist nämlich, dass die Autos in Zukunft unbehelligt brummen können, außerdem verdienen sich die Baufirmen daran dumm und deppat.

Was soll an der U-Bahn in der Nacht so viel besser sein als an den Bussen? Das einzige, dass ich erkenne, dass das U-Bahn-Netz leichter verständlich ist - vor allem weil es weniger Linien sind, aber das ist sicher auch ein Kommunikationsproblem.

Bis zu einer halben Stunde in einer muffigen U-Bahn-Station zu warten ist sicher auch nicht viel besser als an der Oberfläche. Ob das Sicherheitsgefühl in den teilweise sehr dunklen Gängen durch die Videoüberwachung besser wird? In den Nachtbussen fahren jetzt oft SchaffnerInnen mit, die Tickets verkaufen. Das erhöht das Sicherheitsgefühl!

Die Infrastruktur der U-Bahn (Stationen, Überwachung) braucht viel Strom und Personal ... Auch wenn das im Vergleich zu anderen Projekten nicht viel ist, ist die Frage schon, ob das sehr "grün" ist und das Geld in Verbesserungen des Nachtbusverkehrs nicht besser investiert ist.

Wenn nämlich die U-Bahnen fahren, wird dann der jetzige Nachtbusverkehr aufrechterhalten? Der ist nämlich sehr flott unterwegs und bietet viel direktere Verbindungen als der U-Bahn Verkehr. Ich brauch vom Karlsplatz heim (N49) gerade mal 15 Minuten, mit Straßenbahn (1-49) oder U-Bahn (U2-U3) 20-25 Minuten, vor allem durch das Umsteigen. Ich bin mir sicher, wenn die U-Bahn durch die Nacht fährt, werden die Nachtbuslinien entlang der U-Bahn gekürzt, wodurch vermehrtes Umsteigen notwendig ist.

Gerade Umsteigen ist ein großes Problem des Nachtverkehrs. Da dieser in selteneren Intervallen fährt (derzeit 30 Minuten), ist es viel wichtiger, dass die Anschlüsse abgewartet werden. Mir passiert es regelmäßig, dass ich - wenn ich vom Schwedenplatz komme - den Nachtbus zum Umsteigen bei der Oper nicht mehr erwische oder mich todesmutig über die Ringfahrbahn stürzen muss. Ich finde hier sollten die Takte verbessert werden um garantierte Umsteigemöglichkeiten zu schaffen. Weil das Versäumen des Umsteigens kostet bis zu einer halbe Stunde auf dem Heimweg.

Die U-Bahnen werden sicher keine höheren Intervalle haben, immerhin können mit einer Fahrt bis zu 900 Passagiere transportiert werden, das muss erst zusammenkommen. Ein Nachtbus kann viel flexibler auf einzelnen Strecken verstärkt werden.

Viele Leute klagen, dass die Nachtbusse in entlegenere Gegenden in Wien so lange unterwegs sind. Warum nicht ein paar Nachtschnellbusse einführen, die in der Innenstadt nur bei den wichtigsten Umsteigeknoten stehen bleiben, aber dann die Peripherie fein verteilen?

Apropos ... Wenn schon Nacht-U-Bahnen, warum dann nicht auch Nachtstraßenbahnen?

Stephan Plepelits (http://mobility.plepe.at)

leckse - 26. Sep, 13:16

Die wichtigsten Gründe warum die Nacht-U-Bahn eher abzulehnen ist, wurden wohl schon genannt: Unzureichendes Marketing des Nightlinenetzes, Sicherheitsgefühl, hohe Kosten für Stationsbetrieb, Umsteigezwänge, kaum zu erwartende Intervallverbesserungen ...

Ich würde sogar so weit gehen, dass man den Betriebsschluß der U-Bahn _vor_verlegt, um abends auf reinen Oberflächenverkehr umstellen. Da hätten vermutlich sogar mehr Leute davon etwas, als wenn in bestimmten Stadtteilen zwar um 10 Uhr abends im 5-Minuten-Intervall die U-Bahn fährt, dafür aber sogar Linien wie 13A, 43, 48A im provinziellen 15-Minuten-Takt herumgurken.

sigi (Gast) - 26. Sep, 17:00

Was ich an Nachtbussen nicht mag

Die meisten Nachtbusse fahren ganz andere Linien, als es jene am Tag tun, und das ist nicht nur verwirrend, sondern man hat eigentlich gar keine Lust sich damit auseinanderzusetzen. Warum sollen denn nicht die gleichen Linien fahren.
Und bei U-Bahnen bleiben die LInine gleich. Jeder kennt sie. Daher wäre eine 24h U-Bahn durchaus zu überlegen mit maximalen 15 Minutigen Intervallen. Zusätzlich kann man dann sicher noch Buslinien, wie den 13A, etc. aktivieren, aber bitte nicht eigene Nachtbuslinien, die auch noch anders heißen. Besser auf bestehende Linien vom Tag zurückgreifen!

Man kann ja auch U- Bahnen z.B. nur im Stadtkern fahren lassen, und die Busse übernehmen dann die Fahrt in die Außenbezirke. d.h. verkürzte am Tag bestehende Linien aktivieren.

BraS (Gast) - 28. Sep, 09:33

Information

Wie wärs mit einer Aufklärungskampagne für alle, die mit mehr als 5 Linien überfordert sind?
kommt billiger, und hätte auch einen Werbeeffekt.

BTW: so viel anders sind die Nachtlinien gar nicht - die Zahlen entsprechen ziemlich flächendeckend denen der Tageslinien der Busse und Straßenbahnen
Wolfgang (Gast) - 28. Sep, 15:42

Mehr Infomaterial wär notwendig

Aufm pdf-Plan von den Wiener Linien sind nicht alle Gassen beschriftet, auf dem Stadtplan von wien.gv.at sind die Nightlines nicht drauf. Und es gibt halt schon große Unterschiede, wie z.B. bei den unterirdischen Linien. Der 62er fährt da logischerweise anders und ist noch dazu eingekürzt.

Ganz so offensichtlich ists nicht.
mark (Gast) - 28. Sep, 11:29

Wenn auf einer bestimmten U-Bahn-Strecke die Nachfrage besteht, dann sollte durchaus überlegt werden, diese auf den stärksten Streckenabschnitten auch in der Nacht fahren zu lassen (U6 südlich der Philadelphiabrücke wird als z.B. kaum nötig sein). Wenn schon so viel Geld in das U-Bahn-Netz investiert wurde, dann ist das auch schon egal, wenn zumindest ein paar davon profitieren. Schon am Abend werden ja ohnehin eher Kurzzüge geführt, welche die Kosten auch etwas senken.

Das müsste aber _zusätzlich_ zum bestehenden Nachtbusnetz geschehen, da sich sonst wegen zwangsweisem Umsteigen eben Verschlechterungen ergeben. Ebenso sollte aber auch die Einführung von Nacht-Straßenbahnlinien geprüft werden, und ein Kompromiss könnte auch ein U-Bahn-Betrieb bis 2h sein, wie schon gesagt.

Etwas Populismus kann natürlich gut zum Stimmengewinn sein - nur denkt die Zielgruppe der Grünen wohl doch eher etwas mehr nach als jene der ÖVP/FPÖ. Es sollte jedenfalls alles bedarfsgerecht sein, und vielleicht stellt sich ja auch heraus, dass um das Geld auch ein Betrieb mehrerer Bus- und Straßenbahn-Tageslinien im 10-15-Minuten-Intervall die ganze Nacht hindurch machbar ist.

sebastianb (Gast) - 28. Sep, 15:11

Schon seit langem

gibt es am Abend keine Kurzzüge mehr bei der U-Bahn.
VoiceFromEurope (Gast) - 29. Sep, 19:19

Reaktion?

So, jetzt haben wir hier gut zwei Dutzend negative Reaktionen.
Ist das nicht eine Gelegenheit für eine gemeinsame Antwort an alle hier?

Ich habe ja gar nichts groß dagegen, aber mich würde, wie ich schon auf Twitter geschrieben habe, *echt* interessieren, was denn nun FÜR die U-Bahn in der Nacht spricht. Wir tappen hier fast alle im Dunkeln.

Herr Chorherr?

Beat Hornstein

cc - 30. Sep, 07:40

@reaktion

kommt heut Nachmittag-da hab ich bissl Zeit.
c
Wolfgang (Gast) - 30. Sep, 09:37

Positive Rückmeldung

Von mir kommt eine positive Rückmeldung. Ich hätts weniger weit zur U-Bahn als zur Nightline. Ich wär aber auch mit Verlängerungen der Linien N58 oder N62 zufrieden.
//HR (Gast) - 30. Sep, 17:53

Busse statt U-Bahn

Es wäre wirklich besser, die Busse öfter fahren zu lassen statt der nur lokal verfügbaren U-Bahn. 5-10 Minuten weniger warten macht einen Riesenunterschied bei der Akzeptanz, vor allem, wenn's draußen kalt und/oder naß ist.

cc - 1. Okt, 08:35

diverse Antworten und ein paar Hintergründe

vorweg: danke für die gehaltvollen Kommentare, die einmal mehr zeigen, wie wichtig ein blog zur politischen Meinungsbildung sein kann. Auch für meine!
Diese Antwort hat ein wenig gedauert, denn ich ahne bereits, es wird das längste posting von mir in der Geschichte dieses blogs.
Und das dauert ein wenig.
Wohlan:

Vorweg ein paar "interne" Infos, meine Kolleg/innen werden mir hoffentlich nicht gram sein, aber es ist ja kein strenges Geheimnis.
Obige Gemeinderats-kurz-Debatte war eine aktuelle Stunde von der ÖVP beantragt.
Die ÖVP verlangte schon im Titel einen 24 h Betrieb der U-Bahn an Wochenenden.
Ich wurde von unserer Fraktion ersucht, dazu zu sprechen.
Und ich wollte meinen prinzipiell skeptische Haltung dazu zum Ausdruck bringen.
1.) gibts weitaus wichtigere Dinge im öffentlichen Verkehr (neue Strassenbahnlinien in Stadterweiterungsgebieten und ins Umland, Beschleunigung bei Ampeln, etc, etc.)
2.) ging ich davon aus, dass der U-bahnbetrieb in der Nacht ziemlich teuer sei, und es schlicht ineffizient sei, einen U-Bahnzug, der 1000 Menschen fassen kann so zwischen 4 und 5 Uhr früh mit max ein paar Dutzend Leuten durch Wien fahren zu lassen
3.) natürlich, so wollte ich argumentieren, sei es wahrscheinlich sinnvoll, den geänderten Lebensgewohnheiten von uns Städtern Rechnung zu tragen, und probeweise den Betriebsschluss der U-bahn am Freitag und Samstag ein bis zwei Stunden nach "hinten" zu verschieben.

Die Mehrheit des Klubs sah das anders.
(Achtung, jetzt kommt keine Ausrede, bitte weiterlesen)
Wenn die VP eindeutig pro Verlängerung ist, die SP (einmal mehr) klar Njet sagt, käme so eine differenzierte Haltung von uns einmal mehr als wischi-waschi rüber.
Ausserdem, so die Einschätzung der meisten, wollten das sehr viele Menschen, und unsere Position sei schwer vermittelbar.
Letztere Einschätzung teile ich übrigens, die meisten Menschen schätzen die U-Bahn, und ich sagte ich dem Klub, meine skeptische Position bleibe, aber so wichtig sei es mir auch wieder nicht, möge bitte jemand sprechen, der klar pro ist, ich sei es eben nicht.
Und ich liess mich, schon in der Früh, von der Rednerliste streichen.
Eines der grossen Vorteile des Gemeinderetaes ist, dass immer die Leiter jener Betriebe, über die gerade diskutiert wird, im Saal anwesend sind.
So sah ich einen der Direktoren der Wiener Linien, und war neugierig.
Um meine Vermutung zu untermaueren, wie teuer das sei, und um gegenzurechnen, was man damit Schlaueres tun könne ging ich zu diesem Direktor (da ich ihn nicht um Erlaubnis gefragt habe, spare ich mir hier seinen Namen) hin, grüßte freundlich und fragte ihn, was denn das koste.
Ich erwartete so 20 Mio aufwärts.
Seine Antwort verblüffte mich sehr: Bloß 2,5 Mio im Jahr, mit einem durchaus attraktiven Intervall.
Hmm.
Ich begann nachzudenken.
Dann fiel mir der letzte Gemeinderatsausschuß wieder ein, wo ohne jeglich öffentliche Debatte (ich glaube mein blog war das einzige Medium, wo darüber berichtet wurde) mit den Stimmen von SP/VP/F einfach so die besagten 110 Mio für die Gürtelverbreiterung beschlossen wurden.
Und dann dachte ich an all die enormen Ausgaben, die Wolche für Woche in dern Strassenverkehr, den Garagenbau etc fliessen, über den sich ausser uns Grünen keiner aufregt.
Und dann stellt sich die SP hin, und sagt: dieser U-Bahn-Wochenendnachtbetrieb ist zu teuer.
Darf man seine Meinung ändern?
darf man auch einmal zu einem Vorschlag "Ja" sagen, auch wenn er von einer anderen Partei kommt.
Um vergleichsweise lächerliche 2,5 Mio dürfen auch halbleere Züge durch die Nacht fahren.
Ich liess mich wieder auf die Rednerliste setzen und bezog mich wie oben auf die Verhältnismässigkeit der Kosten.

Jetzt zur Sache:
Die Debatte war kein Planungstreffen wei man den nachtverkehr im Detail organisiert, sondern eine politisiche Standortbestimmung.
Und ebenso, wie langer politischer Druck notwendig war, bevor die Nachtbusse kamen (die SP sagte damals immer, es sei zu teuer) ist es wichtig, auch in der Nacht die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs zu verbessern.
Drum geht es meiner Meinung nicht darum, die Nachtbusse zu ersetzen, sondern den Nachtverkehr zu verbessern.
Jetzt ein weiterer grundlegender Einschub:
Unsere generelle Haltung zur U-Bahn.
Ich kenne seit Jahren die Debatte und hab mir auch dabei auch Gegner geschaffen.
Es gibt eine kenntnisreiche Gruppe von Fans des öffentlichen Verkehrs, die grundaätzlich gegen U-Bahnen sind (Hauptkritikpunkt hohe Errichtungskosten, und Qualitätsverlust in der Fläche)
mit diesen habe ich harte Sträusse ausgefochten, weil ich mich ihrer prinzipiellen Kritik nicht angeschlossen habe.
Sondern:
Für U--Bahnen bin, wo sie sinnvolle Stadterweiterung vorantreiben (U2-Verlängerung), diese aber ablehne, wo sie mehr als fragwürdig ist: so lehne ich z.B. die u6 Verlängerung nach Stammersdorf ebenso ab, wie die U1 bis auf die Äcker von Rothneuneusiedl, wo es nioch nicht einmal ein vernünftiges Entwicklungskonzept gibt.
Ich weiss aber, dass es schwer ist, als Gegner des überbordenden Autoverkehrs gegenüber Anrainern eine U-Bahn Verlängerung zu kritisieren.
Aber manchmal muß man Menschen etwas "zumuten" und ich bleibe dabei.
Und irgendwie hab ich das Gefühl, diese prinzipielle U/Bahnkritik taucht auch wieder in dieser Debatte auf.
Also:
1.) kein Ersatz der Nachtbusse (diese kosten übrigens 6 Mio Euro im Jahr)
2.) Probiere wir das mit der U-Bahn einfach aus, die kosten sind vergleichsweise bescheiden
jetzt meine zwei wichtigen Argumente
3.) die Menschen kennen die Linienführungen der U-Bahnen, die bereits einen grossen Teil der Stadt abdecken - ausserdem kann man das Fahrrad mitnehmen, viele gelegentliche Nutzer kennen die Nachtbuslinienführung nicht, und beim Umsteigen kann man enorm viel Zeit verlieren.
So könnte es gelingen, derzeitige Autofahrer (wg Alkoholkonsum etc.) zu U-Bahn zu bringen, die schlicht deutlich mehr geschätzt wird, als Busse
4.) Ausserdem ist es (Winterhalbjahr) weitaus angenehmer im Warmen auf eine U-Bahn, als in der Kälte auf einen Bus zu warten.

Letztlich: All das erhöht den Druck auf die SP sich selber etwas einfallen zu lassen.
Wenn letzlich herauskommt, der Betriebsschluß wird nach hinten verlegt und die Intervalle der Nachtbusse verkürzt, solls mir auch recht sein.

Abschlussfrage. Warum regt soviele hier der U-Bahnbetrieb in der Nacht auf, nicht jedoch 110 Mio für noch mehr Autos in der Stadt.
PS: Danke fürs geduldige Zuendelesen

Oliver Lehmann (Gast) - 1. Okt, 09:10

Vorbild Schweiz

Wer's nicht glaubt, kann ja versuchen sich die 3 Sat Doku von gestern abend zu besorgen. Zitat: "Das S-Bahn-Nachtnetz der Region Zürich ist seit seiner Einführung 2002 ein Renner bei den Jugendlichen: Am Wochenende sind 96 Prozent aller Gemeinden auch nachts mit einem regelmäßigen Taktfahrplan erreichbar." Die Doku war schon sehr überzeugend – un den Schweizern werden wir alle zubilligen, dass sie mit öffentlichen Mitteln eher sparsam umgehen.

TV-Programm: Mittwoch, 30. September20:15 - 21:05 Uhr
Dokumentation
unterwegs
Der öffentliche Verkehr in der Schweiz
Film von Ernst Buchmüller
Schweizer sind Weltmeister im Bahnfahren. Für den Weg zur Arbeit benutzen sie aber auch Bus, Tram, Schiff oder Bergbahn. In keinem anderen Land ist das öffentliche Verkehrsnetz so gut ausgebaut und so verlässlich. Der Staat investiert pro Jahr ebenso viel Geld in den öffentlichen Verkehr wie in die Landesverteidigung. Das Herzstück des Schweizer Verkehrsystems ist der gesamtschweizerische Fahrplan, der seit 25 Jahren vom "Père de l’Horaire",Werner Wildener, und seiner Crew erarbeitet wird. Schiffe gehören im täglichen Pendlerverkehr als Transportmittel selbstverständlich dazu, und so sind auch Kursschiffe ganzjährig im Einsatz. Das S-Bahn-Nachtnetz der Region Zürich ist seit seiner Einführung 2002 ein Renner bei den Jugendlichen:
Am Wochenende sind 96 Prozent aller Gemeinden auch nachts mit einem regelmäßigen Taktfahrplan erreichbar. Damen und Herren aus den Vorstandsetagen internationaler Firmen und eidgenössische Politiker verzichten auf Dienstwagen und reservierte Firmenparkplätze und benutzen mit einer Selbstverständlichkeit den öffentlichen Verkehr.
Aber auch für den Tourismus spielt der öffentliche Verkehr eine wichtige Rolle: Damit die steilste Zahnradbahn der Welt schon im Mai auf den Pilatus fahren kann, wird das Trassee auf fast 2.000 Höhenmetern seit 120 Jahren jeweils in Handarbeit vom meterhohen Schnee befreit.

Ernst Buchmüller macht die Probe aufs Exempel und reist mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Schweiz.
Nico (Gast) - 1. Okt, 09:32

bzgl. "Vorbild Schweiz"

Hier in Zürich fährt unter der Woche nach 00:30 aber überhaupt nichts öffentliches mehr. Am Wochenende (Fr. und Sa.) fahren Nachtbusse STÜNDLICH, für diese werden zudem unglaubliche Fantasiepreise verlangt. Soll heissen man muss nicht nur umgerechnet etwa 2,20€ für ein Ticket bezahlen, sondern zudem noch 3,50€ "Nachtzuschlag", macht insgesamt 5,70€ um mit Öffis Nachts und nur am Wochenende nach Hause zu kommen. Diese Rechnung bezieht sich auf INNERZÜRCHER Verkehr, also Kernzone, nicht Peripherie. Ich denke sich hier die Schweiz (oder zumindest Zürich) als Vorbild zu nehmen wäre ein Fehler, da man in Zürich sogar mit dem Taxi günstiger nach Hause kommt als mit dem Nachtbus (sofern man zu zweit unterwegs ist).
In Zürich fehlt ebenso ein vergünstigtes Jahresticket für Studenten und Schüler. Da ist Wien schon eher ein Vorbild was die Attraktivität des Umstiegs von PKW auf ÖV betrifft.
Wolfgang (Gast) - 1. Okt, 09:34

Danke für das tolle Posting

Kann mir auch gut vorstellen, dass es einen Versuch wert ist.
Dass Hobby-Stadtplaner die U-Bahn nicht mögen, liegt wohl daran, dass mit dem U-Bahn Ausbau fast immer Streckeneinstellungen im Straßenbahnbetrieb einhergehen. Das ist dann für den Verkehr im Nahbereich ganz schlecht.

Inwiefern das dann die Nightlines betreffen würde, ist natürlich die Frage. Ich denk aber schon, dass dann nicht jede Linie, die irgendwo fast bis zur Stadtgrenze fährt, am Ring starten wird. Das mag für viele ein Nachteil sein, wär aber verschmerzbar.

Dass das U-Bahn Netz gerade von Gelegenheitsfahrern geliebt wird, liegt wohl nur daran, dass es überschaubar ist. Da fahren dann die Leute von der Kettenbrückengasse zur Neubaugasse mit zweimal umsteigen, anstatt einen kleinen Spaziergang zu unternehmen.
michaelpuermayr (Gast) - 1. Okt, 09:43

also....

...wenn die U-Bahnen sozusagen zusätzlich zu den Nachtbussen (welche dann natürlich andere Strecken fahren müssten/könnten) eingesetzt wird, ist das perfekt.

Die Nachtbusse fahren andere Routen und erschließen somit zusätzliche Fläche, die U-Bahn hält das gewohnte Kernliniennetz ganztägig aufrecht. Finde ich gut so.
H. Prillinger (Gast) - 1. Okt, 12:00

ok,

diese Erklärung ist nachvollziehbar; die Sachlage leidet offensichtlich unter der verkürzten Darstellung.

Ich denke, die U-Bahn-"Gegner" sind nicht wirklich gegen die U-Bahn; es geht wohl mehr um einen sinnvollen, verhältnismäßigen Einsatz der Mittel. Für die Kosten eines U6-Baues nach Stammersdorf kann man die Linie 31 weiter beschleunigen und könnte in Floridsdorf (wenn der Bezirsvorsteher sich nicht mit Händen und Füßen dagegen wehren würde) noch ein sehr brauchbares Straßenbahnnetz mit den im Verkehrs-Masterplan vorgesehenen Straßenbahn- und Buslinien umsetzen, von dem ein wesentlich größerer Teil der dortigen Bevölkerung profitieren würde, und das eine wesentlich nachhaltigere Wirkung auf die Verkehrsmittelwahl hätte.

Es geht nicht darum, dass die U-Bahn böse wäre (ist sie nicht), aber das Problem ist, dass den Wiener Linien beim Betrieb unrentabler U-Bahn-Strecken enorme laufende Kosten entstehen, die anderswo (und hier leiden v.a. die Intervalle im Oberflächennetz) wieder eingespart werden müssen.

Dazu kommt, dass manche Politiker jeglichen Realitätssinn in Bezug auf die U-Bahn vermissen lassen -- erst letzte Woche wurden wieder die U1 Gerasdorf, U3 Schwechat, U6 Mödling gefordert. Der notwendige dreigleisige Ausbau der Südbahn bis Mödling, die Verdichtung des Intervalls der S7 zum Flughafen und die Verlängerung der Linie 6 nach Schwechat stehen hingegen nicht einmal zur Debatte, obwohl letzteres ebenso im Verkehrs-Masterplan enthalten ist.

Apropos Verkehrs-Masterplan: warum werden die darin enthaltenen U-Bahn-Strecken zügig gebaut, die ebenso darin enthaltenen Straßenbahn- und Busprojekte jedoch ewig aufgeschoben oder sogar gestrichen (nach der Verlängerung der Linie 65 ist nun auch jene der Linie O gestorben)?

Dass der Autoverkehr in Wien zu sehr gefördert wird, braucht nicht debattiert zu werden. Sowohl die U-Bahn als auch die sinnlose Radwegplanung dient schließlich auch wesentlich dazu, die Straßen für noch mehr Autos freizubekommen.
Wolfgang (Gast) - 1. Okt, 13:30

Die Landesgrenze

Die Landesgrenze ist bei solchen Projekten wie dem 6er nach Schwechat sicher auch ein großes Hindernis. An der U6 haben ja NÖ und Wien schon mal herumgestritten.

Interessant auch, wer hier aller auftaucht. ;)

Leider muss ich auch dem letzten Absatz zustimmen, wobei ich manche Projekte, wie den teilweise sehr verrissenen Wien-Radweg nicht so schlecht finde. Mal sehen, wie viel dort los ist, und wie sehr die Fußgänger stören.
Roland Giersig (Gast) - 1. Okt, 13:31

Masterplan erforderlich

Was sehr wesentlich ist: nur einfach die U-Bahnen die ganze Nacht fahren zu lassen bringt nichts, wenn nicht ein neues Gesamt-Konzept zwischen U-Bahnen und Nachtautobussen bzw. AST erstellt wird.

Die Nachtautobuslinien sind ja dazu ausgelegt, die U-Bahnen zu ersetzen, daher ist es unabdingbar, sich auch über eine Umverteilung der Linienführung Gedanken zu machen. Das kann dann beispielsweise zu einer Taktverdichtung der Busse führen, ohne dass tatsächlich mehr Busse fahren, einfach weil ein Teil von den U-Bahnen übernommen wird.

Also: Nacht-U-Bahnen ja, aber nur in einem Gesamtkonzept!

Übrigens: vor einer Erweiterung der U-Bahn-Linien über die Stadtgrenzen hinaus "schützt" uns witzigerweise die EU... :-)
BraS (Gast) - 1. Okt, 15:43

prinzipielle U/Bahnkritik

ja, es mag sich um prinzipielle U-Bahnkritik handeln, aber zurecht.
Im schütteren Nachtverkehr ist das System U-Bahn ebenso falsch eingesetzt, wie an der Peripherie.

Zu den vergleichsweise bescheidenen Kosten:
Der Nachtbusverkehr kostet (gemittelt) 16.000 € pro Nacht. Der U-Bahn-Betrieb (wenn die 2,5 Mio für den Wochenendbetriebe gelten) pro Nacht 24.000 €.
Für das Geld, das die Nacht-U-Bahn kostet, kann man also das Bussystem mehr als verdoppeln!! Also, höhere Flächendeckung und/oder verringerte Intervalle.

Es mag auch sein, dass die Kosten im Vergleich zu Straßenbauten minimal sind. Das ist aber der falsche Vergleich. Der richtige sollte lauten, was kann ich um 2,5 Mio€ im ÖV nicht alles verbessern, wovon ungleich mehr Fahrgäste profitieren, als davon, dass man den Nachtverkehr auch untzer dem U-Label vermarkten kann.
VoiceFromEurope (Gast) - 2. Okt, 00:06

@BraS

Naja, aber dazwischen gilt es noch, Politik zu machen, vor allem seitens der SPÖ.

Es ist ja nicht so, dass die SPÖ grade versprochen hat, 2.500.000 Euro für den ÖV auszugeben. Im Gegenteil, man muss diese erst der SPÖ abringen -- und das gelingt wohl eher mit öffentlichkeitswirksamen Projekten, von denen sich auch die SP was verspricht, grad vor den Wahlen…

So gesehen kann ich die Position von Herrn Chorherr gut nachvollziehen.
tawa (Gast) - 1. Okt, 11:09

nacht u - bahn

wieso macht man es nicht so wie in der schweiz ?
man erstellt zuerst den fahrplan und wieviele fahrzeuge man braucht !
wie die nachtarbeit auf der strecke ( gleisen , stellwerk ) verteilt wird !
wenn dieses alles abgeschlossen ist , kann man über die einführung eine nacht u- bahn verhandeln , oder ?

sg (Gast) - 1. Okt, 12:53

danke für die ausführliche antwort und die damit einhergehende erklärung

ich denke auch, dass derzeit niemand sagen kann wie sich ein durchgehender u-bahn betrieb entwickeln wird, glaub nicht, dass es dazu belastbare untersuchungen gibt, oder?

und wie cc schon des öfteren erwähnt hat, wenn mrd. für unfähige banken, millionen für straßen oder millionen provisionen für die buberl partie vorhanden sind, dann wird doch zumindestens ein einjähriger probebetrieb möglich sein

Wolfgang (Gast) - 25. Mrz, 10:50

Stadtplan auf wien.gv.at

Nachdem ja seit kurzem beim Stadtplan auf wien.gv.at die Radwege nach Typ getrennt eingezeichnet sind, und auch die Abstellanlagen drin sind (haben das die Grünen urgiert?), wärs auch Zeit, mal den öffentlichen Nachtverkehr einzuzeichnen, immerhin gibts ja jetzt zwei verschiedene, und die verzerrten Schematischen Pläne sind beim abschätzen der Fußwege doch ein bisschen anstrengend.
Im Feedback-Formular hab ich das damals schon in der Beta-Phase vorgeschlagen, hat aber nix gebracht.

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