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Schröder vs Merkel

nur eine kurze Anmerkung zur Fernsehdebatte:
Was mir auffällt, ist der eklatante Niveauunterschied zwischen Debatten in Deutschland und unseren "heimischen".
Präzision der Debatte, Schärfe der Argumente, rhetorischer Ausdruck, in der Politik wie bei Interviews nach Fussballspielen:
Der Unterschied ist (leider)gewaltig

Der gekaufte Journalismus

In Spectrum der Wochenendausgabe der Presse findet sich ein kluger Artikel von Ernst Sittinger, den wir genauer lesen sollten.
Ich habe ein paar Zitate herausgenommen, die v.a. auf darauf Bezug nehmen, dass das, was wir lesen und sehen immer öfter schlicht und einfach gekauft ist, ohne dass wir es merken.
Statt sichtbarer Inserate gehen "ums Geld raufende Medien" immer stärker darüber über "Beilagen" zu produzieren, die nach unabhängigem Journalismus ausschauen, letzlich aber einfach bezahlte Lobbyarbeit darstellen.
Selten wird diese extrem gefährliche Entwicklung thematisiert.
Beispiele dazu: Der Immobilientteil derselben Presse ein paar Seiten weiter hinten.
Oder der (heute Sonntag) erscheinende "Wohnkurier"
Eine Beilage, die vorgibt journalisisch unabhängig zu berichten, in der man aber klarerweise niemals irgendein kritisches Wort zur Wiener Stadtentwicklung finden wird, die "Besteller", die Stadt Wien und die Bezahler der Beilage (Wohnbaugenossenschaften, die sich wiederum bei der Stadt Wien um Wohnbauförderung anstellen) haben daran keinerlei Interesse.


Anbei einige Zitate aus Sittingers Artikel:

Doch mittlerweile hat sich der Wind gedreht. Die Medien dominieren nicht mehr, sie werden ihrerseits dominiert. Es scheint so, als liefe der Journalismus Gefahr, an seinem eigenen Erfolg zu scheitern: Gerade deshalb, weil er für die Gesellschaftsgestaltung so wichtig ist, wurde er für die Gestalter der Gesellschaft zum Objekt der Begierde.


Ein Sturm unterschiedlicher Lobby-Begehrlichkeiten fegte durch die Redaktionen. Dieser Belastungsprobe waren die redaktionellen Strukturen nicht gewachsen, und sie sind es in weiten Teilen bis heute nicht.

Die Schutzdämme zur Wahrung der journalistischen Unabhängigkeit waren immer schon auf Sand gebaut, weil darunter stets die ökonomische Abhängigkeit der Medien von ihren Geldgebern durchschimmerte. Auch Medien, die Gewinne erwirtschaften, sind anfällig für den "Durchgriff" kommerzieller Interessen.


...

Die traditionelle journalistische Autonomie wird unterspült und weggeschwemmt.
...
Dass es mittlerweile weit mehr Pressesprecher gibt als Journalisten, ist signifikant für die Kräfteverschiebung im öffentlichen Raum. Die Aufrüstung der PR-Branche beschränkt sich nicht auf Personen und Ressourcen, sondern umfasst auch das Arsenal der Methoden. Medienbeeinflussung tritt vermehrt in Form von strategisch durchgeplanten Kampagnen auf, die mit gewaltigem Finanzaufwand in die mediale Landschaft geknallt werden. Die Grundaussagen werden von Strategieberatern geformt, von Werbeagenturen in attraktive Botschaften verpackt und anhand von Medieneinsatzplänen öffentlich verbreitet. Dabei setzt man auf "integrierte Kommunikation" - angefangen von klassischen Inseraten über Pressekonferenzen, Journalistenseminare, Reisen und Themen-Incentives bis hin zu "Medienpartnerschaften", bei denen die Grenzen zwischen Journalismus und Werbung gezielt verschwimmen.

...

Die Deutsche Bank ließ auf ihrer Hauptversammlung 2005 eine hauseigene Fernsehkamera mitlaufen, der Zutritt für unabhängige Journalisten und Kameraleute war verboten. Das zensurierte Bildmaterial wurde von der öffentlich-rechtlichen ARD in den Hauptabendnachrichten ausgestrahlt.

USA:Die Wiedergeburt des Staates?

Die Bilder aus den Südstaaten schreien uns an:
Das passiert, wenn die herrschende Ideologie: "Mehr privat-nieder mit dem Staat" in die Praxis umgesetzt wird.
Es sind die Armen (fast ausschliesslich mit schwarzen Hautfarbe), die dann die Rechnung bezahlen.
Mehr privat-nieder mit dem Staat heisst:
Kaum Geld da für öffentliche (böse, kommunale) Investitionen: öffentliche Verkehrsmittel, Feuerwehr, Schulen, Wasserleitungen, Dämme, eben alles staatliche.
Dafür ist immer mehr Geld da für Steuersenkungen, von denen "die Leistungsträger" profitieren.
Diese "well offs" in den USA (oder sonstwo in der Welt) setzen sich dann ins eigene Auto und fahren weg.
Sie haben Zugang zu Information, können sich sonstwo einmieten, sie haben kein Problem.
Die "nicht well offs" bleiben zurück.
Schreien wir heute und dann denken wir nach: Das passiert, wenn "das Staatliche" in seienr Gesamtheit erst dämonisiert, dann ruiniert wird.
Das haben die USA vorgezeigt, jetzt zahlen die Armen dafür. Mit ihrem Leben.
Die Konsequenz?
Öffentliche v.a. kommunale Investitionen sind vielleicht doch wichtig!
Nur "den Staat" schlechtmachen und ihm das Geld wegnehmen, damit es jene bekommen, die ohnehin schon viel davon haben ist äussert kurzsichtig und endet zwangsläufig in Zuständen wie New Orleans.
Hoffentlich schafft es eine politische Öffentlichkeit in den USA aber auch in Europa diesen Zusammenhang herzustellen.

"...neu über die Dinge nachdenken"

Der Titel dieser Rubrik heißt "Kontroverse". Insofern können nicht nur, sondern sollen Beiträge von Gastautoren provozieren, Widerspruch auslösen, jedenfalls aber zum Nachdenken und zum Diskurs anregen. In diesem Sinne freue ich mich, dass Wolfgang Hagmann, Geschäftsführer der Werbeagentur freude, die derzeit die Kampagne der Wiener Grünen betreut, meiner Einladung gefolgt ist, einen Beitrag zu verfassen.

Wolfgang Hagmann, Geschäftsführer von freude
Senke die Steuern für Reiche. Dann hast du mehr Geld für Arme.

Neulich im Fernsehen: Dokumentation über einen Schweizer Kanton: Schaffhausen ist nicht besonders reich, nicht besonders schön, nicht besonders beliebt. Also ist das Leben in
Schaffhausen nicht besonders toll. Das war es zumindest: Denn seit einiger Zeit gibt es mehr Kindergärtenplätze, mehr Lehrerinnen und Lehrer, mehr soziale Unterstützung für Bedürftige.
Und: Es gibt mehr Reiche. Dahinter steckt eine neue politische Idee: Man ködert Bestverdiener mit besonderen Steuervorteilen, sich in der Stadt anzusiedeln. Damit steigt das Steueraufkommen insgesamt. Und dieses zusätzliche Steuergeld steckt man in soziale Einrichtungen. Außerdem:
Die soziale Kluft zwischen Arm und Reich existiert plötzlich nicht mehr. Die Armen sind froh, dass es viele Reiche für mehr soziale Einrichtungen gibt, und die Reichen freuen sich über Steuervorteile und wahrscheinlich auch darüber, dass mit ihren Steuern sinnvolle Dinge bezahlt werden.

Jetzt werden viele aufjaulen. Frechheit! Präpotenter Umgang mit sozial Schwächeren etc. etc.
Aber: Kann man gegen so ein Modell, das für alle Beteiligten funktioniert, etwas haben?
Was ich damit kommunizieren will: Auch Wien braucht neue und spannende Ideen statt immer dasselbe Fahrwasser. Wie kommt man dazu? Indem man neu über Dinge nachdenkt, alte Denkmuster und Vorurteile beerdigt, offen und mutig an die Dinge herangeht. Das erwarte ich von Politikern an sich, unabhängig von der Farbe.


Wolfgang Hagmann ist Geschäftsführer der Werbeagentur Freude.

Die Lösung steht in der Molkereistrasse

Steigende Heizölpreise - Klimawandel?
Wo sind die Lösungen, werde ich oft gefragt.
Sie liegen vor der Haustüre, man muss nur die Augen aufmachen.
Gestern hab ich mir ein Student/innen-heim in der Molkereistrasse (Wien Leopoldsstadt) angeschaut, das dieser Tage eröffnet wird;
errichtet in Passivhausbauweise vom Vorarlberger Architektenduo Baumschlager Eberle.
"Passivhaus" heisst: Durch optimale Dämmung und ein Lüftungssystem, das verbrauchte Luft absaugt, deren Wärme (im Winter) jedoch auf die Frischluft überträgt, sinkt der Heizbedarf auf ein unglaubliches Minimum.
Das Heim bietet rund 280 Studierenden aus aller Welt Platz, und elegant ist es ausserdem.

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Das darf nicht die seltene Ausnahme, sondern muss die Regel sein.
So einfach ist es!

Warum der Ölpreis weiter steigen muss

PEAK OIL, dieses Wort sollten wir uns merken;
und bevor man "schon wieder so ein Blödsinn" ruft, zumindest ein paar Minuten den Argumenten zuhören.
Peak oil heisst: Ab ca der Hälfte der Förderung eines Ölfeldes geht die produzierte Menge, wie bei einer Glockenfunktion zurück.
Um ein Bild zu bemühen: Man drücke eine frisch aufgeschnittene Orangenhälfte; erst rinnt der "Saft" üppig, später muss man schon fester drücken, und trotzdem kommt immer weniger.
Fast alle Ölfelder belegen diese Glockenfunktion.
Ebenso jedoch auch Länder in ihrer Gesamtheit.
Bis Anfang der 70er Jahre stieg die Förderung der USA.Und trotz Alaska, trotz intensivster Bemühungen, trotz neuer Fördertechnologien, trotz Tiefseebohrungen, seitdem sinkt die Förderung jedes Jahr.

lundb_peak

Aber nicht nur in den USA sinkt die Förderung (Österreich hatte Mitte der 50er Jahre seinen "peak")
Seit wenigen Jahren sinkt auch die Förderung in der Nordsee.Und sehr viele weitere Länder produzieren "post peak"

zittel_peakoil

Und wer genau die Publikationen der Erdölmultis studiert, bemerkt, dass auch sie zwar nicht darüber reden wollen, aber im Prinzip längst dasselbe wissen:
Die Ölproduktion wird sinken.
In der Darstellung von exxon sieht das dann so aus:

exxonmobil2004feb_6

Die "existing" Produktion sinkt deutlich, also erfindet man schlicht neue Felder.
Obwohl, eine weitere Tatsache zwar immer neue Felder gefunden werden, diese aber immer kleiner und unergiebiger sind.
Obige Graphik geht davon aus, dass mehr als ein ganzes Saudiarabien gefunden wird.Realistisch?

Peak Oil: Öl geht nicht aus, aber sehr bald wird die weltweite Förderung zurückgehen.
Dabei beginnen China und Indien und die anderen gerade erst mit ihrer Industrialisierung.
All das, und das sollte die Politik endlich begreifen heisst: Die Steigerung der Ölpreise hat eben erst begonnen.
Gewinnen werden jene Länder und Städte, die sich brechtzeitig darauf einstellen.
Denn dass es technisch geht, VOLLSTÄNDIG auf erneuerbare Energie sowie höchste Energieeffizienz umzusteigen ist inzwischen hinreichend bewiesen.
Why the hell müssen im Holzland Österreich 900 000 Haushalte mit Öl beheizt werden?
Mit Holz-Pellets ginge das vollautomatisch, umweltfreundlich, kostet (Betriebskosten) heute bereits die Hälfte von Heizöl, und die heimische Wertschöpfung (vom Wald bis zu den Kesselherstellern)bedeuten.
Und das ist nur ein Beispiel unter hunderten.
Her mit einem Plan B!

Habe eine Zusammenstellung weiterer Informationen zu Peak Oil für eine Präsentation gemacht: bei Interesse siehe
peak oil praesentation (pdf, 2,743 KB)

Und noch zwei Linktipps:
Von ihm hab ich sehr viel gelernt. M. Simmons ist ein anerkannter US-amerikanischer Investmentberater mit Schwerpunkt Energie.
Von seinen leicht verständlichen, sehr gut gemachten power-point Vorträgen lernt man sehr sehr viel. In unseren Medien ist davon kaum etwas zu lesen.

ASPO, die Association for the Study of Peak Oil & Gas, bietet regelmäßige Informationen zu diesem brisanten Thema.

was muss noch passieren?

Die Bilder aus dem Süden der USA lassen niemand unberührt.
Die Bilder der Zerstörung aus Tirol und Vorarlberg sind noch in Erinnerung.
Und wie weiter?
Wir wissen, dass diese Häufung von "Naturkatastrophen" mit dem Treibhauseffekt zu tun hat, der v.a. durch das Verbrennen von Öl, Gas un Kohle angeheizt wird.
Die renommierte IEA (international energy agency) zeigt wie`s weitergeht.

IEA_graphil

Wenn nicht ein grundlegender Politikwandel Richtung Energieeffizienz und erneuerbare Energieträger einsetzt (v.a. in reichen Ländern wie Österreich, die sowohl die Technologien, als auch das Kapital haben, solches umzusetzen), wächst der CO2 Ausstoss weiter, und die Naturkatastrophen werden immer mehr und mehr.
Oder?
V.a. dadurch, dass jetzt Länder wie China oder Indien zu ein wenig Wohlstand kommen , und deswegen dort der Energiebedarf kräftig wächst.
Wie sehr unser "industrialisierter" Energiehunger KEIN Modell für die Welt sein kann zeigt sich hier:

energieverbrauch_welt

Was also muss noch passieren, damit sich etwas ändert.
Um mich zu wiederholen: Wär nicht ein Wahlkampf in einer angeblichen "Umweltmusterstadt" wie Wien ein hervorragender Anlass, über konkrete Projekte dieser Energiewende zu diskutieren.
Hier soll es wenigstens versucht werden.
PS: Im Juli letzen Jahres gab es auch verheerende Überschwemmungen. Hunderte Tote und Millionen (!) Obdachlose waren die Folge.
Es war aber "nur" in Bangladesh.
Deswegen hats die Weltöffentlichkeit kaum interessiert.

Nicht die „Ausländer“, sondern Gehrer&Co ruinieren die Unis

Jetzt denkt Gehrer in der Presse über Uni-Ausländerquoten nach und versucht einmal mehr vom Hauptproblem der österreichischen Unis abzulenken.
Folgendes muss man sich immer vor Augen halten:
Diese Regierung hat seit 1999 die Ausgaben für die Hochschulen gekürzt und deswegen ist das Hochschulbudget (in Prozent des BIP) im Zeitraum von 1999 bis 2002 von 1,22% auf 1,02% zurückgegangen. Schlag nach bei Orwell: Wer Krieg führt, nennt sich Friedensministerium. Wer die Wissensgesellschaft fördern will, schwafelt von der „Weltklasseuni“ und kürzt bei den Hochschulen.
florida_population21
Zur Graphik: Österreich ist bei der Akademikerquote im europäischen Vergleich Vorletzter.
Quelle: europe_in_the_creative_age_2004 (pdf, 798 KB)

Weiter mit Zahlen, denn sie rauben den Atem, v.a. den Universitäten, und sie sind das Problem, und nicht die „Ausländerflut“.
Im OECD Schnitt wird 1,6% des BIP für Hochschulen ausgegeben, bei uns deutlich weniger (siehe oben).
Im OECD Schnitt treten 45% eines Jahrgangs ein Studium an, im Land des PISA-Siegers Finnland gar 71%, bei uns bloss 30%.
Im OECD Schnitt liegt die Akademikerquote bei 23%, hierzulande bei 14%, und wir zählen damit klar zu den Schlusslichtern.
Die Lösung kann daher nur lauten:
Investitionen in Bildungseinrichtungen (die Infrastruktur des 21. Jhdts) müssen Vorrang vor der Infrastruktur des 19. und 20 Jhdts (Strassen, Kanäle) haben.
Die Unis brauchen viel, aber v.a. eines: deutlich mehr Geld.
Und Österreich brauch nicht weniger sondern mehr Studierende.
Aus dem In- wie aus dem Ausland.
Dass junge Menschen nicht nur in ihrer „Heimat“ studieren, sondern auch „ins Ausland“ gehen, ist zu fördern, nicht zu begrenzen.
Das Erasmus-Programm ist eines der erfolgreichsten Initiativen der EU, und ist weiter zu auszubauen.
Österreich ist kein armes Land, leistet sich Abfangjäger, eines der dichtesten Autobahnnetze der Welt und in vielen Bereichen neun parallele Verwaltungen.
Wer bei Unis und Schulen spart, ruiniert unsere Zukunft.

Die Umwelt braucht keinen Umweltschutz

Katrina & New Orleans oder das "1000 jährige" Hochwasser in Vorarlberg.
Gleichzeitig beginnt der Wiener Wahlkampf.
Scheinbar hat dieser nichts mit den Naturereignissen zu tun.
Es ist mir unbegreiflich, wie die Politik das Wesentliche ignoriert.
Das Wesentliche:
Der Treibhauseffekt ist längst im Gange, das ist unstrittig.
Es wird wärmer, Ursache ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Verbrennen fossiler Energie (allgemein: unser "industrialisierter" Lebensstil)
Dabei ist es "bloss" ein Viertel der Menschheit, die derart viel Öl, Kohle oder GHas verbrennt.
Rund 2 Mrd Menschen haben überhaupt keinen Zugang dazu, weil sie so arm sind.
Und die anderen 75% wollen genau das, was wir haben: Eiskasten, Licht, Auto.
Deswegen, wenn nicht ein grundsätzlicher Wandel einsetzt, wird der Verbrauch an Öl und Kohle weiter wachsen.
China und indien, (die der derzeit pro Kopf einen Bruchteil von uns verbrauchen) zeigen unsere Zukunft.
Das heisst: Es wird noch viel viel wärmer, wenn wir nicht ganz anders agieren.
Und wer nur ein bisschen nachdenkt wird erkennen: Die "Naturkatastrophen" werden dann weiter zunehmen.
Warum?
In aller Kürze:
1.)Wärmere Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf (die Regenmengen nehmen zu)
2.)Je wärmer die Luft, desto höher im Sommer die Schneefallgrenz. Was früher einige Tage als Schnee in den Alpen gespeichert liegen blieb, kommt jetzt und morgen noch mehr als Sturzflut sofort ins Tal.
Mit allen Konsequenzen.
All das wissen wir.
Und was so absurd ist, weil kaum Relevantes sich ändert: Es gibt die Alternativen.
Und die heissen eben nicht auf Wohlstand verzichten, sondern mittels neuer Technologien den Verbrauch an fossiler Energie drastisch reduzieren und auf erneuerbare, solare Energie umsteigen.
Beides kann man "wählen".
z.B. Die "Passivhaustechnologie", Häuser, die nicht Energie verbrauchen, sondern Energie erzeugen.
Hier kann man sich die vielen Beispiele in Österreich anschaun
Dafür, und für die vielen vielen anderen Alternativen müsste die Politik den Weg bereiten, darum streiten, öffentlichkeit schaffen und Lobbies in Schranken weisen.
Aber weder in den Medien, wo wir uns bloss an den Zerstörungen weiden, noch in der Spitzenpolitik ist das ein zentrales Thema.
Der "Natur" als solches ist ein Hurrikan ebenso egal, wie ein total verändertes Klima.
"Die Natur" hat über die Jahrmillionen ganz anderes bereits erlebt.
Und sich angepasst bzw verändert.
"Der Natur" ist es egal ob Alpentäler bewohnbar sind.
Die Frage ist, wie WIR leben wollen.
Und so, wie wir Verkehr und Wohlstand in Europa/Nordamerika organisieren, kann es kein Weltmodell sein.
Dieser Umbau, der technisch und wirtschaftlich möglich ist, soll Nr 1 Priorität haben.
Sonst?
Siehe UDSSR 1985

wunderbare Rede von Steve Jobs

diese Rede von tausenden Stanford Student/innen ist berührend und klug
(und in aller gebotenen Bescheidenheit: Meine Thesen 6 und 8 sind hier beispielhaft begründet)
gefunden samt audio (anhören!!)und video file hier

deutsche Übersetzung hier

c.c.


'You've got to find what you love,'
von Steve Jobs


I am honored to be with you today at your commencement from one of the
finest universities in the world. I never graduated from college. Truth
be told, this is the closest I've ever gotten to a college graduation.
Today I want to tell you three stories from my life. That's it. No big
deal. Just three stories.

The first story is about connecting the dots.

I dropped out of Reed College after the first 6 months, but then stayed
around as a drop-in for another 18 months or so before I really quit. So
why did I drop out?

It started before I was born. My biological mother was a young, unwed
college graduate student, and she decided to put me up for adoption. She
felt very strongly that I should be adopted by college graduates, so
everything was all set for me to be adopted at birth by a lawyer and his
wife. Except that when I popped out they decided at the last minute that
they really wanted a girl. So my parents, who were on a waiting list,
got a call in the middle of the night asking: "We have an unexpected
baby boy; do you want him?" They said: "Of course." My biological mother
later found out that my mother had never graduated from college and that
my father had never graduated from high school. She refused to sign the
final adoption papers. She only relented a few months later when my
parents promised that I would someday go to college.

And 17 years later I did go to college. But I naively chose a college
that was almost as expensive as Stanford, and all of my working-class
parents' savings were being spent on my college tuition. After six
months, I couldn't see the value in it. I had no idea what I wanted to
do with my life and no idea how college was going to help me figure it
out. And here I was spending all of the money my parents had saved their
entire life. So I decided to drop out and trust that it would all work
out OK. It was pretty scary at the time, but looking back it was one of
the best decisions I ever made. The minute I dropped out I could stop
taking the required classes that didn't interest me, and begin dropping
in on the ones that looked interesting.

It wasn't all romantic. I didn't have a dorm room, so I slept on the
floor in friends' rooms, I returned coke bottles for the 5¢ deposits to
buy food with, and I would walk the 7 miles across town every Sunday
night to get one good meal a week at the Hare Krishna temple. I loved
it. And much of what I stumbled into by following my curiosity and
intuition turned out to be priceless later on. Let me give you one
example:

Reed College at that time offered perhaps the best calligraphy
instruction in the country. Throughout the campus every poster, every
label on every drawer, was beautifully hand calligraphed. Because I had
dropped out and didn't have to take the normal classes, I decided to
take a calligraphy class to learn how to do this. I learned about serif
and san serif typefaces, about varying the amount of space between
different letter combinations, about what makes great typography great.
It was beautiful, historical, artistically subtle in a way that science
can't capture, and I found it fascinating.

None of this had even a hope of any practical application in my life.
But ten years later, when we were designing the first Macintosh
computer, it all came back to me. And we designed it all into the Mac.
It was the first computer with beautiful typography. If I had never
dropped in on that single course in college, the Mac would have never
had multiple typefaces or proportionally spaced fonts. And since Windows
just copied the Mac, its likely that no personal computer would have
them. If I had never dropped out, I would have never dropped in on this
calligraphy class, and personal computers might not have the wonderful
typography that they do. Of course it was impossible to connect the dots
looking forward when I was in college. But it was very, very clear
looking backwards ten years later.

Again, you can't connect the dots looking forward; you can only connect
them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow
connect in your future. You have to trust in something — your gut,
destiny, life, karma, whatever. This approach has never let me down, and
it has made all the difference in my life.

My second story is about love and loss.

I was lucky — I found what I loved to do early in life. Woz and I
started Apple in my parents garage when I was 20. We worked hard, and in
10 years Apple had grown from just the two of us in a garage into a $2
billion company with over 4000 employees. We had just released our
finest creation — the Macintosh — a year earlier, and I had just turned
30. And then I got fired. How can you get fired from a company you
started? Well, as Apple grew we hired someone who I thought was very
talented to run the company with me, and for the first year or so things
went well. But then our visions of the future began to diverge and
eventually we had a falling out. When we did, our Board of Directors
sided with him. So at 30 I was out. And very publicly out. What had been
the focus of my entire adult life was gone, and it was devastating.

I really didn't know what to do for a few months. I felt that I had let
the previous generation of entrepreneurs down - that I had dropped the
baton as it was being passed to me. I met with David Packard and Bob
Noyce and tried to apologize for screwing up so badly. I was a very
public failure, and I even thought about running away from the valley.
But something slowly began to dawn on me — I still loved what I did. The
turn of events at Apple had not changed that one bit. I had been
rejected, but I was still in love. And so I decided to start over.

I didn't see it then, but it turned out that getting fired from Apple
was the best thing that could have ever happened to me. The heaviness of
being successful was replaced by the lightness of being a beginner
again, less sure about everything. It freed me to enter one of the most
creative periods of my life.

During the next five years, I started a company named NeXT, another
company named Pixar, and fell in love with an amazing woman who would
become my wife. Pixar went on to create the worlds first computer
animated feature film, Toy Story, and is now the most successful
animation studio in the world. In a remarkable turn of events, Apple
bought NeXT, I retuned to Apple, and the technology we developed at NeXT
is at the heart of Apple's current renaissance. And Laurene and I have a
wonderful family together.

I'm pretty sure none of this would have happened if I hadn't been fired
from Apple. It was awful tasting medicine, but I guess the patient
needed it. Sometimes life hits you in the head with a brick. Don't lose
faith. I'm convinced that the only thing that kept me going was that I
loved what I did. You've got to find what you love. And that is as true
for your work as it is for your lovers. Your work is going to fill a
large part of your life, and the only way to be truly satisfied is to do
what you believe is great work. And the only way to do great work is to
love what you do. If you haven't found it yet, keep looking. Don't
settle. As with all matters of the heart, you'll know when you find it.
And, like any great relationship, it just gets better and better as the
years roll on. So keep looking until you find it. Don't settle.

My third story is about death.

When I was 17, I read a quote that went something like: "If you live
each day as if it was your last, someday you'll most certainly be
right." It made an impression on me, and since then, for the past 33
years, I have looked in the mirror every morning and asked myself: "If
today were the last day of my life, would I want to do what I am about
to do today?" And whenever the answer has been "No" for too many days in
a row, I know I need to change something.

Remembering that I'll be dead soon is the most important tool I've ever
encountered to help me make the big choices in life. Because almost
everything — all external expectations, all pride, all fear of
embarrassment or failure - these things just fall away in the face of
death, leaving only what is truly important. Remembering that you are
going to die is the best way I know to avoid the trap of thinking you
have something to lose. You are already naked. There is no reason not to
follow your heart.

About a year ago I was diagnosed with cancer. I had a scan at 7:30 in
the morning, and it clearly showed a tumor on my pancreas. I didn't even
know what a pancreas was. The doctors told me this was almost certainly
a type of cancer that is incurable, and that I should expect to live no
longer than three to six months. My doctor advised me to go home and get
my affairs in order, which is doctor's code for prepare to die. It means
to try to tell your kids everything you thought you'd have the next 10
years to tell them in just a few months. It means to make sure
everything is buttoned up so that it will be as easy as possible for
your family. It means to say your goodbyes.

I lived with that diagnosis all day. Later that evening I had a biopsy,
where they stuck an endoscope down my throat, through my stomach and
into my intestines, put a needle into my pancreas and got a few cells
from the tumor. I was sedated, but my wife, who was there, told me that
when they viewed the cells under a microscope the doctors started crying
because it turned out to be a very rare form of pancreatic cancer that
is curable with surgery. I had the surgery and I'm fine now.

This was the closest I've been to facing death, and I hope its the
closest I get for a few more decades. Having lived through it, I can now
say this to you with a bit more certainty than when death was a useful
but purely intellectual concept:

No one wants to die. Even people who want to go to heaven don't want to
die to get there. And yet death is the destination we all share. No one
has ever escaped it. And that is as it should be, because Death is very
likely the single best invention of Life. It is Life's change agent. It
clears out the old to make way for the new. Right now the new is you,
but someday not too long from now, you will gradually become the old and
be cleared away. Sorry to be so dramatic, but it is quite true.

Your time is limited, so don't waste it living someone else's life.
Don't be trapped by dogma — which is living with the results of other
people's thinking. Don't let the noise of others' opinions drown out
your own inner voice. And most important, have the courage to follow
your heart and intuition. They somehow already know what you truly want
to become. Everything else is secondary.

When I was young, there was an amazing publication called The Whole
Earth Catalog, which was one of the bibles of my generation. It was
created by a fellow named Stewart Brand not far from here in Menlo Park,
and he brought it to life with his poetic touch. This was in the late
1960's, before personal computers and desktop publishing, so it was all
made with typewriters, scissors, and polaroid cameras. It was sort of
like Google in paperback form, 35 years before Google came along: it was
idealistic, and overflowing with neat tools and great notions.

Stewart and his team put out several issues of The Whole Earth Catalog,
and then when it had run its course, they put out a final issue. It was
the mid-1970s, and I was your age. On the back cover of their final
issue was a photograph of an early morning country road, the kind you
might find yourself hitchhiking on if you were so adventurous. Beneath
it were the words: "Stay Hungry. Stay Foolish." It was their farewell
message as they signed off. Stay Hungry. Stay Foolish. And I have always
wished that for myself. And now, as you graduate to begin anew, I wish
that for you.

Stay Hungry. Stay Foolish.

Thank you all very much.

die Humanisierung des Netzes

hier gehts lang:
sehr interessanter Artikel in der Zeit (Abo empfehlenswert)

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    Ein besonders krasses...
    ... dafür wie leicht es in der heutigen Medienwelt...
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